Den täglichen Aufreger gib uns heute

opalkatze

Bashing – unwissenschaftliche Betrachtung über ein wiederkehrendes Thema

Geordnete Nachrichtenlage

Wir leben in unruhigen Zeiten. Das fanden die vor uns übrigens auch schon. Allerdings haben der Missbrauch einer Dienstmagd, die unbefugte Kopie aus einem Folianten oder die Vorteilsnahme des Erzbischofs vor Presse und Internet kaum Wellen geschlagen. Auch Sponsoring gab es bereits, es hieß nur anders und galt vorwiegend Baumeistern, Künstlern und Mätressen. Ebenso gab es Schweigegelder, die indessen heute anders heißen.
Wenn der Kaiser reiste, nahmen Vasallen ganz selbstverständlich seine kostspieligen Aufenthalte – und die des zahlreichen Hofstaats – auf ihre Rechnung. Kaiser waren zwar mächtig (solange es dem Papst gefiel), aber notorisch klamm. Manche Burgherrlichkeit kam dadurch an den Rand des Ruins. Die Fronleute murrten, aber was sollten sie schon ausrichten? Die Herren Ritter trauten sich das Murren nicht, irgendein finsterer Hagen hätte sonst vielleicht beim Kaiser gepetzt und die nächste Beförderung vereitelt. Unruhige Zeiten vielleicht, aber eine geordnete Nachrichtenlage.

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Heimatdesign Nr.9

Es hat ein wenig gedauert, aber nun ist die 9. Ausgabe des Magazins Heimatdesign erschienen.

Die neue Ausgabe von Heimatdesign ist da und wie immer wird es wohl auch diesmal nicht ganz einfach sein, einer der kostenlosen Ausgaben zu erhalten. Und so bewerben die Macher das Heft:

Vom Inhalt her geht es eigentlich nur um Äpfel und Schüppen … ääh Spaten, daneben viele frische Designthemen aus den verschiedenen Disziplinen. Hallo Essen zeigen Möbel, Trinkhallenschickeria, Frank Leder, Neon Elektrisch undAnna Sommerer ihre Mode und Accesoires.Ihre Interpretation von Heimat zeigen uns Lisa Schweizer, Bene Bavarese, Robert Kloneck und Moxi Network. Daneben zeigen wir die Covergestaltung von Bine Musik und um stellen die Band Sisterkingkong vor. Wir habe nachgefragt, wie es bei dem Ruhr.2010 Projekt 2 – 3 Straßen weitergeht und warfen mehr als einen Blick auf die umfangreiche Publikation zum Projekt.

Gestaltet wurde Nummer. 9 von den Designern Ben SchulzBruno Bauch und Sabine Mattstedt. Viel Spaß und viel Erfolg.

Ruhrgebiet: PR, triste Wirklichkeit und Panikmache

In den vergangenen Tage erlebte das Ruhrgebiet einen Boom – als Projektionsfläche.

5000 Menschen kamen am Dienstag zur Konferenz „Der Phoenix fliegt“ nach Bottrop. Eingeladen vom Initiativkreis Ruhr, dem Zusammenschluss der großen Unternehmen der Region, wurde der Aufbruch des Reviers in ein  Zeitalter neuer wirtschaftlicher Stärek beschworen und die Fortschritte gelobt, die das Ruhrgebiet angeblich gemacht hat. PR – mehr nicht. Nur einen Tag später war von Aufbruch nicht mehr viel zu spüren. Der Paritätische Wohlfahrtsverband stellte da seinen neuen Armutsbericht vor und sein Chef Schneider warnte vor sozialen Unruhen im ärmer werdenden Revier.

Wenn das Ruhrgebiet zu nichts mehr taugt, als Projektionsfläche scheint es noch immer beliebt zu sein. Weder stehen wir hier von Aufständen wie in London noch ist etwas von Aufschwung zu spüren. Der Alltag im Ruhrgebiet ist grau und erbärmlich, nicht spektakulär und für diese Wirklichkeit scheint sich kaum jemand zu interessieren.

Die Fakten liegen auf dem Tisch, das Ruhrgebiet verliert Einwohner, gut qualifizierte Arbeitnehmer verlassen die Region. Es gibt Probleme im Bildungsbereich, es fehlen Jobs, die Städte sind pleite, aber ihre Politiker vernarrt in teure Prestigeprojekte.  Die vielbeschworene Kooperation der Kommunen im Revier findet im Alltag auf einem nahezu lächerlichen Niveau statt, Fortschritte sind kaum zu erkennen. Ulrich Horns Bild trifft: Das Ruhrgebiet fliegt nicht, es humpelt auf der Stelle. Und es wird natürlich keine Aufstände geben, wie sie Schneider vorhersagt. Es ist eben nicht der von ihm beschworene

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Der Ruhrpilot

NRW: Regierung bei Haushalt ohne Mehrheit…RP Online

Rechte: Auschwitz-Komitee appelliert…Publikative

Internet: Der Schultrojaner ist vorerst gestoppt…Netzpolitik

NRW II: Neuwahl wegen Etat-Streits…RP Online

NRW III: Innenminister will Statistik über Rechtsextreme verbessern…RP Online

NRW IV: Bedroht das Rauchverbot bedroht die Wirtschaft?…Der Westen

Ruhrgebiet: Experte warnt vor sozialen Unruhen…Welt

Ruhrgebiet II: Nicht noch ein Negativ-Image…Der Westen

Bochum: Geld hübscht Jahrhunderthalle auf…Der Westen

Bochum II: VfL verliert gegeb Bayern München…Pottblog

Dortmund: Stadt nimmt Gewalttätern den Führerschein weg…Ruhr Nachrichten

Dortmund II: Müssen Polit-Profis zum Arbeitsamt?…Der Westen

Duisburg: Gebag-Chefin Wolf-Kröger fristlos gefeuert…Der Westen

Duisburg II: Öffentliche Stellungnahme zur „Kohorte“…Xtranews

Gelsenkirchen: Ein Workshop mit Musiker „Wojna“ als Kulturschocker…Der Westen

Herten: Aus für das Projekt „Blauer Turm“ nach Solar Millennium Pleite?…Hertener Allgemeine

Blogs: „Mein Bloggerjahr 2011…Robert Basic

Blogs II: Wahl der Wissenschaftsblogs 2011…Kaffee bei mir

 

Best of 2011 #28

All die geöffneten Schubladen Musik einschränkend kategorisierender Benennungen wie Noisepop, Shoegaze, Indiefolk, Dreampop könnten keine harmonischere Union als in dem ehemaligen Liebespaar aus Baltimore finden.Einst die Pixies ihr Vorbild nennend, haben sie mit ihrem dritten Album mittlerweile einen eigenen verschwurbelten Sound irgendwo zwischen Sonic Youth und Melancholie gefunden:

#28 Wye OakCivilian (Civilian)

Jahresrückblick 2011 – Februar

Der arabische Frühling war auch bei uns ein Thema. Wir sprachen mit  Hamed Abdel-Samad und diskutierten die Frage eines militärischen Eingreifens in Libyen.  Aber auch daheim war einiges los: Der Abstieg Guttenbergs begann – es gibt nun einmal gutes Copy und schlechtes Copy.

Und dann Dortmund: In einem Interview mit Kay Voges erklärte uns der Theater-Chef seine Pläne. Er kündigte auch ein Stück in der Nordstadt an – für die begann das Jahr schlecht. In Dortmund gab es ein regelrechtes Nordstadt-Bashing, bei dem wir nicht mitmachten.

Dafür gratulierten wir dem Werkkreis Literatur der Arbeitswelt zum Geburtstag – wenn auch nicht mit Blumen. Und sonst? NPD-Sites wurden in NRW gehackt und Monica Lierhaus trat wieder vor die Kamera.

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Kreise schließen sich beim Auftritt von Peter Hook & The Light im Effenaar in Eindhoven

Peter Hook live auf der Bühne in EindhovenDer ehemalige Bassist von Joy Division zieht mit seiner neuen Band seit zwei Jahren über die Konzertbühnen der Welt und spielt die beiden Alben von Joy Division live auf der Bühne.
Noch im Mai bei der Präsentation von „Unknown Pleasures“ am gleichen Ort erwartete die Zuhörer ein buntes Potpourri an Joy Division Songs – zuerst aus der Frühphase, dann das Album und einige Songs, die nicht auf dem Album enthalten waren. Das war zwar eine nette Veranstaltung konnte aber in Gänze nicht überzeugen.
Die Show gestern Abend in Eindhoven geriet jedoch zu einem absolut unvergesslichen Konzert.

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KNDMs Baby heißt Evidero und ist jetzt online

Kaum jemand in der Medienszene war in den vergangenen Monaten so viel Spott ausgesetzt wie der Kölner Verlegersohn Konstantin Neven DuMont – kurz KNDM. Nun ist sein lange angekündigtes Portal online gegangen. Es heißt  Evidero.

Es sieht solide aus, ist aber nicht das zeitweise angekündigte große neue Ding – Konstantin Neven DuMonts Online-Portal Evidero ist seit heute online. Das Hauptthema ist Nachhaltigkeit – keine so ganz ausgefallene Idee. Wer sich dafür interessiert, findet seit Jahren zahlreiche andere Angebote. Nicht alle sind so professionell gemacht, können mit bekannten Namen werben und verbinden Text und Video wie DuMont das macht. Evidero ist sicher professionell, ob es sich wirtschaftlich trägt bleibt abzuwarten.

Inhaltlich ist es überraschungsfrei – da hätte ich nach dem langen Vorlauf mehr erwartet. Und wenn ich dort Sätze von Jürgen zur Heide wie

Geld ist eine Illusion – an eine Illusion muss man glauben. Wer glaubt, braucht Vertrauen. Ist das Vertrauen gestört,

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Roma in Dortmund: Keine Wohnung frei!?

Fassade des Schüchtermannkarrees
Fassade des Schüchtermannkarrees in der Nordstadt

Kriminalität, Ekelhäuser, Matratzenlager. Das sind nur ein paar Stichworte, die im Zusammenhang mit den bulgarischen und rumänischen Zuwanderern in Dortmund stehen. Die Vorurteile gegenüber diesen Menschen, die zum Großteil der Volksgruppe der Roma angehören, sind ebenso zahlreich wie die Probleme, die sie bewältigen müssen. Von unserer Gastautorin Ariane Rogge, report.age

Momentan leben offiziell etwa 1.400 Bulgaren und 1.100 Rumänen in Dortmund. Tatsächlich sind es sehr viel mehr, denn die Dunkelziffer ist hoch. Seit 2007 haben bulgarische und rumänische Staatsbürger, laut EU, das Freizügigkeits-Recht. Sie dürfen sich hier aufhalten, es gibt aber Einschränkungen in Bezug auf ihre Arbeitserlaubnis. Bis 2014 dürfen sie in Deutschland ausschließlich selbstständige Arbeiten verrichten oder müssen eine Arbeitsgenehmigung beantragen. Die bleibt ihnen jedoch meist verwehrt, auch Sozialhilfe steht ihnen nicht zu. Kein Wunder, dass sich viele der Menschen in Schwarzarbeit flüchten. Auch der Straßenstrich weitete sich dermaßen aus, dass die Stadt die komplette Schließung als einzige Lösung sah. Frank Merkel, Integrationsagentur der Caritas, und Tülin Kabis-Staubach vom

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