
Kai Niggemann ist so etwas wie der Daniel Düsentrieb der experimentellen Musik. Er ist in Bochum geboren und wohnt seit vielen Jahren in Köln. Mit brillanten Gedanken und noch mehr Beflissenheit speist er seine DIY-Soundwelten. Sein Stil ist elektroakustisches Storytelling, welches auf eine clubartige Traumlandschaft trifft. Am Ende steht so eine poetisch-abstrakte, krautige, energetische Mischung aus neuer elektronischer Musik und zeitgenössischer Clubkultur. Nerds lieben die Technologie und Clubber lieben den pochenden Drive seiner Basslines. Kai ist einer der Protagonisten aus dem Dokumentarfilm ›Die Stille überlebt‹, welcher die Noise- und Elektroklang-Szene in Deutschland näher unter die Lupe nimmt und am 27. September seine Premiere in der Bochumer Bastion feiert. Was sonst noch wichtig ist, erklärt er uns im YouTube-Roulette.


Bereits seit dem 10.6. und noch bis zum 16.09.2022 läuft die Schau im Rautenstrauch-Joest Museum – Kulturen der Welt in Köln. Mit ihr begibt sich der syrische Kurator und Archäologe Jabbar Abdullah auf die Spuren des kulturellen Gedächtnisses Syriens. Er zeigt historische, syrische Artefakte aus deutschen Sammlungen, die jetzt teilweise erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Sie stehen im Dialog mit zeitgenössischen Positionen sowie syrischer Alltags- und Erinnerungskultur und beleuchten die kulturelle Vergangenheit Syriens, seine jüngste Geschichte insbesondere in Zentren wie Raqqa, Aleppo und Damaskus. „Syrien – Gegen das Vergessen“ zeigt den Besuchern den Nahen Osten aus außereuropäischer Perspektive und öffnet Syrern einen Raum, sich ihrer ersten Heimat zu erinnern und diese Erinnerung zu teilen. 


