
Als ich an der Demonstration in Weimar gegen die Vereinnahmung der KZ-Gedenkstätte Buchenwald durch die pietätlosen Aktivisten mit ihrem Hasslappen teilnahm, fiel mir auf, dass aus etlichen Städten Iron-Dome-Gruppen dabei waren. In Hannover gibt es sogar schon einen Verein.
In Hannover ist auch die Iron-Dome-Idee entstanden. Ähnlich wie es Karoline Preisler tut, wollten sich fünf Frauen dem Antisemitismus in ruhiger Art und Weise, aber sichtbar entgegenstellen. Ähnlich wie Karoline Preisler stellten sie sich still am Rande sogenannter „propalästinensischer Proteste“ mit ihren kleinen Plakaten auf. Erstmals geschah das am 4. Januar 2025.
Später kamen der Name „Iron Dome“ und das prägnante Logo mit dem Davidstern dazu. Bis dahin war der Iron Dome als israelisches Abwehrsystem bekannt, das das kleine, viel beschossene Land äußerst erfolgreich gegen Raketenangriffe schützt. Genau diese Schutz- und Abwehrfunktion sollen Name und Logo zum Ausdruck bringen.
In Hannover gibt es seit Herbst 2025 einen Verein mit entsprechendem Leitbild, der nun auch die Verbindung zur Politik sucht. Nach Hannover griffen andere Städte im Laufe des vergangenen Jahres die Idee des Iron Dome auf. Einige Run-for-Their-Lives-Gruppen schlossen sich der Idee an. Heute gibt es in zwölf deutschen Städten eine solche Iron-Dome-Gruppe. Außerhalb Deutschlands existieren Gruppen in Schweden, der Schweiz und Wien.
Auch in Düsseldorf gibt es eine Gruppe. Die Ruhrbarone hatten über den ersten Iron-Dome-Spaziergang berichtet. Die Gruppen verwenden das Iron-Dome-Logo mit dem jeweiligen Stadtnamen und stellen sich ruhig und möglichst unprovokativ der antisemitischen Meute entgegen, die unsere Straßen mittlerweile stark vereinnahmt hat.

Am 2. Mai nahm ich selbst an einer solchen Veranstaltung teil, die in Nürnberg stattfand. Dort war eine Demonstration in der Nürnberger Innenstadt zur Unterstützung des Unrechtsregimes im Iran angemeldet worden. Mit den Fahnen Palästinas, des Libanon und des mörderischen Iran, aber auch mit einer Friedenstaube, mit Plakaten zu einem angeblichen Genozid in Gaza und Puppen, die Netanjahu verspotteten, waren rund 350 Freunde des iranischen Regimes angetreten, um Israel zu verleumden.
Auf der Kundgebung wurde viel Unsinn erzählt und zur Unterstützung der iranischen Mullahs und ihrer Proxys aufgerufen. Dass das Regime im Januar Zehntausende Menschen, die friedlich im Iran protestiert hatten, abschlachten ließ, wurde nicht erwähnt.
Es gab zwei Gegendemonstrationen: Eine von Exil-Iranern, die endlich ein freies Land haben möchten, das nicht alle Ressourcen darauf verwendet, Terror in die Welt zu tragen und Krieg gegen die eigene Bevölkerung zu führen. Dort waren rund 320 Teilnehmer erschienen.
Die kleinere Gegendemonstration der Gruppe Iron Dome Nürnberg, in die ich mich einreihte, wurde auf 30 Teilnehmer geschätzt. Mit Israel-Fahnen und proisraelischen Plakaten, die sich gegen Antisemitismus aussprachen, standen wir ruhig am Straßenrand gegenüber der Pro-Mullah-Kundgebung.
Allein wegen unserer Plakate und Israel-Fahnen wurden wir als Kindermörder und Hunde beleidigt. Vor uns wurde ausgespuckt. In diesen Momenten dachte ich an die mutige Karoline Preisler, die das schon oft und noch viel schlimmer erlebt hat.
Aber genau das ist die Art von Protest, die es braucht. Mit dieser stillen und friedlichen Art, die die Antisemiten so stark triggert, zeigt man, wie extrem diese Leute radikalisiert sind. Das ist auch Ziel und Botschaft der Iron-Dome-Gruppen. Sie stehen an der Seite Israels – defensiv, aber wirksam. So wie der Iron Dome.
Kontakt zu Iron Dome Hannover:
sc*****@**************er.de
Ansonsten sind die verschiedenen Iron-Dome-Gruppen auch auf Instagram und Facebook zu finden.