Udo Lindenberg – Sensationeller Tourauftakt in Gelsenkirchen

michalak-44Neue Tour, neue Songs, neue Panikplatte, neue Show – der Wahnsinn kommt auf grünen Socken.“

Von Panik allerdings keine Spur am gestrigen Abend “auf Schalke”, dafür erlebten über 35.000 Zuschauer eine fast dreistündige Show der Superlative, einen gigantischen Tourauftakt der “Keine Panik” Tournee des Panikrockers, ungehemmt und ungebremst.

Mit einem Udo Lindenberg, der in seinen neongrünen Socken zu Höchstformen auflief, und man sich insgeheim dachte, der 70. Geburtstag vergangenen Dienstag, das kann doch nur geschummelt gewesen sein.

Zusammen mit seinem perfekt eingestimmten Panikorchester (wer dazu gehört steht weiter unten) und vielen tollen Stargästen wie Jazzmusiker Klaus Doldinger, Daniel Wirtz, Adel Tawil, Josephin Busch und seinen ehemaligen WG-Kollegen aus der “Villa Kunterbunt” Marius Müller Westernhagen und Otto Waalkes, die Udo nach und nach zu sich auf die Bühne holt, machte er gestern Abend wieder gemeinsam Musik und im Laufe der Nacht bot sich den Zuschauern eine bombastische Rock-Revue, in der alle gemeinschafltich tanzten, feierten, sangen und im wahrsten Sinne des Wortes die Sau rausließen.

Im Hintergrund liefen auf riesigen Leinwänden schillernde Videoprojektionen in knalligen Farben, riesige bunte Ballons in Form weiblicher Körper schwebten über den Künstlern, mal schwebten diese selber in der Luft, Tänzerinnen in den irrsten Kostümen begleiteten Udo auf seinem ewigen Walk über die lange T-Bühne, die weit ins Publikum hineinragte. Zwischendurch gab es waghalsige Luftnummern, in denen Udo in einer Gondel durch die Arena flog, begleitet von einer einmaligen Laser- und  Lichtshow, immer wieder moderierte er seine Gäste an, stellte sie vor und hatte das eine oder andere Wort für seine Fans übrig, es wurde sich geküßt und umarmt, zwischen Daumen und Mittelfinger stets seine Cohiba Montecristo. Ein Meister der Selbstinszenierung.

Aus dem “Sich Feiern” wird Udo Lindenberg auch erstmal nicht mehr herauskommen. Erst stürmte sein neues Album „Stärker als die Zeit“ die Charts und erreichte Platinstatus, dann sein 70.Geburtstag und nun hat die größte Tournee seines Lebens begonnen. Er selbst nannte sie im Vorfeld einen „pompösen Abschlussball“ und es wird wohl seine letzte in dieser Größenordnung sein. Aber wer weiß, wie sang doch ein berühmter Künstler einst:

Hinterm Horizont geht’s weiter

ein neuer Tag

hinterm Horizont immer weiter

zusammen sind wir stark!

Das mit uns ging so tief rein

das kann nie zu Ende sein

sowas Grosses geht nicht einfach so vorbei!”

Bis zum 26. Juni stehen weitere 13 Konzerte und Zusatzkonzert in Stadien und großen Hallen auf dem Plan, nächster Halt ist am 24.05.2016 in München – Olympiahalle und am 03. & 04.06. wird Udo Lindenberg zwei Mal die bereits ausverkaufte Lanxess Arena in Köln bespielen. Tickets für die anderen Termine !

Das Panikorchester: Jean-Jacques Kravetz, Bertram Engel, Hendrik Schaper, Carola Kretschmer, Jörg Sander, Steffi Stephan, Hannes Bauer, Zoran Grujovski

Panic VocalsBooBoo, Nathalie Dorra, Stephanie Crutchfield, Ole Feddersen

Pustefix-Bläser: Wolfgang Noah Fischer, Jotham Bleiberg, Ulrich Röser, Doris Decker

Panik-TänzerinnenAmy Taylor, Ellie Smale, Rhiannah Kitching, Heather Urquhart, Hayley Ainsley, Rose Grace Hartigan

Panik-CellistinEmily England

Panik-KidsKids On Stage

Midnight RamblersCarl Carlton, Felicia Taylor, Ken Taylor, Pascal Kravetz, Leon Taylor, Julien Kravetz

Setlist:

Odyssee, Einer muss den Job ja machen, Mach mein Ding, Coole Socke, Cello, Lieb dich überhaupt nicht mehr, Schwere Zeiten, Plan B, Rock’n’Roller, Wozu sind Kriege da, Strassenfieber, Führer, Gegen die Strömung, So sehen, Herzen (mit Sexy), Bunte Republik Deutschland, Mein Body und Ich, Das Leben, Sternenreise, Gösebrecht, Honky Tonky Show, Bodo Ballermann, Highway To Hell, Der Greis, Horizont, Ende der Welt, Controlletti, Sonderzug, Andrea Doria, Candy Jane, Reeperbahn, Eldorado, Ich schwöre, Woddy Wodka

Dirk Becker Entertainment & Lanz Unlimited

Ruhrpott Rodeo- Das schönste Punkfestival in Deutschland geht in die 10. Runde

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Das Ruhrpott Rodeo gilt als das größte Punk-Festival Deutschlands und findet seit 2007 jährlich statt. Im ersten Jahr war der Austragungsort das Amphitheater Gelsenkirchen, seit 2008 ist es ein Freigelände am Flugplatz Schwarze Heide in Hünxe bei Bottrop.

Und auch in diesem Jahr locken vom 5. bis 7. August wieder große Namen wie „NOFX“, „Wizo“, „Turbonegro“, “Suicidal Tendencies”, “Dritte Wahl”, “Lagwagon”, “Sick Of It All”, “Sondaschule” und „Descendents“ auf eines der größten Punkrockfestivals in Deutschland nach Hünxe. Aber auch die kleineren Acts beim „Ruhrpott Rodeo“ lassen Freude aufkommen. Mit „Monsters of Liedermaching“ und „Irie Revoltes“ sind auch Bands vertreten, die keinen klassischen Punk machen und für gelungene Abwechslung sorgen werden. Das gesamte Line-Up findet ihr hier und es werden sicherlich noch ein paar Acts dazukommen.

Tickets gibt es in allen erdenklichen Variationen, mit und ohne Camping und kosten zwischen 36,75€ und 76,65€,

 

The Winery Dogs geben ein exklusives Deutschlandkonzert in der Matrix Bochum

11878886_925786977493436_2047450254189320314_oThe Winery Dogs, das sind das Power-Trio Mike Portnoy, Billy Sheehan und Richie Kotzen.

Gergründet hat sich die US-amerikanische Hard-Rock-Supergroup im Jahre 2011 in Brooklyn. Sie geht ursprünglich auf ein Projekt zurück, für das Portnoy und John Sykes (Whitesnake, Thin Lizzy) 2011 gemeinsam Lieder geschrieben hatten und für das sie Sheehan als Bassisten gewinnen konnten. Sykes war jedoch nicht daran interessiert, das dabei entstandene Material auch aufzunehmen, daher entschieden sich Portnoy und Sheehan, mit einem anderen Gitarristen weiterzumachen, und engagierten Richie Kotzen. Nach den ersten gemeinsamen Arbeiten verzichteten die Musiker vollständig darauf, Sykes Songs weiter zu verwenden. Im Juli 2013 veröffentlichte die Gruppe ihr erstes, selbstbetiteltes Album.

Alle beteiligten Musiker waren bereits als Mitglieder anderer Bands oder als Solokünstler erfolgreich: Portnoy war Gründungsmitglied von Dream Theater, Sheehan spielte in der Band von David Lee Roth und bei Mr. Big, Kotzen wurde mit mehreren Soloalben und als Mitglied von Poison und Mr. Big bekannt.

Am 2. Oktober 2015 veröffentlichten The Winery Dogs ihr zweites Album „Hot Streak“ via EarMusic/Edel. Am 13.Juni spielen sie ein exklusives Deutschlandkonzert in der Matrix in Bochum. Tickets gibt es hier !

Vorschau für  Juni & Juli /  Killpop Events:

So. 05.06.2016 ALBERT HAMMOND – Christuskirche, Bochum Tickets

Di. 14.06.2016 LOUDNESS – Rockpalast, Bochum Tickets

Mi. 13.07.2016 CURTIS STIGERS – Zeche, Bochum Tickets

Fr. 22.07.2016 ANIMALS AS LEADERS – Rockpalast, Bochum Tickets

Neustart auf Schalke – Christian Heidel, der ‚Menschenfänger‘ ist da!

Christian Heidel, bisher in Mainz aktiv. Quelle: Wikipedia, Foto: Fuguito, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Christian Heidel war bisher in Mainz aktiv. Quelle: Wikipedia, Foto: Fuguito, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Großer ‚Bahnhof‘ heute in Gelsenkirchen. Und die Erwartungshaltung im Vorfeld war tatsächlich riesig. In einer rund einstündigen Pressekonferenz wurde Schalkes neuer Sportvorstand Christian Heidel endlich auch ganz offiziell in der Arena vorgestellt.

Der 52-jährige Ex-Mainzer machte dabei insgesamt dann auch eine sehr gute Figur, gab sich höchst motiviert und gut vorbereitet, auch wenn weite Phasen der Veranstaltung jedoch ein wahres Worthülsenspektakel darstellten.

Rasch wurde dabei auch den zahlreichen Beobachtern klar, als kurz nach 14 Uhr das Blitzlichtgewitter rund um die anwesenden Christian Heidel und Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies so langsam wieder nachließ, dass es heute ‚auf Schalke‘ auch noch keine offizielle Verkündung eines neuen Trainers für die Gelsenkirchener Profikicker geben würde.

Viele kleine Andeutungen bestätigten jedoch auch heute den seit Tagen diskutierten ‚Verdacht‘, dass Markus Weinzierl nach wie vor wohl der Top-.Kandidat für diese Position bei den Königsblauen ist.

Als Beobachter durfte man sich letztendlich jedoch vielfach durch Standardformulierungen wie ‚Heidel ist der neue starke Mann auf Schalke‘, wie man sie in der Vergangenheit ja auf ähnliche Art und Weise beim Club ja schon häufiger vernehmen konnte, zwar nur über wenige wirklich neue Aussagen zur Zukunft des Vereins freuen, doch ließ Club-Boss Clemens Tönnies sich am Ende zumindest dazu verleiten, ganz deutlich seinen weiteren Rückzug aus dem Tagesgeschäft der Königsblauen anzukündigen. Tönnies will zukünftig tatsächlich nur noch als eine Art Ratgeber bei S04 fungieren, wie er vorhin ganz deutlich machte.

Der an den neuen Sportchef nun frisch ergangene Auftrag sei die ‚Neuausrichtung des ganzen Clubs‘, so Tönnies vor wenigen Minuten. Klingt anspruchsvoll, aber ebenfalls auch sehr vage.

Mit einer Aussage vom Tage sollte Clemens heute allerdings mehr als richtig liegen: ‚Heidel ist ein Menschenfänger‘, kündigte er gleich zu Beginn der Veranstaltung an. Und das bewies der neue starke Mann im Club im Laufe der weiteren Pressekonferenz dann auch.

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„Whatever Happened to the 90s“ auf der Freilichtbühne Wattenscheid

michalak-3Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr wird auch 2016 wieder für ordentlich viel Schaum unter Wattenscheids freiem Himmel gesorgt. Getreu dem Motto “Plastikschnuller und Tattooketten angelegt, in die Buffalos geschlüpft und Zickzack-Scheitel gekämmt! Wattenscheid und Bochum ♥ the 90s! “ ist es am 9.Juli auf der Freilichtbühne Wattenscheid wieder soweit. Die große 90er Sommer-Open-Air-Party ist zurück!

Mit dabei sind wieder die beiden Resident-DJs Marvin S. und ChoLLo aus Hagen und als grandioser Live-Act wird das Musikprojekt LOONA, um Marie-José van der Kolk aus den Niederlanden, mit Ihren Hits „Bailando“, „Vamos a la Playa“, „Parapapapapa“, u.v.m. dafür sorgen, dass auch der letzte Feierwütige auf seine Kosten kommt.

Ein paar Specials gibt’s natürlich auch noch: Die Eintrittskarte als KombiTicket erlaubt eine freie Fahrt zu und von der Veranstaltung im gesamten VRR-Gebiet und für die ersten 1 000 Gäste wird es einen Welcome Drink geben.

Freut euch auf die Freiluft-Party des Jahres!

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Whatever Happened to the 90s

9.7.2016 Freilichtbühne Wattenscheid
Beginn: 17:00 Uhr.

„Rauch“ am Theater Oberhausen

RauchZwei Paare sitzen in einem Hotel fest. Draußen tobt in der Stadt und dem Land, deren Namen nie genannt werden, ein Aufstand. Der Flughafen ist geschlossen und Ausländer wurden angewiesen im Hotel abzuwarten, da es dort sicherer sei. Eva und Alex sind in dem Land, weil sie ein Kind adoptieren wollen, das ältere Paar Laura und Jaume  leben dort in einem Haus. Sie haben nicht nur zufällig die Zimmer nebeneinander, sondern Eva liest auch noch begeistert die Bücher von Schriftsteller Jaume. Die Grundkonstellation von Josep Maria Miró i Corominas Stück „Rauch“ ist denkbar schlicht,

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Das Konzert von Silbermond in der Dortmunder Westfalenhalle

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Am Samstagabend sorgten Silbermond im Rahmen ihrer aktuellen “Leichtes Gepäck-Tour 2016” in der ausverkauften Dortmunder Westfalenhalle für eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Silbermond, das deutsche Pop-Rock-Quartett aus Bautzen in Sachsen, bestehend aus der Sängerin Stefanie Kloß, den Brüdern Johannes und Thomas Stolle und Andreas Nowak, ist seit mittlerweile 18 Jahren aktiv.

Alles begann im Jahre 1998, als die vier die Coverband “Exakt” gründeten. Vier Jahre später wurde dann aus der Schülertruppe “Exakt” alias Jast (2000-2002) schließlich Silbermond.

Mit ihrem Debütalbum „Verschwende deine Zeit“ (2004) legten sie dann direkt einen Traumstart hin, und der Erfolg brach bis heute nicht mehr ab. Sie trafen mit ihren mittlerweile fünf Alben (alle konnten sich unter den ersten Top 5 der deutschen Album-Charts platzieren) immer den Nerv der Zeit und konnten sich, mit fünf Millionen verkauften Tonträgern, unter den erfolgreichsten deutschen Bands etablieren.

Inzwischen alle Mitte 30, hatten die Bandmitglieder zuletzt zeitweise ans Aufhören gedacht, weil sie, unter enormem Druck stehend, aus dem Blick verloren hatten, was wirklich wichtig ist. Nach fast 14 Jahren fühlten sich die vier Musiker leer. Schlagzeuger Andreas Nowak und Gitarrist Thomas Stolle waren die Ideen und Melodien ausgegangen, ein Jahr schrieben sie keine neuen Songs mehr. Stattdessen wurde viel geredet und diskutiert.

Doch die Krise ist überwunden und hat die Band noch mehr zusammengeschweißt. Herangereift ist in dieser Zeit ihr aktuelles Album „Leichtes Gepäck“ ( November 2015). In Nashville entstanden zwölf nachdenkliche, sehr aufgeräumte und erwachsene Songs, bei denen emotionale, nachdenkliche und ehrliche Texte im Mittelpunkt stehen.

Dortmund war die vierte Station ihrer Tour, die Silbermond noch den ganzen Sommer über durch zahlreiche Städte Deutschlands führen wird ( 24.06. Tanzbrunnen Köln – ausverkauft !  und 29.& 30.08. ZFR ) sind weitere Konzerte, die man sich merken sollte ! ).

Gekommen waren sie zahlreich, an die 11.000 Fans ließen sich von Silbermonds Frontfrau auf eine Reise durch fünf Alben Bandgeschichte mitnehmen. Ein großes Hit-Repertoire, einschließlich einer neuen Cd, können die vier ja mittlerweile ihr Eigen nennen.

Gesungen von einer unglaublich gut gelaunten Stefanie Kloß, die vom ersten Song an ein wunderbarers Strahlen im Gesicht hatte und mit ihrer unverwechselbaren kraftvollen, aber auch gefühlvollen Stimme, jeden Song so von Herzen und uneingeschränkt ehrlich rüberbrachte, dass sie ihr Publikum mit jedem gesungenen Wort sofort erreichte. Sie war die treibende Kraft des Abends und das Verbindungsglied zwischen sich, ihren vier Jungs auf der Bühne ( ein Keyboarder unterstützt das Quartett auf ihrer Tour) und dem Publikum. Von Anfang an harmonierte alles, ein perfektes Zusammenspiel. Wie singen Silbermond so schön, “Wann reißt der Himmel auf?” und die Antwort gab es am Samstagabend in Dortmund.

Ein Chor aus zehntausende von Stimmen sang ihre Songs textsicher mit, Texte, mit denen sich jeder auf seine Art identifizieren kann, mit denen jeder einzelne viel Persönliches verbindet und das transportieren sie auch. Viel Intimität, keine Lieder, die einfach nur so dahergesungen werden, sondern aufrichtig klingen und Nähe und Verbundenheit schaffen.

Und das Publikum tanzt, applaudiert, Menschen umarmen sich, haben Tränen in den Augen. Was auf der Bühne passiert, geschieht auch in der Menge. Es wird gefeiert mit uneingeschränkter Herzlichkeit und das von beiden Seiten.

Silbermond boten über zwei Stunden eine unglaubliche Show, die wohl keiner so schnell wieder vergessen wird.

Setlist 

Intro (Die Mutigen) * Langsam * Für dich schlägt mein Herz * Lass mal * Meer sein * Keine Angst * Das Leichteste der Welt * Irgendwas Bleibt * Allzu menschlich * Heut hab ich Zeit * Himmel auf * In Zeiten wie diesen * B 96 * Kartenhaus * Unendlich * Ich bereue nichts * Krieger des Lichts * Nichts passiert * Symphonie * Indigo * Leichtes Gepäck * Durch die Nacht * Das Beste *Zeit zu tanzen

www.contrapromotion.com

In Ewigkeit Ameisen am Schauspiel Dortmund

Julia Schubert, Bettina Lieder in In Ewigkeit Ameisen (Foto: Matthias Seier)
Julia Schubert, Bettina Lieder in In Ewigkeit Ameisen (Foto: Matthias Seier)

Mit „Einige Nachrichten an das All“ hatte Kay Voges einen der ersten ganz großen Erfolge am Schauspiel Dortmund. Aus dem Text von Wolfram Lotz machte er einen Film, den er als Vorstellung im Theater zeigte. Die mediale Unschärfe wohnt allen Lotz-Texten inne. Das derzeit vielgespielte „Die lächerliche Finsternis“ ist ursprünglich ein Hörspiel, funktioniert aber ebenso auf der Theaterbühne. Auch „In Ewigkeit Ameisen“ ist zunächst Hörspiel gewesen. Doch Lotz‘ Texte hantieren ohnehin immer mit der Verwirrung der Mittel. Seine Besetzungslisten enthalten oft reihenweise so detaillierte wie kaum realisierbare Darstellerangaben und in seinen Regieanweisungen findet sich massenhaft völlig unmögliches.

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S04: Horst Heldt geht tatsächlich mit Applaus und erhobenen Hauptes – Wie kommt das denn?

Raus mit Applaus: Horst Heldt. Quelle: Wikipedia, Foto: 9EkieraM1, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Raus mit Applaus: Horst Heldt. Quelle: Wikipedia, Foto: 9EkieraM1, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Im abermals besonders dramatisch verlaufenden Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga kommt es am kommenden Samstagnachmittag nun tatsächlich zum großen Showdown: Mit Werder Bremen, Eintracht Frankfurt und dem VfB Stuttgart stehen gleich drei Traditionsteams unmittelbar am Abgrund.

Einer der drei wird am Samstag definitiv in die Zweitklassigkeit fallen, ein weiterer wird sich durch die Relegationsspiele gegen den 1. FC Nürnberg zittern müssen und nur einer wird nach dem Abpfiff des letzten Spieltages am Wochenende den sicheren Klassenerhalt feiern können. All dies wird uns dann sicherlich auch hier im Blog wieder entsprechend beschäftigen.

Kein Wunder also, dass das Schicksal des FC Schalke 04 da aktuell doch deutlich weniger im Blickpunkt einer großen Öffentlichkeit steht, geht es für die Knappen, nachdem die ersten vier Plätze in der Liga bereits fest vergeben sind, doch nur noch um die Plätze 5-7. Nicht gerade das, was sich die Königsblauen erträumt hatte. Mal wieder.

Und auch wenn das genaue Ergebnis, die Saisonendplatzierung, durchaus noch eine gewisse Bedeutung für den Club hat, da damit u.a. eben die direkte Qualifikation für die UEFA Europa League verbunden ist, oder eben im Falle von Rang 7 die Pflicht durch die ungeliebte Qualifikation zur Gruppenphase zu müssen, interessiert dieses sportliche Schicksal in Gelsenkirchen aktuell nur noch bedingt.  Viel spannender sind da für viele Beobachter und Fans aktuell doch schon die sich anbahnenden großen Personaldiskussionen auf Schalke.

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Moderne Musikproduktion und mittelalterliche Kasteiung

Für Komponisten kann es inzwischen zum Alltag gehören, auch Audios ihrer Kompositionen anzubieten, Demos, manchmal sogar Alben, wenn sie nicht für bestimmte Ensembles schreiben, ob frei oder im Auftrag. Helge Bol, ein Duisburger Komponist, der gleichsam zwischen zwei Stühlen Platz gefunden hat, zwischen zeitgenössischer Klassik und zeitgenössischem Jazz, hat sich nicht nur eine individuelle musikalische Sicht erarbeitet, sondern auch ein Projektstudio aufgebaut. Entstanden sind bislang vier digitale Alben. Im folgenden Text erläutert er, dass für ihn auch der Aufbau eines Projektstudios primär eine individuelle Sache war. Besondere Berücksichtigung erfährt die populär gewordene Audio-Kompression, die erlaubt, die durchschnittlich wahrnehmbare Lautstärke zu erhöhen, ein Vorgang, der z.B. in der modernen Tanzmusik ausgiebig genutzt wird und der bis zu einer mittelalterlich anmutenden Kasteiung reichen kann.

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