DFL 2019: Rekordumsatz und weitere Bestmarken

Foto: Robin Patzwaldt

Der deutsche Profifußball hat seine positive wirtschaftliche Entwicklung in der Saison 2017/18 bestätigt. Mit einem Gesamterlös von 4,42 Milliarden Euro konnten Bundesliga und 2. Bundesliga ihren kumulierten Umsatz zum 14. Mal in Folge steigern. In den vergangenen zehn Jahren verzeichnete der deutsche Profifußball damit ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 8,6 Prozent. Die jüngste Erlössteigerung um etwas mehr als 10 Prozent im Vergleich zu 2016/17 geht aus dem am heutigen Mittwoch von der DFL veröffentlichten „DFL Wirtschaftsreport 2019“ hervor, der die wirtschaftlichen Kennzahlen der Bundesliga und 2. Bundesliga abbildet. Stärkster Wachstumstreiber sind die Erlöse aus den seit 2017/18 gültigen nationalen Medienverträgen.

Allein die Bundesliga verzeichnete für die vergangene Saison einen Gesamtumsatz von 3,81 Milliarden Euro – dies entspricht einem Zuwachs von rund 13 Prozent im Vergleich zur vorherigen Spielzeit 2016/17 (3,37 Milliarden Euro) und nahezu einer Verdopplung innerhalb von sieben Jahren seit 2010/11 (1,94 Milliarden Euro). 17 der 18 Bundesliga-Clubs erwirtschafteten 2017/18 einen Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro. Mit einem Eigenkapital von 1,6 Milliarden Euro erreichten die Bundesligisten einen erneuten Höchstwert, der sich seit der Saison 2013/14 (807,3 Millionen Euro) verdoppelt hat.

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Das traurige Ende eines modernen Fußballmärchens in Nürnberg

Kein Trainer wie jeder andere: Michael Köllner. Quelle: Wikipedia, Foto: Silesia711, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Eigentlich ist es ja nicht unbedingt die Kernaufgabe der Ruhrbarone eine Trainerentlassung beim 1. FC Nürnberg zu kommentieren. Wenn mit der Entlassung von Coach Michael Köllner dort jedoch zugleich ein modernes Fußballmärchen unschön zu Ende geht, dann ist uns das auch hier im Blog durchaus schon einmal ein paar Zeilen wert.

Dass der ‚Club‘, wie die Anhänger der Franken ihren Verein liebevoll nennen, aufgrund der vergleichsweise geringen Wirtschaftskraft nach seinem überraschenden Aufstieg im Vorjahr Schwierigkeiten haben dürfte die Klasse im Fußballoberhaus zu halten, das war eigentlich jedermann schon vor Saisonstart klar.

Der zuvor einer größeren Öffentlichkeit völlig unbekannte Trainer Köllner führte die häufig recht bieder auftretende Truppe mit seiner, nun nennen wir es mal ‚bodenständigen Art‘ nach Jahren der Zweitklassigkeit erfolgreich zurück in die Eliteliga des Deutschen Fußballs.

Dass das so überhaupt noch möglich war, in Zeiten in denen Kommerz und ‚die große Show‘ immer mehr die Oberhand gewinnen, in denen Vereine wie RB Leipzig und die TSG Hoffenheim zu festen Kräften im deutschen Spitzenfußball geworden sind, das ähnelte durchaus einem kleinen aber feinen Fußballmärchen. Diese in den Augen vieler Fußballfreunde erfreulich nostalgisch und altmodisch daherkommende Geschichte endete am heutigen Dienstag jedoch vorzeitig und leider ziemlich unschön.

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Drei Spiele ohne Sieg sind längst noch kein Grund zur Panik beim BVB!

Mario Götze traf am Samstag zum zwischenzeitlichen 2:0 für den BVB. Foto: Robin Patzwaldt

Sicherlich, aus Sicht der Dortmunder Borussia war es ganz bitter, was da am Samstagnachmittag passiert ist. Nach 75 Minuten noch scheinbar komfortabel mit 3:0 geführt, reichte es am Ende für den BVB nur zu einem 3:3 gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Da wurden Erinnerungen an das bittere 4:4, nach 4:0 Führung, im Vorjahr gegen den FC Schalke 04 wach.

Da am gestrigen Abend zudem eben diese Schalker gegen den FC Bayern München chancenlos waren, in München mit 1:3 verloren, schrumpfte der Vorsprung der Dortmunder an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga auf aktuell fünf Punkte.

Klar ist auch, dass das dem Selbstbewusstsein der Schwarzgelben vor dem wichtigen Champions League-Spiel bei Tottenham in dieser Woche alles andere als gut tat. Zumal der BVB ja auch bei den Spielen zuvor gegen Frankfurt und Bremen schon sieglos blieb, auch dort jeweils Führungen verspielte.

Doch ist das jetzt wirklich ein Grund um jetzt nervös zu werden? Mitnichten!

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Rudi Assauer ist tot – Eine Legende ist gegangen

Rudi Assauer. Quelle: Wikipedia, Foto: Produnis, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Schalker Fußball-Legende Rudi Assauer ist am heutigen 6. Februar 2019 im Alter von 74 Jahren gestorben.

Beate Schneider, die Lebensgefährtin des gebürtigen Saarländers, bestätigte diese Info gegenüber der Zeitschrift ‚Bunte‘: „Rudi ist heute Nachmittag gestorben. Es ist traurig aber auch eine Erlösung für ihn. Wir sind alle wahnsinnig traurig“, wird Schneider zitiert.

Im Jahre 2012 wurde öffentlich bekannt, dass Assauer an Alzheimer litt. Seit Tätigkeit für den FC Schalke 04 beendete er bereits einige Jahre vorher, im Jahre 2006.

Alle Fußballfreunde im Ruhrgebiet, egal welchem Verein sie die Treue halten, werden Assauer vermissen, der Zeit seines Lebens wie kaum ein anderer zu polarisieren vermochte.

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Ex-Kapitän Marcel Schmelzer ist an diesem Wochenende der große Verlierer beim BVB

Marcel Schmelzer. Foto: BVB

Beim BVB gibt es in diesen Tagen ungewöhnlich viele glückliche Gesichter. Sowohl bei der Mannschaft und im Betreuerstab, als auch bei den Fans. Nach dem gestrigen 1:1 (1:1) bei Eintracht Frankfurt und der gleichzeitigen 1:3-Niederlage des FC Bayern München in Leverkusen beträgt der Vorsprung der Schwarz-Gelben auf die ärgsten Verfolger jetzt sieben Zähler.

Dass die zum Rückrundenstart Mitte Januar vollmundig zur Verfolgungsjagd angetretenen Münchener am 20. Spieltag zudem von Borussia Mönchengladbach von Rang zwei verdrängt wurden, zauberte manch einem im Umfeld des Klubs ein zusätzliches Lächeln ins Gesicht.

Einem war allerdings mit Sicherheit an diesem Wochenende gar nicht zum Lachen zu Mute. Ex-Kapitän Marcel Schmelzer setzte seine seit Monaten andauernde sportliche Talfahrt fort, fand am Samstag nicht einmal mehr einen Platz im 18er-Kader der Borussen. Und das trotz diverser Personalprobleme und einiger Winterabgänge im Verein. Kein gutes Zeichen für den Defensivspezialisten, der in der Vorwoche bei seiner Einwechslung gegen Hannover 96 zudem vom eigenen Anhang ausgepfiffen wurde.

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Dortmund: Shinji Kagawa auf Leihbasis vom BVB zu Besiktas Istanbul

Archiv-Foto: BVB

Borussia Dortmund hat dem Wunsch seines Mittelfeldspielers Shinji Kagawa entsprochen, bis zum Ende der laufenden Saison an den türkischen Klub Besiktas Istanbul ausgeliehen zu werden.

„Shinji ist nicht nur ein herausragender Fußballspieler, sondern auch ein großer Freund unseres Vereins. Wir wollten ihm diese Bitte nicht verwehren“, erklärt Sportdirektor Michael Zorc und verweist auf „die besonderen Verdienste“ des Japaners, der 2010 von Cerezo Osaka zum BVB gekommen war.

Der wendige Mittelfeldspieler war einer der Eckpfeiler auf dem Weg zum Gewinn der Deutschen Meisterschaften 2011 sowie 2012, und auch am Pokalsieg 2012 hatte er einen großen Anteil. Das erste Tor im Endspiel in Berlin gegen den FC Bayern München (5:2) erzielte damals Shinji Kagawa. Im DFB-Pokalfinale 2017 gegen Eintracht Frankfurt (2:1) bestimmte er abermals den Takt der Begegnung. Insgesamt stehen 216 Einsätze im schwarzgelben Trikot mit 60 Toren zu Buche.

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Auch die 2. Liga kommt aus der Winterpause: Gelingt dem VfL Bochum der Traum vom Aufstieg?

Das Stadion in Bochum. Archivfoto: Claudia Bender

Ab morgen wird es endlich auch in der 2. Fußball-Bundesliga wieder ernst. Zehn Tage nach dem Oberhaus melden sich der HSV, der 1. FC Köln und der Rest der Liga, darunter die beiden Revierklubs VfL Bochum und MSV Duisburg, aus der rund fünfwöchigen Winterpause zurück.

In Fokus stehen dann einmal mehr naturgemäß insbesondere die Teams an der Tabellenspitze. Der HSV, der 1. FC Köln und Union Berlin verabschiedeten sich jeweils mit Niederlagen in die Winterpause und wollen das neue Jahr mit Erfolgserlebnissen beginnen.

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Schwatzgelb.de beklagt Stimmung beim BVB: Wer keine Probleme hat, der macht sich welche!

Das Stadion in Dortmund Foto: Ulrike Märkel

Eigentlich könnte doch aktuell alles so schön sein bei Borussia Dortmund. Die Elf der Schwarz-Gelben schlug am Samstagnachmittag Hannover 96 im heimischen Stadion ungefährdet mit 5:1 (1:0) Toren, sicherte sich damit ihre Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga souverän ab.

Am heutigen Morgen lieferte Sebastian Kehl, seines Zeichens seit Saisonbeginn der neue Leiter der Lizenzspielerabteilung, im Rahmen der Sport1-Sendung ‚Doppelpass‘ zudem einen äußerst souveränen Auftritt vor einem Millionenpublikum ab, präsentierte den BVB dort auf sympathische Art und Weise als aufblühenden Verein mit viel Stil und Klasse.

Ausgerechnet in dieser Phase des fast vollkommenen Glücks nörgelt das BVB-Fanzine ‚Schwatzgelb.de‘ plötzlich über die angeblich gerade so schlechte Stimmung im Stadion.

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Domenico Tedesco hat auf Schalke hoch gepokert und gewonnen. Vorerst.

Heimsieg! Foto: Michael Kamps

Puh! Das war wahrlich nichts für schwache Nerven am frühen Sonntagabend. Mit 2:1 schlug der FC Schalke 04 den VfL Wolfsburg, durch zwei Treffer von Daniel Caligiuri. Es war ein typischer Arbeitssieg, der spielerisch schon heute weitestgehend vergessen ist.

Was von dem Spieltag aus Schalker sicht jedoch zweifelsohne in Erinnerung bleiben wird, das sind seine Randgeschichten. So sorgte die Tatsache, dass Trainer Domenico Tedesco zum Rückrundenstart einen Torwartwechsel vornahm, statt auf Teamkapitän Ralf Fährmann zwischen den Pfosten auf den vergleichsweise unerfahrenen Alexander Nübel setzte, dafür, dass das zuvor hochgekochte Thema rund um die angeblich feststehende Trennung von Manmager Christian Heidel (spätestens zum Sommer 2020) rasch in den Hintergrund trat.

Eine mehr als nur als mutig zu bezeichnende Personalentscheidung vom Coach, der sich damit der eklatanten Gefahr aussetzte, im Falle eines weiteren Misserfolgs vor den eigenen Fans selber zum Gegenstand des Fanzorns zu werden.

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Heidel-Debatte zur Unzeit: Kehrt jetzt das ‚Chaos‘ nach Schalke zurück?

Christian Heidel (li.) im Gespräch mirt Sky-Reporter Dirk große Schlarmann (re.). Foto: Robin Patzwaldt

Als er vor zweieinhalb Jahren aus Mainz ins Ruhrgebiet kam, da sollte beim FC Schalke alles anders, vieles möglichst bald besser werden. Christian Heidel stand vor der herausfordernden Aufgabe aus dem ‚Chaos‘-Klub eine solide geführte Einheit zu machen, die Gelsenkirchenern auf Dauer zu einem Top-Bundesligisten formen. Deutlich zu unruhig waren vielen im Umfeld die Jahre zuvor, als die Knappen häufig nur mit viel Mühe in die Europa League, statt in die angestrebte Champions League einzogen.

Inzwischen scheint das Vertrauen in die Arbeit des damals als eine Art ‚Heilsbringer‘ verpflichteten Heidel jedoch weitestgehend aufgebraucht zu sein. Wie die ‚Bild‘-Zeitung berichtet, soll sein Vertrag ’stand heute‘ jedenfalls nicht über den 30. Juni 2020 hinaus verlängert werden. Und häufig ist eine solche Meldung im Profifußball ja nur ein erstes Anzeichen eines noch deutlich näher liegenden Endes der Zusammenarbeit.

Offenbar hat Heidel die Zustimmung des mächtigen Klubchefs Clemens Tönnies nach gut zwei Jahren weitestgehend verloren. Und die aus der ‚Bild‘-Meldung resultierenden Debatten sorgen ausgerechnet vor dem Rückrundenstart der Gelsenkirchener heute Nachmittag gegen den VfL Wolfsburg in der Anhängerschaft aktuell für viel Unruhe.

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