
Sie sind schwer, hufeisenförmig und waren die Währung des Sklavenhandels – sogenannte Manillen sind das Geheimnis hinter der Herstellung der Benin-Bronzen. Das hat nun ein Forscherteam rund um Dr. Tobias Skowronek, Geochemiker und Postdoc an der Technischen Hochschule Georg Agricola (THGA), entschlüsselt. Ihre Ergebnisse haben sie nun in der renommierten Online-Fachzeitschrift „PLOS ONE“ veröffentlicht.
Die Benin-Bronzen sind weltberühmte Skulpturen und Reliefs aus Messing, die im Königreich Benin, im heutigen Nigeria, angefertigt wurden – und während des Zeitalters der Kolonisation Afrikas als Beutekunst nach Europa und in die USA verkauft wurden. Die Herstellung der Bronzen war lange Zeit ein Rätsel. Es wurde vermutet, dass Manillen, armreifenförmige Reife aus Messing – auch „Sklavengeld“ genannt – für die Herstellung verwendet wurden. Bewiesen werden konnte dies aber bisher nicht.









