Der DFB-Pokal hat es gezeigt: Die Fans dürfen jetzt noch nicht wieder zurück in die Stadien!

Der DFB-Pokal. Foto: Robin Patzwaldt

Die Verantwortlichen des Fußballs diskutieren gerade, wie es mit den Fans in den Stadien hierzulande weitergehen kann. Eine einheitliche Regel wird angestrebt. Das ist grundsätzlich begrüßenswert. Allerdings haben die Spiele im DFB-Pokal über das vergangene Wochenende ja eigentlich schon bewiesen, dass es für eine Rückkehr der Anhänger in die Arenen aktuell noch zu früh ist.

Es waren Bilder, die einen als nachdenklichen Menschen nervös gemacht haben. In den Stadien der Republik waren erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder Fans vor Ort. Zumindest in vielen Stadien der Republik.

Dabei war die Anzahl der zugelassenen Augenzeugen sehr unterschiedlich. Zwischen Null und Zehntausend, lag deren Zahl, je nach Bundesland. Logisch, dass bei einem Spiel mit tausenden Zuschauern mehr Verstöße gegen die Abstands- und Hygiene-Regeln zu beobachten waren, als bei einer Begegnung mit nur wenigen hundert Leuten.

Und doch hatten alle Duelle mit Fans in den Stadien eines gemeinsam: Man musste feststellen, dass diese Spiele mit Fans ein erkennbares Risiko darstellen. Ein völlig unnötiges dazu.

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DFB-Pokal unter Corona-Bedingungen ist Mist!

Das Ziel im DFB-Pokal ist das Endspiel in Berlin. Archiv-Foto: Marc Quambusch

Dass der Profifußball in diesen Tagen insgesamt sehr darunter leidet, dass keine, oder zumindest kaum Fans in den Stadien mit dabei sein können, ist unbestritten. Fußballspiele ohne die gewohnte Atmosphäre sind in diesen Tagen jedoch nicht wirklich zu vermeiden, wenn man denn auch in Zeiten der Corona-Pandemie Fußball als Unterhaltung anbieten will.

Im Regelfall komme ich notgedrungen auch ganz gut damit klar. Mir ist guter Fußball an einem Bildschirm und mit wenig Stimmung immer noch deutlich lieber als ganz auf das Geschehen im Profifußball verzichten zu müssen. Und offenbar sind viele in diesem Lande der gleichen Meinung. Denn die Einschaltquoten im Pay-TV sind dem Vernehmen nach sehr gut. Trotz allem Gemecker, schauen die Fans also dem Treiben auf den Spielfeldern zu.

In der am Freitag gestarteten ersten Runde im DFB-Pokal stellte sich jetzt allerdings ein ganz anderes Bild dar.

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Filmemacher Aljoscha Pause: Doku-Klassiker werden nun einem breiten Zuschauerspektrum zugänglich gemacht

Dass der Bonner Filmemacher Aljoscha Pause gute Dokumentationen fertigt, dass wissen Stammleser dieses Blogs längst. Immer wieder haben wir uns in den vergangenen Jahren mit den Filmen von Pause beschäftigt. Und egal ob ‚Being Mario Götze‘, ‚Inside Borussia Dortmund‘, oder auch ‚Wie ein Fremder‘, immer waren wir angetan von den vorgelegten Werken des 48-Jährigen.

Jetzt meldete sich der erfolgreiche Filmemacher bezüglich zweier seiner Klassiker mit einer guten Nachricht bei uns.

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Alfred Ries: Eine nicht abgeschlossene Geschichte über deutschen Neid und Antisemitismus.

Thomas Hakfe vor dem Stadion von Werder Bremen Foto: Privat

Der ehemalige Werder-Präsident, Geschäftsführer der Böttcherstraße, Diplomat für die Bundesrepublik, Rotarier und DFB- sowie DSB-Vorstandsmitglied Alfred Ries war Jude. Das wurde ihm zum Verhängnis – in mehrfacher Hinsicht. Von unserem Gastautor Thomas Hafke.

Alfred Ries, geboren 1897 in ordentlichen Verhältnissen in Bremen, wurde mit 12 Jahren Werder-Mitglied. Im bürgerlichen Verein aus der Bremer Neustadt engagierte er sich für die verschiedensten Sportarten des SV von 1899, der anfangs als Fußballclub gegründet worden war.

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Neues Buch über den Sport1-‚Doppelpass‘ zeigt, wie viel Potenzial der Sendung verschwendet wird

Experte Marcel Reif (Mitte) und  Moderator Thomas Helmer (li.) 2016 im Doppelpasss bei ‚Sport1‘. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

In Kürze endet für Millionen von Sportfreunden endlich die fußballfreie Zeit. Mit der nahenden Rückkehr der Profikicker wird dann an jedem Sonntagmittag bei vielen auch wieder ein vertrautes Ritual in den Verlauf des Wochenendes Einzug halten:  11 Uhr am Sonntag? Das ist bei häufig über einer Million Fans Zeit für den „Doppelpass“. Der beliebte Fußballtalk auf Sport 1 (früher DSF), der kürzlich zum 1.000. Mal über die Bildschirme flackerte, ist auch nach vielen Jahren noch ein Pflichttermin für Fußballfreunde und Journalisten.

Stars der Szene, wie Franz Beckenbauer, Rudi Völler, Mario Basler, Jürgen Klopp oder Uli Hoeneß, haben bei ihren Gastauftritten am Münchener Flughafen, wo die Sendung produziert wird, im vergangenen Vierteljahrhundert deutsche Fernseh-Geschichte geschrieben.

Der Verlag ‚Die Werkstatt‘ würdigt das Jubiläum der Sendung jetzt ganz aktuell in einem schönen Buch, das alte Anekdoten frisch in Erinnerung bringt, dem Leser einen Blick hinter die Kulissen ermöglicht, die Protagonisten vorstellt und dabei unabsichtlich doch eine traurige Entwicklung dokumentiert.

Wer, wie ich in den vergangenen Tagen, in diesem Buch schmökert, der sieht viele aktuelle Fotos, die dem aktuellen Personal der Sendung gewidmet sind. Moderator Thomas Helmer, die Assistentinnen Ruth Hofmann und Laura Papendick und die traditionelle ‚Hofkapelle‘ werden vorgestellt und dürfen sich in diesem Buch positiv in Szene setzen. Das ist alles ganz nett anzuschauen und zu lesen.

Das Herz geht einem Betrachter jedoch erst so richtig auf, wenn von den alten Zeiten der Sendung die Rede ist. Kein Zufall, dass die für die große Mehrheit wohl schönsten Erinnerungen, die tollsten Storys alle schon weit in der Vergangenheit liegen.

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VfL Bochum verpflichtet Stürmer Soma Novothny

Foto: VfL Bochum 1848/Kramer

Der VfL Bochum 1848 hat Stürmer Soma Novothny unter Vertrag genommen. Der 26-jährige Ungar unterschrieb einen Kontrakt bis 2022. Noch bis Ende Juni war er beim ungarischen Erstligst Újpest FC aktiv, nun kommt er ablösefrei an die Castroper Straße. Beim VfL wird der ehemalige U21-Nationalspieler Ungarns mit der Rückennummer 15 auflaufen.

In seiner Karriere kann Novothny auf einige Stationen zurückblicken. Unter anderem spielte er bei Busan IPark in der zweiten Liga Südkoreas, wo er mit zwölf Treffern in 27 Spielen sowie dem entscheidenden Tor in den Playoffs maßgeblich am Aufstieg beteiligt war. Mit seinem letzten Klub, dem ungarischen Erstligisten Újpest FC, spielte er 2018 in der Qualifikation für die UEFA Europa League.

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Eishockey-Oberliga: „Es ist 5 vor 12!“

Eishockey. Foto: Robin Patzwaldt

26 Eishockey-Drittligisten stehen vor dem Aus und damit ca. 1.400 Mitarbeiter der Vereine vor einer ungewissen beruflichen Zukunft. Ebenso wird der Nachwuchssport mit über 6.000 Kindern ein Ende finden, wenn die Interessen und Nöte des Sports politisch weiterhin nicht hinreichend berücksichtigt werden.

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Was kann der BVB von Marco Reus in Zukunft noch erwarten?

Marco Reus (rechts). Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Bei den Fußball-Bundesligisten läuft gerade die Vorbereitung auf die in zwei Wochen beginnende Saison 2020/21. Coronabedingt hört und sieht man diesmal von den Protagonisten vergleichsweise wenig. Einerseits sind Zuschauer bei den Vorbereitungsspielen aktuell noch immer die Ausnahme, andererseits hat die Pandemie das Koordinatensystem der Gesellschaft gerade insgesamt gehörig verschoben. Profifußball ist in diesen Tagen selbst für viele Hardcore-Fans halt längst nicht mehr so wichtig, wie er ihnen noch bis zum März erschien.

Trotzdem produziert die Liga natürlich auch weiterhin Schlagzeilen und Diskussionen. Beim BVB beschäftigt die Fans zum Beispiel das nahende Comeback von Kapitän Marco Reus, der am morgigen Montag sein Comeback nach sieben Monaten Verletzungspause geben soll.

So berichten die Ruhrnachrichten zum Beispiel gerade mit einer gewissen Vorfreude: ‚Nach sieben Monaten Zwangspause wird Marco Reus am Montag gegen Sparta Rotterdam sein BVB-Comeback geben.‘

Für die Kollegen ist das offenkundig mit einer gesteigerten Erwartungshaltung verbunden. Mir stellt sich in Anbetracht des nahenden Comebacks gerade eine ganz andere Frage: Was kann der BVB sich von Marco Reus in Zukunft eigentlich noch erwarten?

Verstärkt der verletzungsanfällige Offensivspieler die Mannschaft der Schwarzgelben wohl überhaupt noch? Kann er den BVB sportlich dauerhaft besser machen? Ich habe inzwischen gehörige Zweifel daran.

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DFL: Medizinisch-hygienisches Konzept wird statuarisch verankert

Foto: Robin Patzwaldt

Die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga haben sich am heutigen Donnerstag im Rahmen einer außerordentlichen DFL-Mitgliederversammlung erneut mit den Rahmenbedingungen der anstehenden Saison 2020/21 befasst. Thema war unter anderem das aktualisierte medizinisch-hygienische Arbeitsschutz-Konzept der „Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb“ von DFL und DFB. Die außerordentliche Mitgliederversammlung hat einstimmig beschlossen, das Konzept ebenso wie das „Informationshandbuch Diagnostik und Monitoring für den Trainings- und Spielbetrieb in der Bundesliga und 2. Bundesliga“ in der überarbeiteten Version als Anhang in die DFL-Spielordnung aufzunehmen.

Im Fokus des Konzepts steht der Arbeitsschutz für rund um den Spielbetrieb beteiligte Arbeitnehmer wie Spieler, Trainer, Betreuer und Medienvertreter. Das Konzept ist grundsätzlich unabhängig von den standort-individuellen Konzepten der Clubs hinsichtlich einer möglichen Rückkehr von Stadionbesuchern sowie den diesbezüglichen Beschlüssen der Mitgliederversammlung vom 4. August im Sinne eines einheitlichen Vorgehens bei Auswärts-Kontingenten, Stehplätzen, Alkoholausschank und Nachverfolgung von Infektionsketten zu betrachten.

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Erstes Länderspiel im nakedFussball beim Wuppertaler SV

nakedFußball ist ein Kunst-Projekt von Gerrit Starczewski | Foto: Dominik Asbach

Im Wuppertaler ›Stadion am Zoo‹ wird am kommenden Sonntag (06.09.2020) das erste Nackt-Fußball-Länderspiel ausgetragen. Der Bochumer Künstler Gerrit Starczewski will mit dem Spiel gegen den Kommerz im Fußball protestieren. An zweiter Stelle will der Fotograf und Filmemacher ein Zeichen für Vielfalt und Natürlichkeit setzen – und gegen die Abhängigkeit und Beeinflussung falscher Schönheitsideale protestieren.

Auf dem Platz stehen dann am Nachmittag des 6. Septembers jeweils eine Mannschaft aus Deutschland und eine aus den Niederlanden. Das Spiel wird komplett gefilmt. Daraus soll ein Kunstfilm und eine Fotoausstellung entstehen, sagt Starczewski. „Authentizität will irgendwo doch jeder besitzen. Ich glaube aber, besonders authentisch ist man nur, wenn man auf das ganze Drumherum, also wirklich alles, von der Werbebande bis zur Kleidung, verzichtet“, sagt der geistige Vater der Pottoriginale. Außerdem nervt den Aktionskünstler die zunehmende Kommerzialisierung des Profifußballs, die mit der WM in Katar in zwei Jahren ihren vorläufigen negativen Höhepunkt erreichen wird.

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