
„Punk-Pianist“ sei er, „Bad Boy of Classic“, die Urteile sausen wie eine Bramme auf ihn hernieder, sie sind Quatsch. Kai Schumacher zertrümmert keinen Flügel und zündet ihn nicht an, er interessiert sich dafür, was drin ist in diesem hölzern-stählernen Kasten. Und? Alles ist bereitet, Pop ist da und Punk und Minimal Art, Dadaismus und Duisburg, Dancefloor und Kinderlied, Avantgarde und Atari Teenage Riot. Je verschiedener, umso vertrauter. Hier steht Schuberts Franz im Raum, dort Cobains Kurt, man assoziiert ohne Ende und unangestrengt, wenn man ihm zuhört, er spielt Solopiano. Alles ist enträtselt, alles rauschhaft, Kai kommt aus Duisburg. Einer der Großen unter den Solo-Pianisten im Land, jetzt ist er urban urtyp.






