Der Kraftwerksstreit rund um ‚Trianel Lünen‘ und ‚Datteln 4‘ nervt nur noch

Dr. Thomas Krämerkämper vom BUND. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Seit heute Mittag ist also amtlich, was sich nach Informationen von Prozessbeobachtern schon in der Vorwoche abzeichnete: Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ist dem Antrag des nordrhein-westfälischen Landesverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gefolgt und hat das klageabweisende Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster wegen der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung zum Betrieb des Trianel Kohlekraftwerks Lünen aufgehoben.

Der BUND richtet sich demnach, nach eigener Aussage, auf ‚einen weiteren Klage-Marathon ein‘.

Und genau das ist das Traurige an der Sache. Man kann über das Kraftwerk und die dazugehörigen Urteile der Gerichte denken was man will, inzwischen nervt das Ganze einfach nur noch. Und das ist der Sache, die ja eine nicht unerhebliche Tragweite hat, so gar nicht dienlich, wird ihr nicht gerecht.

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Trianel-Kraftwerk Lünen: Bundesverwaltungsgericht hebt Urteil auf

Das ‚2014 Top Plant‘ in Lünen. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ist heute dem Antrag des nordrhein-westfälischen Landesverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gefolgt und hat das klageabweisende Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster wegen der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung zum Betrieb des Trianel Kohlekraftwerks Lünen aufgehoben.  

Wegen der Rückverweisung an das Oberverwaltungsgericht geht der langjährige Rechtsstreit des BUND gegen die Bezirksregierung Arnsberg damit in die nächste Runde.

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Städte im Kaufrausch: Stoppt endlich diesen Fördertopf-Wahnsinn!

Gelbe Stadtparkwege in Waltrop. Ein Fördertopf macht es möglich.

Viele Städte im Ruhrgebiet sind bekanntlich längst pleite. Darunter leidet naturgemäß die Infrastruktur. Inzwischen sind viele Stadtteile und Straßenzüge zu regelrechten Schandflecken geworden. Da klingt die Idee, dass öffentliche Fördertöpfe den darbenden Kommunen bei einen oder anderen Projekt aus der finanziellen Klemme helfen könnten zunächst ganz sinnvoll.

Das Problem ist, dass diese Idee in der Praxis zu völlig blödsinnigen Auswüchsen führt, wie auch ich an meinem Wohnort Waltrop gerade wieder einmal leidvoll miterleben muss. Nicht zum ersten, und ich fürchte, wohl auch nicht zum letzten Mal. Warum stoppt eigentlich niemand diesen Quatsch?

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Ruhrbarone-Ausflugstipp: Das LWL-Museum ‚Schiffshebewerk Henrichenburg‘

Das ‚Alte Schiffshebewerk‘. Foto(s): Robin Patzwaldt

 

In der Reihe der Ruhrbarone-Ausflugstipps kommen wir heute einmal kurz auf eine Attraktion des Ruhrgebiets zu sprechen, die früher der Hauptgrund dafür war, dass ich als glühender Lokalpatriot etlichen Leuten mit Stolz von meiner Heimatstadt Waltrop erzählt habe: Das Schiffshebewerk in Waltrop.

Genauer gesagt handelt es sich dabei nicht nur um ein einzelnes Schiffshebewerk, sondern sogar gleich um einen ganzen Schleusenpark, bestehend aus einem neuen und einem alten Schiffshebewerk und einer neuen und einer alten Schiffs-Schleuse.

Angegliedert ist inzwischen zudem ein Museum des LWL. Offiziell fungiert das Ganze daher inzwischen auch unter dem etwas sperrigen Namen: „LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg“.

Am vergangenen Sonntag war ich nach längerer Pause einmal wieder vor Ort und habe für unser Blog ein paar aktuelle Fotos als Appetitmacher für potenzielle Besucher der Anlage mitgebracht.

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Spinatrückverfolgung: Iglo und der tote Spinatbauer

Spinat


Ich esse eigentlich alles, was mir gut schmeckt, denn irgendwie glaube ich daran, dass mich die Evolution mit einem Geschmackssinn ausgestattet hat, der mir zeigt, was gut und was schlecht für mich ist. Von unserem Gastautor Horst Wnuck.

Neben vielen anderen Dingen schmeckt mir auch Spinat. Und beim Spinat ist das besondere, dass er mir nicht nur schmeckt, sondern, dass er wohl wirklich fast ideal ist. Okay, ich mag gerne den Spinat mit dem Blubb, deshalb ist der Spinat bei mir nicht vegan. Aber er ist immerhin vegetarisch, und ich wüsste auch nicht, dass irgendwelche religiösen Essensvorschriften dem Spinatverzehr entgegenstünden. Eher wohl im Gegenteil. Viele Christen zum Beispiel essen ihn sehr gerne an Karfreitag, glaube ich.

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Überraschung: Im Ruhrgebiet wohnen die armen Schlucker

Ein Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung macht klar: Wer im Ruhrgebiet wohnt ist arm dran.
Wer in Gelsenkirchen wohnt, muss sich um die Frage, wie er sein Geld anlegt, wahrscheinlich keine Gedanken machen. Denn mit einem verfügbaren Einkommen von im Durchschnitt 16.881 Euro reicht das Geld gerade einmal aus, um ab und an im Discounter den Einkaufswagen zu füllen. In Duisburg sieht es nicht viel besser aus. Wer in diesen beiden Städten lebt, gehört wahrscheinlich zu den  Ärmsten in

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Wohnungsnot: Wer enteignet zu Zeit eigentlich wen?

Vonovia Hauptverwaltung in Bochum Foto: Laurardnk Lizenz: CC BY-SA 4.0


Enteignung ist das Unwort der letzten Wochen. Allein schon seine Nennung ruft bei bestimmten Politikern und Medienleuten Beißreflexe der dumpfsten Sorte hervor. Von aufgebrachten und zugleich erstaunlich unterkomplexen Expertenmeinungen ganz zu schweigen. Die interessengebundene ideologische Überfrachtung der Debatte um dieses „Teufelswerkzeug aus der sozialistischen Mottenkiste“ ist offensichtlich und zeigt, wie sehr und wie schnell große Teile der deutschen Medienlandschaft im Ernstfall auf pure Propaganda umschaltet.

Dabei ist die Enteignung gegen Entschädigung, was im Wortsinne eben gar keine Enteignung mehr ist, ein fester Bestandteil fast aller demokratischen Staatsverfassungen. In der Stadt New York City, die nun keineswegs als sozialistische bekannt ist,  können z.B. Häuser samt Grundstücke nach 3 Jahren Grundsteuersäumigkeit sogar auf einseitigen Beschluss der Stadtverwaltung ohne jede Entschädigung in öffentlichen Besitz genommen werden.

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Sterben die Insekten wirklich wie die Fliegen?

Insektensterben?
Photo by Matthew T Rader on Unsplash

Den Insekten geht es ziemlich gut. Trotzdem verbreiten viele Panik über ihr angebliches Aussterben. Die Ursache: Eine fragwürdige Studie. Ein Gastbeitrag von Fred Roeder, Geschäftsführer des Consumer Choice Centers.

Im Jahr 2006 bemerkten viele Imker, dass ihre Bienenkolonien schrumpften. Dieses Phänomen wurde als Colony Collapse Disorder (CCD) bekannt, zu Deutsch „Bienensterben“. Dieses Phänomen wurde zunächst auf gentechnisch veränderte Organismen (GMO) zurückgeführt. Dieser Verdacht erhärtete sich nicht. Also wurden Neonikotinoide verdächtigt, eine relativ neue Kategorie von Pflanzenschutzmitteln.

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EU-Parlament: „Veggie-Burger“ sollen verboten werden – Sonst ist aber alles OK bei Euch?

Was ist das? Quelle: Wikipedia, Foto: Shpernik088, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Während das Land aktuell ganz aufgeregt noch immer über das immense Spendenvolumen für den Wiederaufbau der kürzlich teilweise abgebrannten Kathedrale Notre-Dame in Paris diskutiert, droht eine mindestens ebenso diskutable Tatsache vergleichsweise unbeachtet zu bleiben. Das darf nicht sein!

Denn im Agrarausschuss des EU-Parlaments wurde vergangene Woche allen ernstes ein Entwurf für einen Beschluss auf den Weg gebracht, der allen Nicht-Fleisch-Produkten (von Wurst über Steaks bis hin zu Burgern) zukünftig verbieten soll, genau so zu heißen wie das Original aus totem Tier.

Und wenn das nicht zu einer mindestens ebenso emotionalen Debatte einlädt, dann weiß ich es auch nicht.

Klar, Vegetarier und Veganer können einem mit ihrer häufig extrem penetranten Art jeden und jedermann mit ihrem Anliegen zu einem besseren Menschen bekehren zu wollen zeitweise schon mächtig auf den Keks gehen. Gar keine Frage! Aber ihnen im Gegenzug jetzt die Verwendung dieser Begriffe, welche die große Masse der Menschen noch immer mit purem Fleischgenuss verbindet, verbieten zu wollen, nur um die Fleischproduzenten damit zu schützen, das geht dann vielleicht doch etwas zu weit. 😉

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Lebensqualität im Ruhrgebiet: Wo die Unstatistik falsch liegt

Konzert in der Trompete Foto: Trompete

Ich mag die Unstatistik des Monats: Mit kühlem Kopf und Ironie widerlegen der Berliner Psychologe Gerd Gigerenzer, der Dortmunder Statistiker Walter Krämer und RWI-Vizepräsident Thomas K. Bauer Monat für Monat eine Statistik, die es in die Schlagzeilen schaffte. Mal geht es um den Mythos der Schwarzen Null , die „Erfolgreiche“ Gesichtserkennung mit Hunderttausenden Fehlalarmen“ oder das  erhöhte Gesundheits-Risiko bei einem Drink pro Tag.

In diesem Monat nahm sich das Unstatistik-Team die Studien über die Lebensqualität im

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