Nur noch wenige Tage bis zu den Olympischen Spielen von Rio. Eigentlich wartet dann ein echtes Highlight für alle Sportinteressierten. Doch die Ereignisse der letzten Zeit rund um die Veranstaltung, die können einem die Vorfreude schon gründlich verderben.
Erst der Ärger um die Auswahl des Veranstaltungsortes und die dort herrschenden, teilweise chaotisch anmutenden Verhältnisse, dann auch noch die aktuell laufenden, und sich sogar ausweitenden Debatten rund um die Doping-Problematik. Da bleibt derzeit wahrlich nicht mehr viel Raum für Vorfreude übrig, wenn man ehrlich ist. Und das wenige Tage vor Beginn der Spiele. Da droht statt eines großen Sportfestes aktuell ein wahres Desaster. Und mitten drin in der laufenden Debatte der deutsche IOC-Präsident Dr. Thomas Bach.
Zwei Tage volles Programm, mit Sport, Spiel und Spannung – das ist „Ab anne Castroper“, die große Saisoneröffnung des VfL Bochum 1848 zur Spielzeit 2016/17.
Los geht´s am Freitagabend (29.07.) ab 18 Uhr mit Livemusik auf der Bühne am Stadioncenter-Parkplatz, gefolgt vom Testspiel der VfL-Profis gegen den Hamburger SV (Anstoß: 20 Uhr). Am Samstag (30.07.) startet das große Familienfest um 11 Uhr, es locken jede Menge Attraktionen für Groß und Klein, u.a. eine Tombola mit rund 4.000 Gewinnen. Höhepunkt des Samstags dürfte die große Autogrammstunde des Lizenzspielerkaders sein, die um 15 Uhr beginnt.
Mit „Willkommen im Fußball“ wird jungen Geflüchteten der Zugang zum Sport ermöglicht, der Einstieg in den organisierten Vereinsfußball erleichtert und Integration und das gesellschaftliche Miteinander gefördert. Nun förderte das Bochumer Willkommensbündnis, bestehend aus dem VfL Bochum 1848, dem kommunalen Integrationszentrum und In Safe Hands e.V., eine Qualifizierungsmaßnahme für Flüchtlinge. Insgesamt zehn Flüchtlinge aus den acht Vereinen, die sich im Bochumer Willkommensbündnis engagieren, wurden zu Sport-/Gruppenhelfern ausgebildet.
An zwei Wochenenden im Juni fand unter dem Motto „Integration durch Sport“ die Qualifizierungsmaßnahme „Sport zur Vorbereitung auf die Übungsleiter C-Lizenz“ statt. Die Qualifizierung leitete Guido Klawitter aus dem Lehr-Team des Bildungswerkes Bochum vom Landessportbund NRW. Insgesamt zehn Flüchtlinge, die an den offenen Trainingsangeboten der Kooperationsvereine von „Willkommen im Fußball“ teilnehmen, haben diese Weiterqualifizierung erfolgreich absolviert und wurden mit einem Zertifikat ausgezeichnet. In Vertretung für das gesamte Bochumer Willkommensbündnis überreichte Susanne Köllner, Leiterin des kommunalen Integrationszentrums Bochum, die Zertifikate an die erfolgreichen Teilnehmer.
Tuchel, Zorc & Co. haben mal wieder zugeschlagen. Foto: Robin Patzwaldt
Da ist er nun, der achte (!!!) Neuzugang beim BVB in diesem Sommer. Die Borussia hat den Wechsel von Weltmeister Andre Schürrle vom VfL Wolfsburg nach Dortmund nun bestätigt. Für eine Ablösesumme von über 30 Mio. Euro soll er das Mittelfeld der Schwarzgelben weiter aufwerten. Bei einem Marktwert von ‚nur‘ 18 Mio. Euro, eine durchaus diskutable Investition.
Ein Mittelfeld mit Kreativspielern wie Reus, Götze, Schürrle, Castro, Kagawa & Co., das liest sich auf dem Papier unzweifelhaft recht erlesen. Thomas Tuchel ist nun gefordert aus all den talentierten Kickern eine wirkliche Mannschaft zu formen. Gerade in Sachen neuer Hierarchie bzw. ‚Hackordnung‘ dürfte das spannend werden.
Auch dürfte es interessant zu beobachten sein, welcher Spieler sich hier zum Sprachrohr der Mannschaft macht, welcher den BVB zukünftig als ‚Kapitän‘ anführen wird. Die nächsten Wochen werden es zeigen.
Entsprechende Gerüchte gab es ja schon seit Wochen, sogar seit Monaten. Nun ist es tatsächlich amtlich: Mario Götze kehrt zur neuen Saison aus München zum BVB zurück, wo er ja bereits bis zum Sommer 2013 aktiv war. Dies bestätigte jetzt auch die Borussia ganz aktuell.
Bereits am Mittwochabend war die Sache allerdings mehr oder weniger klar, als Bayern-Boss Rummenigge den bevorstehenden Abgang im Umfeld des Testspiels Bayern München vs. Manchester City (1:0) ankündigte. Auch aus dem Dortmunder Umfeld waren danach durchaus optimistische Aussagen zu hören, auch wenn Michael Zorc beim Abflug der Mannschaft zum Trainingslager nach China die Sache so noch nicht bestätigen mochte. Nun ist es dann aber auch offiziell kein Gerücht mehr.
Die Ablösesumme für den 24-Jährigen, der in Dortmund zukünftig angeblich ein Jahresgehalt von rund 8 Mio. Euro kassieren wird, soll wohl, je nach Quelle, zwischen 22 und 28 Mio. Euro liegen. Im Jahre 2013 war der Mittelfeldspieler noch für 37 Mio. Euro an die Isar gewechselt.
Leroy Sané ist aktuell begehrt. Quelle: Wikipedia, Foto: Thomas Rodenbücher, Lizenz: CC BY 2.0
Es ist schon erstaunlich. Nach dem Abgang von Identifikationsfigur Julian Draxler, der den Verein vor rund einem Jahr in Richtung Wolfsburg verließ, zeichnet sich auf Schalke aktuell auch der Abgang des nächsten Eigengewächses ab. Neu-Manager Christian Heidel bestätigte am Dienstag, am Rande des sportlich eher bedeutungslosen Testspiels beim Sechstligisten DSC Wanne-Eickel (13:0), nämlich erstmals öffentlich, dass Leroy Sané dem Verein gegenüber ganz klar den Wunsch geäußert habe, den Club noch in diesem Sommer verlassen zu wollen. Und das, obwohl er seinen Kontrakt doch erst im vergangenen Jahr langfristig verlängert hatte.
Damit wird ein Wechsel des Jungnationalspielers in die englische Premiere League, höchstwahrscheinlich zu Pep Guardiola und Manchester City, für den 20-Jährigen immer wahrscheinlicher. Jetzt geht es wohl nur noch um das liebe Geld.
Ein Wechsel zum FC Bayern, der zuletzt allgemein ebenfalls noch für möglich gehalten wurde, dürfte nach recht klaren Aussagen von Bayerntrainer Carlo Ancelotti aus der Isarmetropole zuletzt, dass der dortige Kader aktuell keine weiteren Verstärkungen mehr benötige, wohl weitestgehend vom Tisch sein. Zumindest eben für diesen Sommer.
S04 droht damit nun aber trotzdem der zweite Abgang eines echten Fanlieblings. Wenn auch nicht zum FC Bayern. Merkwürdig ist nur, niemanden scheint das wirklich mehr groß aufzuregen. Die große Mehrheit der Fans unterstützt offenkundig sogar den drohenden Weggang des Megatalents aus der ‚Knappenschmiede‘, was wohl auch an der kolportierten Ablösesumme von schier unglaublichen rund 50 Mio. Euro liegen dürfte.
Artem Klein, hier noch im Trikot der Essener Moskitos, in der kommenden Saison aber am Herner Gysenberg aktiv. (Foto: Artem Klein)
Die Eishockeysaison steht vor der Türe, auch für die Ruhrgebietsvereine aus Duisburg, Essen, Herne und Dortmund. Für die Ruhrbarone sprach Simon Ilger mit Artem Klein, in der kommenden Saison für den Herner EV auf dem Eis, über seine bisherige Karriere, das deutsche Eishockey und die anstehende Spielzeit.
Wer fliegt in den nächsten Tagen noch bei den Schwarzgelben ein und aus? Foto: BVB
Spekulationen ohne Ende aktuell noch immer rund um den BVB. Kommt Mario Götze? Kommt auch Andre Schürrle? Geht Neven Subotic nach England? Geht auch Matthias Ginter (nach Wolfsburg?)? So Einiges deutet aktuell darauf hin, dass alle vier Fragen demnächst mit einem ‚Ja!‘ beantwortet werden können.
Der Zugang von Mario Götze aus München wurde in einigen Medien am gestrigen Freitag bereits bestätigt. Noch fehlen allerdings aktuell wohl letzte Details. Die kolportierte Ablösesumme von rund 28 Millionen Euro macht allerdings stutzig. BVB-Star Mats Hummels für rund 35 Mio. an die Isar, Bankdrücker Götze aber für 28 Mio. zurück ins Revier? Da scheint etwas an der Preis-Leistungsverhältnissen nicht zu stimmen. Zumal beide derzeit nur noch ein Jahr Vertragsrestlaufzeit haben bzw. hatten.
Thomas Tuchel (li.) und Sascha Fligge am Dienstag in Brackel. Foto: Robin Patzwaldt
Es war die erste große Pressekonferenz von BVB-Coach Thomas Tuchel in dieser Saison. Seit dem verlorenen Pokalendspiel gegen die Bayern Ende Mai hatte sich beim BVB personell über den Sommer ungewöhnlich viel getan. Drei prominente Spielerabgänge, sechs relativ namenlose junge Neue, dazu diverse Personalspekulationen im Umfeld. Da herrscht natürlich grundsätzlich großer Klärungs- und Gesprächsbedarf bei Fans und Medienvertretern.
Das Interesse an den Ausführungen Tuchels war daher auch entsprechend groß. Der kleine PK-Raum am Trainingszentrum in Dortmund-Brackel war voll als der Übungsleiter am Dienstagmittag den Saal betrat. Und Tuchel suchte inhaltlich auch direkt die Flucht nach vorn. Er öffnete sein ‚Herz`, gab Einblicke in seine Ansichten, versuchte dem Umfeld eine Art von Aufbruchsstimmung zu vermitteln, Vorfreude auf die neue Saison zu wecken, gleichzeitig aber die Erwartungshaltung etwas herunterzuschrauben. Nur eines gab es am Dienstag nicht, die erhoffte Klarheit in Sachen weiterer Kaderplanung.
Da haben wir sie also hinter uns gebracht, die Fußball-EM. Ein ziemlich langweiliges Turnier, auch wenn Island zwischenzeitlich ein bisschen Farbe hineinbrachte. Wirklich herausragende Spiele waren selten und Siege per Elfmeterschießen sind schlichtweg würdelos. Aber immerhin gab es so mal wieder die Möglichkeit die Fähnchen ans Auto zu pinnen und nationale Kondome über die Außenspiegel zu streifen. Und nebenbei konnte diskutiert werden, ob das alles gesunder Party-Patriotismus oder schon hässlicher Nationalismus ist. Dass letzteres zumindest ein großer Teil des schwarzrotgoldenen Ringelpiezes ausmacht, legten massenhafte Internet-Kommentare nach dem Ausscheiden der deutschen Auswahl nahe. Wie sollte es auch anders sein? Ein solches Turnier zu verfolgen,