Wegen Israelfahne ausgeschlossen – CSD Nürnberg misst mit zweierlei Maß und sorgt für Kritik

Die Fahne, um die sich der Streit drehte. Foto: Iron Dome Nürnberg
Die Fahne, um die sich der Streit drehte. Foto: Iron Dome Nürnberg

Eine pro-jüdische Gruppe wurde vom CSD Nürnberg ausgeschlossen, weil sie unter anderem eine Israelfahne in Regenbogenoptik zeigen wollte. Die Veranstalter begründeten dies mit einem generellen Verbot von Nationalflaggen und dem Wunsch, politische Konflikte vom eigentlichen Thema der Demonstration fernzuhalten. Gleichzeitig waren auf dem CSD zahlreiche „Palästina“-Symbole und politische Botschaften präsent. Der Eindruck: Beim Verbot von Nationalflaggen und politischen Botschaften wurde mit zweierlei Maß gemessen.

Am Samstag, den achten August, fand in Nürnberg der Christopher Street Day statt. „Iron Dome Nürnberg“, eine Gruppe, die sich dem Kampf gegen Antisemitismus verschrieben hat, wurde im Vorfeld von der Veranstaltung ausgeschlossen. Im Gespräch mit Mitgliedern der Gruppe wurde klar, dass es eine Vorgeschichte gibt.

Iron Dome Nürnberg

Die Gruppe ist der Nürnberger Ableger einer zivilgesellschaftlichen Initiative, die sich dem entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus verschrieben hat. Der Fokus liegt auf dem Schutz, der Stärkung und der Sichtbarkeit jüdischen Lebens – konkret, praktisch und ohne Relativierungen.

Die Bewegung entstand am fünften Januar 2025, als sich fünf Frauen einer pro-„palästinensischen“ Demonstration in Hannover entgegenstellten. Wenig später kamen weitere Ortsgruppen dazu. Mittlerweile gibt es zwölf aktive deutsche Gruppen sowie eine schwedische und eine in Wien. Ruhrbarone berichtete bereits über Iron Dome. Außerdem berichteten wir über einen Übergriff auf ein Mitglied der Iron-Dome-Ortsgruppe aus Bremen bei den Protesten gegen den AfD-Parteitag in Erfurt.

Mahnwache für die Opfer des Terroranschlags auf den CSD Berlin

Am 24. Juli 2026 fuhr ein Islamist mit einem PKW in eine Menschenmenge am Rande des CSD in Berlin. Anschließend griff er mehrere Personen mit einer Machete an. Eine Frau wurde getötet und 31 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der Täter, Abdul Balout, der von der Polizei als Gefährder eingestuft wurde, konnte zunächst flüchten und wurde am Tag nach der Tat von der Polizei bei einem Festnahmeversuch erschossen. Ruhrbarone berichtete über die Diskussionen, bei denen versucht wurde, die Tat als „rechtsextremistisch“ zu framen und von der eigentlichen Motivation des Täters, dem Islamismus, abzulenken.

Am Sonntag, den 26. Juli 2026, fand in Nürnberg eine Mahnwache statt, um der Opfer des Anschlags zu gedenken. Mitglieder von Iron Dome Nürnberg nahmen nach eigenen Angaben an der Veranstaltung teil, um Anteil zu nehmen, den Betroffenen ihr Mitgefühl auszudrücken und gemeinsam zu trauern. Doch statt eines gemeinsamen Gedenkens sei die Gruppe angefeindet worden. Nachdem eine Fahne gezeigt worden war, die eine Abwandlung der israelischen Nationalflagge in Regenbogenfarben darstellte, sei die Gruppe mehrfach aufgefordert worden, die Veranstaltung zu verlassen. Zudem sei es zu Beleidigungen gekommen. Man solle die Fahne einpacken, Netanjahu und Israel würden einen Völkermord behehen, „Ihr Zionisten!“ sei zu hören gewesen und die Frage „Was soll dieser Judenstern?“

Obwohl den Iron-Dome-Mitgliedern vermittelt worden sei, dass sie nicht willkommen seien, hätten sie sich geweigert zu gehen und sich nicht in die hinteren Reihen abdrängen lassen. Nachdem Versuche dieser Art gescheitert seien, sei die Gruppe zwar einstweilen geduldet worden, doch der Schock, so einzelne Mitglieder, habe tief gesessen. Außerdem habe Iron Dome angemerkt, dass es auch positive Rückmeldungen auf ihre Anwesenheit gegeben habe. So habe der Oberbürgermeister Nürnbergs, Marcus König (CSU), deutlich gemacht, dass die Anwesenheit der Gruppe selbstverständlich in Ordnung sei. Außerdem hätten sich zwei andere Teilnehmer bei ihnen für ihre Teilnahme und ihr Engagement bedankt.

Doch selbst nach dem offiziellen Ende der Kundgebung kam es noch zu einem Zwischenfall.

Die Veranstaltung fand auf dem Magnus-Hirschfeld-Platz statt. Hirschfeld war Arzt, Sexualwissenschaftler und einer der Begründer der frühen Homosexuellenbewegung. Er war Jude, homosexuell und wurde von den Nationalsozialisten verfolgt. Hirschfeld verstarb 1935 im Alter von 67 Jahren in seinem französischen Exil in Nizza an einem Herzinfarkt.

Der Magnus-Hirschfeld-Platz in Nürnberg am Sterntor ist seit 2013 die örtliche Gedenkstätte für die homosexuellen Opfer des NS-Regimes und wurde 2019 nach Hirschfeld benannt.

Auf dem Platz befindet sich eine Gedenkplakette, vor der Mitglieder von Iron Dome ihre Fahne für ein Foto niederlegen wollten. Dabei habe eine Person versucht, diese Flagge zu entwenden. Erst unter dem Schutz der anwesenden Polizei konnte das Foto gemacht werden.

Die Fahne vor der Gedenkstätte auf dem Magnus-Hirsch-Platz. Foto: Iron Dome Nürnberg
Die Fahne vor der Gedenkstätte auf dem Magnus-Hirsch-Platz. Foto: Iron Dome Nürnberg

Gerade an einem Ort wie diesem sollte das Gedenken der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus eine Selbstverständlichkeit darstellen und nicht auf Ablehnung stoßen und auf den Schutz der Polizei angewiesen sein.

Der CSD in Nürnberg

Nürnberg Pride“, dieselbe Organisation, die auch die Mahnwache veranstaltete, organisierte auch den CSD in Nürnberg. Am 30. Juli meldete ein Mitglied von Iron Dome Nürnberg die Gruppe für die Teilnahme an. Drei Tage später antwortete die Demoleitung, dass der Anmeldeschluss bereits am 12.07.2026 gewesen sei und die Gruppe deshalb nicht an der Veranstaltung teilnehmen könne.

Am 07.08.2026, dem Tag vor dem CSD, schrieben die Veranstalter eine weitere Mail an Iron Dome Nürnberg, in der das Verbot genauer begründet wird. Es sei sich bei vorhergehenden Veranstaltungen, darunter auch die Mahnwache am Magnus-Hirschfeld-Platz, nicht kooperativ verhalten worden und es sei gegen das auferlegte Verbot verstoßen worden, Nationalfahnen zu zeigen.

Selbstredend wird darauf verwiesen, dass sich die CSD Nürnberg Pride als Demonstration für alle verstehe, unabhängig von Herkunft, Religion oder Nationalität. Um Konflikte zwischen verschiedenen politischen Positionen zu vermeiden, werde aber auf Nationalflaggen während der Veranstaltung verzichtet. So soll vermieden werden, dass internationale oder nationale Konflikte den Charakter der Demonstration prägen oder den Fokus von den Anliegen queerer Menschen ablenken.

Im Hinblick auf die Mahnwache im Magnus-Hirschfeld-Platz vertrete man als Veranstalter die Auffassung, dass dort ausschließlich das Gedenken an die Verfolgten und ermordeten Menschen während des Nationalsozialismus im Mittelpunkt stehen sollte. Deshalb halte man nationale Symbolik – unabhängig davon, welchen Staat sie repräsentiere – an diesem Ort für unangemessen.

Hätte man sich auch nur ansatzweise mit Hirschfeld beschäftigt, würde einem klar werden, dass dieser sowohl als Homosexueller als auch als Jude verfolgt wurde. Wenn es einen Ort gibt, an dem man eine Israelfahne in Regenbogenoptik zeigen kann, ist es dieser.

Hirschfeld ist einer der Gründe, warum man auch für den Staat Israel eintreten sollte, denn er stellt als einziger Staat im Nahen Osten einen Ort dar, in dem homosexuelle Menschen frei und gleichberechtigt leben können.

Obwohl in einigen Ausnahmen wie Bahrain, der Türkei oder dem Libanon Homosexualität nicht mehr unter Strafe steht, bedeutet das dort keinen echten gesellschaftlichen Schutz oder Freiheit. Homosexuelle Menschen sind oft starkem gesellschaftlichem, familiärem oder staatlichem Druck sowie Repressionen ausgesetzt.

Im überwiegenden Teil des Nahen Ostens (wie im Iran, in Saudi-Arabien, Katar, dem Jemen oder den Vereinigten Arabischen Emiraten) ist Homosexualität streng verboten und steht teilweise unter der Todesstrafe oder drastischen Haftstrafen. Im Gazastreifen werden homosexuelle Menschen massiv verfolgt, und auch im Westjordanland geht die Autonomiebehörde hart gegen queere Organisationen vor.

Um bei weiteren Veranstaltungen der Organisationsgruppe teilnehmen zu dürfen, wurden in dieser Mail noch einige Voraussetzungen gestellt. Die Gruppe Iron Dome Nürnberg solle eine öffentliche Klarstellung verfassen, in der die aus Sicht des CSD falschen Darstellungen über sie klargestellt werden. Außerdem solle man eine schriftliche Bestätigung abgeben, in Zukunft auf Nationalfahnen, auch in Regenbogenoptik, zu verzichten. Falls dem nachgekommen wird, dürfe die Gruppe an weiteren Veranstaltungen teilnehmen – allerdings ganz hinten als letzte Gruppe im Demozug.

Sollte sich ungeachtet der Absage der Organisatoren dennoch am CSD beteiligt werden oder sich bei späteren Veranstaltungen über die Voraussetzungen hinweggesetzt werden, werde man von seinem versammlungsrechtlichen Ordnungsrecht Gebrauch machen.

Doppelte Standards?

Allerdings machte die Veranstaltung nicht den Eindruck, als würde das Nationalfahnenverbot generell für alle gelten oder als wäre den Veranstaltern daran gelegen, dass nationale oder internationale Konflikte die Veranstaltung prägen und vom eigentlichen Thema, dem Eintreten für die Rechte von Homosexuellen, ablenken.

Eine Person mit „Palästinensertuch“ auf dem CSD Nürnberg. Foto: Iron Dome Nürnberg
Eine Person mit „Palästinensertuch“ auf dem CSD Nürnberg. Foto: Iron Dome Nürnberg

Zahlreiche Veranstaltungsteilnehmer trugen – einige gar ganz im Hamas-Cosplay-Modus vollvermummt – die Kufiya, das „Palästinensertuch“, das von Kritikern auch das „Bluttuch der Judenvernichtung“ genannt wird.

Ein Schild, auf dem verschiedene Waren angepriesen werden. Foto: Iron Dome Nürnberg
Ein Schild, auf dem verschiedene Waren angepriesen werden. Foto: Iron Dome Nürnberg

Einige Infostände boten solche Tücher neben anderen Artikeln mit „Palästina“-Bezug zum Verkauf an.

Ein Infostand mit verschiedenen Flugblättern und Stickern. Foto: Iron Dome Nürnberg
Ein Infostand mit verschiedenen Flugblättern und Stickern. Foto: Iron Dome Nürnberg

Bei den angebotenen kostenlosen Stickern, die viele Teilnehmer auf ihre Shirts klebten, handelte es sich unter anderem um solche, die die „palästinensische“ Flagge mit dem Slogan „NO PRIDE IN GENOCIDE“ zeigen, oder mehrere mit der Kufiya vermummte Personen, die an Terroristen erinnern, mit dem Schriftzug „FREE PALESTINE“.

Ein Teilnehmer hält ein Schild mit „Palästina“-Bezug, ein anderer trägt ein „Palästinensertuch“. Foto: Iron Dome Nürnberg
Ein Teilnehmer hält ein Schild mit „Palästina“-Bezug, ein anderer trägt ein „Palästinensertuch“. Foto: Iron Dome Nürnberg

Des Weiteren zeigten Demonstranten Schilder mit „Palästina“-Bezug, zum Beispiel mit Symbolen wie der Wassermelone, die von „Palästina“-Aktivisten aufgrund ihrer Farben Rot, Schwarz und Grün genutzt wird.

Ein Demonstrant hält ein Schild, auf dem eine „Palästina“-Flagge aufgemalt ist. Screenshot: Andreas Wolf
Ein Demonstrant hält ein Schild, auf dem eine „Palästina“-Flagge aufgemalt ist. Screenshot: Andreas Wolf

Ein weiteres Schild war mit der „palästinensischen“ Flagge und dem Schriftzug „QUEER AS IN FREE PALESTINE“ bemalt. Von diesem ist leider nur ein Screenshot aus einem Video vorhanden.

Ein Teilnehmer trägt ein „Palästina“-Fußballtrikot. Foto: Iron Dome Nürnberg
Ein Teilnehmer trägt ein „Palästina“-Fußballtrikot. Foto: Iron Dome Nürnberg

Auch andere Kleidungsstücke mit „Palästina“-Bezug wurden gesichtet, wie dieses Fußballtrikot, das auf der Rückseite die Umrisse der palästinensischen Gebiete plus das komplette israelische Staatsgebiet aufgedruckt hat. Das kann als Aufruf zur Vernichtung des jüdischen Staates verstanden werden.

Mitglieder der „Roten Jugend Mittelfranken“. Foto: Iron Dome Nürnberg
Mitglieder der „Roten Jugend Mittelfranken“. Foto: Iron Dome Nürnberg

Auch an der Teilnahme stalinistischer Gruppen, die in der Vergangenheit häufig durch antizionistische und antisemitische Agitation auffielen, störten sich die Ordner und die Organisatoren des CSD nicht.

Eine Jüdin erlebt den CSD Nürnberg

Im Aufruf zur Demo schrieben die Organisatoren: „Seid dabei und setzt ein Zeichen für Vielfalt und Gleichberechtigung!“

Eine jüdische Frau, die dem folgte, wandte sich im Nachgang an die Israelitische Kultusgemeinde Nürnberg K.d.ö.R. (der Schriftverkehr liegt Ruhrbarone vor) und schrieb, dass sie am CSD in Nürnberg teilgenommen habe und aufgrund ihrer Erlebnisse schockiert und enttäuscht sei. Sie sei zur Veranstaltung gekommen, um Pride, Diversität und Freiheit zu feiern. Stattdessen habe sie sich in einer Demonstration wiedergefunden, auf der über hundert Menschen „From the river to the sea“ skandiert hätten. Es sei schwierig, in Worte zu fassen, wie es sich anfühlt, als Jude in Deutschland eine Parole bei einer öffentlichen Veranstaltung zu hören, die als Forderung zur Auslöschung des israelischen Staates und damit als existenzielle Bedrohung für jüdische Menschen verstanden werden kann.

Sie gestehe Menschen das Recht ein, für „Palästina“ oder für den Frieden zu demonstrieren. Obwohl sie die Meinung dieser Leute nicht teile, sei das ein wichtiger Teil der freien Gesellschaft. Allerdings stellt sie die Frage, warum der CSD Nürnberg sich zur Plattform für die politischen Positionen dieser Leute machen lasse. Besonders verstörend fand sie, dass die Polizei und auch politische Vertreter wie der Bürgermeister selbst anwesend waren, aber nicht einschritten.

Das ist besonders erschreckend, wenn man bedenkt, dass der Slogan „From the river to the sea“ vom Bundesinnenministerium und einigen Bundesländern, darunter Bayern, als Parole im Kontext von Hamas-Aktivitäten teilweise als Kennzeichen einer verbotenen terroristischen Organisation (§ 86a StGB) gewertet wird. Versammlungsbehörden und Polizeikräfte untersagen das Rufen oder Zeigen des Slogans auf Kundgebungen häufig direkt vor Ort oder erteilen entsprechende Auflagen. Dies führt regelmäßig zu Platzverweisen, Identitätsfeststellungen und Ermittlungsverfahren (u. a. wegen des Verdachts der Volksverhetzung oder des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen). Einzelne Gerichte (unter anderem teils in Berlin) bewerteten die Verwendung der Parole in bestimmten Kontexten als strafbare Handlung oder als Billigung von Straftaten.

Die Frau lebe in Nürnberg und denke darüber nach, dort eine Familie zu gründen. Nach ihren Erlebnissen beim CSD stelle sie sich nun aber die Frage, ob dies ein sicherer Ort für sie sein könne, an dem sich Juden wohlfühlen könnten.

Die queere Bewegung ist unbelehrbar

Man kann sich also fragen, warum die Veranstalter des CSD Nürnbergs so vehement gegen Menschen vorgehen, die sich gegen Antisemitismus, Antizionismus und für das Existenzrecht Israels und für das Selbstverteidigungsrecht des jüdischen Staates einsetzen, und Menschen, die sich mit der „palästinensischen“ Sache solidarisieren, ohne Probleme an der Demonstration teilnehmen können.

Das ist vor allem absurd, wenn man sich vor Augen führt, welche politischen Positionen unter dem Banner dieser „palästinensischen“ Sache vertreten werden. Dazu gehören auch die Verherrlichung und Rechtfertigung von Terror gegen israelische Zivilisten, der am siebten Oktober 2023 im Terroranschlag der Hamas seinen bisherigen grausamen Höhepunkt fand, sowie die Forderung nach einer „Globalisierung der Intifada“. Das bedeutet, dass Islamisten gemeinsam mit Linksextremisten in Europa und in den Vereinigten Staaten den Juden das Leben zur Hölle machen.

Auch der Terroranschlag auf den CSD in Berlin fällt unter diese Kategorie. Doch anstatt angemessen auf die Bedrohung zu reagieren, dichtet man den Islamismus in politisch linken Kreisen lieber als rechtsextrem um, um die wahre Ideologie, die hinter dem tödlichen Anschlag in Berlin und zahlreichen weiteren in Europa und auf dem ganzen Globus steht, nicht benennen zu müssen.

Auch der CSD Nürnberg schlug in dieselbe Kerbe und schrieb wenige Wochen nach dem Anschlag in Berlin auf Instagram, dass die Teilnehmer aufgrund des spürbaren Rechtsrucks und anhaltender rechtlicher sowie gesellschaftlicher Herausforderungen für queere Menschen besonders laut sein sollen.

Pride als Plattform für Antizionismus

Es scheint, als ob die Pride-Bewegung und deren Veranstaltungen längst von pro-„palästinensischen“ Aktivisten gekapert worden sind, die dort ihre antizionistische und antisemitische Propaganda ungehindert verbreiten können.

Man kommt nicht darum herum, den Akteuren zumindest eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber dem Umstand zu unterstellen, dass ihre Events von diesen Leuten für deren Zwecke missbraucht werden

Nimmt man dazu zur Kenntnis, mit welcher Vehemenz die Veranstalter von Pride-Veranstaltungen gegen Gruppen und Einzelpersonen vorgehen, die sich für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus einsetzen, kann man schon zu dem Schluss kommen, dass ein gewisser Vorsatz besteht.

Auf eine Nachfrage von Ruhrbarone reagierten die Veranstalter des CSD Nürnbergs trotz angemessener Frist nicht.

Autorenseite: Andreas Wolf
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