
Die Abstimmung sollte nur eine Formsache sein und „Rats-TV“ in diesem Jahr starten. Es kam ganz anders. Mit 26 zu 22 Stimmen haben sich die Stadtverordneten in geheimer Abstimmung der Zukunft verweigert. Das war nur möglich mit Stimmen aus der großen Koalition von SPD und CDU. Seit sechs Jahren ist die Übertragung der Sitzungen ein Thema in Gelsenkirchen. In anderen Städten gehört dieses demokratische Format schon lange zum Alltag.
Die Verweigerer, Bedenkenträger und Skeptiker haben es mal wieder geschafft einen Schritt in die richtige Richtung zu verhindern. Öffentliche Kontrolle der Politik und vor allem der Politiker durch die Stadtgesellschaft findet nicht statt. Dabei war man nicht mal so mutig, diese ablehnende Haltung mit dem eigenen Namen deutlich zu machen. Beantragt wurde die namenlose Abstimmung durch den CDU-Fraktionsvorsitzende Sascha Kurth. Wer sich Transparenz und demokratischer Mitbestimmung verweigert, muss dazu stehen und das mit seinem Namen öffentlich rechtfertigen.









