Die Absage des Länderspiels zwischen der DFB-Auswahl und dem Team der Niederlande war eine vernünftige Entscheidung. Wenn die Polizei eine solche Maßnahme veranlasst hat sie dafür gute Gründe. Sicherheit geht vor. Menschenleben wegen Symbolhandlungen zu gefährden kann niemand verantworten. Ob eine Lichterkette für Toleranz in Hannover stattfindet oder ob 22 Männer in kurzen Hosen einem Ball hinterherlaufen – das ist alles nicht entscheidend. Ein solches Spiel und das Beiprogramm abzusagen sind auch kein Sieg des Terrors. Tote sind ein Sieg des Terrors. Ein paar enttäuschte Fans nicht.
(Brüssel, 16.11.2015) Das European Milk Board (EMB) mit Sitz in Brüssel hat am 16. November in einer Pressekonferenz anlässlich des Treffens der EU-Agrarminister erneut kostendeckende Produktionspreise für Milch gefordert.
Hintergrund dieser Forderung ist die Beendigung der 1984 eingeführten Quotenregelung für die Milchproduktion innerhalb der EU vom 31. März 2015. Die Quotenregelung diente der Begrenzung einer Überproduktion von Milch, die dann zum Teil eingelagert und zum Teil außerhalb der EU zu Dumpingpreisen verkauft wurde und wird – mit oft katastrophalen Folgen für die betroffenen Länder.
In Verbindung mit einem Nachfragerückgang von ca. 1 % nach Milchprodukten innerhalb der EU und in Verbindung mit den Boykottmaßnahmen gegenüber Russland, die auch Milchprodukte betreffen, hat die Aufhebung der Quotenregelung allerdings im laufenden Jahr zu einem erheblichen Milch-Preisverfall geführt. Der gegenwärtige Milchpreis liegt unterhalb der Produktionskosten. Um den Preisverfall wenigstens teilweise auszugleichen, reagieren viele Milchbauern mit einer Steigerung der Milchproduktion, was für die Milchkühe wie für den Milchmarkt negative Folgen hat.
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Nach den Terroranschlägen von Paris steht auch das Internetkollektiv Anonymous an der Seite der Franzosen. Sich im Allgemeinen für Freiheit einsetzend, erklärt Anonymous nun nur folgerichtig dem sog. „IS“ den Krieg. Im Folgenden eine vollständige Übersetzung des Wortlautes des Videos, für die wir Frau Patricia Graul danken.
Ein englischsprachiges Anon-Video mit ähnlichem Inhalt gibt es hier.
Gestern, am Freitag, den 13. November 2015, wurde unser Land, Frankreich, zwei Stunden lang von mehrere terroristische Attentate durch euch, Islamischer Staat, attackiert. Diese Attentate können nicht ungestraft bleiben. Deshalb werden die Anonymous der ganzen Welt euch aufspüren und verfolgen. Ja, euch, das Ungeziefer, das Unschuldige tötet. Ja, wir werden euch verfolgen, wie wir es seit dem Attentat auf Charlie Hebdo taten. Macht euch auf eine starke Reaktion von Anonymous gefasst. Nehmt zur Kenntnis, daß wir euch finden werden und niemals loslassen werden. Wir beginnen die größte, jemals durchgeführte Operation gegen euch, macht euch auf zahlreiche „Cyber-Angriffe“ gefasst. Es ist der Krieg ausgebrochen, macht euch darauf gefasst. Das französische Volk ist stärker als alles und wird aus dieser Gräueltat gestärkt hervorgehen, damit dies klar ist. Anonymous möchte ferner den Familien der Opfer sein Beileid aussprechen.
Wir sind Anonymous. Wir sind Legion. Wir vergeben nicht. Wir vergessen nicht. Erwartet uns.
[Es folgen noch einige Teile aus der Rede von Staatspräsident Hollande]
(Disclaimer: weil es immer wieder zu Mißverstädnissen führt, sei auch hier nochmals betont, dass Anonymous Germany nichts mit der antisemitischen Facebook-Seite Anonymous Deutschland zu tun hat, die innerhalb der Kollektivs auch recht isoliert darsteht.)
Das Stadion in Hannover. Quelle: Wikipedia, Foto: Tim Rademacher, Lizenz: CC-BY-SA 4.0
Sportlich wird das Fußballländerspiel Deutschland gegen die Niederlande am morgigen Dienstag in Hannover keine große Aussagekraft haben. Das war bereits vor Wochen klar. Die Nachfrage nach Tickets war im Vorfeld auch eher gering. Noch in der Vorwoche beklagte auch Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff das relativ geringe Zuschauerinteresse.
Bierhoff sinnierte damals noch über einen möglichen Zusammenhang mit der DFB-Krise, welche seit Wochen die Fußballfans im Lande beschäftigt. Andere Beobachter machten die zunehmende Kommerzialisierung, in Form der hohen Kosten für die Eintrittskarten, für das relativ geringe Interesse an diesem ‚Klassiker‘ verantwortlich. Doch seit den Anschlägen von Paris am Freitag, nach denen die Austragung des Spiels zwischendurch sogar über Stunden komplett infrage stand, erhält das Spiel nun eine neue, zuvor noch völlig ungeahnte Brisanz abseits des Rasens. Aus dem eher unbedeutenden Freundschaftskick ist nun eine Feier der Freiheit, eine bedeutende Demonstration geworden, in der unsere Gesellschaft zeigen soll, dass sie durch solch feige Terrorakte nicht in die Knie zu zwingen ist.
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Feige oder völkisch? Polens EU-Minister Szymański (Foto: EU-Parlament)
Warschau – Nach dem grausamen Terrorakt von Paris steht ganz Europa mit einem Tenor zusammen: Wir lassen uns nicht unsere Freiheit und unsere Demokratie wegbomben!
In ganz Europa? Nein. Nicht in Polen. Da buckelt die neue Regierung vor dem IS-Terror. Wie wir berichteten regiert dort die polnische AfD, die „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS), völkische Nationalisten, die die EU und Muslime hassen – und natürlich Homosexuelle – und eigentlich alle, die nicht ihrem völkischen Ideal entsprechen.
ISIS Quelle: Youtube
Der Islamische Staat und andere dschihadistische Gruppen bedrohen zahllose Menschen in Europa, Afrika und im Nahen Osten. Der Westen muss gemeinsam mit lokalen Kräften in den Regionen seine militärischen Anstrengungen verstärken. Doch das alleine wird nicht reichen.
Wenn die Nato es will, wird der Islamische Staat binnen weniger Monate auf seinem Territorium vernichtet werden. Die technische Überlegenheit der westlichen Streitkräfte, der Kampfeswillen kurdischer, jesidischer und anderer lokaler Truppen werden dazu führen, dass der IS als Gebilde innerhalb kurzer Zeit aufhören wird zu existieren. Doch damit allein wird nichts gewonnen sein. Der heutige Dschihadismus, die militante Version des Islams, ist eine Kind der Moderne und eine Reaktion auf sie. Ist der IS geschlagen, werden neue Organisationen entstehen und alte weiter kämpfen. Sie werden den Westen ebenso angreifen wie sie moderate Muslime angreifen, denn die meisten Opfer des Dschihadismus sind Muslime. Die meisten, die gegen die Dschihadisten kämpfen übrigens auch.
Eagles of Death Metal on stage at the Commodore Ballroom July 20th 2009 Foto: SylviaBoBilvia Lizenz: CC BY 3.0
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