I Am Heresy, Sonntag, 24. März, 20.00 Uhr, Bahnhof Langendreer, Bochum
Der Ruhrpilot

NRW: Hier kommt der Denkmaldarwinismus…FAZ
Ruhrgebietsexpansion: Google Maps verlegt Köln an die Ruhr…Welt
Ruhrgebiet: Steag – Das Verlangen, am ganz großen Rad zu drehen…FAZ
Ruhrgebiet II: Ohrfeige für die IG Metall…taz
Ruhrgebiet III: Opel-Arbeiter haben zu hoch gepokert…Welt
Bochum: Diane Jägers als Dezernentin in Dortmund gewählt…Ruhr Nachrichten
Dortmund: Airport kann Millionenverlust etwas reduzieren…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Michael Rubinstein gründet Wahlinitiative „Duisburgerschaft“…Der Westen
Duisburg II: Diakonie Duisburg kritisiert Museumschef Stecker…Der Westen
Essen: Welterbe in jungen Händen…Der Westen
Debatte: Bundestag lehnt rückwirkende Auszahlung von Getto-Renten endgültig ab…Jüdische Allgemeine
Debatte II: Was uns der eisige März über Wetter und Klima sagt…Welt
Umland: Rauchverbot – Wirtshaus-Sterben in Bayern geht weiter…tz
Marls Bürgermeister protestiert gegen WAZ-Aus

Marls Bürgermeister Werner Arndt (SPD) hat sich mit einem offenen Brief an die Leitung der Funke-Mediengruppe gewandt. Künftig sollen die Lokalteile der WAZ im Kreis Recklinghausen vom Medienhaus-Bauer geliefert werden. Arndt fürchtet eine Einschränkung von Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt.
Seit 2o06 gibt es in weiten Teilen des Kreises Recklinghausen keine WAZ-Lokalteile mehr, die Leser der Zeitung müssen sich dort mit einer kreisweiten Ausgabe zufrieden geben. Und auch mit der wird es bald vorbei sein. Künftig werden die WAZ-Leser in großen Teilen des Kreis Recklinghausen Lokalausgaben des Verlags Medienhaus-Bauer erhalten, der mit Zeitungen wie der Marler-Zeitung, der Recklinghäuser-Zeitung und der Hertener Allgemeinen Marktführer der Region ist. Das Modell kennt man von der WAZ: In Dortmund erhalten Leser der Westfälischen Rundschau seit dem 1. Februar den Lokalteil der Ruhr Nachrichten, nur der Mantel kommt noch von der Funke-Mediengruppe.
Marls Bürgermeister Werner Arndt hat sich nun mit einem offenen Brief an die Leitung der Funke-Mediengruppe gewandt:
Sehr geehrter Herr Braun,
sehr geehrter Herr Nienhaus,
sehr geehrter Herr Ziegler,mit großer Bestürzung und in tiefer Sorge um die Arbeitsplätze sowie die Presse- und Meinungsvielfalt in unserer Region und Stadt habe ich die Nachricht aufgenommen, dass in der WAZ-Gruppe 200 Arbeitsplätze unwiderruflich abgebaut und die komplette WAZ Vest – Redaktion in Recklinghausen aufgegeben werden soll. Ich bitte Sie nachdrücklich, von Ihrer Absicht Abstand zu nehmen und der besonderen Verantwortung der WAZ für unsere Region gerecht zu werden.
Der beabsichtigte Abbau von 200 Stellen vor allem im journalistischen Bereich bedeutet einen Verlust von hochwertigen Arbeitsplätzen, für die es in unserer Region weit und breit keinen Ersatz gibt. Die Aufgabe der kompletten WAZ Vest – Redaktion wäre ein herber Schlag für die betroffenen
VRR-Nahverkehrsversager wehren sich gegen Regionalverband Ruhr

Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat begonnen, sich um das Thema Verkehr zu kümmern. Das ruft den VRR auf den Plan – die Nahverkehrsversager fürchten um ihren Einfluss.
Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) des Ruhrgebiets ist erbärmlich: Hohe Preise, schlechte Anschlüsse und ein, gerade an den Rändern, lückenhaftes Netz sorgen dafür, dass der Nahverkehr im Ruhrgebiet der schlechteste aller deutschen Ballungsräume ist. Die Unfähigkeit der Verantwortlichen bei den Nahverkehrsunternehmen und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) ist legendär. Der Nahverkehr im Ruhrgebiet hat nicht das Ziel, Menschen preiswert und schnell von A nach B zu bringen, sondern vor allem Politiker und Verwaltungsleute mit Posten in Nahverkehrsunternehmen und ihren Aufsichtsgremien auszustatten – wir blicken auf eines der größten Genosssenversorgungswerke der Republik.
SPD, CDU und Grüne im Regionalverband Ruhr wollen das ändern. Mit Unterstützung ihrer Landtagsfraktionen wollen sie erreichen, dass der Regionalverband Ruhr (RVR) sich künftig auch um die Planung des Nahverkehrs kümmern soll. Das ist dringend notwendig und längst überfällig, soll das Ruhrgebiet jemals eine zukunftsfähige Nahverkehrsstruktur bekommen. Die Akteure des VRR und der Nahverkehrsunternehmen hatten Jahrzehnte Zeit, eine solche zu entwickeln und gezeigt, dass sie es nicht können.
Doch genau diese Akteure gehen nun mit einer gemeinsamen Reaktion gegen die Pläne von RVR und Land vor:
Der VRR kritisiert Zuständigkeitsdiskussion durch den RVR
als drastischen RückschrittDie politischen Gremien des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr erklären
parteiübergreifend die vom RVR reklamierten Zuständigkeiten im SPNV sowie für
Land kann Nazi-Partei „Die Rechte“ nicht verbieten
Das NRW-Innenministerium kann die Nazi-Partei „Die Rechte“ nicht verbieten, obwohl es sie für eine Nachfolgeorganisation der im vergangenen Jahr verbotenen Kameradschaften hält. Das Nazis schützt die Parteienprivileg.
Das Land kann die im vergangenen Jahr gegründete Nazi-Partei Die Rechte nicht verbieten. Das ist das Ergebnis einer Prüfung des NRW-Innenministeriums: „Das ändert aber nichts an ihrer menschenverachtenden Ideologie. Neonazis bleiben Neonazis egal, ob sie Mitglied einer Kameradschaft oder einer Partei sind“, sagte Innenminister Ralf Jäger (SPD).
Für den Verfassungsschutz und die Polizei ist der Landesverband der Partei „Die Rechte“ ein Auffangbecken für die im vergangenen Jahr verbotenen Kameradschaften aus Dortmund, Hamm und dem Rheinland. Jäger: „Das wird an den Mitgliedern und der Führungsstruktur deutlich. Hier gibt es deutliche Überschneidungen.“
Durch die Feststellung des Parteienstatus, so das Innenministerium, sei ein Verbot als Ersatzorganisation der Kameradschaften gegenwärtig nicht möglich.
Aufgeben will Jäger jedoch im Kampf gegen die Nazis und die Partei Die Rechte nicht: „Wir brauchen einen langen Atem und dürfen
nirgendwo nachlassen.“
[Heute im Bahnhof Langendreer – Zwischenfall präsentiert eine ordentliche Portion Punkrockmusik]
Ruhr PottPunk Bash
Anheizen werden zu Beginn Dye Fun, die ihre Musik als Heroin Punk betiteln. Rotzige Vocals gepaart mit melodiösen Punkrockelementen sorgen für einen schäppernden Startschuss. Danach entern Hotel Energieball die Bühne. Die aus den Revolvers entstandene Band vermischt gekonnt Punk- und Glamrock miteinander und wird sicherlich viele Besucher begeistern können. 2nd District sind der Headliner dieses Abends. Die Bochumer Jungs verbinden ebenfalls Glamrock und Punk. Seit sich die Band im Jahr 2005 gegründet hat, spielte sie bereits unzählige Shows in Deutschland, sowie Europa.
mit:
- 2nd District:www.facebook.com/2nddistrict
- Hotel Energieball:www.facebook.com/hotelenergieball
- Dye Fun:www.facebook.com/dyefun
Heute ab 20 Uhr im Bahnhof Langendreer!
Björn Kleinhenz
Björn Kleinhenz, Samstag, 23. März, 19.30 Uhr, Zentrum Altenberg, Oberhausen
Der Ruhrpilot

WAZ: Demotiviert, ängstlich, voller Sorgen – Wie die WAZ-Führung ihre Mitarbeiter lähmt…Newsroom
WAZ II: Das ist kein Liebeslied…taz
WAZ III: Unter dem Fallbeil…Post von Horn
NRW: SPD wird Leistungsschutzrecht nicht aufhalten…Zeit
Ruhrgebiet: Opel will Werk Bochum schon Ende 2014 schließen…FAZ
Ruhrgebiet II: Textilgröße Steilmann will Modekette Adler….Manager Magazin
Bochum: Stadt „findet“ 200 Millionen Euro…Der Westen
Dortmund: Rat wählt Jägers zur neuen Rechtsdezernentin…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Das umkämpfte Haus…Zeit
Duisburg II: Stahlbelegschaft ist kampfbereit…Der Westen
Duisburg III: Großes Stühlerücken seit dem OB-Wechsel…Der Westen
Essen: Mehr Arbeit für Ausländer…Der Westen
Essen II: Galerie Obrist zeigt Fotografien von David Lynch…Der Westen
Hattingen: U3 – Letzter Platz im Ruhrgebiet…Der Westen
Umland: Düsseldorf will Quote für billigen Wohnraum…Welt
Umland II: Party on am Brüsseler Platz – Initiative sammelt Unterschriften gegen Feier-Verbot…Stadtrevue
Debatte: BGH kippt Tier-Verbot in Mietwohnungen!…Telefacts
Bochum: GM will Opel-Werk 2014 schließen
Die Bochumer Opel-Belegschaft hat den Sanierungsplan am Donnerstag auf zwei Betriebsversammlungen abgelehnt. Die Reaktion der GM-Spitze erfolgte am Abend: 2014 soll die Autoproduktion in Bochum beendet werden.
Die Opel-Belegschaften in Rüsselsheim, Kaiserslautern und Dudenhofen haben dem Sanierungsplan von Opel zugestimmt, die Bochumer ihn am Donnerstag abgelehnt. GM hatte den Bochumers angeboten die Produktion in Bochum bis 2016 zu sichern und nach dem Ende des Autobaus noch 1200 Mitarbeiter am Standort Bochum zu halten. Dem Bochumer Betriebsrat reichte das Angebot von Opel nicht aus.
Die Reaktion von Opel kam am Abend:
Die in der IG Metall organisierten Beschäftigten der Adam Opel AG in Bochum haben heute gegen den Tarifvertrag gestimmt, der ihrem Standort langfristig eine Perspektive geboten hätte. „Wir bedauern sehr, dass die Beschäftigten in Bochum ein attraktives Angebot nicht angenommen haben“, sagt Manfred Gellrich, Leiter des Opel-Werkes in Bochum. „Eine große Chance ist nun vertan.“ Wie bereits im Vorfeld seitens der Opel-Geschäftsführung klargestellt wurde, wird es keine weiteren Verhandlungen zum vorliegenden Tarifvertrag geben. Die Zafira Tourer Produktion und der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen werden Ende 2014 auslaufen.
Damit steht den Opelanern in Bochum ein harter Arbeitskampf bevor. Es könnte der letzte sein.
Update Dortmunder Straßenstrich: OB Sierau kündigt Widerstand gegen Verwaltungsgerichtsentscheidung an

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat soeben entschieden, dass das stadtweite Verbot von Straßenprostitution in Dortmund nicht rechtens ist. Die Stadt Dortmund hatte 2011 den Straßenstrich an der Ravensberger Straße geschlossen und die Bezirksregierung Arnsberg davon überzeugt, ein stadtweites Verbot der Straßenprostitution zu genehmigen. Dagegen hat die Prostituierte Dany K. heute vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen geklagt und teilweise Recht bekommen: Das Gericht hat die Schließung des Strichs an der Ravensberger Straße bestätigt, allerdings das stadtweite Verbot der Straßenprostitution verworfen. Bezirksregierung und Stadt muss nun nach einem neuen Standort für einen Straßenstrich suchen.
Update:
In einer ersten Reaktion kündigt Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) Widerstand gegen das Urteil an:
„Es bleibt dort beim Verbot der Straßenprostitution. Das ist erfreulich.“ Was den Prüfauftrag für das restliche Stadtgebiet angehe, werde nun die Urteilsbegründung abgewartet, im engen Kontakt mit der Bezirksregierung geprüft und dann über die Einlegung der Beschwerde entschieden. Sierau weiter: “Sollte das Urteil Rechtskraft erlangen, werden wir sehen, ob die Annahme des Gerichts tatsächlich zutreffend ist, irgendwo in der Stadt müsse es einen geeigneten Bereich für die Straßenprostitution geben.“
Im Dortmund-Teil der Ruhrbarone berichten wir über der Reaktionen auf das Urteil.
