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Die Waldorfschulen informieren

Heute: Die Johannes-Schule Berlin. Von unserem Gastautor Andreas Lichte.

Musikalisch ohne Waldorfschule: Mozart Foto: Wikipedia

Fünf vor Zehn. Und um Zehn soll der Eltern-Info-Abend zum Thema „Der musische, handwerkliche, künstlerische Unterricht“ an der Johannes-Schule vorbei sein. Da kann man doch mal fragen, oder?

„Ich habe eine Frage zur Musik: Wir haben während meiner Ausbildung zum Waldorflehrer ganz oft Mozart gesungen und ich habe mich immer gefragt, was passiert wäre, wenn Mozart in den Genuss einer Waldorf-Erziehung gekommen wäre ... hätten wir dann die Zauberflöte? Wenn für Kinder nur die Pentatonik richtig ist.“

Tick-Tack, Tick-Tack, Tick-Tack. Drei Waldorflehrerinnen suchen eine Antwort. Tick-Tack, Tick-Tack, Tick-Tack. Endlich antwortet nicht die Musik-, sondern die Klassenlehrerin, Heilgart B.*.:

„Mozart war eine Ausnahme. Und ich habe mit meinen Schülern ja auch nicht nur pentatonische Musik gemacht, wir haben auch mal was anderes gesungen.“

 „Wieso soll Mozart denn eine Ausnahme sein? Und wenn die Pentatonik nur eine Alternative wäre, gäbe es doch gar kein Problem. Aber Sie wissen doch genau, dass Rudolf Steiner mit seiner »Jahrsiebtelehre« vorgibt, was für das jeweilige Alter der Kinder richtig ist, und das ist laut Steiner in einem bestimmten Alter  A U S S C H L I E S S L I C H  pentatonische Musik, nichts anderes. Warum sagen Sie das den Eltern nicht?“

„Es ist mir ja selber sehr schwer gefallen, mich an die Pentatonik zu gewöhnen, aber ich habe damit bei den Kindern gute Ergebnisse erzielt ...“

Während dieses kleinen Dialoges hat sich im Raum eine schwere Gewitterfront aufgebaut.

„Ihre Fragen tun hier doch gar nichts zur Sache, sind völlig uninteressant!“, donnert es.

„Ich finde die Fragen des Herrn sehr wohl interessant.“

Das kommt von dem Herrn, der vorher zu fragen gewagt hat, ob in der Waldorfschule denn „auch mit Plastik, Styropor, gearbeitet wird, beispielsweise zum Bau von Architektonischem?“

Nun antworte ich ihm: „Dies ist keine Informations- sondern eine Werbeveranstaltung der Waldorfschule. Es wird überhaupt nicht darüber aufgeklärt, dass  A L L E S , was in der Waldorfschule passiert, auf der Anthroposophie Rudolf Steiners beruht. Sie haben vorhi

Heute: Die Johannes-Schule Berlin. Von unserem Gastautor Andreas Lichte.

Musikalisch ohne Waldorfschule: Mozart Foto: Wikipedia

Fünf vor Zehn. Und um Zehn soll der Eltern-Info-Abend zum Thema „Der musische, handwerkliche, künstlerische Unterricht“ an der Johannes-Schule vorbei sein. Da kann man doch mal fragen, oder?

„Ich habe eine Frage zur Musik: Wir haben während meiner Ausbildung zum Waldorflehrer ganz oft Mozart gesungen und ich habe mich immer gefragt, was passiert wäre, wenn Mozart in den Genuss einer Waldorf-Erziehung gekommen wäre … hätten wir dann die Zauberflöte? Wenn für Kinder nur die Pentatonik richtig ist.“

Tick-Tack, Tick-Tack, Tick-Tack. Drei Waldorflehrerinnen suchen eine Antwort. Tick-Tack, Tick-Tack, Tick-Tack. Endlich antwortet nicht die Musik-, sondern die Klassenlehrerin, Heilgart B.*.:

„Mozart war eine Ausnahme. Und ich habe mit meinen Schülern ja auch nicht nur pentatonische Musik gemacht, wir haben auch mal was anderes gesungen.“

 „Wieso soll Mozart denn eine Ausnahme sein? Und wenn die Pentatonik nur eine Alternative wäre, gäbe es doch gar kein Problem. Aber Sie wissen doch genau, dass Rudolf Steiner mit seiner »Jahrsiebtelehre« vorgibt, was für das jeweilige Alter der Kinder richtig ist, und das ist laut Steiner in einem bestimmten Alter  A U S S C H L I E S S L I C H  pentatonische Musik, nichts anderes. Warum sagen Sie das den Eltern nicht?“

„Es ist mir ja selber sehr schwer gefallen, mich an die Pentatonik zu gewöhnen, aber ich habe damit bei den Kindern gute Ergebnisse erzielt …“

Während dieses kleinen Dialoges hat sich im Raum eine schwere Gewitterfront aufgebaut.

„Ihre Fragen tun hier doch gar nichts zur Sache, sind völlig uninteressant!“, donnert es.

„Ich finde die Fragen des Herrn sehr wohl interessant.“

Das kommt von dem Herrn, der vorher zu fragen gewagt hat, ob in der Waldorfschule denn „auch mit Plastik, Styropor, gearbeitet wird, beispielsweise zum Bau von Architektonischem?“

Nun antworte ich ihm: „Dies ist keine Informations- sondern eine Werbeveranstaltung der Waldorfschule. Es wird überhaupt nicht darüber aufgeklärt, dass  A L L E S , was in der Waldorfschule passiert, auf der Anthroposophie Rudolf Steiners beruht. Sie haben vorhin gefragt, ob denn auch Plastik benutzt wird. Natürlich kann mal jemand aus der Reihe tanzen, aber das ist nicht vorgesehen. Was hier vorgeführt wurde, z.B. die Herstellung eines Holzkochlöffels im Werkunterricht, ist ganz fest von Steiner vorgegeben.“

Einundzwanzig … weiter komme ich nicht, der Blitz ist ganz in der Nähe: „Jeder der hier ist, weiss doch, dass dies eine anthroposophische Schule ist, das kann man doch ganz schnell im Internet nachschauen!“

Ich denke: „Was du wohl im Internet gefunden hast … ist doch alles fest in Anthroposophen-Hand, z.B. wikipedia, eine einzige anthroposophische Manipulation“ und sage:

„Ja, aber was bedeutet »Anthroposophie«? Das wird doch überhaupt nicht deutlich. Ist erklärt worden, welche Bedeutung Steiners »Jahrsiebtelehre« für den Unterricht hat?“

„Das hier ist ja nicht die erste Informationsveranstaltung, wenn Sie auf der anderen gewesen wären, dann wüssten Sie, worum es geht.“

„Ich  W A R  beim ersten Info-Abend der Johannes-Schule.“ Soll mal reichen, ich sage nicht „Was Gunhild A. hier letztes Mal »für das Kollegium« gebracht hat, war die reine Volksverdummung.“

„Wenn es Ihnen nicht gefällt, dann können Sie ja gehen, was wollen Sie hier überhaupt?“

„Ich will wissen, wie über die Waldorfschule informiert wird, will einen Artikel darüber schreiben.“

„Ach, dann sind Sie gar kein Vater?!!!“

Der Rest geht im Sturm unter. Ein Waldorfschüler neben mir stellt mir eine Frage. Ich mache „Pssst!“, man will ja nicht unhöflich sein. Und auch nicht riskieren, dass die Waldorf-Anhänger vielleicht doch noch zur Lynch-Justiz greifen. Und gehe.

Ich warte vor der Schule. Der Tabubrecher – „Plastik“ – spricht mich an. Der Herr hatte sogar eine noch weit heiklere Frage gestellt: „Welche Rolle spielen denn die modernen Medien in der Waldorfschule?“ War er nur naiv? „Medien“ – das Fernsehen – sind verboten, sind sie doch des Ahrimans – „Ahriman“: Teufel auf anthroposphisch –, das weiß man doch, wenn man an die Waldorfschule glaubt.

„Die Reaktion war sehr aussagekräftig …“

„Ja“, stimme ich zu. „Sie waren der Einzige, der gute Fragen gestellt hat. Schon unheimlich, wie gross die Zustimmung war …“ Dann versuche ich, auf die Schnelle die größten Lügen anzusprechen:

„Wenn es immer wieder hieß, »Wie neueste Ergebnisse der Hirnforschung bestätigen«, dann ist das totaler Quatsch. Rudolf Steiners esoterische »Menschenkunde«, auf der die ganze Waldorfpädagogik basiert, hat nichts, aber auch rein gar nichts, mit moderner Erziehungswissenschaft geschweige denn mit Hirnforschung zu tun …“

Ich glaube, dieser Herr – wenn er denn ein Vater war – meldet sein Kind nicht an der Johannes-Schule an. Aber vielleicht möchte jemand anders sein Glück versuchen? Die nächste Informationsveranstaltung ist am 20.1.2010, 20 Uhr: „Einführung in die Waldorfpädagogik IV – Der Sprachunterricht an der Johannes-Schule Berlin“

Infos bei: Johannes-Schule Berlin, Bundesallee 35, 10717 Berlin, Telefon 030 – 288 33 7 88,

Zum Autor: Andreas Lichte ist ausgebildeter Waldorflehrer und Grafiker, lebt in Berlin. Er ist Autor kritischer Artikel zur Waldorfpädagogik und Anthroposophie. Er erstellte für die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) ein Gutachten zur Indizierung zweier Werke Rudolf Steiners, die fortan nur noch in kommentierter Form erscheinen dürfen.

Glossar
Glossar

(in der Reihenfolge des Auftauchens der Begriffe):

Mozart: Inbegriff des Wunderkindes: Schon im „Kindergarten-Alter“ komponiert Mozart und gibt Konzerte. Hätte er einen Waldorfkindergarten besucht, hätte er nur diese Musik kennengelernt:

Pentatonik: Als Pentatonik (gr. πεντα- penta- „Fünf-“) oder Fünftonmusik bezeichnet man in der Musik Tonleitern, die aus fünf verschiedenen Tönen bestehen und meist keine Halbton-Schritte enthalten, sowie die dazugehörigen Tonsysteme.

Auch für die Pentatonik gilt, was der Erziehungswissenschaftler Prof. Klaus Prange ganz allgemein zur Waldorfpädagogik sagt, „Erziehung zur Anthroposophie“, Seite 86: „In der Tat entsteht aus der Differenz von allgemeiner, öffentlicher Präsentation, die sich der üblichen Vokabeln und Formeln bedient, und dem, was eigentlich damit gemeint ist, der Eindruck, man habe es bei der anthroposophischen Pädagogik mit einer Art Mogelpackung zu tun, die ein sehr eigenwilliges Produkt in einer geläufigen und höchst normalen Verpackung an den Mann zu bringen versucht.“

Was mit der „eigenwilligen“ Pentatonik in der Waldorfpädagogik gemeint ist, ist die Frage: „Wollt ihr die totale Harmonie?“ Oder anders gefragt: „Wollt ihr euer Leben in einem Schlaf-ähnlichen Zustand zubringen?“ Nur werden die Kinder das nicht gefragt. Weil, wie die Musiklehrerin und Eurythmistin auf dem Informationsabend der Johannes-Schule ausführte, es „menschenkundlich“ (d.h. laut Steiner) so ist, „dass sich Kinder erst ab dem 9ten Lebensjahr öffnen, das Herz vorher noch eine Blüte ist“, sprich: den Kindern vorher wesentliche seelische und emotionale Fähigkeiten fehlen, womit wir hier wären:

„Jahrsiebtelehre“:
Rudolf Steiners esoterische Einteilung der Individualentwicklung des Menschen in Abschnitte von 7 Jahren. Neben der „Temperamentenlehre“ der für die Praxis der Waldorfpädagogik folgenreichste Aspekt der esoterischen „Menschenkunde“ Rudolf Steiners.

In der Waldorfpädagogik ist eine viergliedrige Unterteilung in „Jahrsiebte“ üblich:

– von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt

– von 8–14 Jahre der Ätherleib

– von 15–21 Jahre der Astralleib

– vom 21 Lebensjahr an wird das „Ich“ ausgebildet, erst dann ist der Mensch ein Mensch, vollwertig.

Das Ergebnis ist ein „Mensch“, der nach dem Baukastenprinzip zusammengesetzt ist. So hölzern und unpädagogisch Steiners Entwicklunglehre daherkommt, so wenig zutreffend ist dafür das beliebte Schlagwort „ganzheitlich“.

Für die Unterrichtspraxis bedeutet die Jahrsiebtelehre, dass der Waldorflehrer nur die Fähigkeiten ansprechen darf, die der Schüler laut Steiner seinem Alter entsprechend auch schon besitzt. Beispiel: Ein Schüler der 1sten bis 8ten Klasse, – der Klassenlehrerzeit, sie ist identisch mit dem 2ten Jahrsiebt –, verfügt noch nicht über einen voll ausgebildeten „Astralleib“ oder gar ein „Ich“. Was soll der Lehrer mit einem so unvollständigen Schüler anfangen? Richtig, er gibt „Frontalunterricht“. Und zwar in seiner extremsten Form: Der Schüler soll nachahmen, nachahmen, nachahmen …

Hören wir zu den Jahrsiebten noch den Anthroposophen Prof. Dr. Wolfgang Schad, der im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ als eine „Kapazität der Waldorfpädagogik“ vorgestellt wurde. In „Der Umschwung in der Reifezeit – Lebensprozesse und Seelengeburt“ erklärt Schad, Zitat:

„Es sei eine unendliche Hilfe für die ganze Biographie, wenn dem Kinde und dem Jugendlichen dieser Sieben-Jahre-Rhythmus durch die Pädagogik vermittelt werde. – Er ist also nicht fertig mitgegeben und so diagnostisches Resultat, sondern er ist THERAPEUTISCHE AUFGABE [sic! hervorgehoben auch im Original]. Durch die Abweichungen vom Sieben-Jahre-Rhythmus zeigt das Kind seine karmische Individualisierung. Aber wenn durch Mithilfe der erziehenden Erwachsenen der Anschluß an diesen Sieben-Jahre-Rhythmus wiedergefunden wird, dann kann das individuelle Schicksal wieder mit dem in Beziehung treten, was alle Menschen miteinander verbindet: mit dem Menschheitlichen. Das ist tief karmisch wirkendes Therapeutisches. Diesen Sieben-Jahre-Rhythmus gäbe es nur dann für jeden Menschen in der menschlichen Ordnung, wenn die Widersachermächte Luzifer und Ahriman in die Menschheitsevolution nicht eingegriffen hätten. Führen wir die uns Anvertrauten zum Sieben-Jahre-Rhythmus zurück, so helfen wir ihnen bei der Bewältigung der Gegenmächte gegen alles Menschliche.“

Mit anderen Worten: dem Wolferl (Mozart) hätte die Waldorfpädagogik schon noch die Flauseln ausgetrieben.

„Holzkochlöffel“: Alles in der Waldorfschule wird von Rudolf Steiner vorgegeben, so auch die Aufgabe „Holzkochlöffel“ für den Werkunterricht der 6ten Klasse. Ausgehend von einem rohen Holzklotz wird der Kochlöffel geschnitzt. Daran soll insbesondere das Scheitern gelernt werden: Diese Aufgabenstellung verzeiht keine Fehler.

Ich möchte hier nicht auf den „menschenkundlichen“ Hintergrund eingehen (Glück gehabt, Liebe Leser!), sondern mich an der Praxis orientieren. Frage: Welcher Sechstklässler kann trotz eines Verbotes der modernen Medien in der Waldorfschule noch nicht bei google „Holzkochlöffel“ eingeben? Richtig, die meisten werden es wohl können. Und was finden sie da? „Holzkochlöffel, 34 Cent“. Könnte es sein, dass sich da der ein oder andere fragt, was er 4 Wochen lang getan hat?

„Aber das ist doch ein Unikat, das ist doch ganz was anderes!“

Siehe den Friedhof der Kuscheltiere, Pardon, Friedhof der Schaukelpferde, in der Rudolf Steiner Schule Berlin Dahlem: Der Werklehrer, Herr B., zeigte mir seinen Keller: Dutzende von den Schülern aufgegebene Schaukelpferde … alles Unikate, mühsam von den Schülern gebaut.

Weiterführende Artikel der Ruhrbarone:

 „Wie gut sind Waldorfschulen?“
Erfahrungsbericht einer Mutter

 „Ich würde mein Kind nie an einer Waldorfschule anmelden.“
Eine ehemalige Waldorflehrerin blickt zurück.

„Waldorfschule: Vorsicht Steiner“
Interview mit Andreas Lichte

*Namen geändert

RuhrBarone-Logo

173 Kommentare zu “Die Waldorfschulen informieren

  • Pingback: Twitter Trackbacks for Die Waldorfschulen informieren » ruhrbarone [ruhrbarone.de] on Topsy.com

  • #2
    Zweitausendeins

    Da versucht einer, immer wieder, Ideologie mit Ideologie zu bekämpfen. Langsam nervt es!
    Von meine beiden Söhnen, war der eine auf einer staatlichen, der andere war Quereinsteiger auf einer Waldorfschule. da er auf der staatlichen Grundschule nicht zurecht kam.
    Die Waldorfschule war ideal für Ihn. Da er dort seine Fähigkeiten gut entwickeln konnte. Er ist vor kurzem wieder auf einer staatlichen, weiterführenden Schule und kennt die Vor-und Nachteile beider Schulsysteme. Und er möchte seine Waldorferfahrung nicht missen, auch wenn er den Eurythmieunterricht absolut nervig gefunden hat.
    Es gibt eben nicht „Die Waldorfschule“ sondern mehr oder weniger ideologische Ausprägungen des Waldorfgedankens. Und wenn das Ganze von aufgeklärten, kritischen Eltern begleitet wird, so verstehe ich nicht weshalb das staatliche Schulsystem besser sein soll.
    Übrigens: Was hat der Preis eines Holzkochlöffels mit der Sinnhaftigkeit der Herstellung eines solchen zu tun? Verquere Denke!

  • #3
    Andreas Lichte

    @ Zweitausendeins

    Sie schreiben: „Übrigens: Was hat der Preis eines Holzkochlöffels mit der Sinnhaftigkeit der Herstellung eines solchen zu tun?“

    Fragen Sie das mal einen Waldorfschüler. Aber nicht Ihre eigenen. Und die Waldorflehrerin können Sie fragen, warum es in der Pubertät so wichtig ist, das Scheitern zu lernen.

    Sie schreiben: „Da versucht einer, immer wieder, Ideologie mit Ideologie zu bekämpfen.“

    „Verquere Denke!“ oder was soll ich dazu noch sagen? Wo ist denn auf meiner Seite „Ideologie“?

  • #4
    Zweitausendeins

    @Andreas Lichte

    Weshalb soll ich Waldorfschüler oder -Lehrer danach fragen? Sie kennen doch schon die Antwort. Genau das nenne ich Ideologie.

  • #5
    Andreas Lichte

    @ Zweitausendeins

    „Weshalb soll ich Waldorfschüler oder -Lehrer danach fragen? Sie kennen doch schon die Antwort.“

    Es geht nicht darum, dass ich die Antwort kenne. Tatsächlich bin ich ausgebildeter Waldorflehrer, Werklehrer, und ich weiss, wie unsinnig die Aufgabenstellungen in der Waldorfschule sind. Wer Aufgaben einzig nach dem Kriterium „Rudolf Steiner hat gesagt“ auswählt, der muss sich nicht wundern, wenn die Schüler diese Aufgaben „nicht lieben“, ihre eigenen Arbeiten aufgeben. Siehe den „Friedhof der Schaukelpferde“ in der Rudolf Steiner Schule Berlin Dahlem.

  • #6
    Zweitausendeins

    @Andreas Lichte

    Wie ich schon anmerkte, Sie kennen offensichtlich die Antworten. Und genau das nenne ich ideologisches Denken! Denn sie verallgemeinern, setzen alle Waldorfschulen gleich.

    Für meinen Sohn war es sehr wichtig, sich in den Projekten ausgiebig auf die jeweilige Materie einlassen zu können. Und diese Hingabemöglichkeit an ein Thema ist eine Stärke der Waldorfschulen. Wie gesagt, über meinen anderen Sohn habe ich auch das Gegenmodell staatliche Schule miterleben können.

    Ich finde es schade wenn negative Erfahrungen verallgemeinert und zu Sendungsbewusstsein werden. Offenem Denken wird dann keine Chance mehr gelassen.

  • #7
    Ramon DJV

    Da sagt einer (…) Denn sie verallgemeinern, setzen alle Waldorfschulen gleich. (…)

    Ich zitiere aus eine neue Veroffentichung von eine AnthroposophInnen:

    ‚Da die Waldorfschulbewegung ein Organismus ist, sind ihre Mitglieder nicht einfach gesonderte Teilen, sondern hat jeder Teil die Merkmale des Ganzen.‘

    ‚Im verlauf des Jahren zeigt es sich immer deutlicher: In der Waldorfschule hat man es mit einem Organismus zu tun, der selbst nich gesund ist.‘

    (Mieke Mosmuller, Eine Klasse voller Engel, Occident 2009)

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  • #9
    Elmar

    In der Pädagogik nennt man das hier wohl einen klassischen Fall von Überkompensation, oder?

    Ich halte von der Steinerschen Weltsicht übrigens auch nix, allerdings würde es mir beispielsweise auch nicht in den Sinn kommen auf einer Informationsveranstaltung einer katholischen Grundschule eine Diskussion über das Fegefeuer vom Zaun zu brechen….um dann nachher die wütenden Proteste zu veröffentlichen.
    Schöne Grüße, Elmar

  • #10
  • #11
    Vatta

    Laaaaangweilig, wirklich. Abgesehen davon, dass ich für meine Kinder den überlieferten Lebensweg W.A.Mozarts nicht für sehr nachahmenswert erachte: Wenn man der Waldorfpädagogik eines zugutehalten kann, dann doch insbesondere die musische und handwerkliche Förderung der Kinder. Ansonsten möchte ich mich dem Vorredner in Bezug auf die Sinnhaftigkeit des Sprengens eines Elternabends anschließen: Worauf möchten Sie denn hinaus? Senden Sie Ihre Kinder doch auf die Schulform, die mit Ihrer Weltsicht konform geht und gestehen Sie im Gegenzug denjenigen, die anderer Ansicht sind zu, sich für die Waldorfschule zu entscheiden. Oder verfolgen Sie weitergehende Ziele? Wenn ja, welche sind dies?

  • #12
    Andreas Lichte

    @ Vatta

    Sie schreiben: „Wenn man der Waldorfpädagogik eines zugutehalten kann, dann doch insbesondere die musische und handwerkliche Förderung der Kinder.“

    Lesen Sie nur Werbebroschüren des Bundes der Freien Waldorfschulen? Oder wie kommen Sie zu dieser Auffassung?

    Der künstlerische Unterricht an den Waldorfschulen verdient das Etikett „künstlerisch“ nicht. Schauen Sie sich einmal die Arbeiten der Schüler an, z.B. Aquarelle der unteren Klassen. Ein Bild mag ja „ganz nett“ ausschauen. Aber wenn es eine Ausstellung mehrerer Schüler-Arbeiten gibt, werden Sie feststellen, dass sie alle gleich aussehen, sie kaum voneinander zu unterscheiden sind.

    Wo ist in der Waldorfschule die Freiheit, ohne die es keine Kunst gibt?

  • #13
    Vatta

    Achso, hat sich schon erledigt, bin jetzt erst auf den Kommentarspalten-Kreuzzug des Autors aufmerksam geworden. Na dann mal Frohes Schaffen noch, chacun sa merde. Meine Güte, wieviel Zeit manche Leute haben…

  • #14
    Debris

    Leute, Leute, ihr werdet mittlerweile bei den Esoblickern zitiert. Da geht doch jede Seriosität den Bach runter.

  • #15
    Syrix

    Hi,
    ich als Walddorfschüler kann versichern, dass nicht nur Pentatonische Musik gelehrt wird, ganz im Gegenteil.
    Wir haben alle Musikstile seit der Gregorianik behandelt, die Pentatonil kam darin kaum vor.
    In den Unterrichten wie auch in Orchestern und Chören wurde Musik gemacht die von Barock bis moderne reicht.
    Leider gibt es viele Menschen mit vielen Vorurteileb und noch mehr Wissenslücken was diese Themen anbelangt, das wird sich wohl nie ändern.
    Aus meiner Perspektive heraus kann ich nicht feststellen, dass die waldorfschulen den staatlichen Schulen in irgendeiner Weise unterlegen sind, auch die oft erwähnten Steinerschen Gehirnwaschmethoden was Esotherik und ähnliches angeht gab es in meiner Schulzeit nicht.
    Die Diskussionen um die Waldorfschulen hier erinnert mich an die elendige Killerspieldebatte, wo ebenfalls zahlreiche „Experten“ ihr Halbwissen präsentierten.
    Ich durfte beide Schulsysteme erleben, sowohl Waldorf als auch Gymnasium, und ich bin mir froh, dass ich durch meine Waldorfschulzeit geprägt wurde.

    Das hier ist aber wohl ein Kampf gegen Windmühlen, da Vorurteile nicht einfach so verschwinden egal was man sagt

    MfG

  • #16
    Syrix

    Noch ein kleiner Nachtrag zu den modernen Medien:

    in einer Waldorfschule sind Fernseher oder ähnliches keineswegs verboten.

    Filme, PCs und das Internet werden dazu verwendet den Unterricht zu berreichern.
    Auch hier hat der Autor wohl die falschen Quellen gelesen, oder eine zu große Fantasie gehabt.
    In der Realität ist das ziemlich haltlos.

    Natürlich gibt es Eltern, die ihren Kindern das Fernsehen im jüngeren Alter verbieten, daran sehe ich aber nichts negatives.

  • #17
    Jens Kobler

    @Debris: Vielleicht sollten wir dann öfter mal den SPIEGEL zitieren, dann geht dessen Seriosität womöglich endlich mal den Bach runter…

  • #18
    Andreas Lichte

    @ Syrix

    du solltest schon mal genau lesen: Die Pentatonik ist die richtige Musik für JÜNGERE Kinder, siehe meinen Artikel.

    Wenn die Kinder aber schon zu weit sind, weil sie „Wunderkind“ („hochbegabt“) sind: Pech gehabt!

    Das ist laut Steiners »Jahrsiebtelehre« einfach nicht vorgesehen …

  • Pingback: » Hihi, mal auf einer »Informationsveranstaltung … Nachtwächter-Blah

  • #20
    Michael Kostic

    @Andreas Lichte:

    Schöne Aktion 🙂

    Da haben Sie ja reichlich Leuten vor den Kopf gestoßen und zumindest eine „Seele“ gerettet!

    Wenn Sie sich zur Abwechslung mal ein wenig schriftlich oder gar verbal ausheulen wollen, greifen Sie ruhig auf mich zurück.

    Als engagierter Vater von reichlich Nachwuchs und dusseliger Ehrenämtler bin ich an einem Austausch immer sehr interessiert.

    Ich werde übrigens in meiner Funktion als GEV an einer Berliner Grundschule schon seit Jahren häufig auf die Waldorfschulen (und andere Konzepte) angesprochen (Pisa sei Dank). So Marke „Was halten Sie davon?“ bzw. „Meinen Sie da könnte es mein Kind besser haben?“.

    Persönlich kann ich da immer nur von meiner ach so „sozialkompetenten“ Nichte berichten. Und natürlich darauf hinzuweisen das die Eltern sich doch bitte immer die kompletten Konzepte anschauen sollen (macht natürlich niemand…). Schreien, Meckern und Wehklagen können sie alle, aber mal akzeptieren das z.B. das Konzept von Ariern nicht mehr so ganz Zeitgemäß ist, da lässt es dann ganz stark nach.

    Zu den meisten Konzepten von nicht staatlichen Schulen fällt mir eigentlich immer „kognitive Dissonanz“ ein 🙂

    Viele Grüße aus der Provinz und ein herzliches „Weiter so!“

  • #21
    Elmar

    @ Lichte:

    “ @ Elmar

    Jetzt pass auf. Fegefeuer überall. Weil Steiner überall.“

    Ja. So ist es doch gut. Besser hätte ich den Text auch nicht zusammenfassen können. Warum nicht gleich so?

    🙂

    Elmar

  • #22
    Andreas Lichte

    @ Elmar

    Stimmt. Ich habe eine Zusammenfassung Ihres „Textes“ geschrieben, Text Elmar:

    „… allerdings würde es mir beispielsweise auch nicht in den Sinn kommen auf einer Informationsveranstaltung einer katholischen Grundschule eine Diskussion über das Fegefeuer vom Zaun zu brechen ?“

    Zusammenfassung Lichte: „Jetzt pass auf. Fegefeuer überall. Weil Steiner überall.“

    Ich erklär es Ihnen noch mal: Ich habe eine Frage zur MUSIK gestellt. Darum ging es an diesem Info-Abend. Wenn daraus Anthroposophie (Religion = „Fegefeuer“) wird, dann deshalb, weil in der Waldorfschule ALLES Anthroposophie ist.

    Wenn es an diesem Abend um Mathematik gegangen wäre, und ich hätte eine Frage zur Mathematik gestellt, dann wäre daraus auch Anthroposophie geworden:

    http://www.novo-magazin.de/82/novo8216.htm

    „Die Welt in meinen Füßen

    Ein letztes Mal quietscht die Kreide über die Tafel. Der Lehrer steht bewundernd vor seiner vollendeten Unendlichkeitskonstruktion. Den Kreidestaub aus seiner Aura und seinem modischen Jackett klopfend, holt er nun zur Offenbarung letzter Wahrheiten aus: ?Sie sehen, der Mensch besitzt die Fähigkeit zur Erkenntnis des Unendlichen, des Göttlichen…? Das Fach: Mathematik, genauer: ?darstellende Geometrie?.

    Im Fach ?Himmelskunde? hantiert ein anderer Lehrer mit einer Antiquität: einer ?Armillarsphäre?. Das ist ein Modell des geozentrischen Weltbildes, in dem die Erde Mittelpunkt des Universums ist. Er will den Schülern den Himmel auf ?natürliche Weise? nahe bringen, ?so wie der Mensch ihn erlebt?. Warum? Der Lehrer erläutert es mit einem Schiller-Zitat: ?Es knüpft dein Zenit und Nadir dich an die Achse der Welt ??, ?das bringt eine moralische Dimension?. Leider lösen Moral und Schiller bei den Schülern nur Erstaunen aus, deshalb erklärt er dasselbe noch einmal, diesmal zum Anfassen: ?Das Zentrum der Welt ist in meinen Füßen, das Zentrum der Welt ist in meiner Haarspitze. Sie sind immer das Zentrum ? ein erbauender Gedanke! Der Mensch, sein Ich, steht im Zentrum der Welt: Ich bin Gott ??

    Kommt die Botschaft bei den Schülern an? Die Schüler sind angehende Lehrer im ?Seminar für Waldorfpädagogik Berlin?. Eifrig machen sie sich ihre Notizen, denn sie wissen, was sie eben gelernt haben, soll an zukünftige Schülergenerationen weitergegeben werden. Das ist Pflicht. In der Wahrheit gibt es keine Kür, und die Wahrheit ist in Rudolf Steiner, ist seine Anthroposophie. (…)“

  • #23
    Arnold Voß

    Das Verhältnis der Menschen zu den Waldorfschulen scheint ähnlich dem ihres Verhältnisses zu Atomkraftwerken zu sein. Je näher sie dran sind, desto geringer schätzen sie die Gefahren ein.

  • #24
    Andreas Lichte

    @ Arnold Voß

    Du schreibst: „Das Verhältnis der Menschen zu den Waldorfschulen scheint ähnlich dem ihres Verhältnisses zu Atomkraftwerken zu sein. Je näher sie dran sind, desto geringer schätzen sie die Gefahren ein.“

    Finde ich Klasse!

    Allerdings ist „Atomkraftwerk“ ja schon wieder ein ganz eigenes anthroposophisches Thema … im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ musste ich ein Referat über J. Robert Oppenheimer, den „Erfinder“ der Atombombe, halten:

    http://www.novo-magazin.de/71/novo7138.htm

    „Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand

    (…) In dem anthroposophischen Aufsatz „J. Robert Oppenheimer – Naturwissenschaft und Sünde im zwanzigsten Jahrhundert“ heißt es, „dass die Elektrizität eine Naturkraft ist, die gleichzeitig moralische Qualität hat, nämlich die des objektiv Bösen, außerhalb der subjektiven Normen der Ethik. Ganz neue Begriffe sind da zu erobern … Es ist doch gar nicht denkbar, dass die Menschen, die fortwährend mit dieser Kraft umgehen, die im Vergleich zur Atomkraft ja noch harmlos ist, nicht in ihrer menschlichen Substanz affiziert werden von den antimoralischen Kräften des Bösen, die damit zusammenhängen.“ (…)“

  • #25
    J. Luiten

    Wie damals die alte Kräfte der Kirche Gallileo Gallileis Auffassung des Heliozentrismus nicht erkannten, so sind jetzt neo-reaktionäre Kräfte da die die Anthroposophie nicht erkennen und vernichten wollen, die festhalten an materialistischen Dogmen. Während dieses Leben hat Andreas Lichte gewählt ein Gegner der Anthroposophie zu sein im Dienste dieser alten Kräften, die Entwicklung der Geschellschaft hemmend.
    Ja, Menschen schick ihre Kinder in die stink-normale Staatsschule wie immer. Es hat uns zwei Weltkriege und Hitlertum geliefert.

  • #26
    Arnold Voss

    Herr Luiten, wenn es einen Grund gibt Waldorfschulen nicht zu besuchen bzw. seine Kinder vor dieser Art von geistiger Verwirrung zu schützen, dann ist er selten so klar und anschaulich formuliert worden wie in ihrem Kommentar.

  • #27
    Bettina Ruloff

    @ Andreas Lichte
    Schöne Idee auf der Werbeveranstaltung einer Schule aufzutauchen, ohne Humor hält man diese Verblödung auch ncht aus. Ich kenne auch einige dieser sogenannten Informationsveranstaltungen , bei denen nur die „richtigen“ Fragen erlaubt sind.
    Ich würde mir wünschen, daß die Waldorfschulen die Eltern wirklich informiert und nicht nur die schmackhaften, schön aussehenden Häppchen serviert. Wenn man sein Gehirn ausschaltet oder Anthroposoph ist kann man es auf einer anthroposophischen Schule (nennen wir das Kind doch mal beim Namen) durchaus aushalten, wahrscheinlich auch Abitur machen und studieren. Wenn die Waldorfschulen nur Kinder aufnehmen würden, deren Eltern Anthroposophen sind würde wohl nicht genug Geld fliessen. Deshalb ist die Waldorfschule für jeden offen. Von mir aus sollen die Waldorfschulen bestehen, aber offen mit ihrer Weltanschauung umgehen und den, vom staatlichen Schulsystem frustrierten, Eltern keine Mogelpackung verkaufen. Eltern die ihre Kinder auf eine anthroposophische Schule schicken werden sich einem Dogma unterwerfen müsse. Das zum Thema Freiheit.

  • #28
    Joy

    Genau Herr Voss!

    Man schaue sich nur diese degenerierten Kids an.

    http://www.youtube.com/watch?v=UGUdZhCWUPI&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=nn5U0AJ6SGA&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=UGUdZhCWUPI&feature=related

    Das gehört doch wirklich verboten und ist volksverdummend! .-))

    Alles was man nicht versteht zu verteufeln, dass zeigt welch Geistes Kind man ist. Gell?

  • #29
    Andreas Lichte

    @ Arnold Voss

    Habe ich schon gesagt, dass der einzige längere, kritische TV-Beitrag zur Waldorfschule aus dem Verkehr gezogen wurde?

    Die 45-minütige Dokumentation des SWR ?Wie gut sind Waldorfschulen?? von Dietrich Krauß ist bei YouTube gelöscht worden.

    Der SWR hat kein Interesse an dieser Zensur. Ich habe den Autor, Dietrich Krauß, informiert, er schreibt mir:

    ?? inzwischen kooperiert der SWR offiziell mit YouTube, es gibt ja einen ARD YouTube channel ??

    Das SWR-Video war unter anderem bei den Ruhrbaronen verlinkt, hier:

    „Wie gut sind Waldorfschulen? – Eine Antwort einer Mutter aus dem Ruhrgebiet auf die gleichnamige TV-Dokumentation des SWR.“

    http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/

  • #30
    Arnold Voss

    Joy, sie wiederholen sich! Oder soll ich Michael schreiben? Das mögen wir hier nämlich wirklich nicht, wenn hier jemand unter zwei Decknamen schreibt.

  • #31
    Joy

    @ Andreas Lichte

    Möchten Sie auch erzählen, warum diese kritischen TV Beiträge aus dem Verkehr gezogen wurden?
    Ich nehme an, da hat sich jemand der sich gegen einen zum Beispiel unwahren Inhalt gewährt oder sich dagegen gewehrt, indirekt mit Rassisten gleichgestellt zu werden…. und dem wurde auch noch Recht gegeben, böser Rechtsstaat!!!
    Dann wendet man sich auch schon mal gerne an oder kooperiert mittlerweile mit YouTube, wo jeder anonym schreiben kann, was er will, ohne Zensur (Sie verwechseln hierbei Zensur mit legitimer Gegenwehr gegen falsche Berichterstattung).

    Es ist doch auch gar nicht so schwierig: Sicherlich kann man darüber diskutieren, wie gut (im Sinne der Pisa- Studie vielleicht) Waldorfschulen wirklich sind. Aber die Art und Weise mit der sie Anthroposophie als das rassistische Lehre abtun wollen, das geht meines Erachtens in Richtung Demagogie!
    Sie führen einen persönlichen Rachefeldzug! … Und Sie wollen Recht haben. Da könnten 1000 Waldorfschüler vor ihnen stehen und sagen: „Wir sind zufrieden und glücklich in unserer Schule.“
    derSie würden das so interpretieren, diesen Menschen sei jegliche Kritikfähigkeit genommen worden ist. Ihnen geht es nicht um das Ziel einer Pädagogik, den freien Menschen, Ihnen geht es darum, dass sie Recht haben.
    Sie geben an, einen Dialog zu betreiben. Hier ein Beispiel dazu, was Sie unter Dialog verstehen:

    http://www.waldorf.net/html/aktuell/humboldt/index.html

    Ich bin durch Zufall am vergangenen Freitag auf ihre Beiträge gestoßen. Ich bin weder ein Mitglied der anthroposophischen Gesellschaft, noch war ich Waldorfschüler, noch bin ich bei den Anthroposophen angestellt aber ich weiss ein klein wenig über Kommunikationstechniken.
    Was sie hier betreiben ist destruktiv und unterste Schublade.

    Waren sie schon einmal bei einem Klassenspiel der achten Klasse einer Waldorfschule? Ich war letztmalig Anfang 2009 bei einer Aufführung nach Henning Mankel, der Chronist der Winde (spielt in Afrika). -Kann ich nur empfehlen!
    Haben sie sich die Liebeserklärung angehört, auf einem der YouTube Videos? Was sagen Sie denn dazu?

    Aber ich nehme an, das sind „Perlen vor die Säue“.
    In diesem Sinne nehme ich mir einfach heraus, ihnen hin und wieder den demagogischem Unsinn, welchen sie zum Teil hier von sich geben, noch einmal unter die Nase zu reiben. Allerdings, allzu viel Zeit werde ich damit nicht vertun.

    MfG

    Joy

    PS: ich habe gerade gesehen: 484.000 Einträge bei Google unter Anthroposophie. Wenn man alle Menschen, die mit der Anthroposophie zu tun haben als potentielle Rassisten sieht, da muss man es wirklich mit der Angst zu tun bekommen! Andreas Lichte ….. hingegen, habe ich im verschwindend geringen Maße finden können.
    Googeln Sie doch mal unter Joy!

  • #32
    Joy

    @Arnold Voss

    Warum denn das? Warum mögen „wir“ das überhaupt nicht?

    Aber Sie dürfen mich gerne Michael nennen, Joy ist eher mein derzeitiger Gemütszustand.

    Michael

  • #33
    Andreas Lichte

    Hier die Veranstaltung, auf die „Joy“ aka „Michael“ aka „…“ unbedingt hinweisen wollte:

    http://www2.hu-berlin.de/gkgeschlecht/anthro.php

    „Anthroposophie – kritische Reflexionen

    Tagung der Humboldt-Universität zum Thema Anthroposophie und Waldorfpädagogik“

    Referenten: Dr. Jan Badewien; Prof. Dr. Hartmut Zinser; Prof. Dr. Joachim Ringleben; Jana Husmann-Kastein; Andreas Lichte

  • #34
    Andreas Lichte

    Warum der kritische TV-Beitrag des SWR „Betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?“ bei YouTube gelöscht wurde, entzieht sich – noch – meiner Kenntnis. Fest steht: Der SWR hatte daran kein Interesse.

    „Betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?“ wurde mehrmals im Fernsehen gezeigt und von Prof. Dr. Wolfgang Schwark, Rektor der Pädagogischen Hochschule Freiburg, gelobt:

    http://www.lehrerverband.de/waldorfrez.htm

  • #35
    Gertrud Kiefer-Volkert

    Die einzelnen Fächer der Waldorfschule mit ihren spezifischen Auffassungen durchzugehen, ist durchaus sinnvoll, hier wird noch einiges aufgedeckt werden und man kommt echt ins Staunen. Noch viel mehr wird man jedoch staunen, untersucht man die Grundvorstellungen der Waldorfpädagogik des Kindergartenbereichs. Da gibt es keine Fächer, da gibt es z.B. keinen (konfessionellen) Religionsunterricht, alles i s t Religionsunterricht, alles i s t anthroposophisch geprägt. Und es werden hier vor allem Rudolf Steiners zentrale Auffassungen von der Natur und den damit verbundenen Geistwesen intensiv bearbeitet – und zwar so, dass es nach außen keiner merkt.
    Feen und Elfen, Zwerge und Gnome, Sylphen und Salamander, Undinen und wie sie noch alle heissen, sind schliesslich nicht für jeden erkennbar. Dazu bedarf es angeblich der besonders hergestellten (und störanfälligen) Athmosphäre des Waldorfkindergartens mit seinen Naturmaterialien, seinen Pflanzenfarben usw., mit denen die rechten ätherischen Qualitäten geschaffen werden.
    Gefühlsduselige Naturschwärmerei, die einem aufgeklärten Menschen
    auf die Nerven geht.
    Kinder in eine solche Weltanschauung einzuführen und ihnen zugleich kindgerechte Bildung (inclusive aufgeklärter religiöser Erziehung) vorzuenthalten, halte ich für unverantwortlich. Meine Kinder habe ich da rausgeholt und ihnen und uns damit die Psychiatrie erspart, da bin ich mir ziemlich sicher.

  • #36
    Michael

    Jetzt wird mir doch langsam klar, wo ich mich hier befinde:
    @ G. Kiefer – Volkert

    sie wollen aufgeklärten religiösen Erziehungsunterricht im Vorschulalter….

    So So

    Klasse , die Erretterin vor der Psychiatrie… alles klar
    Super Beitrag und so sachlich!

    Finden sie nicht auch @ A. Voss? überhaupt keine indirekten Unterstellungen zwischen den Zeilen.

    Machen Sie es mal gut –
    Dummheit ist doch auch gut, um daran zu lernen.

    Ich habe gerade daran gelernt. Aufgeklärter Religionsunterricht im Vorschulalter am besten noch mit einer Analyse der Evidenzerlebnisse Menschen, verschiedener Religions- und Weltanschauungsgruppierungen.
    Ach, was sind wir modern und aufgeklärt!

    … und dann der Erwerb von Medienkompetenz im Alte von 7 Jahren direkt am PC, oder wie?

    Man, man, man wie dumm muss man sein!

    Mit besten Grüßen!

    Michael

  • #37
    Zaphod Dunkel

    „Was du wohl im Internet gefunden hast ? ist doch alles fest in Anthroposophen-Hand, z.B. wikipedia, eine einzige anthroposophische Manipulation“ – der Lichte-Zirkus ist mal wieder auf Tournee und stellt seinen Verschwörungswahn zur Schau…

  • #38
    Andreas Lichte

    Anthroposophen sind so dumm, sich damit zu brüsten, wikipedia zu gestalten. „Sune“ (Sune Nordwall) schreibt in der anthroposophischen „Rudolf Steiner Liste“ (RSL):

    http://www.equisetum.de/rudolf-steiner/archiv/0709/msg00015.html

    ?Ich lese nur RSL inzwischen. Die letzte 12 Monate war ich hauptsächlich mit d editieren d Artikeln über Steiner, Anthroposophie und Waldorfpädagogik auf d englische Wikipedia beschäftigt, als Thebee.

    Sune?

    Im Italienischen wikipedia manipulieren Anthroposophen den Eintrag zum bedeutendsten Italienischen Anthroposophen Massimo Scaligero. Scaligero ist Faschist, Rassist und Antisemit: Er wird von Anthroposophen zu einem Widerstandskämpfer gemacht.

    Was das deutsche wikipedia angeht: Da hab ich mal mitdiskutiert …

  • #39
    Arnold Voss

    @ Joy (32)

    Weil dialogische Kommunikation ein eindeutiges und identisch bleibendes Gegenüber braucht.Egal in welchem Gemütszustand sich dieses Gegenüber gerade befindet.Versteckspielen sollten sie, wenn sie es denn unbedingt nötig haben,woanders.

    Ach ja .. die größte Form der Dummheit besteht darin, aller anderen außer sich selbst für dumm zu halten.

  • #40
    Arnold Voß

    @ Joy (31)

    „Ich bin weder ein Mitglied der anthroposophischen Gesellschaft, noch war ich Waldorfschüler, noch bin ich bei den Anthroposophen angestellt aber ….“

    Joy, Michael oder wer auch immer, solche Angaben bringen hier gar nichts, da wir sie nicht auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen können. Das ist der Nachteil des anonymen Schreibens.

  • Pingback: De steinerschool informeert « Steinerscholen.com

  • #42
    Gertrud Kiefer-Volkert

    An Michael,

    als beidseitig (Lehramtsausbildung und Waldorflehrerausbildung) und mehrfache Mutter usw. glaube ich, dass ich mehr Kompetenz habe als Sie und ich meine, was ich schreibe. Dass ich dennoch auf ihren unsachlichen Beitrag antworte, verdanken Sie meiner Großzügigkeit.
    Und aus der Waldorfschule habe ich unsere Älteste auch rausgeholt und das war ihre Rettung!
    Richtig, mit siebenjährigen beschäftige ich mich durchaus auch mal am Computer, ich spiele auch Schach mit ihnen, male und koche und bastele und philosophiere, spiele Rollenspiele usw. Es macht mir Spaß, mich mit Kindern zu beschäftigen.
    Was für ein Fach vertreten Sie? Wie stehen Sie zur Waldorfpädagogik? Ich habe selber an einer Waldorfschule unterrichtet, sogar Goethesche Naturwissenschaft in der Oberstufe. Die Elternschaft dieser Schule hat sich darüber so zerstritten, dass es deswegen vielleicht Tote gab.
    Ich setze mich gerne mit Ihnen auseinander, aber sachlich bitte!!!

  • #43
    wuerstelstand

    Die 45-minütige Dokumentation des SWR ?Wie gut sind Waldorfschulen?? konnte ich eben bei YouTube aufrufen. Scheint wieder online zu sein.

  • #44
    wuerstelstand

    Wikipedia

    Bitte beteiligt euch ALLE an der Diskussion und der Gestaltung der relevanten Artikel dort. Ich denke nicht dass sie derzeit allzu einseitig sind, aber je mehr kritische Geister hier mitgestalten, desto kritischer wird auch die Seite. Was dabei zu beachten ist (sonst geht der Schuss nach hinen los):
    – Keine Theoriefindung
    – reputable Quellen (was sicher oft ein Problem ist..)

  • #45
    Andreas Lichte

    @ wuerstelstand

    Die 45-minütige Dokumentation des SWR ?Wie gut sind Waldorfschulen?? ist neu ins Netz gestellt worden. Sie wurde bereits 2x gelöscht, obwohl die Dokumentation juristisch einwandfrei ist und mehrmals im Fernsehen gezeigt wurde.

    Vor der letzten Löschung hatte die Dokumentation weit über 20.000 Zugriffe und Kommentare ohne Ende. Alle links, die gesetzt wurden, sind jetzt natürlich nicht mehr aktiv.

  • #46
    Andreas Lichte

    @ wuerstelstand

    zu wikipedia: der Eintrag zur Waldorfschule ist einseitig.

    Ich habe selber bei wikipedia mitdiskutiert, bis ich aufgegeben habe: im Laufe der Zeit wurden meine Beiträge so oft verändert, dass ich sie erst gar nicht mehr wiedererkannte, bis sie schliesslich ganz verschwunden waren.

    Nur EIN Beispiel: ich habe aus dem Buch von Aiga Stapf, unten, zitiert, das feststellt, dass Waldorfschulen für Hochbegabte „besonders ungeeignet“ sind (vergleiche meinen Artikel, „Wunderkind Mozart“). Findest du davon noch etwas im wikipedia Eintrag?

    Aiga Stapf, ?Hochbegabte Kinder?, C.H.Beck, 2006. Zitat, S. 230ff:

    ?Waldorfschulen

    Nicht alle privaten, besonderen Schulen sind für Hochbegabte geeignet. Eltern, die das Beste für Ihre Kinder wünschen, wählen in einigen Fällen eine Waldorfschule, die ihnen eine individuelle Förderung aller Begabungen zu bieten verspricht.

    Betrachtet man jedoch die auf der anthroposophischen Lehre R. Steiners beruhende pädagogische Praxis der Waldorfschulen (und Kindergärten) unvoreingenommen und kritisch,43 so wird augenfällig, warum Waldorfschulen für die meisten intellektuell hochbegabten Schüler eine besonders ungeeignete Schulform sind (Feger 2000).

    Da Hochbegabte ideologisch bedingte geistige Einengungen ablehnen, und um diese handelt es sich bei der Anthroposophie, leiden Hochbegabte Vorschulkinder auch in Waldorfkindergärten.

    Die Grundvorstellungen der Anthroposophie bestimmen den Schulalltag, wie z.B. Annahmen über die «Reinkarnation», über das vorgeburtliche Leben, das sich in einer «karmakonformen» Erziehung wiederfindet (Prange 1985). Aufgrund unausgegorener, wissenschaftlich nicht haltbarer Vorstellungen von einer Temperamentslehre, werden Kinder in vier Typen «kategorisiert». Vorstellungen über einen «Siebenjahresrhythmus» der menschlichen Entwicklung führen u.a. dazu, dass in den ersten sieben Lebensjahren Kindern keinerlei geistige Anregungen geboten werden, da Kinder nach Steiner von einer «Astralhülle» umgeben sind, durch die bestimmte Eindrücke nicht hindurchkommen.44

    Die Ablehnung intellektuell-abstrakter Beschäftigungen sowie technischer Geräte (u.a. Computer) und vorgefertigter Spielzeuge45 zieht sich weiter durch die ersten Schuljahre: Es gibt in den ersten Klassen keine Schulbücher, spielerische Beschäftigungen herrschen vor, das «Lernen» von Fremdsprachen beschränkt sich nach unseren Erfahrungen in den ersten Klassen weitgehend auf Lieder und Gedichte. Lesen, schon gar vor Schuleintritt, ist verpönt, und wird in einigen Schulen erst nach dem zweiten Schuljahr unterrichtet. Dabei sind die ersten Klassen mit nicht selten ca. 40 Kindern recht groß, was bei den nicht unerheblichen Kosten (Schulgeld und Elternaktivitäten) erstaunt. Das pädagogische Argument, die Kinder würden sich gegenseitig erziehen und positiv beeinflussen, konnten die bei uns untersuchten Kinder nicht bestätigen: waren sie schüchtern, sensibel gingen sie einfach «unter».

    Eine individuelle Förderung «vor allem für den intellektuellen Bereich» wird in Waldorfinstitutionen «ausdrücklich abgelehnt» (Feger und Prado 1989, S. 221). Die daraus resultierende starke kognitive Unterforderung, die Ablehnung u. a. ihrer Bedürfnisse nach Wissen (auch aus Büchern) führte bei einigen der uns vorgestellten hochbegabten Waldorfschüler zu hoher motorischer Unruhe, zu Spannungen (auch zwischen Kind und Eltern) sowie aggressivem Verhalten, das nach dem Wechsel auf eine staatliche Schule verschwand, als sie «endlich Bücher lesen durften». Allerdings ist ein später Wechsel (nach der dritten Klasse) nicht immer leicht zu bewerkstelligen, da eine Reihe von akademischen Fertigkeiten nachzuholen ist, was in der Regel für Hochbegabte jedoch kein Problem bedeutet.

    Gerade weil immer wieder Stimmen laut werden, die eine (Ziffern-)Benotung in den Grundschulen völlig abschaffen wollen, sei auf bei Berichtszeugnissen auftretende praktische Schwierigkeiten hingewiesen. Sie erfordern bei Lehrkräften, die von «Musterzeugnissen» abweichend die Schüler individuell treffend charakterisieren wollen, einen erheblichen Arbeitsaufwand. Oft sind daher die Angaben sehr allgemein gehalten. Zahlreiche Zeugnisse von Erstkläßlern staatlicher Grundschulen über sehr unterschiedlich leistende Kinder, die uns vorliegen, sind sich zum Verwechseln ähnlich. Für Eltern besitzen sie keine große Aussagekraft, da die wahren Fähigkeiten und Fertigkeiten ihrer Kinder nicht geschildert wurden. Bei Waldorfschulen gibt es nur Berichtszeugnisse, in denen sich die genannten Grundvorstellungen widerspiegeln: In einem uns vorliegenden Zeugnis einer Waldorfschule wurde einem Erstkläßler «eine Chaotik der Seele» bescheinigt, was das betroffene Kind und seine Eltern als äußerst verletzend erlebten.

    Es sind auch nicht gerade die schwierigen Kinder, denen auf den Waldorfschulen geholfen wird. Eltern berichteten wiederholt, dass Kinder vom Waldorfkindergarten und der Waldorfschule abgelehnt wurden. Die Kinder mussten u. a. bei dem Aufnahmegespräch etwas malen: ein Sechsjähriger malte z.B. ein Haus ohne Tür, wozu er kommentierend auf Nachfrage der Waldorfpädagogin sagte: «Die Tür ist hinten.» Dies wurde von ihr als ein «Anzeichen» dafür gedeutet, dass das Kind seine Seele nicht öffnen will, sie lehnte die Aufnahme ab. Im nachhinein waren die Eltern froh über diese Ablehnung. (?)?

  • #47
    Philip

    Ich frage mich, ob die Strg-, C- und V-Tasten auf Herrn Lichtes Tastatur abgenutzter sind als die anderen.

  • #48
    Michael

    Hallo Frau Volker- Kiefert,

    Sie schrieben:

    „Gefühlsduselige Naturschwärmerei, die einem aufgeklärten Menschen
    auf die Nerven geht.
    Kinder in eine solche Weltanschauung einzuführen und ihnen zugleich kindgerechte Bildung (inclusive aufgeklärter religiöser Erziehung) vorzuenthalten, halte ich für unverantwortlich. Meine Kinder habe ich da rausgeholt und ihnen und uns damit die Psychiatrie erspart, da bin ich mir ziemlich sicher.“

    Das nennen Sie dann wohl sachlich und objektiv?

    Ich habe so die Idee, dass da wohl ein Anteil ihrer subjektiven Geschichte und Erfahrung ( z.B.im Kollegium? ) mit hineinspielt. Das ist auch weiter nicht schlimm, nur sollte man das nicht mit Objektivität oder Sachlichkiet verwechseln!

    Sie schrieben:
    …..glaube ich, dass ich mehr Kompetenz habe als Sie und ich meine, was ich schreibe.
    Dann will ich Ihnen mal nicht Ihren Glauben und Ihre Meinung nehmen. 🙂
    Dann brauchen wir nicht weiterreden und ich bin auch nicht weiterhin auf Ihre Großzügigkeit 🙂 angewiesen.

    Insgesamt habe ich den Eindruck ( sehr subjektiv, ist mir aber durchaus bewusst), dass Sie bestimmt eine gute und engagierte Mutter sind

    Gruß!

    Michael

  • #49
    Michael

    @ Philipp
    Ich frage mich, ob die Strg-, C- und V-Tasten auf Herrn Lichtes Tastatur abgenutzter sind als die anderen.
    ….
    ich strenge mich auch an mit Apfel a, Apfel c und Apfel v 🙂

    Die Herren Lichte und Voss reagieren im anderen blog nicht mehr, weil Sie wahrscheinlich schon ganz durcheinander sind vom “ Verstecktspielen“ ?

    hier ist ganz offiziell Stellung genommen worden, ganz öffentlich usw:

    Pressemitteilung der Landesarbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen Berlin-
    Brandenburg

    Rassismus, Gewalt, ideologische Stagnation? Waldorfschulen beziehen Position

    Pünktlich zum Sommerloch haben überregionale Zeitungen von ?Süddeutsche? bis
    ?SPIEGEL? und ?taz? ein neues, altes Schreckgespenst entdeckt ? die Anthroposophie und
    also auch die Waldorfschule. Offenbar, so unser Eindruck, liegt zwischen den Medien, der
    Öffentlichkeit und den Waldorfschulen kommunikationstechnisch manches im Argen. Mit
    dieser Pressemitteilung möchten wir zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen.

    Drei Vorwürfe sind es, die in regelmäßigen Abständen gegen uns erhoben werden. Sie betref-
    fen
    1. Äußerungen Rudolf Steiners, die als rassistisch klassifiziert werden;
    2. die Lehrerausbildung im Rahmen der Waldorflehrer-Seminare;
    3. die sogenannte elitäre Ausrichtung der Schulen und ihre innere ?Versteinerung?.

    Im folgenden möchten wir zu allen drei Punkten Stellung beziehen.

    1. Rudolf Steiner, der 1919 die Waldorfpädagogik begründet hat, hat ein voluminöses
    Gesamtwerk ? Texte, Vorträge, Monographien ? hinterlassen. Die Gesamtausgabe, die
    von der Steiner-Nachlassverwaltung in Dornach (Schweiz) herausgegeben wird, um-
    fasst derzeit an die 400 Bände. Innerhalb dieses Oeuvres gibt es einige wenige Passa-
    gen, die seit etwa zwanzig Jahren außerhalb anthroposophischer Kreise immer wieder
    unter Beschuss geraten. Es handelt sich dabei hauptsächlich um die Atlantis-Kapitel
    der ?Akasha-Chronik? (1904/05), einer metaphysischen Weltgeschichte, sowie um ei-
    nige Vorträge, vor allem diejenigen, die Rudolf Steiner in den 1920er Jahren vor Bau-
    arbeitern in Dornach gehalten hat. Grundsätzlich stellen wir fest, dass keine einzige
    der fraglichen Passagen Unterrichtsinhalt an einer Waldorfschule ist oder von Pädago-
    gen wie vermittelt auch immer an Schüler herangetragen wird. Insofern besteht unse-
    rerseits eigentlich keine Veranlassung, hier Position zu beziehen.
    Da jedoch immer wieder der Eindruck erweckt wird, Steiners gesamtes Werk und
    Weltbild sei von einem diffusen, mehr oder weniger latenten Rassismus infiziert, se-
    hen wir die Gefahr, dass sich allmählich eine Einschätzung verfestigt, die Rudolf Stei-
    ner und seinem pädagogischen Erbe schadet und Unrecht tut ? der Anthroposophie-
    Gründer firmiert als verkappter Rassist und die Schulen werden als Stätten subtiler In-
    doktrination gegeißelt. Die Strategie unserer Kritiker ist verhältnismäßig einfach: Die
    fragwürdigen Zitate werden aus dem Zusammenhang gerissen und erscheinen dann in
    der Tat häufig skandalös. Unsere Bitte, den Kontext zu wahren, verhallt regelmäßig
    ungehört. Zweifellos, das müssen wir inzwischen einräumen, ist es schwierig bis aus-
    sichtslos, die Komplexität Steinerscher Darlegungen auf einen kleinsten gemeinsamen
    Nenner, eine einfache ?Botschaft? herunter zu brechen. Steiners Referate bieten her-
    meneutische Spielräume, in denen das Rekonstruieren der eigentlichen, faktischen
    Aussage selbst zum interpretatorischen Akt wird, der wiederum zu Steiners Gunsten
    oder Ungunsten ausfallen kann. Mitunter finden sich, gerade in Vorträgen, prima vista
    widersprüchliche bis unvereinbare Aussagen. So scheint einer der am meisten ange-
    griffenen Vorträge über ?Farbe und Menschenrassen? (März 1923) dem heutigen Le-
    ser eine hierarchische Typologie der ?Menschenrassen? nahe zu legen, die freilich
    nichts anderes als gängige Klischees des beginnenden 20. Jahrhunderts abbildet ? der
    Neger als ?Triebmensch?, der Asiate als ?Traummensch?, der Europäer als ?Kopf-
    mensch?, der Amerikaner als ?Tatmensch?; im weiteren Verlauf aber erhebt Steiner
    hier die kosmopolitische Forderung, dass alle Menschen rund um den Globus einander
    helfen müssen, und zwar auf Augenhöhe und nicht etwa im Sinne eines Hegemonial-
    verhältnisses, was für seine Zeitgenossen im ausklingenden kolonialen Zeitalter harter
    Tobak war.
    Gleichwohl ? wer Steiners Schriften heute liest, hat die Katastrophen des 20. Jahrhun-
    derts, hat Auschwitz im Hinterkopf. Er wird über Sätze stolpern, deren Wortwahl und
    Inhalt er irritierend oder bedenklich findet. Der Begriff ?Rasse?, den Steiner mehrfach
    verwendet, ist vor allem durch das III. Reich vollkommen diskreditiert und hat auch
    im Rahmen der Humanwissenschaften als definitorische Kategorie ausgedient. Er ist
    heute ein geistesgeschichtliches Relikt des frühen 20. Jahrhunderts, das mit sozialdar-
    winistischen, eugenischen und sozialanthropologischen Paradigmen verknüpft bleibt.
    Unter diesem Aspekt lässt sich für die kritisierten Passagen festhalten, dass Rudolf
    Steiner sich hier begrifflich im Horizont seiner Zeit bewegt und essentialistische For-
    mulierungen wählt, die uns heute befremden mögen; zugleich aber blieben ihm völki-
    sche Stereotypen fremd und eine Abwertung von Individuen oder ganzen Ethnien, wie
    man sie heute in seinen Äußerungen wahrnehmen mag, lag nicht in seiner Absicht ?
    eine Einschätzung, die gerade auch die jüngst erschienene, nicht eben steinerfreundli-
    che Publikation von Helmut Zander über ?Anthroposophie in Deutschland? untermau-
    ert. Gleichwohl legen wir Wert auf die Feststellung, dass auch über die Frage der
    schieren Terminologie hinaus die Äußerungen unseres Gründervaters für uns nicht
    kommentarlos Gültigkeit besitzen. Dort, wo Rudolf Steiner im Gestus seiner Zeit die
    Unterschiede zwischen Völkern und Kulturen zu erklären versucht hat, sehen wir heu-
    te durchaus argumentative Vereinfachungen und Verallgemeinerungen, die wir nicht
    als unhinterfragbare Erkenntnisse betrachten können, sondern als historische Denkfi-
    guren problematisieren müssen. In den Unterricht aber ragen, um dies abschließend
    noch einmal zu betonen, diese Fragen niemals hinein. Für Rassismen jedweder Art ist
    an unseren Schulen kein Platz. Dies belegt nicht zuletzt die Studie des niedersächsi-
    schen Kriminologen Christian Pfeiffer, der gegen die Pressedarstellungen der jüngsten
    Zeit protestiert hat, die unsere Schulen als Horte subtiler Gewaltformen gebrandmarkt
    haben (vgl. die Internetseite des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersach-
    sen: http://www.kfn.de/home/Waldorfschulen.htm).

    2. Drei Seminaristen des Berliner Waldorflehrerseminars, die mit der Ausbildung un-
    glücklich und unzufrieden waren, haben in den vergangenen Monaten eine mediale
    Kampagne gegen unsere Ausbildungseinrichtung lanciert, die freilich dem Tenor nach
    geeignet ist, die Schulen selbst in Verruf zu bringen. Am Lehrerseminar, so der haupt-
    sächliche Vorwurf, werde ausschließlich Rudolf Steiners Werk rezipiert ? und das oh-
    ne jede Kritik; das Institut bestehe aus buchstäblich ?versteinerten? Anthroposophen,
    die weder Einwände duldeten noch an einer sachlichen Auseinandersetzung mit den
    Studenten interessiert seien.
    Mit Ausnahme des Deutschlandradios hat sich erstaunlicherweise keiner der beteilig-
    ten Journalisten um eine abgleichende Recherche bemüht. Weder wurde das angegrif-
    fene Lehrerseminar noch die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) als Dachorganisation
    oder deren Sprecher angesprochen, von den attackierten Ausbildungsleitern ganz zu
    schweigen. Wie auch immer ? grundsätzlich stellen wir fest, dass Waldorflehrer, so-
    fern sie wissenschaftliche Fächer unterrichten, eine entsprechende Ausbildung mit-
    bringen müssen, ehe sie das Waldorflehrerseminar durchlaufen. Dieses Seminar macht
    sie mit den Grundlagen und Spezifika der Waldorfpädagogik ebenso wie mit einigen
    Basistexten der Anthroposophie vertraut, die um die Entwicklung des Menschen krei-
    sen. Dabei wird auf eine eigenständige Auseinandersetzung mit den dargebotenen Ma-
    terialien allergrößter Wert gelegt. Nicht das faktische, rein äußerliche Verstehen ist
    hier entscheidend, sondern die Ausbildung einer inneren Haltung sich selbst wie den
    späteren Schülern gegenüber. Nach unserer Auffassung entspricht dieser Prozess der
    Selbsterziehung dem hohen Maß an Verantwortung, das Lehrer in ihrem Berufsalltag
    erwartet. ?Das Kind in Ehrfurcht aufnehmen, in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen?
    ? diese Maxime Rudolf Steiners ist die Leitlinie der Waldorfpädagogik und unserer
    Ausbildung. Die Seminaristen sollen ihren Schülern später ein selbstverantwortliches,
    freiheitliches und eigenständiges Handeln aus innerer Erkenntnis ermöglichen. Eine
    anthroposophische Ausrichtung der Studenten ist daher weder Voraussetzung noch
    Ziel des Seminars; grundsätzlich ist es in die Freiheit jedes einzelnen Lehrers gestellt,
    inwieweit er sich mit der Weltanschauung Rudolf Steiners identifiziert; aus unserer
    Sicht ist es zwar erstrebenswert, dass er die anthroposophische Grundlage der Pädago-
    gik anerkennt, in jedem Fall aber sollte er sich aufgeschlossen und produktiv mit ihr
    auseinandersetzen. Die Schulen arbeiten mit den pädagogischen Instrumenten, die
    Rudolf Steiner umrissen hat. Freilich sind diese Instrumente wie die Ausbildung ins-
    gesamt in ständiger Bewegung ? anders wären die Schulen nicht ein ganzes Jahrhun-
    dert lang an Größe und Zahl gewachsen. (Für weitergehende Informationen vgl.
    www.lehrer-seminar-berlin.de/waldorfp/www-infoheft.pdf).

    3. Eines der hartnäckigsten Klischees über die Waldorfschule, das auch in diesem Som-
    mer wiederbelebt wurde, ist ihre angeblich elitäre Struktur. Nur reicher Leute Kind,
    heißt es, sei auf diesen Schulen unterwegs. Tatsächlich stehen die Waldorfschulen be-
    güterten wie finanzschwachen Elternhäusern gleichermaßen offen; das Schulgeld staf-
    felt sich in der Regel nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Elternhäuser.
    Dementsprechend ? und dies ist auch erklärtermaßen unsere Absicht ? spiegeln die
    Klassengemeinschaften zumeist die ganze Bandbreite der Gesellschaft. Die einzige
    Gruppe, die an unseren Schulen tatsächlich im Vergleich zur Gesamtbevölkerung un-
    terrepräsentiert ist, sind Familien mit Migrationshintergrund. Dieser Umstand erklärt
    sich aber nicht aus einer diffusen Abschottung unsererseits, sondern vermutlich aus
    der Tatsache, dass diese Familien seltener den Weg zu uns oder möglicherweise weni-
    ger Anknüpfungspunkte an unsere Pädagogik finden.
    Für unsere tägliche Arbeit jedenfalls gilt: Das einzelne Kind und die Klassengemein-
    schaft als Ganzes stehen im Mittelpunkt aller unserer Überlegungen, und zwar von
    den ersten Aufnahmegesprächen vor Schulbeginn (die grundsätzlich mit allen Interes-
    senten geführt werden) bis hinauf zum Schulabschluss. Dementsprechend ist ? wider
    alle Unkenrufe der ?Versteinerung? ? unsere Pädagogik in stetigem Fluss, in einer
    permanenten Fort- und Weiterentwicklung begriffen. Auch an dieser Stelle sei noch
    einmal betont: Es wäre den Waldorfschulen nicht gelungen, an die einhundert Jahre zu
    überdauern und sich in fast alle Kulturen rund um den Globus auszubreiten, hätten sie
    sich nicht aus sich selbst heraus ständig erneuert und reformiert und dabei seismogra-
    phisch auf die Veränderungen und Verschiedenheiten der Welt reagiert. Dass solche
    Prozesse ohne innere Auseinandersetzungen nicht gelingen, dass Stagnation und Fort-
    schritt einander fortlaufend ablösen, liegt auf der Hand. Gleichwohl wird heute nie-
    mand mehr, der es ernst meint mit der Waldorfpädagogik, auf schlichtweg ?versteiner-
    te? Gesprächspartner treffen, die Rudolf Steiner als eine Art Säulen-Heiligen verehren
    und seine Texte als sakrosanktes Dogma behandeln.

    Wir freuen uns über alle interessierten Nachfragen und hoffen auf eine Versachlichung der
    Debatte jenseits aller Polemik.

    Friedrich Ohlendorf (für die Rudolf Steiner Schule Berlin-Dahlem)
    Dr. Detlef Hardorp (für die Landesarbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen Berlin-
    Brandenburg)

    Kontakt: Tel. (Rudolf Steiner Schule Berlin-Dahlem)
    Tel. (Bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen Berlin-Brandenburg)
    oder dh@waldorf.net

  • #50
    Michael

    Hallo A. Voss,

    Sie schrieben:
    Joy, Michael oder wer auch immer, solche Angaben bringen hier gar nichts, da wir sie nicht auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen können. Das ist der Nachteil des anonymen Schreibens.

    Nun ist es mir schnurzpiepegal, ob sie hier was überprüfen wollen. Sie haben sich ja hier besonders als Verfechter von „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ hervorgetan und würden ja gern alle Waldorfschulen schließen, in dem sie Ihnen die finanziellen Mittel streichen, wenn sie nur könnten . Das zeigt doch sehr viel von ihrem modernen, liberalen Wesen besonders Andersdenkenden gegenüber.
    Was bilden Sie und A. Lichte sich denn hier ein, über Andersdenkende zu Gericht sitzen zu können.
    Sie können gar nichts. Bei solchen Gelegenheiten fdenkee ich: Da hat doch Machiavelli sogar seine Berechtigung.

    Da war der Freiherr vom Stein doch wirklich ein avantgardistischer Denker:

    „Zutrauen veredelt den Menschen, ewige Vormundschaft hemmt sein Reifen.“

    @ A. Lichte & Voss

    hier spielt die Musik…..

    es wird gerade in mehreren Bundesländern über mehr Geld für die Waldorfschulen verhandelt…

    🙂

  • #51
    Arnold Voß

    Michael oder wer auch immer, können wir die Propagandanummer jetzt hier schließen. Wir sind ganz viele und deswegen haben wir auch recht. Und die, die uns kritisieren, haben natürlich unrecht.

    Was bilden Sie sich ein, über Andersdenkende so zu Gericht sitzen zu können.

    Es ist mir schnurzpiepegal wieviele sie sind. Die Waldorfschule lebt einzig und allein davon, dass die staatlichen Schulen immer schlechter werden.

    Die Zukunft ist sie damit noch lange nicht. Erst recht nicht, wenn der Staat auch für diese Schule keine Fördergelder mehr hat. Sie werden es noch erleben.

    Sie hat aber auch keine Zukunft weil sie sich den sozialen Problemen dieser Welt nicht stellt. Und diese werden viel schneller größer und flächendeckender als die Zahl der Waldorfschulen es je sein werden.

  • #52
    Michael

    Hallöchen A.Voss,

    ich kann also jetzt schließen? AHA
    🙂

    Sie schrieben: „Die Waldorfschule lebt einzig und allein davon, dass die staatlichen Schulen immer schlechter werden.“
    Wenn es denn wahr wäre, was lernt uns das, verehrter A. Voss?

    Weiterhin schwadronierte A. Voss:
    „Die Zukunft ist sie damit noch lange nicht. Erst recht nicht, wenn der Staat auch für diese Schule keine Fördergelder mehr hat. Sie werden es noch erleben.“

    Jetzt hat er seine Wahrsagerkugel ausgepackt und droht mit der Arnoldsha-Chronik 🙂 nach dem Motto: Sie werden noch sehen, dass ich Recht habe. – A. Voss, ist Ihnen das nicht langsam peinlich?

    Abschließend bemerkt A.Voss:
    Sie hat aber auch keine Zukunft weil sie sich den sozialen Problemen dieser Welt nicht stellt. Und diese werden viel schneller größer und flächendeckender als die Zahl der Waldorfschulen es je sein werden.

    Sie, die Waldorfschulen, tun aber einen aktiven Teil dazu.
    Wenn Sie Ihren Anteil an der Lösung der größer werdenden sozialen…. Probleme auch beitragen würden, dann hätte man gemeinsam eine größere Chance, diese zweifellos wachsenden Probleme zu lösen – aber wieso werde ich das Gefühl ( subjektiv) nicht los, dass sie das nicht wollen?

    A. Voss, seit Monaten fordern Sie hier eine öffentliche Stellungnahme der Waldorfschulen gegen die absurden Rassismus- Vorwürfe. Hier liegt sie offen und sie wollen zum „Tagesklappern“ übergehen?
    Bitte gehen sie doch einmal auf die Stellungnahme ein.

    @ A. Lichte

    Haben Sie auch einmal mit dem Sektenbeauftragten ein wenig Evangelienarbeit gemacht?

    Hier mal eine kurze Passage aus dem neuen Testament:

    Als das Lamm das siebte Siegel öffnete, trat im Himmel Stille ein, etwas eine halbe Stunde lang. Und ich sah: Sieben Engel standen vor Gott; ihnen wurden sieben Posaunen gegeben. Und ein anderer Engel kam und trat mit einer goldenen Räucherpfanne an den Altar; ihm wurde viel Weihrauch gegeben, den er auf dem goldenen Altar vor dem Thron verbrennen sollte, um so die Gebete aller Heiligen vor Gott zu bringen. Aus der Hand des Engels stieg der Weihrauch mit den Gebeten der Heiligen zu Gott empor.
    Dann nahm der Engel die Räucherpfanne, füllte sie mit glühenden Kohlen, die er vom Altar nahm, und warf sie auf die Erde; da begann es zu donnern und zu dröhnen, zu blitzen und zu beben. Da machten sich die sieben Engel bereit, die sieben Posaunen zu blasen.
    Offenb. 8, 1-6

    Auf Ihre hochgeistige Antwort ( als ehemaliger Mitarbeiter des Sektenbeauftragten) bin ich doch sehr gespannt.

    Wir haben in NRW, Hamburg…. und auch in Berlin Regierungen, die sich alle dem Christentum verpflichtet fühlen ( CDU ), da kann man doch einmal auf das heilige Buch aller Christen eingehen und nachfragen, oder?

    Michael

  • #53
    Arnold Voß

    Oooh Gottotogott. Nun auch noch das neue Testament. Ich erstarre! Steiner, der liebe Gott und der ehrfürchtige Michael wer auch immer. Dazu noch ein paar Engel. Soviel Hokuspokus auf einmal. Das übetrifft jede Wahrsagerkugel, von denen ich tonnenweise in meinem Keller gelagert habe. Na dann mal los, Michael wer auch immer, mit der Lösung der Weltprobleme.

    Ich sehe schon, wie die Waldorfschüler allein dank ihrer Aura die Mächtigen und Gierigen dieser Welt erstarren lassen. Wie ihr profundes Geschichtswissen und ihr fester Glaube an die Steinersche Heilslehre den Klimawandel urplötzlich zum stehen bringt. Wie sie die Tausend Trillionen von Schulden einfach wegdenken.

    Michael wer auch immer, wie ist es möglich, dass ein intelligenter Mensch wie sie so dämlich sein kann? Wie ist es möglich, dass so wenig Sachkenntnis ihren zweifellos felsenfesten Glauben trübt?

    Das Christentum hat in der Geschichte nicht die geringste Fähigkeit zu Lösung der Weltprobleme gezeigt. Überhaupt keine Religion dieser Welt hat das bisher fertiggebracht. Ganz im Gegenteil.

    Und jetzt bitte nicht wieder irgendeine offizielle Stellungnahme, eine Website oder eine Seminarempfehlung. Und auch keine 1000seitigen Fibeln und Bekenntnissschreiben aus vergangenen Zeiten. Auch nichts aus der Bibel, dem Koran oder der Thora.

    Und dass sie mich für dumm und ungläubig halten weiß ich schon. Und dass ich die Waldorfschulen abschaffen will, obwohl ich das nirgendwo gesagt oder geschrieben habe, weiß ich auch. Also was Neues bitte. Kann ruhig aus ihrem großem Vorurteilsreservoir sein.
    Aber vielleicht etwas weniger ausschweifend.

  • #54
    Andreas Lichte

    Im „Glossar“ zum Artikel schreibe ich: ?Jahrsiebtelehre?: Rudolf Steiners esoterische Einteilung der Individualentwicklung des Menschen in Abschnitte von 7 Jahren. Neben der ?Temperamentenlehre? der für die Praxis der Waldorfpädagogik folgenreichste Aspekt der esoterischen ?Menschenkunde? Rudolf Steiners.

    Zur ?Temperamentenlehre? gibt es eine interessante, kritische Materialsammlung von Ansgar Martins, Waldorfschüler:

    „Typen? Themen? TEMPERAMENTE! (Just another anthroposophical typology)“

    http://waldorfblog.wordpress.com/2009/12/15/typen-themen-temperamente-just-another-anthroposophical-typology/

  • #55
    Michael

    Hallo erstarrter Herr Voss,

    immer schön geschmeidig bleiben. Haben Sie eigentlich einen Vertrag mit Herrn Lichte, oder sind sie gar Herr Lichte selbst, das sie für Ihn antworten?

    Sie schrieben:
    „Dazu noch ein paar Engel. Soviel Hokuspokus auf einmal.“

    Vorsicht Herr Voss, oder wer auch immer 🙂 : der Sektenbeauftragte und A. Lichte sind nicht mehr fern. (Das War ein Zitat aus der Johannes- Apokalypse)

    Sie schrieben:
    „Ich sehe schon, wie die Waldorfschüler allein dank ihrer Aura die Mächtigen und Gierigen dieser Welt erstarren lassen. Wie ihr profundes Geschichtswissen und ihr fester Glaube an die Steinersche Heilslehre den Klimawandel urplötzlich zum stehen bringt. Wie sie die Tausend Trillionen von Schulden einfach wegdenken.“

    Sehen Sie Herr Voss, das ist die dummdreiste und bornierte Art, die mich leicht angefressen macht . Ich habe in dem anderen Blog mehrmals auf Initiativen hingewiesen, die konstruktiv an diesem Thema arbeiten, und das Ihnen auch bekannt. Aber zunächst einmal möchte ich Sie auf Ihren Denkfehler hinweisen: den Klimawandel urplötzlich zum Stehen bringt niemand. Das sind, wie wir alle in den Nachrichten verfolgen können, langjährige Prozesse. Aber meines Wissens wurde z.B durch Rudolf Steiner bereits circa 1920 eine neue Form der Landwirtschaft mitbegründet, die immer noch eine wichtige Rolle spielt und die nachhaltig und bekanntermaßen den Klimawandel entgegenwirkt, und das in einem nicht unerheblichen Maße. Natürlich gab es dann in den vierziger und fünfziger Jahren weitere Mitstreiter aus der Reformbewegung ( Reformhäuser). Und Ende der Siebzigerjahre kam dann Bioland dazu , wunderbar, es muss ja nicht alles anthroposophisch sein!
    Lange bevor die Finanzkrise ausbrach gab es da schon eine Bank mit Hauptsitz in Bochum, die immer ein wenig milde belächelt wurde, weil sie nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet war und nur nachhaltig arbeitende Projekte unterstützt hat. Ich habe sie auch auf dieser Bank hingewiesen, sie gehen darauf nicht ein. Googeln sie doch selbst!
    Sie schreiben weiter in den Blog mit dem reißerischen Namen: Die Waldorfschulen informieren und wenn dann die Waldorfschulen mal wirklich informieren , dann wollen sie nichts mehr davon wissen. – Merkwürdig! Statt sich zu freuen, von offizieller Seite eindeutig Abstand von Rassismus und ihren weiteren Vorwürfen genommen wird, ignorieren sie das einfach! So einfach geht das nicht.

    Also noch einmal, das sind Entwicklungen und Prozesse in denen wir uns befinden, und ich lasse mir von jemanden, der hier nicht einen einzigen konstruktiven Anreiz gibt, sondern sich nur dann durch auszeichnet, destruktiv und verneinend zu sein, nicht in die Nähe von Rassisten und unsozialen Eliten rücken. Herr Voss, bringen Sie doch bitte einmal! etwas Konstruktives!

    http://www.gls.de/unsere-angebote/geldanlagen.html

    Ach Entschuldigung, ich hatte ganz vergessen, Die stehen der “ Heilsehre “ Steiners sehr positiv gegenüber, um es vorsichtig auszudrücken.

    Nächstes Zitat von A. Voss:
    „Michael wer auch immer, wie ist es möglich, dass ein intelligenter Mensch wie sie so dämlich sein kann? Wie ist es möglich, dass so wenig Sachkenntnis ihren zweifellos felsenfesten Glauben trübt?“

    Ich wundere mich auch immer wieder 🙂
    Sehen Sie Herr Voss oder muss ich Herr Lichte sagen?, das ist ja alles relativ 🙂
    Fragen Sie doch einmal Angela Merkel, ob sie sich mit der speziellen Ernährung in der Vorbereitungsphase zum Marathon- Laufen auskennt oder ob sie etwas darüber weiß, wie man mit dementen Menschen umgeht oder Stephen Hawking, ob er weiss, wie man mit kleinen Kindern während des Zahnens umgeht.

    Also als Dummer befindet man sich immer in bester Gesellschaft. Schwierig wird es, wenn man sich lediglich als Seiender ohne Entwicklungsmöglichkeiten betrachtet.
    Von daher würde ich das an ihrer Stelle nicht so ernst nehmen, wenn ich sie einmal partiell als dumm bezeichne.
    Es s ist ja auch nicht umsonst, dass an den Waldorfschulen so ein großes Augenmerk auf Prozesse und Entwicklungen im Unterricht gelegt wird!

    Zitat A. Voss:
    „Das Christentum hat in der Geschichte nicht die geringste Fähigkeit zu Lösung der Weltprobleme gezeigt. Überhaupt keine Religion dieser Welt hat das bisher fertiggebracht. Ganz im Gegenteil.“
    Ich denke, das würde hier zu weit führen – ich weiß, glaube ich, was Sie meinen. Aber sie verwechseln da meines Erachtens (und sind sie mit Sicherheit nicht der einzige) Christentum oder Religion im Allgemeinen mit der Institution Kirche und was diese im Verlauf der Geschichte oftmals daraus gemacht hat.
    Da ich ja sowieso schon die ganze Zeit plaudere, hier noch eine kleine Anekdote am Rand: Ich bin selbstständig und habe in meinem Büro auf Honorarbasis einen Rentner angestellt, die man mit Fug und Recht als Alt-Kommunisten/ Sozialisten bezeichnen kann. Zitat: ich musst hier immer dem Besuch von Wolf Biermann nach Langenhorn zu Mutter Biermann fahren, oder Hans-Dieter Hüsch habe ich auch immer durch Hamburg bugsiert. – Ne bitte nicht!! Religion und Kommunismus- das geht irgendwie gar nicht.
    Wie gesagt, das war ja auch mehr an A. Lichte adressiert ….

    Resümee:
    Da bin wirklich froh, dass Sie die Waldorfschulen nicht abschaffen wollen – Das ist doch mal ein Wort!

    Und hier noch einmal ein Anliegen von mir:

    http://www.youtube.com/watch?v=tIOlKHQvlgM

    http://www.youtube.com/watch?v=PG-7J-k49eM

    oder auf dem roten Stuhl:

    http://www.youtube.com/watch?v=UXkuNDg_x-k

    Vielleicht kommt er doch immer was Konstruktives zu Stande hier!

    Michael

    Ankündigung: ich werde mich jetzt erst einmal zurückziehen und auch das ist mir überhaupt nicht peinlich.
    Weihnachtsgeschenke einkaufen und der ganze Stress,
    bin ja gespannt, wer jetzt nachtreten wird….
    🙂

  • #56
    Michael

    Moin Herr Lichte!

    Ausnahmen bestätigen die Regel und nicht wie sie uns weiss machen wollen: die Ausnahme ist die Regel

    🙂

    Herr, gebe Ihnen Hirn!

  • #57
    Andreas Lichte

    zu „Michael“, „Joy“, und all den anderen „Anonymen Anthroposophen“ hier ein Kommentar aus der Ferne.

    Das blog „Nachtwächter-Blah“ hatte auf den Ruhrbarone-Artikel hingewiesen:

    http://blah.tamagothi.de/2009/12/09/hihi-mal-auf-einer-informationsveranstaltung/

    „Bio 18:19 am 10. Dezember 2009 | #

    lustig sind ja auch die kommentare.
    man kann gut diese so genannte »sektenbildung« erkennen?..
    das ego, vielleicht eine kognitive dissharmonie, das den waldorf anhängern befiehlt in abwehrhaltung zu gehen und aus dieser heraus den autor selbst anzugreifen. sie fühlen sich und ihre anschauung angegriffen und verhindern so wohlmöglich ein echtes lernen. ein echtes lernen bedeutet aber auch, wenn es sein muss, seine eigene position zu verlassen, wenn sie falsch erscheint. dies erfolgt meist träge oder gar nicht (gewohnheitstier) und trägt somit auch zur verhärtung der positionen bei (…)“

  • #58
    Arnold Voß

    Michael wer auch immer, ersteinmal viel Spaß bei den Weihnachtseinkäufen.

    Und nun was Konstruktives: 99,99999.% der Schüler dieser Welt lernen außerhalb der Waldorfschulen. Auch dort soll es engagierte Lehrer, begabte Schüler und interessante Unterrichtskonzepte geben. Nicht zuletzt sind aus diesen Schulen 99,99999% der Menschen gekommen, die diese Welt in Gang halten.

    Um diese Schulen muss man sich also kümmern, wenn man die Welt verbessern will. Ihren Bedingungen muss man sich stellen, wenn man einen realistischen Weg aus den großen Desastern dieser Welt finden will.

    Da hilft leider keine Flucht in die Waldorfschule, ob sie jetzt zu den besseren oder schlechteren gehört. Dafür ist die Waldorfschule auch kein Vorbild und kann es aus ihrer beschränkten Weltsicht auch gar nicht sein.

    Im Gegenteil. Sie bildet jenseits ihrer geistigen Enge nichts anderes als ein pädgogisches Wolkenkuckuksheim für die, die da drauf dürfen respektive können.

    Dass die, die es auf diese Insel geschafft haben, sich diesen Ort natürlich mehrheitlich schön reden respektive ihren Nutzen davon haben,liegt in der Natur der Sache.

    Denen außerhalb hilft das allerdings sehr wenig. Erst recht nicht, wenn man den Dünkel und die Arroganz derer mitbekommt, die sich dort zusammen gefunden haben.

    Wenn diese Leute dann wenigstens bereit wären, nicht dafür auch noch das Geld derer einzuklagen, die da weder hinwollen noch können, ginge es ja noch.

    Aber das tun sie nicht. Im Gegenteil. Sie definieren sich jenseits jeder Empirie auch noch als Bildungselite um mit dieser penetranten Selbstüberschätzung noch mehr Steuergelder einzutreiben.

    Scheiß auf den Rest, steht zwischen den Zeilen ihrer Selbstbeweihräucherungsbroschüren,und wenn sie unter sich sind, dann sagen sie es auch dröhnend laut und schlagen sich dabei auf die Schenkel.

    Ansonsten sind sie verbal immer an der Spitze der ökologischen Bewegung (außer natürlich wenn sie mit dem Oberemittelklasseauto ihr Dinkelbrot heimfahren). Dabei hat deren Entstehen rein garnichts mit Steiner zu tun und die heutigen „Antros“ machen nur den kleinsten Teil ihrer Aktiven aus.

    Ach ja, und tun sie mir noch ein Gefallen. Statt dauernd über ihre Person und ihre Taten zu schreiben sagen sie doch einfach ihren richtigen Namen. Bei dem was sie so alles machen, und was ich ihnen sogar abnehme, müssen sie sich doch dafür auf keinen Fall schämen, oder?

    Und noch was. Ich habe nichts gegen Rituale und Hokuspokus. Die Mehrheit der Menschen liebt und braucht das. Ob in Form von handfester Religion oder luftiger Esoterik. Das kann sogar Spaß machen wenn man es nicht ganz so ernst nimmt.

    Das Problem ist nur, die meisten nehmen es ernst und sind ganz beleidigt, wenn man da nicht mitspielt. Und nicht nur das. Sie hassen einen dafür. Gänzlich toleranz- und lieblos werden sie dann. Auch Waldorfschüler und Lehrer und Eltern neigen nach meiner persönlichen Erfahrung dazu.

  • #59
    Jan Luiten

    Liebe Leser,
    Zuerst will ich um Entschuldigung bitten wegen mein Deutsch.
    Als nicht-Deutscher (Hollânder) möchte ich trotzdem an dieser Diskussion teilnehmen.
    Ich beschâftige mich seit 1981 mit der Anthroposophie. Kenne die Antro-szene kenne auch die Kritik die auf die Anthroposophie -aber vor allem auf die Antroposophen- ausgeübt wird.
    Im Laufe der vergangen Jahrzehnten hat sich eine Anthroposophische
    Subkultur entwickelt die auch ich -als Befûrworter der Anthroposophie-nicht für positiv halte. Der „Mainstream“ innerhalb dieser Subkultur ist bürgerlich, autoritätsglaubig, unpolitisch, eher konservativ und kritiklos gegenüber die Gesellschaft und der Kapitalismus.
    Die Schulung durch die Anthroposophie sollte eigentlich zu einer ganz anderen Haltung führen. Innerhalb (oder vielleicht mehr ausserhalb) der Anthroposophischen Subkultur gibt es auch Minderheitsströmungen die mit der Anthroposophie anders umgehen wollen. Sie haben schon Kritik auf den Kapitalismus und sind solidarisch mit den gesellschaftlich Schwächeren. Sie stehen aber auch kritisch die anthroposophische Subkultur gegenûber.
    Die Anthroposophie ist in seinem Kern eine geisteswissenschaftliche Methode (Erkenntnisweg). Eine Methode ist immer neutral. Die Ergebnisse die das Resultat sind der Forschung nach dieser Methode
    sind nicht als Glaubensdogmen zu nehmen. Sie bilden ein `body of knowledge` das immer verbessert, bestätigt oder falsiziert werden kann. Das gilt also auch für die Forschungen Steiners. Darum sind Steiners Erkenntnistheoretische Werke worin er die anthroposophische Methoden auseindersetzt die wichtigsten.
    Jetzt über die Waldorfschulen.
    Ursprünglich fortgekommen aus dem Impuls der Dreigliederung der sozialen Organismus. Sie sollten den Anfang bilden eines freies Geistesleben. So weit kam es leider nicht. Die Waldorfschulen sind momentan nicht frei. Nicht frei vom Staate, aber auch nicht frei innerhalb der eigenen Subkultur. Es ist also in den meisten Fällen einen Karikatur der Waldorfschule entstanden. Es ist einfach für Kritiker wie Andreas Lichte diese Karikatüre an zu greifen.

  • #60
    Michael

    Moin Herr Voss,

    Sie leben wie schon so oft davon, die Dinge verzerrt aus ihrer Sicht darzustellen. Gut- das tun wir alle hier.
    Aber erwarten Sie doch bitte nicht, dass man das hier so stehen lässt.

    Es geht doch gar nicht darum, auch wenn sie es noch so oft wiederholen, einen elitären Anspruch der Waldorfschulen durchzusetzen. Das unterstellen Sie hier!
    Schauen Sie sich doch einmal die Diskussion der vergangenen Monate an (mit den ständige Wiederholungen über Monate hinweg von A. Lichte) an.

    Da ist doch mal eine kleine Gegendarstellung über einige Tage doch nur wünschenswert, oder?. Das sie offizielle Stellungnahmen vom Inhalt her vollkommen ignorieren, spricht nicht gerade für ihre Ausgewogenheit. Auf einmal wird dann das Offizielle angeblich zur Selbstbeweihräucherung .
    Wenn man hier in Deutschland Aufsehen erregen will, dann muss man nur jemanden des versteckten Rassismus bezichtigen. Und das ist hier wiederholt geschehen.

    Sie haben sich ja jetzt zumindest zum Teil davon distanziert – sehr schön!

    Ich hoffe, sie werden sich auch zukünftig hier sofort zur Stelle melden, falls solche Vorwürfe (auch wenn nur unterschwellig) wieder laut werden!
    Das haben sie in der Vergangenheit oftmals tunlichst übersehen- also – „Wehret den Anfängen“!

    Leider habe ich nicht die Zeit dafür, Ihre Gedanken zu analysieren. Aber ich kann Ihnen versichern, jeder Philosophiestudent im zweiten Semester, der sich mit Logik befasst, hätte seine helle Freude an Ihnen. Und auch wenn Sie es jetzt wieder so auslegen und unterstellen wollen: Das hat nichts mit Hass zu tun.
    Ich hasse keine Menschen, bin selbstständig im sozialen und therapeutischen Bereich tätig und arbeitete sehr sehr gerne mit den verschiedensten „Disziplinen“ – zusammen und habe Anthroposophen größtenteils als angenehm in der Zusammenarbeit empfunden.

    Andreas Licht ist hier einmal von einem Interviewpartner aus der Familie Schily dem Sinn nach wie folgt angesprochen worden:
    Zitat:“ mein Bruder ist ein regelrechter Anthroposophenhasser, Sie, Herr Lichte, würden sich bestimmt vorzüglich mit ihm verstehen“
    Lichte hat sich nicht gegen diese Aussage gewehrt, er hat das Interview dann damit beendet: „Dann brauche ich sie ja nicht als Anthroposophen bezeichnen.“_ Das sagt dann doch schon einiges aus! Auf Herrn Lichte trifft ja auch, wie ich finde, folgender Spruch zu: Die Kritiker der Elche sind meistens selber welche. Da sollte sich Herr Lichte den Inhalt seiner Kritik anschauen.

    Ihre Aussage:
    „Das Problem ist nur, die meisten nehmen es ernst und sind ganz beleidigt, wenn man da nicht mitspielt. Und nicht nur das. Sie hassen einen dafür. Gänzlich toleranz- und lieblos werden sie dann.“

    halt ich doch für sehr gewagt.

    Sie haben ja dann Gott sei Dank noch einmal den Bogen bekommen. Zitat: „Auch Waldorfschüler und Lehrer und Eltern neigen nach meiner persönlichen Erfahrung dazu.“ – Gut, dann ist das Ihre persönliche Erfahrung – aber bestimmt nichts Objektives, weil meine persönliche Erfahrung ist eine ganz andere!

    Herr Voss, Sie. ich (wir) sind immer auch subjektiv!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Sehen Sie doch meine Beiträge einfach mal ganz locker als kleinen Gegenpol zu der nach meiner Ansicht einseitigen bisherigen Berichterstattung von Herrn Lichte. Schade, dass Herr Lichte an anderer Stelle nicht mit mir weiter in die Evangelien einsteigen wollte. Das wäre bestimmt sehr aufschlussreich geworden!!
    Auch die Mystik und Märchenwelt verschiedener Kulturen wäre noch ein schönes Thema.

    Arnold Voss , sehen Sie es doch einmal so, dass ich prinzipiell im World Wide Web vorsichtig mit meinen Daten bin, und nehmen sie es doch einfach als ein Geschenk an, dass sie mich mit Michael bei meinem Vornamen nennen dürfen.

    So, und nun seien Sie und Herr Lichte einmal ganz herzlich umarmt.
    Letztendlich fand ich die Auseinandersetzung mit ihnen für mich doch wichtig – Nichts für ungut!

    Zum Schluss einen kleinen Weihnachtsgruß ( ich bin mir ziemlich sicher, ohne anthroposophischen Inhalt ). Hoffentlich finden sie das Video nicht zu infantil. Ich finde es einfach: ganz nett gestaltet!

    http://www.clickpix.de/fun-tip/weihnachten/december-song.htm

    Alternativ:

    http://www.clickpix.de/fun-tip/weihnachten/weihnachtsmann-beweis.htm

  • #61
    Andreas Lichte

    @ Arnold Voß (zu Kommentar 60)

    Dass ich mich hier oft zu Wort melde, liegt daran, dass ich eine R I C H T I G S T E L L U N G nach der anderen schreibe.

    „Michael“ schreibt (Kommentar 60) : »Andreas Lichte ist H I E R einmal von einem Interviewpartner aus der Familie Schily dem Sinn nach wie folgt angesprochen worden: Zitat: ?mein Bruder ist ein regelrechter Anthroposophenhasser, Sie, Herr Lichte, würden sich bestimmt vorzüglich mit ihm verstehen?
    Lichte hat sich nicht gegen diese Aussage gewehrt, er hat das Interview dann damit beendet: ?Dann brauche ich sie ja nicht als Anthroposophen bezeichnen.?«

    „H I E R“ ist ? wenn man die Zitate bei google eingibt ? das blog „Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie“:

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2009/06/ich-bin-kein-anthroposoph.html

    „Ich bin kein Anthroposoph! – Interview mit Daniel Schily“

    Richtig ist: Ich bin nicht der Betreiber des blogs „Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie“. Ich habe kein – übrigens lesenswertes! – Interview mit Daniel Schily geführt.

  • #62
    Michael

    @ A.Voss,

    Vielleicht können Sie bei Gelegenheit Herrn Lichte einmal ausrichten:

    Sorry, Shit happens.

    Und ich lade ihn herzlich dazu ein (vielleicht gemeinsam mit dem Sektenbeauftragten) zu einem Dialog über die Überprüfbarkeit und Nachvollziehbarkeit der geistigen Welt anhand der Evangelien.

    Ansonsten hat Herr Lichte für meinen Geschmack bei weitem noch nicht genug Richtigstellungen geschrieben!!
    🙂

    Das Interview mit D.Schily finde ich übrigens auch sehr gut – aufschlussreich!

  • #63
    Michael

    Daag Jan Luiten,

    Sie schrieben:
    „Ursprünglich fortgekommen aus dem Impuls der Dreigliederung der sozialen Organismus. Sie sollten den Anfang bilden eines freies Geistesleben. So weit kam es leider nicht. Die Waldorfschulen sind momentan nicht frei. Nicht frei vom Staate, aber auch nicht frei innerhalb der eigenen Subkultur. Es ist also in den meisten Fällen einen Karikatur der Waldorfschule entstanden. Es ist einfach für Kritiker wie Andreas Lichte diese Karikatüre an zu greifen.“

    Das sehe ich etwas anders: Es war allemal ein Anfang eines freien Geisteslebens. Das man mit dem jetzigen Stand nicht zufrieden sein kann, sehe ich auch so, Weiterentwicklungen werden folgen, hoffe ich.
    Freiheit ist nicht nur das Gegenteil von Unfreiheit! Freiheit geht darüber hinaus….. Der Weg zur „Freiheit“ ist ein Prozess.

    Zu kritisieren ist mittlerweile zu einer Volkskrankheit geworden, allerdings es selber besser machen, das probieren dann nur wenige. ….. und einige sind Berufskritiker, sollten aber vielleicht besser eine Schule für hochbegabte Kinder mit einem neuartigen Konzept begründen, das dann weit über alles bisherige hinausgeht.
    Warum nicht, zu wünschen wäre es doch, oder – viel Erfolg!

    Hier ein kleiner Hinweis auf die Vielseitigkeit pentatonischer Musik:

    Dur- oder Moll-Pentatonik prägt zum einen teilweise die Themen einiger Jazzstandards: zum Beispiel Afro Blue, Mercy, Mercy, Mercy, Summertime, Take Five, Watermelon Man und andere. Zum anderen dient sie in der Jazzimprovisation dazu, ?trotz atonal oder dissonant erscheinenden Tonmaterials die Verbindung zur Konsonanz nicht zu verlieren?.[14] In John Coltranes Giant Steps etwa hilft sie, die komplexe und rasch wechselnde Harmonik durch einfache Melodik auszugleichen und die Verbindung zwischen den entfernt verwandten Kadenzklängen hörbarer zu machen.
    In der heutigen Jazzharmonik werden jedem Akkord mehrere pentatonische Skalen zugeordnet, mit deren Tönen darüber improvisiert werden kann. Man kann z. B. über den Akkord C6/maj9 (C, E, G, A und D) eine C-, G- oder sogar D-Dur-Pentatonik spielen und damit jeweils andere Zusatztöne zum C-Dur-Dreiklang hervorheben.[15] Dies hilft auch, sogenannte avoid notes (verbotene Töne aus der zum Akkord gehörigen heptatonischen Tonleiter, hier: F) in der Improvisation zu vermeiden. Der in der G- und D-Dur-Pentatonik fehlende Grundton C wird als Vorteil empfunden, da so mehr Spannungen und Klangfarben im Verhältnis zu Basston und Begleitakkord entstehen. Auch dazu absichtlich dissonante Pentatonik – etwa Des-Es-F-As-Bes über C-Dur – wird verwendet (out), weil die Melodik wegen der einfachen Intervallfolgen in sich nachvollziehbar bleibt und die Dissonanz durch Rückung um einen Halbton nach unten leicht wieder aufgelöst werden kann.[16]
    Ein Dominantseptakkord wird im modernen Jazz beim Begleiten (comping) oft mit weiteren Zusatztönen (options) über der Septime angereichert. Um dazu passend zu improvisieren, mit dem Harmoniegeber zu kommunizieren und dessen Akkordwahl mitzubestimmen, haben Jazzmusiker einzelne Tonstufen der Durpentatonik um einen Halbton erniedrigt (?alteriert?) und so neue, künstliche pentatonische Modi geschaffen. So kann man über einem C-7-Akkord (C, E, G, Be) mit der Pentatonik C-Dur-bII (C, Des, E, G, A), Es-Dur-bII (Es, E, G, Be, C), Ges-Dur-bII (Ges, As, Be, Des, Es) oder A-Dur-bII (A, Be, Cis, E, Fis) sowie D-Dur-bV (D, E, Fis, A, Be) oder As-Dur-bV (As, Be, C, Es, E) improvisieren und damit jeweils verschiedene mögliche Zusatztöne zum C-7-Akkord hervorheben.[17]

    So und jetzt ab in den Weihnachtsurlaub mit einem kleinen pentatonischen Jazzgruß:

    http://www.youtube.com/watch?v=Ioab39501qw&feature=related

    Doegi

    MICHAEL

  • #64
    J. Luiten

    Zu Andreas Lichte (61).
    Ok, jetzt ist klar daß Sie nicht verantwortlich sind für das Blog ?Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie?
    Unklar bleibt aber wer dann schon dahintersteckt; bestimmt kein Held sonst bliebe er/sie nicht unbekannt.

    zu Michael (63)
    Die Anthroposophen sollen bitte mal raus aus der Selbstgenügsamkeit, raus aus dieser eingeengten Subkultur.
    Das Unterrichtswesen frei vom Staate ist eine poltische Forderung für das ganze Unterrichtswesen nicht nur für die Waldorfschule. Es wäre ein nächster Schritt in der gesellschaftlichen Entwicklung.
    Für mich ist jetzt die spannende Frage: Werden die Anthroposophen aufwachen unter dem Druck der immer stärker werdenden massiven Gegnerschaft oder werden sie sich weiterhin zurückziehen in ihre Institutionen?

  • #65
    Michael

    @ J. Luiten

    Sie schrieben:

    „Das Unterrichtswesen frei vom Staate ist eine poltische Forderung für das ganze Unterrichtswesen nicht nur für die Waldorfschule.“

    Aha, da habe ich mir ehrlich gesagt noch wenig Gedanken drüber gemacht. Wer fordert das denn? Gibt es da Bestrebungen der politischen Parteien? Vielleicht helfen Sie mir weiter.

    Zitat Jan Luiten:
    „Für mich ist jetzt die spannende Frage: Werden die Anthroposophen aufwachen unter dem Druck der immer stärker werdenden massiven Gegnerschaft oder werden sie sich weiterhin zurückziehen in ihre Institutionen?“

    Die Anthroposophen werden meines Erachtens davon abbekommen müssen, sich zu sehr mit jahrzehntelangen nicht belegten Beschuldigungen auseinanderzusetzen, Die wird es meines Erachtens auch zukünftig geben, aber man sollte sie bestimmt nicht überbewerten. Das Augenmerk sollte vielmehr darauf gelegt werden, die eigene Arbeit in den verschiedenen Bereichen qualitativ zu verbessern und somit einen positiven Teil in der Gesamtentwicklung beizutragen, dieses natürlich immer in Kooperation mit „Nicht- Anthroposophen!“, in dem Sinne, dass gemeinsam ein guter größtmöglicher gemeinsamer Nenner gefunden wird.
    Ich hätte kein Problem mit einer Vision, in der Kinder künstlerisch, handwerklich, Intellektuell ausgewogen gefördert werden, von mir aus auch an Staatsschulen – aber da sind wir (und auch die Staatsschulen) noch weit von entfernt. Aus meiner Sicht möchte ich aber auch auf zwei andere Bereiche hinweisen, in denen Anthroposophen tätig sind: Landwirtschaft und Heilpädagogik. Hier sind die Anfeindungen nicht ganz so groß, aber es gilt das gleiche wie oben gesagt.

    Und jetzt tanze ich erstmal “ Tannenbaum“ bis mindestens 27.12.2009

  • #66
    Andreas Lichte

    Allen Lesern der Ruhrbarone:

    Ein Frohes Fest!

    Anthroposophen können heute doppelt feiern ? „Die ZWEI Jesusknaben“ ? vielleicht möchte der ein oder andere doch zu Steiner konvertieren?

    Wenn alle, Zitat Stefan Laurin, „das Wort »Tannenbaum« getanzt haben“ und die Kerzen runtergebrannt sind, ist es Zeit für einige besinnliche anthroposophische Gedanken:

    http://perseiden.blogspot.com/2009/12/die-zwei-jesusknaben.html

    „Die zwei Jesusknaben – Forschungsergebnisse Rudolf Steiners

    Heute ist das Weihnachtsfest in seiner wahren Bedeutung immer weniger Menschen zugänglich. (…) Nur die geisteswissenschaftliche Forschung kann den Menschen heute noch den Zugang zu den Evangelien in einer Weise vermitteln, der heutigen Bewusstseins-Ansprüchen gerecht wird. Rudolf Steiners Erkenntnisse in Zusammenhang mit dem Weihnachtsgeschehen sind dafür ein Beispiel:

    zitiert nach „AnthroWiki“ http://wiki.anthroposophie.net/Die_zwei_Jesusknaben

    Die zwei Jesusknaben

    Durch seine geisteswissenschaftlichen Forschungen kam Rudolf Steiner zu der Ansicht, dass zur Zeit der Zeitenwende nicht einer, sondern zwei Jesusknaben geboren worden sind, der nathanische und der salomonische Jesus, die beide dem Geschlecht Davids entstammen (…)“

  • #67
    Arnold Voß

    „Sie leben wie schon so oft davon, die Dinge verzerrt aus ihrer Sicht darzustellen.“ (63)

    Michael, was gibt es für eine verzerrtere Form der Weltsicht, als wenn man eine ganze Schulform im Wesentlichen nach einem einzigen Denker ausrichtet.

    „Ich hasse keine Menschen, bin selbstständig im sozialen und therapeutischen Bereich tätig und arbeitete sehr sehr gerne mit den verschiedensten ?Disziplinen? – zusammen..“

    Nichts gegen Polemik, Michael. Aber ihre Sprache ist voller Missachtung und Beleidigungen derer, die eine andere Meinung als sie haben.Ihr Wissen ist keineswegs interdiziplinär sondern völlig in der Enge des Steinerschen Denkens befangen.

    Das was sie als meine lobenswerten Richtigstellungen bezeichnen, sind nichts anderes als Korrekturen i h r e r Unterstellungen gewesen, denn sie bauen sich gerne ein Popanz auf, auf den sie dann kräftig einschlagen können.

    Und jetzt mimen sie hier auch noch den, der die in ihren Augen verlorenen Schafe und Dummerchen, die natürlich nicht ihre Weisheitsstufe erreicht haben, doch eigentlich mag. Selbst ihre Menschenliebe ist von oben herab, untermalt mit unverkennbar sadistischen Zügen. Erst Treten, dabei Witze machen und dann Streicheln, um dann wieder zu Treten ..

    Ich kenne übrigens Herrn Lichte nicht persönlich sondern nur aus diesem Blog. Sie habe ich hier mittlerweile auch ausreichend kennen gelernt. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich bei Ihnen um ein zwar intelligentes aber doch insgesamt eher feiges und ängstliches Großmaul handelt.

    Nichts für ungut.

    Und trotz alledem ein besinnliches Fest auch für sie.

  • #68
    J. Luiten

    Frohes Fest allen Lesern !
    Ich glaube daß noch nie in der Geschichte so viel diskutiert worden ist über die Anthroposophie als heutzutage. Verbreitung geisteswissentschaftliche Erkenntnisse finden jetzt statt über die Kritiker so wie z.B. über die zwei Jezusknaben durch Andreas Lichte. Sehr schön, und das auf Heiligen Abend !
    Endlich kommt die Anthroposophie in die breitere Öffentlichkeit. Zwar vor allem negativ, aber ala. Man setzt sich jedenfalls damit auseinander. Ich hoffe auf das kritische Denken der Leser. Das sie doch auch die Kritiker der Anthroposophie kritisch prùfen mògen.

  • #69
    Michael

    Moin Herr Voss,

    ich hatte mir schon die Mühe gemacht, ihre Beiträge hier und unter „Vorsicht Steiner“ während der letzten Monate durchzulesen – das sollten Sie vielleicht auch einmal tun?
    Aber ich denke, dem mündigen Leser wird das schon von allein auffallen, dass sie ein passabler Demokrat sind der tolerant und offen mit Andersdenkenden kommuniziert.
    Aber vor Allem haben sie die Weisheit und Intelligenz mit Löffeln gefressen ( wahrscheinlich offiziell bestätigt).

    Dieses wurde dann besonders deutlich, als sie mit keinem Wort auf eine ausführliche offizielle Stellungnahme zu den Rassismusvorwürfen eingegangen sind!

    Ihre Meinung, dass, wenn sich eine Schulform nach seinem Begründer ausrichtet, dieses ein Zeichen der “ verzerrtesten Weltsicht“ sei, ist doch nicht wirklich ernst gemeint? Wen wollen sie mit diesem billigen Trick einfangen?

    „Nichts gegen Polemik, Michael. Aber ihre Sprache ist voller Missachtung und Beleidigungen derer, die eine andere Meinung als sie haben.Ihr Wissen ist keineswegs interdiziplinär sondern völlig in der Enge des Steinerschen Denkens befangen.“
    Dass sie nichts gegen Polemik haben Herr Voss, hätten sie mir gegenüber nicht klarstellen müssen.
    Aber zu der angeblichen „Enge steinerschen Denkens“
    lehne ich mich jedoch noch einmal großmäulig aus dem Fenster: Ich befürchte, dass Sie noch keine zwei Bücher von Steiner gelesen haben und sie „verstanden“ haben. Nun ist aber das Nichtverstehen eines Anderen nicht gleichzusetzen mit dessen denkerischer Enge.

    So und nun will ich erst einmal die verwirrten Dummerchern dieser Welt einsammeln und ihnen meine sadistische Therapie aufzwängen, die ja vollkommen interdisziplinär ist.
    🙂 Arnold Voss erklärt m i c h die Welt!

    Schauen Sie Herr Voss, es geht auch anders.
    Steiner:
    „Deshalb ist es notwendig, daß diejenige Bewegung, welche die anthroposophische genannt wird …. gerade in ihrem Grundcharakter dieses Abstreifen des Rassencharakters aufnimmt, daß sie nämlich zu vereinigen sucht Menschen aus allen Rassen, aus allen Nationen und auf diese Weise überbrückt diese Differenzierung, diese Unterschiede, diese Abgründe, die zwischen den einzelnen Menschengruppen vorhanden sind. …. Daher ist es so dringend notwendig, daß unsere anthroposophische Bewegung eine geistige ist, die auf das Spirituelle sieht, und gerade das, was aus den physischen Unterschieden herrührt, durch die Kraft der geistigen Bewegung überwindet. …. Man muß über die Kinderkrankheiten hinauskommen und sich klar sein darüber, daß der Rassebegriff aufhört eine jegliche Bedeutung zu haben gerade in unserer Zeit.“ (GA 117, 4.12.1909)

    Das philosophisch-pädagogische Menschenbild Rudolf Steiners zeigt gerade die essentielle Unabhängigkeit der Individualität von Gattung oder gar „Rasse“. Vgl. dazu sein Grundwerk: „Philosophie der Freiheit“, Kap. 14: „Individualität und Gattung“

    Haben Sie schon mal das Grundwerk durchgearbeitet Herr Voß?

    Machen Sie es mal gut.

    abschließend noch etwas zu Allgemeinbildung:

    Man muß sich der Idee erlebend gegenüberstellen können;
    sonst gerät man unter ihre Knechtschaft. Philosophie der Freiheit- R.Steiner

    oder

    Freiheit ist aber … nicht etwas, was fertig ist,
    sondern etwas, was der Mensch im lebendigen
    Entwicklungsgang immer mehr erringt.
    Freiheit ist das Ziel der Menschheitsentwickelung
    und nicht etwas, was der Menschheit in die Wiege
    gelegt worden ist. Und die Freiheit beruht auf Erkenntnis.

    oder

    „Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens ist die Grundmaxime der freien Menschen.“

  • #70
    Andreas Lichte

    @ „Michael“

    Sie schreiben: „Ich befürchte, dass Sie noch keine zwei Bücher von Steiner gelesen haben und sie ?verstanden? haben. Nun ist aber das Nichtverstehen eines Anderen nicht gleichzusetzen mit dessen denkerischer Enge.“

    Haben Sie denn Steiner „verstanden“? Dann erklären Sie doch mal das:

    ?Der Mensch steht der Außenwelt gegenüber. Das Geistig-Seelische strebt danach, ihn fortwährend aufzusaugen. Daher blättern wir außen fortwährend ab, schuppen ab. Und wenn der Geist nicht stark genug ist, müssen wir uns Stücke, wie zum Beispiel die Fingernägel, abschneiden, weil der Geist sie, von außen kommend, saugend zerstören will.? Rudolf Steiner, ?Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik?, GA 293, S. 93f

    Zum besseren „Verständnis“ hier der ganze Vortrag:

    http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=2874:dreizehnter-vortrag&catid=183:ga-293-allgemeine-menschenkunde&Itemid=14

  • #71
    Michael

    Wem etwas daran gelegen ist, eine andere Sichtweise, als die des Gastautoren Andreas Lichte kennen zu lernen, kann ich nur

    http://www.info3.de/wordpress/?p=158&cp=1#comments

    empfehlen.
    Hier melden sich auch Kommilitonen des Herrn Lichte zu Wort.

    Wie bereits erwähnt: Die Ausnahme bestätigt die Regel und n i c h t die Ausnahme ist die Regel!

    … wahrscheinlich wäre Mozart, wenn er a u s s c h l i e ß l i c h pentatonisch unterrichtet worden wäre zu einen bestimmten Lebensalter dann später “ zumindest“ nicht Freimaurer geworden ! 🙂

    http://www.internetloge.de/arst/mozart.htm

    Ich hoffe, dem einen oder anderen wird spätestens jetzt die Absurdität in der Denkweise des Lichte deutlich, auf der der gesamte Blogk aufgebaut ist!

    So und nun gilt auch für mich!

    http://www.youtube.com/watch?v=5KT2BJzAwbU

  • #72
    Andreas Lichte

    @ ?Michael?

    Sie schreiben: ?Ich befürchte, dass Sie noch keine zwei Bücher von Steiner gelesen haben und sie ?verstanden? haben. Nun ist aber das Nichtverstehen eines Anderen nicht gleichzusetzen mit dessen denkerischer Enge.?

    Haben Sie denn Steiner ?verstanden?? Dann erklären Sie doch mal das:

    „Wenden wir das auf den Menschen selber im Weltenraum an. Sehen wir uns zunächst die Schwarzen in Afrika an. Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, daß sie alles Licht und alle Wärme vom Weltenraum aufsaugen. Sie nehmen das auf. Und dieses Licht und diese Wärme im Weltenraum, die kann nicht durch den ganzen Körper durchgehen, weil ja der Mensch immer ein Mensch ist, selbst wenn er ein Schwarzer ist. Es geht nicht durch den ganzen Körper durch, sondern hält sich an die Oberfläche der Haut, und da wird die Haut dann selber schwarz.

    So daß also ein Schwarzer in Afrika ein Mensch ist, der möglichst viel Wärme und Licht vom Weltenraum aufsaugt und in sich verarbeitet. Dadurch, daß er das tut, wirken über den ganzen Menschen hin die Kräfte des Weltenalls so. (Es wird gezeichnet.) Überall nimmt er Licht und Wärme auf, überall. Das verarbeitet er in sich selber. Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammen hängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.“ Rudolf Steiner, „Vom Lebens des Menschen und Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, S. 49f

    Zum besseren ?Verständnis? hier der ganze Vortrag:

    http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3709:dritter-vortrag-dornach-3-maerz-1923&catid=247:ga-349-vom-lebens-des-menschen-und-erde-&Itemid=19

  • #73
    Michael

    Hallo Herr Lichte,

    Ich dachte schon, , sie wollen gar nicht mehr mit mir reden! 🙂
    ping… pong….ping ….poooong oder?

    Zu Ihrer Frage, ob ich den Rudolf Steinerr verstanden hätte:
    Nein , habe ich nicht, letztendlich. S o e i n f a c h i s t d a s, Herr Lichte!
    – Da kann ich dann einfach nur sagen, aus meiner Sicht: Quatsch, kann ich nicht nachvollziehen.
    Allerdings bemerke ich sehr wohl dabei, dass es meine Meinung ist und ein anderer Mensch vielleicht einen ganz anderen Zugang dazu hat.

    Aber sie versuchen seit Jahren Anthroposophie und damit die Pädagogik, die Heilpädagogik etc. etc. in Bausch und Bogen abzulehnen und zu diskreditieren und das meines Erachtens deswegen, weil sie sich während ihrer Lehrerausbildung gekränkt fühlten.
    Wie gesagt, in dem oben genannten Blog haben sich auch Kommilitonen von ihnen, wie ich finde sehr wohlwollend, zu Wort gemeldet.

    Und wenn sie einmal auf meine durchaus ernst gemeinten Fragen aus vorherigen Beiträgen geantwortet hätten (sie können es noch immer tun! , dann hätten sie gemerkt, dass es Dinge gibt zwischen Himmel und Erde, bei denen m a n einfach mal die Fresse halten sollte, wenn man keine Ahnung hat.

    Hier noch einmal zu Ihrer Erinnerung:

    Als das Lamm das siebte Siegel öffnete, trat im Himmel Stille ein, etwas eine halbe Stunde lang. Und ich sah: Sieben Engel standen vor Gott; ihnen wurden sieben Posaunen gegeben. Und ein anderer Engel kam und trat mit einer goldenen Räucherpfanne an den Altar; ihm wurde viel Weihrauch gegeben, den er auf dem goldenen Altar vor dem Thron verbrennen sollte, um so die Gebete aller Heiligen vor Gott zu bringen. Aus der Hand des Engels stieg der Weihrauch mit den Gebeten der Heiligen zu Gott empor.
    Dann nahm der Engel die Räucherpfanne, füllte sie mit glühenden Kohlen, die er vom Altar nahm, und warf sie auf die Erde; da begann es zu donnern und zu dröhnen, zu blitzen und zu beben. Da machten sich die sieben Engel bereit, die sieben Posaunen zu blasen.
    Offenb. 8, 1-6

    Waren sie nicht Angestellter des Sektenbeauftragten? Was sagt denn der Sektenbeauftragte zu der wissenschaftlichen Überprüfbarkeit der Bibel und der Evangelien?
    Bitte fühlen Sie sich jetzt nicht wieder auf den Schlips getreten, das sind ernst gemeinte Fragen!

    Gewöhnen Sie sich doch bitte einmal an, auf die Fragen ihres Gegenübers einzugehen und nicht lediglich mit Gegenfragen zu antworten. Das gehört zum Einmaleins eines Dialoges!

  • #74
    Andreas Lichte

    @ „Michael“

    Sie schreiben, dass Sie Steiner nicht verstanden haben.

    Warum verteidigen Sie ihn dann?

    Warum verteidigen Sie den rassistischen und sonstigen Wahnsinn, den Rudolf Steiner der Nachwelt hinterlassen hat?

    1923 sagt Steiner noch dies: ?Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus. Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.?

    Dabei ist es geblieben, bis zu Steiners Tode.

    Und folgendes wird immer noch als Bibel in den Waldorfseminaren gelesen:

    ?Der Mensch steht der Außenwelt gegenüber. Das Geistig-Seelische strebt danach, ihn fortwährend aufzusaugen. Daher blättern wir außen fortwährend ab, schuppen ab. Und wenn der Geist nicht stark genug ist, müssen wir uns Stücke, wie zum Beispiel die Fingernägel, abschneiden, weil der Geist sie, von außen kommend, saugend zerstören will.? Rudolf Steiner, ?Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik?, GA 293, S. 93f

  • #75
    Andreas Lichte

    @ Michael

    Zu „Engeln und Posaunen“ fragen Sie bitte jemand anders: Dafür fühle ich mich schlicht nicht zuständig. Genauso wenig für jede andere Frage zu den „Evangelien“. That’s not my business. Hat im übrigen N U L L mit meinem Artikel zu tun.

  • #76
    Michael

    @ A. Lichte

    Sie müssen sich schon die Mühe machen, ordentlich zu lesen.
    Ich schrieb, dass ich einige Passagen nicht nachvollziehen kann und nicht, dass ich Steiner in Bausch und Bogen nicht verstehe. Und von dem, was ich nicht verstehe, distanziere i c h mich erst einmal.

    Herr Lichte, es gibt nicht nur schwarz und weiss!!!!!!

    Ansonsten gilt für mich:

    Die Ausnahme bestätigt die Regel und n i c h t die Ausnahme ist die Regel!

    und

    Und wenn sie einmal auf meine durchaus ernst gemeinten Fragen aus vorherigen Beiträgen geantwortet hätten (sie können es noch immer tun! , dann hätten sie gemerkt, dass es Dinge gibt zwischen Himmel und Erde, bei denen m a n einfach mal die Fresse halten sollte, wenn man keine Ahnung hat.
    Hier noch einmal zu Ihrer Erinnerung:
    Als das Lamm das siebte Siegel öffnete, trat im Himmel Stille ein, etwas eine halbe Stunde lang. Und ich sah: Sieben Engel standen vor Gott; ihnen wurden sieben Posaunen gegeben. Und ein anderer Engel kam und trat mit einer goldenen Räucherpfanne an den Altar; ihm wurde viel Weihrauch gegeben, den er auf dem goldenen Altar vor dem Thron verbrennen sollte, um so die Gebete aller Heiligen vor Gott zu bringen. Aus der Hand des Engels stieg der Weihrauch mit den Gebeten der Heiligen zu Gott empor.
    Dann nahm der Engel die Räucherpfanne, füllte sie mit glühenden Kohlen, die er vom Altar nahm, und warf sie auf die Erde; da begann es zu donnern und zu dröhnen, zu blitzen und zu beben. Da machten sich die sieben Engel bereit, die sieben Posaunen zu blasen.
    Offenb. 8, 1-6
    Waren sie nicht Angestellter des Sektenbeauftragten? Was sagt denn der Sektenbeauftragte zu der wissenschaftlichen Überprüfbarkeit der Bibel und der Evangelien?
    Bitte fühlen Sie sich jetzt nicht wieder auf den Schlips getreten, das sind ernst gemeinte Fragen!
    Gewöhnen Sie sich doch bitte einmal an, auf die Fragen ihres Gegenübers einzugehen und nicht lediglich mit Gegenfragen zu antworten. Das gehört zum Einmaleins eines Dialoges!

    Ich werde Sie gerne wieder daran erinnern!

  • #77
    Andreas Lichte

    @ „Michael“

    Ihre Frage zum „Sektenbeauftragten“ wurde bereits beantwortet, von mir oben in Kommentar 75, und …

    lang, lang ist’s her …: http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/#comment-30598

    Zitat Lichte: „Richtig ist: Ich habe für kurze Zeit – ein halbes Jahr – mit dem Sekten- und Weltanschauungsbeauftragten der Evangelischen Kirche, Pfarrer Thomas Gandow, zusammengearbeitet. Ziel dieser Zusammenarbeit war eine Tagung über die Anthroposophie und Waldorfpädagogik. Diese Veranstaltung wurde von der Kirchenleitung verhindert. Siehe:

    ?Chronik eines unausgesprochenen Verbotes?, http://www.novo-magazin.de/82/novo8216.htm#i_box2

    Schon allein daran können Sie erkennen, dass ich nicht für die Evangelische Kirche tätig bin. Die Evangelische Kirche kooperiert im Rahmen der freien Schulträger mit den Waldorfschulen. Völlig falsch ist also, dass die Evangelische Kirche in irgendeiner Form gegen die Anthroposophie vorgeht.“

  • #78
    Helmut Junge

    @ Andreas Lichte, @ Michael,
    irgendwie seid ihr beiden euch ähnlich, scheint euch sogar einig zu sein, wenn ihr nicht gerade über Waldorfschulen oder christliche Religionen schreibt.
    Ich mußte, obwohl ungetauft, und atheistisch erzogen, am evangelischen Religionsunterricht teilnehmen. ( staatliche Schule, versteht sich) Damals war das noch so. Damals war noch jede Menge Zwang dabei. Von Indoktrinationen will ich da gar nicht erst sprechen, weil die bei mir ja letztlich nicht verfangen hat. Bei Anderen allerdings schon. Ich hab aber dabei und später, gelernt, gegenüber religiösen Menschen tolerant zu sein, wenn diese mich nicht belästigen. Für mich ist Steiner auf jeden Fall ein vielschreibender Wirrkopf, der sich in seinen rassistischen Äußerungen allerdings nicht von einer erheblichen Zahl seiner Zeitgenossen abhebt. Heute ist man solchen Ansichten deutlich sensibler gegenüber eingestellt. Ich denke, daß Steiner, der ja so viel geschrieben hat, daß er sich selbst, zwangsläufig häufig widersprechen mußte, heute solche Ansichten, wie sie hier von Andreas Lichte zitiert wurden, vermeiden würde. Das machen viele, Heuchelei ist ja Zeitgeist.
    Ob die Waldorfschule was bringt, hängt für mich davon ab, ob die Schüler und Schülerinnen fit für die Zukunft werden.
    Dummerweise kenne ich da keine Statistiken. Ich meine nicht den Vergleich mit staatlichen Schulen, denn da kenne ich ja nur Pisa, und Pisa sagt ja nichts über die Fähigkeit, die Zukunft zu meistern aus. Ich frage also: Gibt es einen einzigen Wissenschaftler von Rang, der Waldorfschüler war?
    Ich liebe übrigens pentatonische Musik, bin kein Freimaurer, und frage mich, wie Michael Mozart unterstellt, Freimaurer geworden zu sein, weil er nicht ausschließlich pentatonisch unterrichtet worden sei. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

  • #79
    Jan Luiten

    Zu Lichte
    Natürlich war Steiner kein Rassist.
    Die soziale Dreigliederung fordert völlige Gleichberechtigung aller Menschen. Nirgends sagt Steiner dass die eine „Rasse“ besser ist oder sein soll als die andere.
    Wer kennt aber diese soziale Dreigliederung ? Die Wenigsten.

  • #80
    Michael

    @ H. Junge

    Zitat: „irgendwie seid ihr beiden euch ähnlich, scheint euch sogar einig zu sein, wenn ihr nicht gerade über Waldorfschulen oder christliche Religionen schreibt.“
    Antwort: Achso – das ist wirklich wahr – wir sind uns entwickelnde Menschen! ich hoffe, Du auch- Helmut!

    Zitat:
    Ob die Waldorfschule was bringt, hängt für mich davon ab, ob die Schüler und Schülerinnen fit für die Zukunft werden.
    Dummerweise kenne ich da keine Statistiken. Ich meine nicht den Vergleich mit staatlichen Schulen, denn da kenne ich ja nur Pisa, und Pisa sagt ja nichts über die Fähigkeit, die Zukunft zu meistern aus. Ich frage also: Gibt es einen einzigen Wissenschaftler von Rang, der Waldorfschüler war?

    Da wirst du mit ein wenig googeln sicherlich erfolgreich sein. Wie ich die Anthroposophen kenne, haben Sie zu diesem Thema bestimmt mehrere gebundene Bücher herausgebracht. Also, du suchst nicht nach einer Publikation des Kaninchenzüchtervereins in Kleinkleckersdorf.- Viel Erfolg!

    Allerdings wäre es für mich auch kein Kriterium, ob die Waldorfschule viele Wissenschaftler von Rang hervorgebracht hat. Ist das so für dich?

    Zitat:
    „Ich liebe übrigens pentatonische Musik, bin kein Freimaurer, und frage mich, wie Michael Mozart unterstellt, Freimaurer geworden zu sein, weil er nicht ausschließlich pentatonisch unterrichtet worden sei. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?“

    Ich mag auch u.a. pentatonische Musik und bin kein Freimaurer. Die mir unterstellte Unterstellung habe ich so nicht gemacht. Les bitte noch mal meinen Beitrag durch.

    ich habe einfach mal eine Gegenthese aufgestellt. Fakt ist, dass Mozart die Zauberflöte kurz vor seinem Tod geschrieben hat- da wäre er längst aus der Unterstufe der Waldorfschule, in der er ausschließlich pentatonisch unterrichtet worden wäre. in der Zwischenzeit hätte er sich natürlich um andere Stilrichtungen kümmern können und in aller Ruhe zwischen der siebten Klasse und seinem 34 Lebensjahr die Zauberflöte fertig stellen können. Unwahr ist, das Waldorf Schüler während ihrer gesamten Schulzeit nur pentatonische Musik erlernen. Schau dir auch Beitrag 15 dazu an.

    Im übrigen habe ich mir zu den immer wiederkehrenden Rassismusvorwürfen Gedanken gemacht. Ich werde, um den „Schaden“ in Grenzen zu halten, zukünftig diese Kommunikationen kreuzen, indem ich einfach (mein persönlicher Adventskalender für alle in diesem Blog) Informationen zu anthroposophischen Einrichtungen , etc. einflechten werde.

    Der Leser kann sich dann, seine eigene Meinung bilden. Ich vertraue darauf.

    So, und nun ab, um eine kleine menschenverachtende sadistische Hamburger Paaadi vorzubereiten.

    🙂

    Guten Rutsch und frohes neues Jahr!

    ach so, fast vergessen …

    Türchen Nummer 1:

    http://www.youtube.com/watch?v=sYVejguVfBo&feature=related

  • #81
  • #82
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @max: Ich glaube dabei hilft, Buchstaben zu tanzen anstatt sie zu lesen 🙂

  • #83
    Helmut Junge

    @Michael,

    Zitat: „…wir sind uns entwickelnde Menschen! ich hoffe, Du auch- Helmut!“

    Ich hoffe auch, Michael, ich auch. Die Welt um uns herum verändert sich. Jedesmal. wenn wir handeln, verändert sich die Welt ein wenig, und diese veränderte Welt wirkt auf uns zurück. Da wundern wir uns manchmal darüber, was da Neues entsteht, was wir da angerichtet haben. Jedenfalls müssen wir uns immer neuen Tatsachen entgegenstellen. Manchmal merken wir dann, daß unsere alten Vorstellungen nicht mehr passen. Wir können dann nicht mehr so vorgehen, wie wir das immer gemacht haben. Wir müssen uns einfach weiterentwickeln, zwangsläufig, so ein Mist. Große Gurus aus der Vergangenheit zu zitieren hilft da wenig, denn das, was die gesagt haben, war ja zu ihrer Zeit richtig. Wenn sich aber die Welt geändert hat, kann die alte Antwort sogar falsch sein. Das ist eben die Konsequenz aus der Dialektik! (Da kenne ich einige politische Zitierer, die heute immer noch Parolen aus der Vergangenheit rufen, auf die aber niemand mehr hört.)
    Und genau deshalb bin ich ja der Meinung, daß die Schule die Kinder fit machen sollen, damit diese die Zukunft meistern können. Und da niemand die Zukunft und ihre Rahmenbedingungen kennt, bleibt nur, die Kinder zu befähigen, selbständig Probleme zu lösen.
    Soviel weiß ich aber, daß unsere nächste Zukunft schwieriger zu gestalten sein wird, als z.B. meine Vergangenheit, der ich das Glück hatte, nicht vor dem Krieg, sondern danach geboren worden zu sein.Stimmt vielleicht gar nicht, und etwas Angst hatten wir früher gelegentlich schon. Jedenfalls wird die Zukunft wohl weniger rosig. (sagt jetzt sogar die Merkel) Und da,denke ich, wird noch viel Intelligenz und Kreativität und auch soziales Bewußtsein erforderlich sein.

    Zitat: „Allerdings wäre es für mich auch kein Kriterium, ob die Waldorfschule viele Wissenschaftler von Rang hervorgebracht hat. Ist das so für dich?“

    Ja. Das sollte angestrebt werden, und bei der langen Tradition der Waldorfschulen sollte das auch schon Ergebnisse zeigen!
    Wenn jemand glaubt, daß Schule nur einen besseren Menschen produzieren sollte, liegt der bei mir falsch! Diese bescheuerten Diskussionen hab ich schon genügend in den Neunziger Jahren geführt. Da wollten mir grüne Lehrer weismachen, das die Gesamtschule bessere Menschen produziert! Da gabes die schon 20 Jahre, und da hätte man doch was von merken müssen. Schulen haben noch nie Schüler zu besseren Menschen gemacht. Da gibt es andere Faktoren, die stärker wirken. Anders herum wäre meine Generation mit den kreideschmeißenden und schlagenden Lehren,insgesamt zu sozialen Krüppeln geworden.

    Achso, noch was, was die oben angesprochene Dialektik betrifft: Jedesmal wenn ich mich an diesem Forum beteilige, merke ich, wie mich das verändert. Statt solche Sachen zu machen, die mich interessieren, sitz ich hier am blöden Computer, und gucke nach, wer was und zu welchem Thema geschrieben hat. Diese Foren machen süchtig sage ich dir, und deshalb steige ich immer mal für ein paar Wochen aus. Also schönen Dank für den Musiklink, (Jazz in der Form ist nicht ganz so nervig wie sonst, ist aber nicht mein Fall, und Tango nuevo könnte für meinen Geschmack etwas fetziger sein.)
    Sonst noch

    Guten Rutsch und frohes neues Jahr!

  • #84
    Helmut Junge

    @Laurin (82)

    „Ich glaube dabei hilft, Buchstaben zu tanzen anstatt sie zu lesen“

    Hoffentlich tanzen am Neujahrsmorgen bei mir nicht die Buchstaben. In so einem Fall wünschte man sich vielleicht doch,
    daß man abends zuvor lieber Buchstaben getanzt hätte.

    Guten Rutsch

  • #85
    J. Luiten

    Liebe Leser: ein frohes und glückliches Neujahr !

    Was ist eigentlich Rassismus ?
    Albert Memmi hat viel geforscht auf diesem Gebiet.
    Auf http://www.dir-info.de/dokumente/def_rass_memmi.html:
    heisst es:
    „Wohl eine der am meisten akzeptierten Definitionen von Rassismus lieferte der Wissenschaftler Albert Memmi. Seit ihrer Aufnahme in die Encyclopaedia Universalis ist diese Rassismus-Definition von Albert Memmi grundlegend für Forschung und Lehre. Er selbst hat sie in zahlreichen Publikationen präzisiert. In dem Buch „Rassismus“ (Erstausgabe Athenaeum, Frankfurt 1987) beschäftigt sich Memmi ausschließlich mit dem Phänomen Rassismus: dem biologisch, oder besser biologistisch argumentierendem, dem Antisemitismus, dem auf Rassismus gründenden Kolonialismus und dem Fremdenhaß“

    Memmi:
    „Rassismus (ist) die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver biologischer Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers ist, mit der eine Aggression gerechtfertigt werden soll“.
    aus: Memmi: „Rassismus“, Hamburg 1992, S. 151

    Information:
    http://www.dir-info.de/dokumente/def_rass_memmi.html

    Trifft diese Definition zu auf Steiner oder die Anthroposophie? Sicher nicht.
    Die genannte „Wertung“ wird gerade von den Kritikern gemacht.

  • #86
    Michael

    Für Max und Stefan

    ein neues Türchen:

    🙂

    http://www.trigon.at/index.php?lng=de&group=referenzen&cat=kunden&page=home

  • #87
    Michael

    An Helmut Junge

    Sie schrieben:

    „Achso, noch was, was die oben angesprochene Dialektik betrifft: Jedesmal wenn ich mich an diesem Forum beteilige, merke ich, wie mich das verändert. Statt solche Sachen zu machen, die mich interessieren, sitz ich hier am blöden Computer, und gucke nach, wer was und zu welchem Thema geschrieben hat. Diese Foren machen süchtig sage ich dir, und deshalb steige ich immer mal für ein paar Wochen aus. Also schönen Dank für den Musiklink, (Jazz in der Form ist nicht ganz so nervig wie sonst, ist aber nicht mein Fall, und Tango nuevo könnte für meinen Geschmack etwas fetziger sein.)
    Sonst noch
    Guten Rutsch und frohes neues Jahr!“

    …ebenso…. und geht mir ähnlich mit diesem Forum. Gott sei Dank ist es der einzige und erste Blog, in dem ich schreibe und geschrieben habe.
    Ich werde den Schaden zukünftig in Grenzen halten!

    Der Meinung, dass Schule gute Wissenschaftler hervorbringen soll, schließe ich mich n i c h t an!
    Ich gehe aber davon aus, dass die Waldorfschulen sehr wohl gute Wissenschaftler grundausbilden. Viel Spaß beim Googeln!
    Einer grünen Diskussion über bessere Menschen würde ich mich auch seit einigen Jahren nicht mehr anschließen. 🙂

    @ J. Luiten

    vielen Dank für die Rassismus- Definition!

    …. natürlich ist Steiner kein Rassist! Das sehe ich genauso.

    Da muss man schon die rosarote Vereinsbrille aufhaben…. 🙂

  • #88
    waldorfblog

    Ahriman, Avitchis und die Apokalypse ? Anthroposophie als religiöse Heilslehre

    (…) in jeder Ecke unserer Aura (und der ?Erdenaura?) lauern böse Widerachermächte: Ahriman, Luzifer und Asuras, die sich der Korrumpierung und Perversion des menschlichen Denkens bzw. Fühlens bzw. Willens verschrieben haben. Und nicht nur das: Sie seien eine Heerschar übersinnlicher personaler Wesenheiten, die sich gelegentlich als Menschen getarnt auf die Erde begäben (…)

    Stigmatiserung durch Konkretion

    Steiner hat diese dunklen Prophezeiungen allerdings nicht im Raum stehen gelassen, ohne dem konkrete Feindbilder und Konkretionen beizufügen. Das führte etwa zu den wohl übelsten Sätzen seiner Rassentheorie:

    ?Nur wenn man in einem nicht ganz gesunden Seelenleben befangen ist, kann einem dasjenige besonders imponieren, was als orientalische Mystik die orientalische Menschheit aus alten Zeiten bewahrt hat, wo die Menschen es notwendig hatten, mit niederen Seherkräften zu leben. (?)

    Aber dieses Hinuntertragen der spirituellen Impulse war es, um dessentwillen der Christus in einem menschlichen Leibe Fleisch geworden ist. Und dieses Hinuntertragen, dieses Durchimprägnieren des Fleisches mit dem Geiste, das ist das Charakteristische der Mission, die Mission überhaupt der weißen Menschheit. Die Menschen haben ihre weiße Hautfarbe aus dem Grunde, weil der Geist in der Haut dann wirkt, wenn er auf den physischen Plan heruntersteigen will. (?) unsere Aufgabe muß es sein, mit denjenigen Kulturimpulsen uns bekanntzumachen, welche die Tendenz zeigen, den Geist einzuführen ins Fleisch, den Geist einzuführen in die Alltäglichkeit. Wenn wir dies ganz erkennen, dann werden wir uns auch klar sein darüber, daß da, wo der Geist (?) in gewisser Weise zurückbleiben soll in seiner Entwickelung (?), daß da, wo er zurückbleibt, wo er einen dämonischen Charakter annimmt, das Fleisch nicht vollständig durchdringt, daß da weiße Hautfärbung nicht auftritt, weil atavistische Kräfte da sind, die den Geist nicht vollständig mit dem Fleisch in Einklang kommen lassen. (?)

    Aber ohne die heftigsten Kämpfe gehen diese Dinge in der Welt nicht ab. Die weiße Menschheit ist noch auf dem Weg, immer tiefer und tiefer den Geist in das eigene Wesen aufzunehmen. Die gelbe Menschheit ist auf dem Wege, zu konservieren jene Zeitalter, in denen der Geist ferne gehalten wird vom Leibe (?). Das aber muß dazu führen, daß der Übergang von der fünften Kulturepoche in die sechste Kulturepoche sich nicht anders abspielen kann denn als ein heftiger Kampf der weißen Menschheit mit der farbigen Menschheit auf den mannigfaltigsten Gebieten.? (GA 174b, S. 36-38 ? Hervorhebungen A.M.)

    Aber auch innerhalb der ?weißen Menschheit? namentlich Europas bildeten sich hierarchische Strukturen: dekadent (?reif und überreif geworden?) sei für die spirituelle Evolution etwa Frankreich geworden (ebd., S. 61), EngländerInnen hätten eine starke Nähe zum Materialismus ? und damit zu Ahriman (GA 157, 1981, S. 39), noch schlimmer in Amerika (?da drüben bilden sie etwas aus, was eine Art Holzpuppe der Anthroposophie ist. Es wird alles materialistisch.? ? GA 349, 1980, S. 65).

    Aus Deutschland bzw. Mitteleuropa käme dagegen das christliche Heil, wie Steiner seinen AnhängerInnen im April 1916 zitierte:

    ?1850 schreibt Xavier Schmid in einem anspruchslosen Büchelchen, in dem er für eine gemeinsame vertiefte Auffassung eines deutsch gefühlten Christentums eintreten will: ?Wie Israel auserwählt war, den Christus leiblich hervorzubringen, so ist das deutsche Volk auserwählt, denselben geistig zu gebären. (?)? Wie ist da das Erfassen des Christentums im Geiste von diesem einfach gebildeten Priester Xavier Schmid gekennzeichnet! Es lebt das, was ich charakterisiert habe, schon durchaus bis in das tiefste Volksgemüt hinein (?).? (GA 65, S. 627 ? Hervorhebungen A.M.) (…)

    http://waldorfblog.wordpress.com/2009/12/30/ahriman-avitchis-und-die-apokalypse-anthroposophie-als-religiose-heilslehre/

  • #89
    waldorfblog

    Ahriman, Avitchis und die Apokalypse ? Anthroposophie als religiöse Heilslehre

    (…) in jeder Ecke unserer Aura (und der ?Erdenaura?) lauern böse Widerachermächte: Ahriman, Luzifer und Asuras, die sich der Korrumpierung und Perversion des menschlichen Denkens bzw. Fühlens bzw. Willens verschrieben haben. Und nicht nur das: Sie seien eine Heerschar übersinnlicher personaler Wesenheiten, die sich gelegentlich als Menschen getarnt auf die Erde begäben (…)

    Stigmatiserung durch Konkretion

    Steiner hat diese dunklen Prophezeiungen allerdings nicht im Raum stehen gelassen, ohne dem konkrete Feindbilder und Konkretionen beizufügen. Das führte etwa zu den wohl übelsten Sätzen seiner Rassentheorie:

    ?Nur wenn man in einem nicht ganz gesunden Seelenleben befangen ist, kann einem dasjenige besonders imponieren, was als orientalische Mystik die orientalische Menschheit aus alten Zeiten bewahrt hat, wo die Menschen es notwendig hatten, mit niederen Seherkräften zu leben. (?)

    Aber dieses Hinuntertragen der spirituellen Impulse war es, um dessentwillen der Christus in einem menschlichen Leibe Fleisch geworden ist. Und dieses Hinuntertragen, dieses Durchimprägnieren des Fleisches mit dem Geiste, das ist das Charakteristische der Mission, die Mission überhaupt der weißen Menschheit. Die Menschen haben ihre weiße Hautfarbe aus dem Grunde, weil der Geist in der Haut dann wirkt, wenn er auf den physischen Plan heruntersteigen will. (?) unsere Aufgabe muß es sein, mit denjenigen Kulturimpulsen uns bekanntzumachen, welche die Tendenz zeigen, den Geist einzuführen ins Fleisch, den Geist einzuführen in die Alltäglichkeit. Wenn wir dies ganz erkennen, dann werden wir uns auch klar sein darüber, daß da, wo der Geist (?) in gewisser Weise zurückbleiben soll in seiner Entwickelung (?), daß da, wo er zurückbleibt, wo er einen dämonischen Charakter annimmt, das Fleisch nicht vollständig durchdringt, daß da weiße Hautfärbung nicht auftritt, weil atavistische Kräfte da sind, die den Geist nicht vollständig mit dem Fleisch in Einklang kommen lassen. (?)

    Aber ohne die heftigsten Kämpfe gehen diese Dinge in der Welt nicht ab. Die weiße Menschheit ist noch auf dem Weg, immer tiefer und tiefer den Geist in das eigene Wesen aufzunehmen. Die gelbe Menschheit ist auf dem Wege, zu konservieren jene Zeitalter, in denen der Geist ferne gehalten wird vom Leibe (?). Das aber muß dazu führen, daß der Übergang von der fünften Kulturepoche in die sechste Kulturepoche sich nicht anders abspielen kann denn als ein heftiger Kampf der weißen Menschheit mit der farbigen Menschheit auf den mannigfaltigsten Gebieten.? (GA 174b, S. 36-38 ? Hervorhebungen A.M.)

    Aber auch innerhalb der ?weißen Menschheit? namentlich Europas bildeten sich hierarchische Strukturen: dekadent (?reif und überreif geworden?) sei für die spirituelle Evolution etwa Frankreich geworden (ebd., S. 61), EngländerInnen hätten eine starke Nähe zum Materialismus ? und damit zu Ahriman (GA 157, 1981, S. 39), noch schlimmer in Amerika (?da drüben bilden sie etwas aus, was eine Art Holzpuppe der Anthroposophie ist. Es wird alles materialistisch.? ? GA 349, 1980, S. 65).

    Aus Deutschland bzw. Mitteleuropa käme dagegen das christliche Heil, wie Steiner seinen AnhängerInnen im April 1916 zitierte:

    ?1850 schreibt Xavier Schmid in einem anspruchslosen Büchelchen, in dem er für eine gemeinsame vertiefte Auffassung eines deutsch gefühlten Christentums eintreten will: ?Wie Israel auserwählt war, den Christus leiblich hervorzubringen, so ist das deutsche Volk auserwählt, denselben geistig zu gebären. (?)? Wie ist da das Erfassen des Christentums im Geiste von diesem einfach gebildeten Priester Xavier Schmid gekennzeichnet! Es lebt das, was ich charakterisiert habe, schon durchaus bis in das tiefste Volksgemüt hinein (?).? (GA 65, S. 627 ? Hervorhebungen A.M.) (…)

  • #90
    Michael

    Memmi:
    ?Rassismus (ist) die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver biologischer Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers ist, mit der eine Aggression gerechtfertigt werden soll?.
    aus: Memmi: ?Rassismus?, Hamburg 1992, S. 151

  • #91
    Ramon DJV

    (…)Da alle Menschen in verschiedenen Reinkarnationen durch die verschiedenen Rassen durchgehen, so besteht, obgleich man uns entgegenhalten kann, daß der Europäer gegen die schwarze und die gelbe Rasse einen Vorsprung hat, doch keine eigentliche Benachteiligung. Hier ist die Wahrheit zwar manchmal verschleiert, aber Sie sehen, man kommt mit Hilfe der Geheimwissenschaft doch auf merkwürdige Erkenntnisse. (…) (Rudolf Steiner, Die Mission einzelner Volksseelen)

    Der Europäer hat einen Vorsprung?

  • #92
    Hans-Florian Hoyer

    Es gibt viele Arten, die Welt anzuschauen und den Sinn ihrer Entwicklung zu erklären, die beiden umfassendsten sind der Marxismus und die Anthroposophie. (Über weitere Nennungen freue ich mich)
    Die Quantenelektrodynamik kommt nicht über die „Sinn/Wesens Grenze“ hinaus, die Theologie macht keine naturwissenschaftlichen Aussagen/Erklärungen.
    Weil nichts praktischer ist, als eine gute Theorie, haben die Anthroposophen geschafft, in Landwirtschaft, Medizin, Heilpädagogik, Pädagogik und Wirtschaft etwas auf die Beine zu stellen (bedauernd festgestellt in: Kursbuch 55 (Hrsg.) K.M. Michel u. H. Wieser.
    Sekten. Kursbuch/ Rotbuch Verlag, Berlin. 1979)
    Die Waldorfschulen in Slum-Gebieten sprechen nicht gerade von Rassismus.

    Die in einigen Kommentaren hier gemachten Unterstellungen werden keinen Bestand haben, ganz im Gegensatz zu dem, was täglich praktisch gearbeitet wird.

  • #93
  • #94
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Michael: Sie werden nicht zensiert – wir schalten nur keine Werbung frei. Schreiben sie was inahltliches (oder tanzen sie einen Text und schicken uns das Youtube-Video zu 🙂 ) und sie werden veröffentlicht.

  • #95
    Michael Kolb

    Boarch… @Stefan… Bei allem Respekt, bei aller berechtigten oder unberechtigten Kritik, wenn ich noch einmal dieses billige Klischee der Namenstänzerei lesen muss, dann muss ich schreien…
    Albern und demütigend sei Eurythmie für pubertierende Jungs, kann sein, keine Ahnung. Aber es ist für den pubertierenden Schüler einer staatlichen Regelschule mindestens genauso albern und demütigend, wenn der sich bei Karstadt Sport und Hobby Schläppchen fürs Bodenturnen oder die rythmische Sportgymnastik kaufen darf, um sich dann mit Band, Ball oder Keule zum Kasper zu machen, von gruppendynamischen Tanzexperimenten in der Mittelstufe gar nicht zu schreiben…

  • #96
    Michael

    @ Stefan Laurin

    Ach so 🙂
    Ist schon klar!
    Einen Link auf die aktuelle Arbeit von Anthroposophen in der Behinderten- Arbeit empfinden sie dann als Werbung und verhindern ihn zweimal.
    Jetzt soll ich was eigenes inhaltliches senden….. 🙂
    Ich hätte Ihnen gern einen Jahreskalendar!!! mit praktischer anthroposophischer Arbeit zukommen lassen, aber sie zensieren das ja lieber. Das passt auch nicht in ihr Weltbild, oder?

    Schauen Sie sich doch einmal an, wie nach meiner Meinung Journalismus auch aussehen kann.

    Ein Interview mit Otto Schily. Das ist doch alle Mal so aussagekräftig, wie die ständigen Zitate von 1800 schieß mich tot.

    http://www.themen-der-zeit.de/content/Otto_Find_ich.265.0.html

  • #97
    Michael

    @ Michael Kolb

    Mathematikunterricht

    Hauptschule:
    Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50,- Euro. Die Erzeugerkosten betragen 40,- Euro. Berechne den Gewinn!

    Realschule:
    Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50,- Euro. Die Erzeugerkosten betragen4/5 des Erlöses. Wie hoch ist der Gewinn ?

    Gymnasium:
    Ein Agrarökonom verkauft eine Menge subterraner Feldfrüchte für eine Menge Geld (G). G hat die Mächtigkeit 50. Für die Elemente aus G gilt: G ist 1. Die Menge hat die Herstellungskosten (H). H ist um 10 Elemente weniger mächtig als die Menge G. Zeichnen Sie das Bild der Menge H als dieTilgungsmenge der Menge G und geben sie die Lösung (L) für die Frage an: Wie mächtig ist die Gewinnsumme?

    Waldorfschule:
    Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50,- Euro. Die Erzeugerkosten betragen 40,- Euro und der Gewinn 10,- Euro.
    Aufgabe:Unterstreiche das Wort „Kartoffeln“und singe ein Lied dazu.

    Kleine Ergänzung dazu.
    Integrierte Gesamtschule 1999:
    Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50,-. Die Erzeugerkosten betragen 40,-. Der Gewinn beträgt 10,-. Unterstreiche das Wort „Kartoffeln“ und diskutiere mit deinen 15 Mitschülern aus anderen Kulturkreisen darüber. Waffen sind dabei nicht erlaubt.

    🙂

  • #98
    Helmut Junge

    @ Michael: Dieser (alte) Witz ist aufschlußreich. Ich könnte nämlich, wenn ich das Wort Kartoffel unterstrichen hätte, kein passendes Lied dazu singen.
    Öhh, mehr käm da nicht raus. Jedenfalls so spontan.

  • #99
    Michael Kolb

    Doof, wenn zwei Kommentatoren sich den gleichen Vornamen teilen, da kommt man leicht damit durcheinander, wer gemeint ist.

    @Helmut Junge…
    Zwar nicht spontan, aber zum Glück gibt es ja google… 😉
    http://ingeb.org/Lieder/allemens.html

  • #100
    Helmut Junge

    @Michael Kolb…

    Danke für den Tip. Hab laut lachen müssen. So macht bloggen Spaß.

  • #101
    Michael

    @ H. Junge

    Zitat:“Dieser (alte) Witz ist aufschlußreich. Ich könnte nämlich, wenn ich das Wort Kartoffel unterstrichen hätte, kein passendes Lied dazu singen.
    Öhh, mehr käm da nicht raus. Jedenfalls so spontan.“

    einige wenige haben es geschafft 🙂 ….zumindest gleichzeitig unterstreichen und sprechen
    …sind dann Schauspieler und Bauer geworden… aber das ist auch nicht die Regel 🙂

    http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_L%C3%BCttge

  • #102
    Andreas Lichte

    „Die Kartoffel“ – Rudolf Steiner:

    „Also sehen Sie, während wir beim Menschen vom Bauch zum Kopf gehen müssen, von unten herauf, müssen wir bei der Pflanze den umgekehrten Weg machen, von der Blüte zu den Wurzeln. Die Wurzel der Pflanze ist mit dem Kopf verwandt. Wenn wir das bedenken, wird uns gewissermaßen ein Licht aufgehen über die Bedeutung der Kartoffel. Denn die Kartoffel, die hat Knollen; das ist etwas, was nicht ganz Wurzel geworden ist. Man ißt also, wenn man viel Kartoffeln ißt, vorzugsweise Pflanzen, die nicht ganz Wurzel geworden sind. Wenn man sich also beschränkt auf das Kartoffelessen und zu viel Kartoffeln ißt, kriegt man nicht genug in den Kopf hinein. Es bleibt unten in dem Verdauungstrakt. So daß es also so ist, daß mit dem Kartoffelessen die Menschen in Europa ihren Kopf, ihr Gehirn vernachlässigt haben. Diesen Zusammenhang sieht man erst, wenn man Geisteswissenschaft treibt. Da sagt man sich: Seit in Europa diese Kartoffelnahrung immer mehr und mehr überhand genommen hat, seit der Zeit ist der Kopf der Menschen unfähiger geworden.“

    Rudolf Steiner, „Rhythmen im Kosmos und im Menschenwesen – Wie kommt man zum Schauen der geistigen Welt“, GA 350, Elfter Vortrag, Dornach, 18. Juli 1923, S. 203f

    Zum besseren „Verständnis“ der gesamte Vortrag:

    http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3719:elfter-vortrag-dornach-18-juli-1923&catid=248:ga-350-rhythmen-im-kosmos-und-im-menschenwesen&Itemid=19

  • #103
    J. Luiten

    In zwei Kommentare von Kritikern wird Steiner auf schöner Weise verteidigt.
    Im Steinerzitat von Ramon DVJ wird hingewiesen auf die äußerste Gleichheit der Menschen aus anthroposophischer Sicht, dadurch dass jeder Mensch in die verschiedene „Rassen“ nacheinander inkarniert.
    Aus dem Steinerzitat von Andreas Lichte geht klar hervor dass Steiner auch die nicht immer vorteilhafte Merkmale der (weissen) Europäer beschreibt. Die haben also nicht immer eine Vorsprung.

  • #104
    Andreas Lichte

    @ J. Luiten

    Stimmen Sie also mit Rudolf Steiner darin überein, dass es die von Steiner angeführten „Rassen“-Unterschiede bei Menschen gibt?

    Dann sind Sie ein Rassist.

    Können Sie bitte so freundlich sein, den von mir in Kommentar 72, http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschulen-informieren/#comment-38562
    zitierten Vortrag Steiners aus Ihrer anthroposophischen Sicht zu erklären? Insbesondere die spezielle Funktion des „Hinterhirns“ bei Schwarzen, respektive des „Vorderhirns“ bei Weissen.

  • #105
    Michael

    Die Wurzel – Oskar Wilde

    😉

    „Es ist wichtiger, dass sich jemand über eine Rosenblüte freut, als dass er ihre Wurzel unter das Mikroskop bringt.“
    Oscar Wilde

    http://www.wala.de/umwelt/seite3.php

    …. zeitgemäße Kosmetik….

  • #106
    Michael

    @ Andreas Lichte

    Da sind sie ja mal wieder schnell bei der Sache, einen anderen Rassist zu nennen, wenn
    So einfach ist das nicht!
    Lesen Sie doch mal folgendes mit den entsprechenden Jahreszahlen dazu…. 1996 Stellungnahme… Unesco

    http://www.politische-bildung-brandenburg.de/extrem/rassen2.html

    weiterhin:
    Memmi
    ?Rassismus (ist) die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver biologischer Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers ist, mit der eine Aggression gerechtfertigt werden soll?.
    aus: Memmi: ?Rassismus?, Hamburg 1992, S. 151

    Wo ist der Nutzten des angeblichen Anklägers und der Schaden des angeblichen Opfers und vor allen Dingen die Agression, die gerechtfertigt werden soll?????

    Hier noch eine andere Sichtweise:

    Rasse und Wissenschaft

    In den sozialen und politischen Wissenschaften wird der Begriff Rasse meist auf zwei unterschiedliche Arten angewandt. Er kann sich auf die Abkömmlinge eines gemeinsamen Vorfahren beziehen, indem die biologische Abstammung einer Bevölkerung hervorgehoben wird. Mehrheitlich versteht man jedoch darunter eine Klasse oder Art von Individuen mit gemeinsamen Charakteristiken, Erscheinungsbildern und Erfahrungen, von denen man annimmt, dass sie aus einer gemeinsamen Abstammung oder Herkunft herrühren.
    In Europa entstand der Begriff Rasse im 16. Jahrhundert in Zusammenhang mit der Kolonisierung und dem Bestreben nach moderner wissenschaftlicher Klassifikation. Er wurde variabel eingesetzt, um Unterschiede und Ungleichheit bezüglich Abstammung, Art, Stellung und sozialer Klasse zu beschreiben und zu rechtfertigen. Seine spezifische Anwendung ist eng verknüpft mit den sozialen, ökonomischen, kulturellen und politischen Ansprüchen von Individuen oder Gruppen in einer bestimmten zeitlichen Periode. Sein Gebrauch reflektiert tendenziell historische Entwicklungen und politische Anliegen. Als Forschungskonstrukt gehört Rasse zu den ältesten und wichtigsten Themen in der Umfragenforschung.
    In Anerkennung der subjektiven Natur der Klassifizierung von Rassen bedienen sich nur wenige soziale und politische Wissenschaftler rassenbezogener Kategorien, obwohl der Begriff Rasse in den angelsächsischen Sozialwissenschaften als Synonym für ethnische Abstammung verwendet wird. Die drei wichtigsten Forschungsgebiete, die sich mit dem Begriff Rasse im biologischen Sinne befassen, sind derzeit Untersuchungen in den Bereichen Bildungs- und Erziehungsreform, Reform der Wohlfahrtspolitik und Rassismus. Derart betriebene Forschung ist naturgemäß umstritten, weil heute die menschliche Natur eher anhand von sozioökonomischen als von biologischen Faktoren beschrieben wird.
    Obwohl ihre Existenz als biologisches Phänomen sehr umstritten ist, hat die Auffassung von Rasse als soziales Konstrukt weiterhin einen großen Einfluss auf öffentliche Meinung, Vorurteile, Grundsatzdiskussionen und soziale Interaktion.

  • #107
    Helmut Junge

    @ J. Luiten,

    Da haben Sie sich ja jetzt selber reingeritten. Denn, was man bei Steiner zur Not noch als Zeitgeist durchgehen lassen könnte, geht bei einem, der heute lebt, nicht. Jetzt bin ich mal gespannt, wie Sie sich da wieder rauskämpfen wollen. Da hilft auch die Rassismusdefinition von Memmi nicht. Ich würde mich nämlich als Nichteuropäer verletzt fühlen, wenn jemand sagen würde, daß die weiße Rasse den anderen Rassen zur Zeit nur deshalb nicht überlegen ist, weil ihre Angehörigen zu viel Kartoffeln gegessen haben.
    Also hier liegt dann ein Schaden vor, den das Opfer erleidet.

  • #108
    Hans-Florian Hoyer

    … wenn’s denn helfen sollte:

    Http://www.hagalil.com/antisemitismus/deutschland/steiner-7.htm

    „… ein Fehler der Weltgeschichte“? –
    Judentum, Zionismus und Antisemitismus aus der Sicht Rudolf Steiners

    Von Ralf Sonnenberg

    War Rudolf Steiner ein „völkischer Antisemit“? Kritische Kurzbibliografie und Resümee

    Vor allem seit Mitte der neunziger Jahre äußern Autoren den Verdacht, die Anthroposophie transportiere antisemitische bzw. rassistische Inhalte und sei mitunter sogar Wegbereiterin des Nationalsozialismus gewesen.(89) Für kurzweiliges Medieninteresse sorgte ein 2007 bei der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) eingegangener Antrag auf die Indizierung zweier Vortragszyklen Steiners wegen „rassistischer Passagen“, dem jedoch nicht stattgegeben wurde. (90)

    Tatsächlich bediente sich der Gründer der Anthroposophie aus dem Repertoire theosophischer und anderer Rassentheorien (91), auch wenn der Behandlung des Themas „Rassen“ ? sofern dieser Begriff somatische Varietäten und nicht bewusstseinsgeschichtliche Etappen im Sinne theosophischer Terminologie meint ? in Steiners umfangreichem Werk eine recht marginale Stellung einnimmt.(92) Steiner ersetzte zudem ? was von Anthroposophie-Kritikern bisweilen unterschlagen wird ? den von Helena P. Blavatsky in erster Linie zu Periodisierungszwecken verwendeten Begriff „Wurzelrasse“ durch semantisch zutreffendere Ausdrücke wie „Epoche“, „Hauptzeitraum“ oder „Zeitalter“. Blavatskys „Unterrassen“, welche die „Wurzelrassen“ untergliedern sollten, nannte er nach 1907 zunehmend und dann ausschließlich „Kulturepochen“, „Kulturperioden“ oder „Kulturzeitalter“, worin ein deutlicher Versuch gesehen werden kann, rassenbiologische Konnotationen in den Hintergrund treten zu lassen.(93)

    Die zuerst von Julia Iwersen (138) verbreitete, dann von Helmut Zander (139) und Micha Brumlik (140) reproduzierte Kolportage, Steiner habe „die Juden“ für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges verantwortlich gemacht und sei somit als Multiplikator antisemitischer Verschwörungsmythen in Erscheinung getreten, zeigt jedoch, wie ausgeprägt selbst unter renommierten Wissenschaftlern die Bereitschaft ist, sich im Umgang mit devianten Strängen der jüngeren Religions- und Ideengeschichte eher auf Vorurteile zu verlassen denn auf ein sorgfältiges Studium einschlägiger Quellen: Den Kontext der betreffenden Aussage bildete eben nicht die von Iwersen postulierte Schuldzuweisung an Juden, sondern eine Kritik an dem europäischen Nationalismus, der zum Ersten Weltkrieg geführt habe. Den Zionismus nahm Steiner von dieser Kritik nicht aus, sofern dessen politische Programme mit dem europäischen Nationalismus konvergierten.(141)

    Die „Protokolle der Weisen von Zion“, in denen sich der judeophobe Verschwörungsmythos idealtypisch verdichtete, wies Steiner ausdrücklich als „Fälschung“ politisch reaktionärer Kreise zurück.(142) In der Verbreitung der so genannten Dolchstoß-Legende erblickte er den Versuch deutscher Militärs, die Verantwortung für die Niederlage im Ersten Weltkrieg auf politisch missliebige Gruppen abzuwälzen, zu denen vor allem Juden und Kommunisten gehörten.(143) Eine unfreiwillige Pointe liegt freilich darin, dass Steiner den antisemitischen Verschwörungsmythos seiner Zeit zu entkräften suchte, indem er bei einem anderen ? damals nicht minder populären ? Konspirationsglauben Zuflucht nahm: Die „Protokolle“ werden nicht den Juden, sondern den Machinationen fortschritts- und demokratiefeindlicher Jesuiten angelastet.

  • #109
    Andreas Lichte

    @ Hans-Florian Hoyer

    Herr Hoyer verraten Sie den Lesern doch einmal ob Sie das sind:

    http://www.berufsverband-heileurythmie.de/bvhe.html

    „DER BERUFSVERBAND HEILEURYTHMIE (BVHE), Geschäftsführender Vorstand: Hans-Florian Hoyer“

    Warum geben Sie eine internet-Adresse an, die ins Leere führt?

    Warum zitieren Anthroposophen wie Sie nur andere Anthroposophen zur Verteidigung Steiners? Meinen Sie, damit könnten Sie irgendwen überzeugen?

  • #110
    Michael

    Guten Morgen Herr Lichte,

    Wollen Sie jetzt Hern Hoyer outen ? 🙂
    Mensch, gegen sie ist ja Rosa von Praunheim gar nichts, der hat zumindest gewusst, dass er auch ein Elch ist.

    Tic tac tic tac
    die Waldorfschulen informieren:
    tic tac tic tac
    Ist es ihnen entgangen, das ich Ihnen pünktlich zu Silvester die Grundlage für Ihre nicht ausgesprochenen Unterstellung für den Blog in Frage gestellt habe.

    Hier noch einmal:

    „Ich mag auch u.a. pentatonische Musik und bin kein Freimaurer. Die mir unterstellte Unterstellung habe ich so nicht gemacht. Les bitte noch mal meinen Beitrag durch.
    ich habe einfach mal eine Gegenthese aufgestellt. Fakt ist, dass Mozart die Zauberflöte kurz vor seinem Tod geschrieben hat- da wäre er längst aus der Unterstufe der Waldorfschule, in der er ausschließlich pentatonisch ( 1-3 Klasse ) unterrichtet worden wäre. in der Zwischenzeit hätte er sich natürlich um andere Stilrichtungen kümmern können und in aller Ruhe zwischen der 4 ( Korrektur) Klasse und seinem 34 Lebensjahr die Zauberflöte fertig stellen können. Unwahr ist, das Waldorf Schüler während ihrer gesamten Schulzeit nur pentatonische Musik erlernen. Schau dir auch Beitrag 15 dazu an.!“

    tic tac tic tac es ist 8.50 Uhr und ich muss gleich wieder an die Arbeit ( Klientenbesuche, Steuererklärung )

    Man wird doch wohl noch einmal darauf hinweisen dürfen 😉

    Ich habe folgendes Zitat auf einer Antifa_ Homepage gefunden, Das hat mit zum Nachdenken angeregt:

    Wer im Feind den Menschen ignoriert,
    der ist des Menschen Feind.

    Wer für den Frieden kämpft,
    nicht aber für des Feindes Frieden,

    der ist des Friedens Feind.

    Und zuletzt noch ein link, zudem was aus dem Musikunterricht der Waldorfschulen entstehen kann oder besser gesagt, wie sich Menschen entwickeln können trotz „Quinten“ in den ersten 2- oder 3 Klassen . – Anthroposophen wie ich zitieren so etwas gerne oder weisen darauf hin.
    Für den Part, Anthroposophen als dümmliche Anhänger eines Rassisten zu diffamieren sind sie anscheinend zuständig, oder?

    Ansonsten ist ihr Vorwurf des Rassismusses auf der juristischen Ebene gleichzusetzen mit dem Straftatbestand der Volksverhetzung ( zumindest der Schweiz). Klagen Sie doch und nutzen sie die ihnen zur Verfügung stehenden Rechtsmittel! Wenn sie es wirklich ernst meinen, dann sollten Sie das wirklich tun.
    Ich bin darauf gespannt, wie der Staatsanwalt und der Richter (aber dazu wird es erst gar nicht kommen) auf ihrer Klageschrift antworten. Ich nehme an, das Verfahren würde gar nicht eröffnet werden.

    Und nun wie versprochen eine Waldorfschülerbiographie:

    http://www.simongaudenz.com/

  • #111
    Jan Luiten

    Wie ein Richter macht Andreas Lichte aus wer Rassist ist oder nicht. Dabei hat er nicht explizitiert was er genau unter Rassismus versteht. Er bringt ein Zitat und… ja, das ist doch klar das ist rassistisch. Rein gefühlsmäßig. Dagegen habe ich eine wissenschaftliche Definition gebracht. Lichte hat sich nicht über diese Definition ausgesprochen. So haben wir kein Ausgangspunt um zu bestimmen was genau rassistisch ist oder nicht. Das ist ihm wahrscheinlich auch lieber. Nun kann er beliebig diese oder jene als Rassist hinstellen. Und jetzt hat er mich erwischt und bin ich einer. Wenn man sagt er oder sie sei ein Rassist dann ist das eine sehr schwere Beleidigung, wenn er oder sie gerade das entgegengesetzte nachstrebt. Die Meinungsfreiheit ist mir sehr lieb, hat aber doch auch eine Grenze in der Beleidigung.
    Ich glaube fest an die Gleichwertigkeit aller Menschen. Darum sehe ich viel in dem sozialismus und bin Mitglied einer sozialistischen Partei. Ich habe viel gearbeitet mit Menschen aus die verschiedenste Kulturen (u.a. Asylanten) und habe beitragen können an ihre Emanzipation in der Niederländischen Gesellschaft.
    Rassen schreibe ich immer zwischen „…..“ weil Rassen in ursprunglicher Form nicht mehr existieren und übrigens allmählig verschwinden werden. Das man jetzt doch noch von „Rassen“ spricht ist vorübergehend.
    Steiners sozial-politisches Anliegen findet man in einer seiner Hauptwerken: „Die Kernpunke der sozialen Frage“ und in vielen Aufsätzen. Er hat es „Dreigliederung des sozialen Organismus“ genannt. Sie fordert die absolute Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung aller Menschen.
    Wenn Sie Herr Lichte diese Ideen nicht kennen und doch sagen dass Steiner ein Rassist ist, dann sind Sie ein Scharlatan und auch ein Reaktionär weil Sie neue Ideen bekämpfen ohne genau zu wissen warum es geht.

  • #112
    Andreas Lichte

    @ Jan Luiten

    ist doch ganz einfach, Herr Luiten:

    distanzieren Sie sich GANZ DEUTLICH von Steiner. Insbesondere von Rudolf Steiners rassistischem Schwachsinn, den ich in Kommentar 72 zitiert habe, siehe:

    http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschulen-informieren/#comment-38562

  • #113
    Jan Luiten

    Herr Lichte, Sie sind hier die angreifende Partei, der Kritiker.
    SIE sollen doch bitte schön mal erklären was dann so rassistisch ist in den Zitaten. Und dann nicht auf der emotionalen Ebene („jeder sieht doch daß dies rassistisch ist“) aber sachlich. Zeige uns dann auch was Sie unter Rassismus verstehen, ansonsten wissen wir nicht worüber wir hier eigentlich reden.
    Sie können von mir aus auch die Memmi-Definition nehmen und die anwenden auf die Zitaten, mal schauen was da raus kommt.
    Werde bitte mal sachlich und höre auf mit bloß Zeter und Mord zu schreien.

  • #114
    Michael

    @ Jan Luiten

    …. das sehe ich ähnlich mit der Beleidigung. An anderer Stelle meldete sich jemand zu Wort und fühlte sich beleidigt und bat darum, den Blog auszuschalten. ( Zensur)
    Gott sei Dank hat sich dann der „Chefredakteur “ anders entschieden.
    Andreas Lichte möchte hier die Rolle des Anklägers spielen, leider hat er nicht bemerkt, das er dieses de facto nicht ist.
    Herzlichen Gruß!

  • #115
    Michael

    @ Andreas Lichte

    Dieser ganze Blog fußt auf Halbwahrheiten und Unwahrheiten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Ich will nicht Lügen sagen, denn dieses selbst jemanden voraus, der bewusst lügen will. Die Chance der Entwicklung und einer Revision sollte man Herrn Lichte doch lassen!

    Angefangen mit der Unwahrheit, dass an Waldorfschulen ausschließlich pentatonisch unterrichtet würde,
    Weiter geht es dann, mit der Unterstellung, dass an Waldorfschulen keine Medien erlaubt sein.

    Dann die Unterstellung, dass sich streng an eine von Rudolf Steiner vorgegebene Jahrsiebtenlehre gehalten wird und der Mensch an diese Lehre angepasst wird.
    (sorry, was für ein Schwachsinn!!!)

    Dann die Unterstellung, dass lediglich den Worten Steiners gefolgt wird. (es gibt listenweise!!! e i g e n s t ä n d i g e Veröffentlichungen von Waldorfpädagogen).

    Herr Lichte, sie haben nicht die Autorität hier als Kläger aufzutreten.

    Stellen Sie Ihre Unterstellungen richtig, sonst werde ich sie wiederholt darauf hinweisen!!!!

    Es ist ganz einfach: Distanzieren sie sich von dem von ihnen verbreiteten polemischen Schwachsinn.

  • #116
    Andreas Lichte

    @ Jan Luiten

    Sie schreiben: „Herr Lichte, Sie sind hier die angreifende Partei, der Kritiker.“

    Was den Aspekt „Rassismus bei Rudolf Steiner“ angeht, ist das falsch. „Rassismus“ habe ich in meinem Artikel „Die Waldorfschulen informieren“ bewusst ausgespart, er war auch kein Thema des Eltern-Info-Abends der Johannes-Schule. Das Thema „Rassismus“ wurde mir von Anthroposophen in der Diskussion aufgedrängt.

    Daraufhin habe ich Rudolf Steiner zitiert, damit sich jeder Leser selber ein Urteil bilden kann. Jetzt kann der Leser auch noch beurteilen, wie Sie darauf reagieren.

    Ich sage es Ihnen noch einmal:

    Wenn Sie nicht als Rassist erscheinen wollen, dann distanzieren Sie sich GANZ DEUTLICH von Steiner. Insbesondere von Rudolf Steiners rassistischem Schwachsinn, den ich in Kommentar 72 zitiert habe, siehe:

    http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschulen-informieren/#comment-38562

  • #117
    Michael

    @ Andreas Lichte

    Das neue Jahr

    Gott segne das neue Jahr für dich.
    Er segne deinen Winter
    und deinen Frühling,
    deinen Sommer
    und deinen Herbst.
    Er segne deine Pläne
    und lasse gelingen,
    was gut für dich ist und andere.
    Er segne deine guten Vorsätze
    und helfe dir,
    sie in Tat umzusetzen.
    Er schenke dir genügend Arbeit
    und Zeit zur Musse und zum Ausruhen.
    Er schenkte dir Menschen,
    die dir zur Seite stehen, wenn die Tage schwer werden,
    und die sich mit dir freuen,
    wenn du glückliche Tage erlebst.

    Gott segnete dieses neue Jahr für dich,
    und lasse dich zu einem Segen werden.

    Rainer Haak

  • #118
    Michael

    Mozarttagebücher in Hamburg gefunden 🙂

    Soeben erreichte mich die Nachricht, dass die Mozarttagebücher bei Ausgrabungen in Hamburg gefunden wurden.
    Natürlich sollte man vorsichtig sein, bei solchen Meldungen …..

    Hier einangeblicher Auszug aus der frühkindlichen Phase des Genies:

    Kleiner Wal

    Es war einmal ein kleiner Wal,
    dem war die Schule eine Qual.
    Es gibt ja – mancher weiß das nicht-
    für Wale Walpflichtunterricht.
    Dort herrschenden Konsequenz und Strenge,
    hauptsächlichlernt man Walgesänge
    und hat Walpflichten und Walküren …
    der Wal entfloh nach Ibenbüren,
    denn dort gibt’s eine Mozartschule
    in einem Riesenswimmingpoole
    wo Milde und Verständnis walten.
    Dort konnte sich der Wal entfalten.
    Und was nach kurzer Zeit schon klar war,
    war, dass der Wal total genial war.

    Er hatte, fand sein Lehrer Stör,
    das absolute Walgehör
    und schrieb, befreit von aller Enge,
    ganz tolle neue Walgesänge,
    die besser als die alten klingen
    und die heut alle Wale singen.

    Dies lehrt: Das Regelsschulsystem
    ist segensreich und angenehm
    für bodenständige, normale,
    kurz, all die vielen Durchschnittswale,
    jedoch beengend und fatal
    für den total genialen Wal.

    Ganz schön elitär, dieser Mozart, wenn er es denn wirklich geschrieben hat.

    😉

  • #119
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Michael: Und Geniers gehören in überfüllte Klassen der Waldorfschulen mit Lehrern, die keine vernünftige akademische Qualifikation zu haben brauchen und beschäftigen sich mit Zwergen und Elfen… .

  • #120
    Helmut Junge

    @Andreas Lichte,

    Jetzt bleiben Sie aber dem Herrn J. Luiten eine Definition dessen, was Sie alles unter dem Begriff Rassismus einordnen, schuldig!

    Ich finde nämlich, daß Luiten seine Positon (111) in für mich glaubhafter Form dargelegt hat.
    Ich halte ihn nicht für einen Rassisten, nur weil er an Steiner glaubt. Es kann ja auch nicht sein, daß wir wieder Verdächtige zwingen, abzuschwören. Abschwören lassen ist out, megaout.
    Mitglieder des Kukluxklan und faschistische Massenmörder möchte ich nicht in einem Topf mit Leuten stecken, die solch ein wirres Zeug wie Steiner faseln. Schon gar nicht seine Anhänger, die ihren Meister irgentwie rechtfertigen wollen.

    Durch die in Mode gekommene, fast inflationäre Anwendung, des Rassismusvorwurfs, der mittlerweile schon die Mehrheit ganzer Bevölkerungen trifft, erreicht man nur, daß man sich selber als Ausnahme einer bösen Regel darstellt.
    Dann steht man aber alleine da.
    Dann sind nämlich alle Rassisten und dadurch werden die wirklichen rassistischen Verbrecher verharmlost. Das möchte ich aber nicht. Übrigens gibt es bei Wikipedia noch einige weiterreichende Definitionen für Rassismus als die von Memmi. Da können sie sich ja bedienen. Nur werden Sie dann wirklich feststellen, daß Sie und Ihr jeweiliger Diskussionspartner, den Begriff unterschiedlich benutzen.
    Innerhalb der breiteren linken Bewegung wird der Vorwurf gelegentlich als politischer Blattschuß für interne Gegner eingesetzt. Ist mir selber mal passiert. Man hat mir „unterschwelligen“ Rassismus vorgeworfen, weil es vermutlich für einen richtigen Vorwurf nicht reichte. Es war aber eine politische Absicht damit verbunden, über Diffamierung, einem Gegner zu schaden.
    Was die hier zitierten Ansichten von Steiner betrifft, halte ich sie für horrenden Blödsinn. Sie sind ja auch genau deswegen hier zitiert worden, damit man das sofort sieht.
    Wenn so einer wie Michael dann schreibt,:

    (73)Zu Ihrer Frage, ob ich den Rudolf Steiner verstanden hätte:
    Nein , habe ich nicht, letztendlich. S o e i n f a c h i s t d a s, Herr Lichte!
    – Da kann ich dann einfach nur sagen, aus meiner Sicht: Quatsch, kann ich nicht nachvollziehen.
    Allerdings bemerke ich sehr wohl dabei, dass es meine Meinung ist und ein anderer Mensch vielleicht einen ganz anderen Zugang dazu hat.

    denke ich, daß er auch sieht, daß es sich da um blühenden Unsinn handelt, dies aber nicht sagen will. Das ist ihm aber unbenommen. Auch er muß nicht abschwören. Das Beharren auf überholten Ansichten kenne ich von anderen Religionen schon länger. Über die Anthrosophie habe ich erst seit dieser Diskussion nachgedacht.

  • #121
    Andreas Lichte

    @ Helmut Junge

    Brauchen Sie wirklich eine „Definition“, um zu verstehen, dass Steiner Rassist ist, und so etwas wie in Kommentar 72 Zitiertes dem Kriterium „Rassismus“ entspricht?

    Sagen Sie doch einmal das, was Steiner über die Schwarzen äussert, einem Schwarzen … gut, es könnte sein, dass man es Ihnen nachsähe, weil man Sie für unzurechnungsfähig hielte … lesen Sie wirklich einmal den gesamten Vortrag Steiners, der link ist bei Kommentar 72, unten, angegeben:

    http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschulen-informieren/#comment-38562

  • #122
    Andreas Lichte

    @ Helmut Junge

    Hier für Sie auch noch eine Definition für Rassismus – „Rassenhass“ -, die auf Steiner ANGEWANDT wurde, im Verfahren der der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) gegen 2 Bücher Rudolf Steiners:

    ?Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien? (BPjM) zu Rudolf Steiner, ?Geisteswissenschaftliche Menschenkunde?, Original-Wortlaut:

    ?Nach § 18 Abs. 1 S. 2 JuSchG sind Medien jugendgefährdend, wenn sie unsittlich sind, verrohend wirken, zu Gewalttätigkeit, Verbrechen oder Rassenhass anreizen.

    Der Inhalt des Buches ist nach Ansicht des 12er-Gremiums in Teilen als zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen.
    Der Begriff der zum Rassenhass anreizenden Medien konkretisiert das allgemeine verfassungsrechtliche Diskriminierungsverbot des Art. 3 Abs. 3 Satz 1 GG. Mithin ist der Begriff ?Rasse? weit auszulegen. Zum Rassenhass anreizende Träger- und Telemedien sind solche, die geeignet sind, eine gesteigerte, über die bloße Ablehnung oder Verachtung hinausgehende feindselige Haltung gegen eine durch ihre Nationalität, Religion oder ihr Volkstum bestimmte Gruppe zu erzeugen, welche zugleich bei Kindern und Jugendlichen einen geistigen Nährboden für die Bereitschaft zu Exzessen gegenüber diesen Gruppen schafft (Nikles, Roll, Spürck, Umbach; Jugendschutzrecht, 2. Auflage; § 18 Rn. 5). Ein Medium reizt mithin zum Rassenhass an, d.h. stellt Rassenhass als nachahmenswert dar, wenn darin Menschen wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer anderen Rasse, Nation, Glaubensgemeinschaft o.ä. als minderwertig und verächtlich dargestellt oder diskriminiert werden (Ukrow, Jugendschutzrecht, Rn. 284). Auch wenn ein Medium nicht direkt zum Rassenhass anreizt oder aufstachelt, fällt es dennoch unter § 18 Abs. 1 S. 1 JuSchG, wenn es das namentlich aus Art. 3 und 4 GG ersichtliche Toleranzgebot der Verfassung z.B. dadurch verletzt, dass es Kinder und Jugendliche dazu verleitet, andere zu missachten, die eine andere Hautfarbe, einen anderen Glauben und eine andere Weltanschauung haben (Ukrow; a.a.O.; Rn. 284).

    Nach Auffassung des Gremiums finden sich im Achtzehnten Vortrag vom 3.5.1909 (S. 277-294) Textpassagen, die aus heutiger Sicht als Rassen diskriminierend einzustufen sind, weil der Autor darin Menschen verschiedener ethnischer Herkunft aufgrund körperlicher Merkmale in unterschiedliche Wertungsstufen einteilt. Dort wird u.a. ausgeführt:

    Was wäre nun geschehen, wenn nun keine Veränderung innerhalb der Erdentwickelung eingetreten wäre? Dann hätten überhaupt die besten der Seelen der polarischen Länder nicht hineinsteigen können in eine physische Körperlichkeit. Und auf der anderen Seite wäre sozusagen die Bevölkerung um den Äquator herum mehr oder weniger dem Untergange verfallen. Weil sie zu früh in eine physische Leiblichkeit hinuntergestiegen war, verfiel sie ja gerade in jene Laster und Untugenden, die zum Untergange von Lemurien geführt haben. Und die Folge war, dass der beste Teil der Bevölkerung auswanderte in jene Gegenden, die zwischen dem Äquator und den nördlichen Ländern lagen. Denn in den lemurischen Zeiten haben wir die zukunftssichersten Glieder der Menschheit in den Zwischenländern zwischen dem Äquator und dem Nordpol. Gerade am besten entwickelten sich die Menschenleiber, die dann wieder Träger werden konnten der besten Menschenseelen, in jenen Gegenden der alten Atlantis, die in der heute sogenannten gemäßigten Zone lagen. (S. 283)

    Diejenigen Völker, bei denen der Ich-Trieb zu stark entwickelt war und von innen heraus den ganzen Menschen durchdrang und ihm die Ichheit, die Egoität aufprägte, die wanderten allmählich nach Westen, und das wurde die Bevölkerung, die in ihren letzten Resten auftritt als die indianische Bevölkerung Amerikas. Die Menschen, welche ihr Ich-Gefühl zu gering ausgebildet hatten, wanderten nach dem Osten, und die übriggebliebenen Reste von diesen Menschen sind die nachherige Negerbevölkerung Afrikas geworden. Bis in die körperlichen Eigenschaften hinein tritt das zutage, wenn man die Dinge wirklich geisteswissenschaftlich betrachtet. Wenn der Mensch sein Inneres ganz ausprägt in seiner Physiognomie, in seiner Körperoberfläche, dann durchdringt das gleichsam mit der Farbe der Innerlichkeit sein Äußeres. Die Farbe der Egoität ist aber die rote, die kupferrote oder auch die gelblichbraune Farbe. Daher kann tatsächlich eine zu starke Egoität, die von irgendeinem gekränkten Ehrgefühl herrührt, auch heute noch den Menschen von innen heraus sozusagen gelb vor Ärger machen. Das sind Erscheinungen, die durchaus miteinander zusammenhängen: die Kupferfarbe derjenigen Völker, die nach Westen hinübergewandert waren, und das Gelb bei dem Menschen, dem die ?Galle überläuft?, wie man sagt, dessen Inneres sich daher bis in seine Haut ausprägt. Diejenigen Menschen aber, die ihre Ich-Wesenheit zu schwach entwickelt hatten, die den Sonneneinwirkungen zu sehr ausgesetzt waren, sie waren wie Pflanzen: sie setzten unter ihrer Haut zuviel kohlenstoffartige Bestandteile ab und wurden schwarz. Daher sind die Neger schwarz. ? So haben wir auf der einen Seite östlich von Atlantis in der schwarzen Negerbevölkerung, auf der andern Seite westlich von Atlantis in den kupferroten Völkern Überreste von solchen Menschen, die nicht in einem normalen Maße das Ich-Gefühl entwickelt hatten. Mit den Normalmenschen war am meisten zu machen. Sie wurden daher auch dazu ausersehen, von dem bekannten Orte in Asien aus die verschiedenen anderen Gebiete zu durchsetzen. (S. 286)

    Diejenigen, die nach dem Osten hinüberwanderten und die schwarze Bevölkerung wurden, waren stark beeinflussbar durch die Außenwelt, besonders für die Sonnenwirkung, gerade weil sie ein geringes Ich-Gefühl hatten. Nun aber wanderten in dieselben Gegenden, wenigstens in dieser Richtung, Völkerschaften, die ein starkes Ich-Gefühl hatten. Das ist eine Bevölkerung, die sozusagen die östliche Richtung der westlichen vorgezogen hat. Diese hat gemildert die kupferrote Farbe, welche sie bekommen hätte, wenn sie nach Westen gezogen wäre. Und aus ihr entsprang jene Bevölkerung, die ein starkes Ich-Gefühl hatte, das sich die Waagschale hielt mit dem Hingegebensein an die Außenwelt. Das ist die Bevölkerung Europas, von der wir im letzten öffentlichen Vortrag sagen konnten, dass das starke Persönlichkeitsgefühl von Anfang an bei ihr das Wesentliche war. (S. 287)

    Sehen Sie sich diese Farben an, von den Negern angefangen bis zu der gelben Bevölkerung hin, die in Asien zu finden ist. Daher haben Sie dort Leiber, die wiederum Hüllen der verschiedensten Seelen sind, von der ganz passiven Negerseele angefangen, die völlig der Umgebung, der äußeren Physis hingegeben ist, bis zu den anderen Stufen der passiven Seelen in den verschiedensten Gegenden Asiens. (?) So dass wir im Grunde genommen zwei Gruppen von Bevölkerungen haben, welche die verschiedenen Mischungsverhältnisse darstellen: auf europäischem Boden die einen, welche den Grundstock der weißen Bevölkerung bildeten, die das Persönlichkeitsgefühl am stärksten ausgebildet hatten, aber sich nicht dort hinwandten, wo das Persönlichkeitsgefühl den ganzen Leib durchdrang, sondern wo das Ich-Gefühl sich mehr verinnerlichte. Daher haben Sie in Westasien, zum Teil auch in den älteren Zeiten in Nordafrika und in den europäischen Gegenden eine Bevölkerung, die innerlich ein starkes Ich-Gefühl hat, aber äußerlich im Grunde genommen wenig sich verliert an die Umgebung, die innerlich starke und gefestigte Naturen sind, aber diesen inneren Charakter nicht der äußeren Leiblichkeit aufgeprägt haben. Dagegen haben wir in Asien Bevölkerungen, die passive, hingebende Naturen sind, bei denen gerade das Passive im höheren Grade zum Ausdruck kommt. (S. 288)

    Wenn wir jetzt in die Zeiten zurückschauen, können wir sagen: Daran, dass gewisse Bevölkerungsteile der Erde nicht die Möglichkeit gefunden haben, richtig mit der Erdentwickelung Schritt zu halten in der Herausentwickelung ihres Ichs, daran können wir uns die Lehre nehmen, wie viel verfehlt werden kann in bezug auf die Entwickelung des höheren Ichs aus dem niederen Ich. (S. 291)

    Da gab es zum Beispiel in der alten Atlantis Völker, die dann zu Indianern geworden sind, die sich sozusagen verloren haben von der Erdenbevölkerung. (?) Und sie haben dieses Ich so stark entwickelt, dass es bei ihnen bis in die Hautfarbe gegangen ist: sie wurden eben kupferrot. Sie haben sich in der Dekadenz entwickelt. (S. 291/292)

    Das andere Extrem waren die, welche da sagten: Ach, das Ich ist nichts wert! Das Ich muss sich selber ganz verlieren, muss ganz und gar aufgehen, muss sich alles sagen lassen von außen! ? In Wirklichkeit haben sie es nicht gesagt, denn sie reflektierten ja nicht so. Aber das sind die, welche so ihr Ich verleugnet haben, dass sie schwarz davon wurden, weil die äußeren Kräfte, die von der Sonne auf die Erde kommen, sie eben schwarz machten. Nur diejenigen, welche imstande waren, die Balance zu halten in bezug auf ihr Ich, das waren die, welche sich in die Zukunft hinein entwickeln konnten. (S. 292)

    Da gab es auch schon diese drei Teile unter den Menschen: Die einen, die ihr Ich wirklich entwickeln wollten, Neues und immer Neues aufnahmen und dadurch wirklich zu Trägern der nachatlantischen Kultur wurden. Es gab die anderen, die ihren Gottmenschen nur aus sich sprechen lassen wollten, und ihr Ich durchdrang sie mit der kupferroten Farbe. Und die dritten, welche nur nach außen hin den Sinn wandten, und dieser Teil wurde schwarz. (S. 294)?

  • #123
  • #124
    Andreas Lichte

    @ Helmut Junge

    „Rassismus“ ist ein Thema meines Interviews mit den Ruhrbaronen, siehe:

    „Waldorfschule: Vorsicht Steiner“

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-vorsicht-steiner/

    Dort hatte ich die Entscheidung der BPjM schon einmal in einem Kommentar gepostet und auch viele andere – sich wiederholende – Fragen beantwortet.

    Ich zitiere hier nur noch einmal eine Passage aus dem Interview, damit Sie die Tragweite von Steiners Rassismus nachvollziehen können:

    „(…) Ruhrbarone: Sie sagten vorhin, dass in Atlantis ?die Rassen entstehen? ?

    Lichte: Und nach anthroposophischer Auffassung bis mindestens zum Jahre 3573 bestehen bleiben, dann endet die ?Fünfte Nachatlantische Kulturepoche?. ?Rassen? wie ?Rassismus?. Das ist nicht meine Privatmeinung, sondern wurde von einer Deutschen Bundesbehörde, der ?Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien? (BPjM) festgestellt, in ihrer Entscheidung zu zwei Büchern Steiners, Zitat: ?Der Inhalt des Buches ist nach Ansicht des 12er-Gremiums in Teilen als zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen.?

    Die BPjM nahm eine juristische Bewertung vor, sie konnte nur Textstellen beanstanden, die eindeutig ihren juristischen Kriterien entsprachen. Auch beurteilte sie nicht Steiners Gesamtwerk. Das tut der Historiker Helmut Zander in seinem preisgekrönten Monumental-Werk ?Anthroposophie in Deutschland?, Zitat:

    ?Steiner ordnete die Rassen einer Fortschrittsgeschichte zu, in der beispielsweise heutige Indianer als »degenerierte Menschenrasse« im »Hinsterben« (GA 105, 106, 107 [1908]) oder schwarze Afrikaner als defiziente Spezies der Menschen- und Bewusstseinsentwicklung, als »degenerierte«, »zurückgebliebene« Rasse (ebd., 106) erschienen. Umgekehrt habe die weisse Rasse »das Persönlichkeitsgefühl am stärksten ausgebildet« (GA 107, 288 [1909]). Dies sind nur Kernsätze einer Rassentheorie, die Steiner 1904 erstmals formulierte, um sie 1910 in einem komplexen System und in zunehmender Abgrenzung zu theosophischen Positionen auszufalten. Mit seinem Ausstieg aus der Theosophie hat er diese Vorstellungen keinesfalls über Bord geworfen, sondern sie 1923 nochmals in Vortragen vor Arbeitern des Goetheanum in vergröberter, »popularisierter« Form wiederholt, aber ohne Revision im inhaltlichen Bestand. Die weisse war nun »die zukünftige, die am Geiste schaffende Rasse« (GA 349, 67 [1923]). (?) Steiner formulierte mit seinem theosophischen Sozialdarwinismus eine Ethnologie, in der die Rede von »degenerierten«, »zurückgebliebenen« oder »zukünftigen« Rassen keine »Unfälle«, sondern das Ergebnis einer konsequent durchgedachten Evolutionslehre waren. Ich sehe im Gegensatz zu vielen Anthroposophen keine Möglichkeit, diese Konsequenz zu bestreiten.? (…)“

  • #125
    Helmut Junge

    Andreas Lichte,

    Geht`s noch?
    Unterstellen Sie mir bitte nicht, daß ich Steiner in einem einzigen meiner Diskussionsbeiträge verteidigt hätte!
    Was soll das?

  • #126
    Helmut Junge

    Stefan Laurin,(119)

    Heutzutage werden die Texte nicht getanzt, sondern gesampled. Da kann man ellenlange Texte in kürzester Zeit zusammenbasteln, ohne lange nachdenken zu müssen. Damit ballert man dann Freund und Feind mit zu. Sollen die doch gucken was drin steht.
    Und ich bin so blöd, und glaube immer wieder, daß jemand wirklich diskutieren will.

  • #127
    Hans-Florian Hoyer

    @ Andreas Lichte
    a) Kann mich nicht erinnern, diese Adresse hier irgendwo angegeben zu haben. Die haben Sie gegoogelt
    b) Wer sagt denn, dass die Adresse ins Leere führt? Haben Sie Schwierigkeiten bei der Handhabung des Browsers?
    c) Warum zitieren Gegner der Anthroposophie wie Sie immer nur Gegner der Anthroposophie?

  • #128
    J. Luiten

    Herr Lichte, Sie haben recht dass die Diskussion ursprünglich über die Waldorfschulen war und nicht über Rassismus. Man kann aber nicht verkennen dass Sie Steiner jetzt angreifen wegen vermeintlichen Rassismus.
    Wie der Sozialismus strebt auch die Anthroposophie nach Einheit unter den Menschen. Alles was die Menschen verteilt wird in der Anthroposophie nicht als vorteilhaft gesehen, stärker gesagt, führt in die Abgrund hinein.
    Auf vielen Plätzen wird von Steiner auf die Gefahr des Nationalismus hingewiesen, und auf das Aufhetzen der Völker gegeneinander. Das gilt auch für die sogenannten Rassen. Auch für Steiner gibt es eigentlich kein wirkliche Rassen mehr. Sie sind vorübergehend und schon am verschwinden. Dennoch wird um zu kommunizieren von „Rassen“ gesprochen. Es würde gegen die Anthroposophie sein eine „Rasse“ Superiorität zu zusprechen um andere „Rassen“ damit zu verdammen. Das wird von Steiner dann auch nicht gemacht. Er beschreibt Prozesse sowohl bei Weissen als Schwarzen und bei anderen Hautfarben. Die Beschreibungen sind ganz und gar nicht nur vorteilhaft für die Weissen. Er macht in seiner Intention um bestimmte Prozesse zu Beschreiben kein Unterschied. Er fixiert sich nicht auf eine „Rasse“ um die zu bejubeln oder auf eine andere um andere zu verdammen.
    Sie versuchen jetzt meine Kritik daß Sie keine Definition von Rassismus verwenden zu umgehen. Ich unterstelle daß Sie eine Definition lieber nich haben weil es Ihnen viel bequemer ist mit Zitaten zu kommen um auf der emotionalen Ebenen wirken zu können.
    Zum Schluß: Die soziale Dreigliederung fordert gleiche Rechte fúr alle Menschen ohne Unterschied nach Hautfarbe, Gender, Religion, Nationalität, Hetero- oder Homosexualität, kulturelle Herkunft, usw.

  • #129
    Alle reden vom Wetter

    @ J. Luiten

    ich habe eine Definition für Rassismus – „Rassenhass“ – angegeben, in Kommentar 122, klick:

    http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschulen-informieren/#comment-39040

    Sie schreiben: „Es würde gegen die Anthroposophie sein eine ?Rasse? Superiorität zu zusprechen um andere ?Rassen? damit zu verdammen.“

    Das ist falsch: Steiner nimmt dauernd WERTUNGEN von „Rassen“ vor. Aus der Entscheidung der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) zu Rudolf Steiner, Zitat: „Nach Auffassung des Gremiums finden sich im Achtzehnten Vortrag vom 3.5.1909 (S. 277-294) Textpassagen, die aus heutiger Sicht als Rassen diskriminierend einzustufen sind, weil der Autor darin Menschen verschiedener ethnischer Herkunft aufgrund körperlicher Merkmale in unterschiedliche Wertungsstufen einteilt.“

    Sie stellen Behauptungen in den Raum, die durch nichts nachgewiesen sind. Diskutieren Sie doch anhand der vorgestellten Steiner-Zitate, insbesondere in Kommentar 72, klick:

    http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschulen-informieren/#comment-38562

    In dem zitierten Steiner-Vortrag heisst es unter anderem:

    ?Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus. Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.?

    Dabei ist es geblieben, bis zu Steiners Tode.

  • #130
    Stefan Laurin Beitragsautor

    Bringen wir es doch einfach auf den Punkt: Steiner war ein Schwachkopf. Einer der überdrehten Spinner, von denen es zur Jahrhundertwende verdammt viele gab. Die meisten von ihnen sind vergessen. Auf der Basis der Lehre dieses Trottels wurde indes eine ganze pädagogische Schule begründet.

  • #131
    Jan Luiten

    Herr Lichte,
    Ich habe geschrieben:
    ?Es würde gegen die Anthroposophie sein eine ?Rasse? Superiorität zu zusprechen um andere ?Rassen? damit zu verdammen.?
    Sie schreiben:
    „Das ist falsch: Steiner nimmt dauernd WERTUNGEN von ?Rassen? vor“.
    Bitte: Steiner und die Anthroposophie sind nicht eins und dasselbe!
    Steiner bleibt der Gründer, die Anthroposophie wird sich aber über Steiner hinaus entwickeln. Ich finde das sehr wichtig. Die Anthroposophie ist keine geschlossene Lehre. Ich bin aber hier um Steiner zu verteidigen.
    Zeuerst bedenke man dass ein Inviduum (also jeder Mensch ) durch die verschiedene „Rassen“ hindurch geht, so dass Niemand benachteiligt wird. Dies kann man Unsinn finden, das wäre dann eigentlich dogmatisch gedacht. Dogma: „es kann und darf nicht wahr sein was Steiner sagt“.
    Zweitens: „in unserer Zeit wird der Rassencharakter allmählich überwunden“ Steiner in die „Mission einzelner Volksseelen“ Taschenbuchausgabe, S.79.
    Drittens: Die auch von Steiner Entwickelte soziale Dreigliederung fordert gleiche Rechte, also auch für die „Rassen“.
    Zu den Zitaten: Man liest in den Zitaten nicht: Diese „Rasse“ muss vernichtet werden, oder darf nicht da sein oder hat keine Rechte. Er ruft nicht auf eine „Rasse“ aktiv zu bekämpfen, oder sagt dass eine bestimmte Gruppe Schuld ist an der wirtschaftlichen Krise oder so.
    Die Unterschiede die er macht sind nicht „zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers mit der eine Aggression gerechtfertigt werden soll“(Memmi-Definition).
    Es ist klar das man das Wort „Neger“ natürlich nicht mehr nützen darf weil das als verletzend empfunden wird.

  • #132
    Andreas Lichte

    @ Jan Luiten

    Sie schreiben: „Steiner und die Anthroposophie sind nicht ein und dasselbe!“

    „wishful thinking“? „Wunschdenken“?

    Lesen Sie, was der Waldorfschüler Ansgar Martins auf seinem „Waldorf Blog“ dazu schreibt – und kommentieren Sie dort:

    „Steiner = Jesus. Ein Gott, seine Gläubigen, die Ketzer und ein »trojanisches Pferd«“

    http://waldorfblog.wordpress.com/2010/01/08/steiner-jesus-ein-gott-seine-glaubigen-die-ketzer-und-ein-trojanisches-pferd/

  • #133
    Hans-Florian Hoyer

    @ Laurin
    Auf Basis der hier nicht zitierten weiteren Vorträge und Schriften des von Ihnen als Schwachkopf bezeichneten Steiners gibt es auch noch Landwirtschaft, Kliniken, Pharmahersteller, Banken, Kindergärten, Schulen, Altenheime, die allesamt vor sehr vielen Schwachköpfen geschätzt werden und von weiteren Schwachköpfen in den jeweils zuständigen Behörden gefördert bzw. gelten gelassen werden.

    Sie scheinen mit ihrem Pauschalurteil über Steiner real und numerisch doch relativ alleine. ((Aber die Wahrheit war noch nie die Sache der Massen – gell?))

  • #134
    Helmut Junge

    Jetzt habe ich auch mal einen Text kopiert und ballere damit rum. Soll ihn lesen, wer will. Aber ich fühle halt zu Tucholsky
    eine große geistige Nähe. Übrigens möchte ich darauf hinweisen, daß Tucholsky, der Steiner hier regelrecht seziert, das Wort Rassismus nicht benutzt. Warum auch immer, vielleicht ist Steiner in seiner Zeit gar nicht aufgefallen.

    Kurt Tucholsky Kritiken und Rezensionen 1923-1924

    Rudolf Steiner in Paris

    »Abrakadabra kadibar kadabra ?

    Palle ? palle! Muff! Muff! Muff!«

    Zauberer in einem Kindertheater

    Rudolf Steiner, der Jesus Christus des kleinen Mannes, ist in Paris gewesen und hat hier einen Vortrag gehalten. Es war eine streng geschlossene Gesellschaft, man hatte mich nicht eingeladen, und so hatte ich Gelegenheit, den Ausführungen Herrn Steiners zu lauschen.

    Mit Paris hatte die Veranstaltung nicht allzuviel zu tun. Sie fand im Saal einer hiesigen wissenschaftlichen Gesellschaft statt, die nur die Räume, nicht die Wissenschaftlichkeit dazu gegeben hatte, und sie war in der Hauptsache von jenem ein wenig internationalen Mischmasch verbogener Menschen besucht, die ihr Manko auf Steiner abgewälzt haben: wenn aber eine den Geliebten nicht bekommen kann, einer gekündigt, einer überhaupt unbefriedigt ist, so ist das noch kein Grund, in der Philosophie umherzuschludern.

    Steiner trat auf. Der erste Eindruck: Klöpfer als Tartuffe. Auch eine gewisse Ähnlichkeit mit Alfred Abel ist da ? aber ohne dessen schönes Auge. Im ganzen sieht Steiner aus wie ein aus den Werken Wilhelm Buschs entlaufener Jesuit: Bauernschädel, gefalteter Komödiantenmund, Augen, die sich beim Sprechen nervös schließen und nur manchmal ? in ff. Dämonie ? die Zuschauer ansehen. Man hatte mir gesagt, dass ganze Nationen diesem Zauber unterliegen.

    Ich habe so etwas von einem unüberzeugten Menschen überhaupt noch nicht gesehen. Die ganze Dauer des Vortrages hindurch ging mir das nicht aus dem Kopf: Aber der glaubt sich ja kein Wort von dem, was er da spricht! (Und da tut er auch recht daran.)

    Der Prophet sprach deutsch. Nach je zehn Minuten pausierte er, und dann übersetzte Jules Sauerwein vom Matin das, was er gesagt hatte, ins Französische, übrigens ausgezeichnet.

    Das Ganze war ausdrücklich als einleitender Vortrag angesagt, ich kann also verlangen, dass ich bei einigermaßen gutem Willen zum mindesten verstehe, was da vorgetragen wird. Es ergab sich, aus dem verblasenen und in mißverstandener Terminologie abgefaßten Zeug herausgeschält, dies:

    Der Mensch ist imstande, durch schärfste Konzentration zu drei Stufen der Erkenntnis vorzudringen: zu der imaginären, der inspirierten und der intuitiven. Nun wäre der Spott über die menschliche Unbeholfenheit, von diesen Dingen zu Neulingen klar zu sprechen, sehr billig ? ich weiß, wie schwer es ist, einem Blinden klarzumachen, was das bedeutet: violett. Und da gibt es nur ein Kriterium dafür, ob jemand die Wahrheit sagt oder schwindelt: das ist die kristallklare Selbstüberzeugtheit.

    Nichts davon.

    Sein Gerede wimmelte von Fehlern: ob ein Bügeleisen wirklich heiß oder nur »eingebildet heiß« sei, zeige das Leben. Das ist falsch. Schon Charcot hat herausgefunden, dass Hysterische sich am kalten Eisen »wirklich« verbrennen, und dass diese Empfindungen rein subjektiv sind. Wenns mulmig wurde, rettete sich Steiner in diese unendlichen Kopula, über die schon Schopenhauer so wettern konnte: das Fühlen, das Denken, das Wollen ? das »Seelisch-Geistige«, das Sein. Je größer der Begriff, desto kleiner bekanntlich sein Inhalt ? und er hantierte mit Riesenbegriffen. Man sagt, Herr Steiner sei Autodidakt. Als man dem sehr witzigen Professor Bonhoeffer in Berlin das einmal von einem Kollegen berichtete, sagte er: »Dann hat er einen sehr schlechten Lehrer gehabt ?!«

    Und der Dreigegliederte redete und redete. Und Sauerwein übersetzte und übersetzte. Aber es half ihnen nichts. Dieses wolkige Zeug ist nun gar nichts für die raisonablen Franzosen, die grade in der Philosophie eine außerordentlich klare und präzise Ausdrucksweise lieben (daher sie selbst für die echten Mystiker wie Angelus Silesius nicht viel übrig haben). Neben mir saß ein alter Herr mit den vernünftigen, braunen Augen des gebildeten Franzosen: sie tränten ihm ? so litt er unter der Schläfrigkeit. Die Zuhörer schliefen reihenweise ein; dass sie nicht an Langerweile zugrunde gingen, lag wohl an den wohltätigen Folgen weißer Magie.

    Immer, wenn übersetzt wurde, dachte ich über diesen Menschen nach. Was für eine Zeit ?! Ein Kerl etwa wie ein armer Schauspieler, der sommerabends zu Warnemünde, wenns regnet, im Kurhaus eine »Réunion« gibt, alles aus zweiter Hand, ärmlich, schlecht stilisiert … und das hat Anhänger ?! Wie groß muß die Sehnsucht in den Massen sein, die verlorengegangene Religion zu ersetzen! Welche Zeit ?!

    Sein »Steinereanum« in der Schweiz haben sie ihm in Brand gesteckt, eine Tat, die durchaus widerwärtig ist. Es soll ein edler, kuppelgekrönter Bau gewesen sein, der wirkte wie aus Stein. Er war aber aus Holz und Gips, wie die ganze Lehre.

    Der Redner eilte zum Schluß und schwoll mächtig an. Wenns auf der Operettenbühne laut wird, weiß man: Das Finale naht. Auch hier nahte es mit gar mächtigem Getön und einer falsch psalmodierenden Predigerstimme, die keinen Komödianten lehren konnte. Man war versucht, zu rufen: Danke ? ich kaufe nichts.

    Der Redner hatte geendet. Mäßiger Beifall pritschelte. Auch zu Anfang waren nur zwei Reihen Unentwegter ehrfürchtig bei seinem Nahen aufgestanden, wie vor einem Gott oder einem besiegten General.

    Und nur eines kann ich nicht verstehen, wenn ich die Figur dieses Menschen betrachte, der mit Hartleben herumgesoffen hat, und von dem man sagt, er habe in diesen fröhlichen Kneipnächten die Figur des »Serenissimus« erfunden ?:

    Christian Morgenstern liebte ihn. Dieser feine, gütige, hohe und tiefe Geist liebte Rudolf Steiner. War das Weltfremdheit? Ist dennoch wirklich etwas hinter dem Gerede dieses unüberzeugten, unsereinen nicht überzeugenden, geschwollenen Predigers? Spricht das gegen Morgenstern? Für Steiner? Ich weiß es nicht.

    Ignaz Wrobel

    Die Weltbühne, 03.07.1924, Nr. 27, S. 26.

    Quelle: www.textlog.de

  • #135
    Andreas Lichte

    @ Helmut Junge

    Danke für den Tucholsky-Text! Ich finde ihn schon lange sehr gut … so gut, dass folgendes entstanden ist:

    http://www.novo-magazin.de/88/novo8856.htm

    „Rudolf Steiner in Berlin

    Von Markus Beauchamp, Nicole Glocke und Andreas Lichte.

    Rudolf Steiner, der Jesus Christus des kleinen Mannes, ist in Berlin und hält hier Vorträge. Das ?Seminar für Waldorfpädagogik Berlin? hat ihm dazu die Räume und die Stimmen gegeben: Mit tausend Zungen verkünden die Dozenten des Waldorf-Seminars die Botschaften ihres ?Menschheitsführers?, die sie aus der geistigen Welt empfangen, bzw. aus der 370-bändigen Steiner-Gesamtausgabe. Das Publikum besteht aus angehenden Waldorf-Lehrern, in der Hauptsache verbogenen Menschen, die ihr Manko auf Steiner abgewälzt haben: Wenn aber eine den geliebten Arbeitsplatz nicht bekommen kann, Hartz-IV-Empfängerin ist, einer überhaupt unbefriedigt ist, so ist das noch kein Grund, in der Pädagogik herumzuschludern.

    Wir haben so etwas von unüberzeugten Menschen überhaupt noch nicht gesehen. Die ganze Dauer der Vorträge hindurch geht uns das nicht aus dem Kopf: Aber die glauben ja kein Wort von dem, was sie da sprechen! (Und da tun sie auch recht daran.)

    Wenn?s mulmig wird, retten sich die Dozenten in diese unendlichen Kopula, über die schon Schopenhauer so wettern konnte: das Fühlen, das Denken, das Wollen ? das ?Seelisch-Geistige?, das Sein. Je größer der Begriff, desto kleiner bekanntlich sein Inhalt ? und die Dozenten hantieren mit Riesenbegriffen.

    Immer, wenn die Dozenten Steiners Botschaften aus der geistigen Welt übersetzen, denken wir über diese Menschen nach: Was für eine Zeit! Kerle, etwa wie arme Schauspieler, die sommerabends zu Dornach, wenn?s regnet, im ?Goetheanum? eine ?Konferenz? geben, alles aus zweiter Hand, ärmlich, schlecht stilisiert … und das hat Anhänger! Wie groß muss die Sehnsucht in den Massen sein, die verlorengegangene Religion zu ersetzen! Welche Zeit!

    (…)“

  • #136
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Helmut: Super Text! Vielen Dank!!!
    @Hans-Florian Hoyer: Die meisten Menschen kaufen ihr Essen nicht bei Demeter, vertrauen einem ordentlichen Arzt und gehen lieber auf Hochschulen die nicht ständig von der Schließung bedroht sind und wegen mangelnder wissenschaftlicher Leistungen abgemahnt werden. Beschäftigen sie sich mal mit der Wendezeit vom 19. zum 20. Jahrhundert – nie wieder gab es so viele überspannte Gestalten die sich so intensiv mit Unsinn beschäftigt haben. Steiner war einer von Ihnen und seine Wirkung ist zum Glück recht begrenzt geblieben. Die allermeisten Menschen bekommen von diesem Unfug doch nichts mit.

  • #137
  • #138
    Christoph Buchacher

    Na ja ein echter Lichte,

    so weit ich weiss haben sich die Eltern über ihn ziemlich aufgeregt.
    Aktion Kinder des Holocaust, Gebrüder Grand, und jetzt Lichte….
    Gell, so kann man sich richtig wichtig machen, wenn mann als „Gutachter und Sachverständiger“ nicht mehr so gehört werden will. Ein Blog ist doch da noch die einzige Möglichkeit zur 5-Minuten Berühmtheit….

    Es gibt solche und solche Schulen. Doch die Lehererin des Abends an der Johannes-Schule-Berlin hatte sich ausdrücklich an Eltern gewand.
    Und … Schau mal Kuck, welch soziales Engagement…. Sie hat in den Favelas in Brasilien mehrere Jahre unentgeldlich Kinder unterrichtet. Sie kennt mehr als nur die Waldorfpädagogik. Sie hat lange auf Einkommen Sicherheit und Rentenpunkte verzichtet.

    Herr Lichte, na wie ist denn das mit dem sozialen Engagement bei Ihnen ???
    Erst Handeln, dann schwafeln, Herr „Ober“-Sachverständiger
    Gruß
    Christoph Buchacher

  • #139
    mambo

    „quatsch in einigen kommentaren“

    der allergrösste quatsch hier überhaupt: der müll, den steiner erzählt

    die grösste leistung der anthroposophie: dass sie der öffentlichkeit seit 100 jahren verbergen konnte, was für ein geisteskranker rudolf steiner war

  • #140
    Hans-Florian Hoyer

    @ rambo
    Die Anthroposophie läßt die Wenigsten kalt. Schon zu Steiners Zeiten hat es haßerfüllte Gegner gegeben. Seit fast 100 Jahren sind die Texte öffentlich und werden alles andere als verheimlicht.
    Die Gegner haben jeweils mit Energie gekämpft, letztendlich haben sie nichts erreicht. Ist die Welt halt selbst schuld, dass sie so dumm ist a) auf die Anthroposophie reinzufallen, und b) nicht auf die Warner zu hören.

  • #141
    J. Luiten

    Herr Lichte,
    man soll unterscheiden zwischen der Anthroposophie und der Anthroposophischen Subkultur.
    In großen ganzen ist die anthroposophische Subkultur auch für mich eine traurige Angelegenheit.
    Ich habe zu kämpfen mit Kritikern wie Sie UND mit dieser Subkultur. Steiner war ein Mensch. Wenn man ihn anders sieht tut man ihm Unrecht.
    2
    Die Anthroposophie wird sich tatsächlich über Steiner hinaus entwickeln. So sah Steiner das auch. Die Anthroposophie ist letztendlich eine Methode. Eine Methode generiert immer neue Erkenntnisse(vorausgezetzt das auch wirklich mit dieser Mehtode gearbeitet wird).
    3
    Es wird viel geschimpft hier. Bedenke: als man die Mikroskop oder die Teleskop noch nicht hatte, hat man die Wissenschaftler die damit Wahrnehmungen machten auch für verrückt erklärt. So hat die alte Kirche sich Gallileo Gallilei gegenüber ernsthaft blamiert. Jetzt blamieren viele Leute sich die Geisteswissenschaft gegenüber. Unter diesen Leuten leider also auch Tucholsky (mit Dank an Herrn Junge)
    4
    Ich glaube daß einen neuen Diskurs über den Rassismus-Begriff notwendig ist. Jetzt wird eine viel zu enge Definition gehandhabt. Man darf fast keine Unterschiede mehr machen. Die Leute SIND aber verschieden. Man soll nur nicht (negativ) diskriminieren (= menschen nicht beurteilen oder behandeln auf Grund ihrer persöhnlichen Qualitäten sondern auf Grund der Merkmalen einer Gruppe zu der sie gehören).

  • #142
    solaris

    das schlimme ist die gier der walddorfschulen nach geld

    ahriman lässt grüssen

    ein bordellbesitzer(siehe schwäbisch gmünd) bekommt seine 3 kinder problemlos auf die walddorfschule,natürlich bei entsprechender spende,eine arbeiterfamilie hat da wenig chancen ,das ist zum kotzen.

  • #143
  • #144
    solaris

    Natürlich haben auch die Kinder eines bordellbesitzers eine vernünftige Ausbildung verdient.
    Es geht aber in dem Fall darum,dass man sich in der walddorfschule wegen ihrer Geldgeilheit schulische Ausbildung kaufen kann.
    Christus,Sokrates und Buddha gaben ihre Lehren allen und
    kostenlos,sie könnten doch vorbild sein .

    Die anthroposophische Bewegung ist leider zu einer oberflächlichen Sozialreformbewegung ohne Tiefgang geworden.

    die verteufelung der Jesuiten einerseits und die Ablehnung Tombergs der Steinernachfolger(bes. von Marie Steiner) entlarvt die momentan führenden köpfe als kalte ideologen. Wachsen oder Bauen.

  • #145
    Philip

    @solaris
    Hat die Waldorfschule die Kinder einer Arbeiterfamilie (womöglich zugunsten der Bordellbesitzerkinder) abgelehnt oder wird das nur gemutmaßt?
    Mir fiel gleich die Ungleichbehandlung von Privat- und Kassenpatienten beim Arzt ein. Dort ist Fakt, dass die meisten wenn nicht alle Ärzte ihre Praxis dichtmachen könnten, hätten sie keine Privatpatienten.
    Eine Privatschule hat nunmal zu schauen, wo die Knete herkommt, auch wenn – im Falle der meisten Waldorfschulen soweit ich informiert bin – ein großer Teil staatlich gefördert ist.

  • #146
    Hans-Florian Hoyer

    @solaris
    Wer hat denn Christus usw. etwas zu essen gegeben? Hatten die auch Gebäude zu bauen und zu unterhalten?
    Wenn Sie Anthroposophen, die möglicherweise in höherem Maße kritikwürdig sind als der sonstige Bundesbevölkerungsdurchschnitt, schon kritisieren wollen, sollten Sie nicht allzu naiv vorgehen.

  • #147
    Andreas Lichte

    @ Philip

    Du fragst: „Hat die Waldorfschule die Kinder einer Arbeiterfamilie (womöglich zugunsten der Bordellbesitzerkinder) abgelehnt oder wird das nur gemutmaßt?“

    In diesem speziellen Fall weiss ich es nicht.

    Grundsätzlich gilt: Waldorfschulen sind „Ausländerfreie Zonen“ und Schüler aus „sozial schwachen Verhältnissen“ gibt es in Waldorfschulen so gut wie gar nicht. Vergleiche:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-vorsicht-steiner/#comment-37883

  • #148
    Philip

    @Andreas

    ja, gut, mir ging es gerade um die Arbeiterfamilie, deren Kinder jetzt womöglich in die Röhre gucken, weil die Waldis wegen ihrer Gier lieber Kinder aus zwielichtigem Milieu mit Geld nehmen, als Arbeiterkinder mit normal viel oder wenig Geld.

    Das mit den Ausländern finde ich auch interessant. Wieviel weniger Ausländer und arme Kinder gibt es denn an Waldorfschulen verglichen mit anderen Privatschulen? Kenne eine private Montessorischule im Rheinland, da scheint es mit sozial schwachen und Ausländerkindern auch nicht so weit her. Oder lässt sich das nicht vergleichen? Weiss ja nicht, inwieweit Montessori- mit Waldorfschulen zu tun haben.

  • #149
    Hans-Florian Hoyer

    @Lichte
    Statt im Nebel zu rühren sollten Sie mal zu Kenntnis geben:

    http://www.bildungsoekonomie-waldorf.de/pdfs/aktuelles/wirtschaftl-lage2009.pdf

    Die Freien Waldorfschulen sind die einzigen Schulen, die jedes Jahr über die Präsentation eines
    Gesamtjahresabschlusses nahezu aller Schulen ihren Haushalt komplett offen legen; damit übernehmen
    sie bereits seit Jahrzehnten eine besondere Vorbildfunktion in der Bildungslandschaft.
    Aufgrund der Tatsache, dass die Freien Waldorfschulen öffentliche Mittel erhalten entspricht die
    Offenlegung ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse auch dem Anspruch der Öffentlichkeit auf Dokumentation
    und Transparenz öffentlicher Mittelempfänger. Zwar wird jede einzelne Schule bereits von der
    für sie zuständigen öffentlichen Stelle im Sinne eines Verwendungsnachweises auf Herz und Nieren
    geprüft, aber ein konsolidierter Jahresabschluss aller Mitgliedschulen kommt dieser gesamtgesellschaftlichen
    Verpflichtung nach Transparenz weitergehend nach.

    Wo ist bloß das viele Geld von den Bordellbesitzern?
    Womöglich auf einem Nummernkonto in der Schwyz?

  • #150
    solaris

    mir gehts nicht um bordellbesitzer oder arbeiter

    was zum kotzen ist ,ist die heuchelei der waldorfianer

    sie geben sich als sehr sozial,du findest aber weder ausländer noch sozial schwache bei ihnen auf ihren so sozialen schulen.

    die tatsachen decken ihr sozialgeschwafel als heuchelei auf
    und die tatsachen sind nun mal der beste prüfstein,da können sie noch so viel von drei oder viergliederung faseln.wobei steiner mit sicherheit ein grosser geist war,den ich auch gerne lese.

  • #151
    Hans-Florian Hoyer

    @solaris
    „sie geben sich als sehr sozial,du findest aber weder ausländer noch sozial schwache bei ihnen auf ihren so sozialen schulen.“

    Das ist ein ziemlich einseitiges Urteil, das sich nicht mit der Wirklichkeit deckt.
    a) der Ursprung war für Arbeiterkinder der Waldorf Astoria Fabrik.
    b) ich bin kein Waldorfschüler, kenne aber mindestens eine persönlich und kann die elitäre Geldgeilheit nicht bestätigen.
    c) Es gibt WS in der ganzen Welt und gerade in sozialen Brennpunkten. Beispiel WS Nairobi, dort habe ich ein Patenkind. In Südafrika, in Brasilien Favela, in Sibirien überall kümmern sich die Heuchler um sozial Schwache.

    Wachen Sie auf für die Realität ….
    und tschüss

  • #152
    Andreas Lichte

    @ Hans-Florian Hoyer

    „Wachen Sie auf für die Realität …“:

    “Rudolf Steiners Rassenlehre – Wie der „Bund der Freien Waldorfschulen“ Steiners Rassismus vertuscht

    von Ansgar Martins [Waldorfschüler]

    (…) Statt Aufarbeitung und sachlicher Distanzierung von Steiners rassistischem Unfug geht es den Autoren [Lorenzo Ravagli und Hans-Jürgen Bader] und dem Herausgeber „Bund der Freien Waldorfschulen“ nur um Abwehr und Apologie (…).”

    http://www.ruhrbarone.de/rudolf-steiners-rassenlehre/

  • #153
    Andreas Lichte

    Hier ein Bericht über eine andere (Des-) Informationsveranstaltung der Waldorfschulen:

    „Wochenend-Ausflug ins Waldorf-Märchenland“

    http://blog.gwup.net/2010/04/18/wochenend-ausflug-ins-waldorf-marchenland/

  • #154
    Andreas Lichte

    Am 5.5.2010 lud das „Ministerium für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt“ zum 17. Facharbeitsgespräch „So genannte Sekten und Psychogruppen“ ein.

    Thema: die Waldorfschule

    Die Freie Waldorfschule Magdeburg stellte sich selber dar: die totale Desinformation.

    Die Waldorfschule hatte auch noch den hardcore-Anthroposophen Friedhelm Garbe, Leiter des “Fernstudium Waldorfpädagogik”, für einen Vortrag engagiert. Garbe hielt eine monumentale Laudatio auf Rudolf Steiner, Stichworte:

    Steiner kam aus den Naturwissenschaften

    war dann bedeutender Philosoph

    hat das “Standardwerk” “Philosophie der Freiheit” geschrieben

    Steiner hat wegbereitende Leistungen auch auf dem Gebiet der Landwirtschaft und Medizin vollbracht

    und war natürlich der GRÖSSTE Innovator der Pädagogik, den es je gab …

    .

    … aber in der Waldorfschule spielt Steiner nach Aussage von Garbe keine Rolle …

    .

    Meine Frage, die gut ankam, vom Publikum aufgegriffen wurde:

    “Wenn Steiner DAS Universalgenie ist, warum spielt er dann in der Waldorfschule gar keine Rolle?”

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  • #156
    Andreas Lichte

    “Drei Gründe für die Waldorfschule

    (…) Viele Eltern wissen aber ganz genau, was sie tun, wenn sie sich für eine Waldorfschule entscheiden. Im folgenden werden drei Gründe für deren Schulwahl behandelt, die ich vorweg als Thesen formuliere:

    These I: Die Leistungen des Kindes sind zu schwach, um auf einer öffentlichen Schule zu bestehen. An der Waldorfschule sind die Abschlüsse leichter.

    These II: „Man bleibt gern unter sich“ – Besserverdienende wollen eine Schule ohne Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen und ohne Ausländer.

    These III: „Man bleibt gern unter sich“ – in der Waldorfschule teilt man die „alternativen“, esoterischen Überzeugungen der Eltern. (…)”

    zum Artikel: http://www.ruhrbarone.de/drei-grunde-fur-die-waldorfschule/

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  • #159
    Andreas Lichte

    Das Dossier zur Waldorfschule und zur “Ausbildung” von Waldorflehrern am “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin”:

    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_dossiers/waldorfschule_anthroposophie/

    “Waldorfschule & Anthroposophie”

    Markus Beauchamp, Nicole Glocke, Andreas Lichte: “Rudolf Steiner in Berlin”
    Markus Beauchamp, Nicole Glocke und Andreas Lichte über den Begründer der Waldorf-Pädagogik.
    Novo88 (5-6 2007), S. 56, http://www.novo-magazin.de/88/novo8856.htm

    Nicole Glocke: “Inkarnieren zum Klavier”
    Nicole Glocke über ihre Erfahrungen am Seminar für Waldorfpädagogik in Berlin.
    Novo88 (5-6 2007), S. 57-59, http://www.novo-magazin.de/88/novo8857.htm

    Andreas Lichte: “Die Welt in meinen Füßen”
    Andreas Lichte über die Seriosität von Waldorfschulen.
    Novo82 (5-6 2006), S. 16-18, http://www.novo-magazin.de/82/novo8216.htm

    Andreas Lichte: “Vom zweifelhaften Erfolg der Waldorf-Pädagogik”
    Andreas Lichte über esoterische Anthropologie und deren Unvereinbarkeit mit aufklärerischer Bildung.
    Novo 73/74 (11 2004-02 2005), S. 22-24, http://www.novo-magazin.de/73/novo7322.htm

    Andreas Lichte: “Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand”
    Erlebnisbericht eines Hospitanten, der das Weite suchte.
    Novo71 (7-8 2004), S. 38-43, http://www.novo-magazin.de/71/novo7138.htm

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  • Pingback: Waldorf Schools: Rudolf Steiner’s books are “an incitement to racial hatred”, says BPjM | Ruhrbarone

  • #162
    150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

    „150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

    Am 27. Februar 2011 feiert Rudolf Steiner, Begründer der Waldorfschulen, seinen 150 Geburtstag. Doch nicht überall huldigt man dem „Universalgenie Steiner“. In der Neuen Zürcher Zeitung, NZZ, erschien eine Artikelserie, die es Steiner- und Waldorf-Anhängern unmöglich macht, weiter zu behaupten: „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“ Von unserem Gastautor Andreas Lichte.

    Endlich! Endlich schreibt auch eine „normale“ Tageszeitung Klartext über Rudolf Steiner. Andreas Hirstein, Ressortleiter Wissen der NZZ, legt eindrucksvoll dar, was bereits auch bei den Ruhrbaronen zu erfahren war: Dass Steiner ein selbsternannter Hellseher und notorischer Rassist ist. (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/150-jahre-rudolf-steiner-–-„aber-ich-hab’-doch-nichts-davon-gewusst“/

  • #163
    Andreas Lichte

    Als Beispiel dafür, wie Anthroposophen Rudolf Steiners Rassismus leugnen, hier ein Kommentar aus einer längeren, aufschlussreichen Diskussion:

    http://www.ruhrbarone.de/150-jahre-rudolf-steiner-–-„aber-ich-hab’-doch-nichts-davon-gewusst“/comment-page-4/#comment-84610

    #171 | Andreas Lichte sagt am 30. April 2011 um 18:05

    @ Hans-Florian Hoyer

    Sie schreiben: “Aus dem Vortrag ist für mich weder Rassismus noch psychische Erkrankung ablesbar.”

    Das muss wohl daran liegen, dass Sie Ihr Leben Rudolf Steiner verschrieben haben – Anthroposoph sind –, und gleichzeitig von Rudolf Steiner leben – eine sehr PRAKTISCHE Kombination.

    Das Deutschlandradio Kultur zitierte aus diesem Vortrag Steiners – als EINDEUTIGEN Beleg für Rudolf Steiners Rassismus – Zitat:

    …………………………………………….

    “Tatsächlich hat sich Rudolf Steiner rassistisch geäußert. Zum Beispiel in seinem Vortrag “Vom Lebens des Menschen und der Erde”, den Steiner 1923 in Dornach gehalten hat.

    Z5: Zitator:
    Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.
    [Quelle: http://bit.ly/gO06Yu”

    …………………………………………….

    Ändern wird sich an Hans-Florian Hoyers Weltsicht natürlich nichts:

    sollte sich Hans-Florian Hoyer etwa nach einem neuen Arbeitsplatz umschauen? Unmöglich.

    sollte sich Hans-Florian Hoyer etwa einen neuen Hellseher suchen? Unmöglich. Es kann doch nur einen geben: Rudolf Steiner!

  • #164
    “Waldorfianer” eine Sekte

    “Hopmann sieht bei “Waldorfianern” eine Sekte

    Überhaupt sieht er [Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Universität Wien] in den Schriften Steiners ein “Gemengelager aus dem, was im 19. Jahrhundert populär war. Die Lehre ist eine Mischung aus Rassentheorie, Welttheorie, Astraltheorie, Weltuntergang und Atlantis”. Dass die Anhänger von Steiner sagen, dass es ihnen vor allem um das Kind gehe, klinge zwar “freundlich”, gemeint sei damit aber, dass sie das Kind als “Spielfläche für die eigenen Pädagogik” verwenden würden. “Denen geht es um das Kind so wie es der Bank ums Geld geht”, so Hopmann.

    Wenn man seinem Kind einer Sekte aussetzen wolle und will, dass es nach der Lehre von Steiner unterrichtet wird, dann könne man das aber natürlich machen. “Das ist das Recht der Eltern”. Dass manche Kinder schadenfrei aus der Waldorfschule kommen können, sei nur ein Beweis dafür, dass starke Kinder und ihre Eltern den Schaden ausgleichen können. (…)”

    http://derstandard.at/1304553480433/derStandardat-Reportage-Mit-Schlingenmalen-zum-Schreiben-finden

    derStandard.at, LISA AIGNER, 05. Juni 2011, “Mit Schlingenmalen zum Schreiben finden”

  • #165
    Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“

    “Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie. Das Interview führte Andreas Lichte für die Ruhrbarone (…)

    Hopmann: Waldorfschulen wollen nicht im allgemein üblichen Sinne „individualisieren“, d.h. die je einzigartige Persönlichkeit eines Kindes achten. Vielmehr werden entsprechend den Waldorflehren die Kinder unterschiedlichen Charaktertypen, Entwicklungsstufen, Seeleneigenschaften usw. zugeordnet, denen sich dann die jeweilige pädagogische Behandlung unterordnen soll. Gehörst du zum Typ A, richtet sich die Behandlung nach Verfahren B usw. Man kann das recht gut kennenlernen, wenn man sich ansieht, wie Rudolf Steiner selbst in seinen Lehrerkonferenzen Einzelfälle analysierte. Es ging ihm nicht um konkrete Individuen, sondern darum, jedes Kind in eine anthroposophische Kategorie zu pressen. (…)“

    das vollständige Interview: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  • Pingback: Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte | Ruhrbarone

  • #167
    Andreas Lichte

    „Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte

    Prof. Dr. Peter Loebell, Dozent an der anthroposophischen Freien Hochschule Stuttgart, behauptet, dass die für die Waldorfpädagogik zentrale „Jahrsiebte-Lehre“ Rudolf Steiners mit der empirischen Forschung vereinbar sei (…)

    (…) Aha. Das sieht der „geschulte Hellseher“ Rudolf Steiner. Aber warum meint Loebell, sich auf Steiner berufen zu können? Ist Loebell selber „geschulter Hellseher“? Oder plappert er einfach nur nach, was ihm Rudolf Steiner vorgesagt hat? Das möchten wir bei einem „Prof. Dr.“ doch nicht hoffen! (…)“

    zum Artikel: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-prof-peter-loebell-verkauft-rudolf-steiners-jahrsiebte/

  • #168
    Andreas Lichte

    “Die Sekte und die Schule – Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann im Interview über die Waldorfschule

    Ende Dezember 2011 gibt es in Deutschland 227 Waldorfschulen. Betrieben werden sie von der „Anthroposophie als Ersatzreligion des Bildungsbürgertums“, so „Die Zeit“. Bis heute ist Rudolf Steiner (1861–1925), Begründer der Religion Anthroposophie, unangefochtener Guru der Waldorfschulen. Das erstaunt doch sehr:

    – Rudolf Steiner ist selbsternannter Hellseher, behauptete, in der „Akasha-Chronik“, einem „Geistigen Weltengedächtnis“ im „Äther“ lesen zu können.

    – Rudolf Steiner ist Rassist, sein Programm in Kürze, Zitat Steiner: „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.“

    – Rudolf Steiner hatte keinerlei pädagogische Ausbildung, Kurt Tucholsky schreibt: „Man sagt, Herr Steiner sei Autodidakt. Als man dem sehr witzigen Professor Bonhoeffer in Berlin das einmal von einem Kollegen berichtete, sagte er: »Dann hat er einen sehr schlechten Lehrer gehabt –!«“

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie: (…)

    (…) Lichte: noch einmal zur Jahrsiebtelehre – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt, von 8–14 Jahre der Ätherleib, von 15–21 Jahre der Astralleib, vom 21 Lebensjahr an endlich das „Ich“ – erst dann ist der Mensch ein Mensch. Was sagen Sie zu Steiners Mensch aus dem Esoterik-Baukasten?

    Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun (…)”

    weiter zum vollständigen Interview mit Prof. Hopmann: http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/01/18/150-jahre-rudolf-steiner-prof-hopmann-im-interview-uber-die-waldorf-sekten-schule/

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  • #170
    Andreas Lichte

    „Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’

    Bei Diskussionen mit Befürwortern der Waldorfschule bekommt man immer wieder Standard-Antworten zu hören, wie sie der ehemalige Waldorfschüler Lukas Böhnlein in seinem „Waldorfschulen Bullshit-Bingo“ festgehalten hat. Sehr beliebt dabei: „Du hast noch nie eine Waldorfschule von innen gesehen!“ Kritik VON AUSSEN wird damit jegliche Berechtigung abgesprochen. Aber daraus ergibt sich auch die Frage: „Was können Eltern und Schüler IN DER WALDORFSCHULE eigentlich sehen, wenn sie nichts über Rudolf Steiners ‘Anthroposophie’ wissen, auf der die gesamte Waldorfpädagogik basiert?“ Von Andreas Lichte.

    Ein einfaches und sicheres Mittel, zu sehen, was in der Waldorfschule wirklich unterrichtet wird, ist ein Blick in die Epochenhefte der Schüler. Dies erklärt sich so:

    Die Waldorfpädagogik übernimmt die in der Anthroposophie übliche Einteilung des Menschen in „Wesensglieder“. Diese „Wesensglieder“ entwickeln sich laut Rudolf Steiner (1861–1925) in zeitlichen Abschnitten von 7 Jahren, den „Jahrsiebten“:

    – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt,

    – von 8–14 Jahre der Ätherleib,

    – von 15–21 Jahre der Astralleib,

    – vom 21 Lebensjahr an endlich das ‘Ich’1 – erst dann ist der Mensch ein Mensch, vollwertig.

    Für die Unterrichtspraxis bedeutet das, dass der Waldorflehrer nur die Fähigkeiten ansprechen darf, die der Schüler seinem Alter entsprechend auch schon besitzt. Ein Schüler der 1sten bis 8ten Klasse, – der Klassenlehrerzeit, sie ist identisch mit dem 2ten Jahrsiebt –, verfügt laut Rudolf Steiner noch nicht über einen voll ausgebildeten „Astralleib“ oder gar ein „Ich“. Was soll der Waldorflehrer mit einem so unvollständigen Schüler anfangen? Richtig, er gibt „Frontalunterricht“ in seiner extremsten Form: Der Schüler soll nachahmen, nachahmen, nachahmen … schreibt nur ab, was ihm der Lehrer vorgibt: In den Epochenheften liegt also eine unmittelbare Wiedergabe des Lehrstoffes der Waldorfschulen vor.

    Man sollte erwarten, dass Eltern, die sich bewusst für die Waldorfschule entschieden haben, – also für eine „andere“ Pädagogik entschieden haben –, dieses „andere“ auch kennen, oder kennenlernen wollen, also in den Epochenheften nachlesen, was ihre Kinder in der Schule gelernt haben. Dazu ein kurzer O-Ton aus dem 45-minütigen TV-Feature des SWR, ‘Betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?’:

    „Mutter: ‘Also ich bin noch nie über irgendwelche Inhalte gestolpert, die mich irritiert hätten, ist mir nicht passiert.’

    SWR: ‘Aber uns. Als wir in Julias alten Epochenheften graben, finden wir ein Geschichtsheft, das doch tatsächlich mit der Beschreibung von Atlantis beginnt …’“

    „Atlantis“. In einem Geschichtsepochenheft der 5ten Klasse. Ist Atlantis „Geschichte“? Und wie geht die Geschichte in der Waldorfschule weiter? So, die Überschriften aus einem anderen Geschichtsepochenheft:

    – Urindische Kulturepoche, 7200 v. Chr. bis 5100 v. Chr.

    – Die 2. nachatlantische Kulturepoche, Die Urpersische Kulturepoche, 5100 – 2900 v. Chr.

    – Die 3. nachatlantische Kulturepoche, chaldäisch-babylonische-assyrische Epoche, 3000 – 750 v. Chr.

    Ist das Geschichte? Nein. Es gibt keine „nachatlantischen Kulturepochen“, wie sollte es auch, wenn Atlantis ein Mythos ist? Und was sind das für absurde Datierungen? Die auch im Detail nicht besser werden:

    Im Geschichtsepochenheft wird Buddha der „Urindischen Kulturepoche“ von 7200 – 5100 v. Chr. zugeordnet. Im Standardwerk „Philosophie und Religion Indiens“ werden für Buddha folgende Lebensdaten genannt: 563 – 483 v. Chr.: Differenz ca. 5000 Jahre …

    Die Lebensdaten Zarathustras sind umstritten, in Frage kommt ein Zeitraum von ca. 1800 v. Chr. bis ca. 600 v. Chr.. Im Geschichtsepochenheft ist für die „Urpersische Kulturepoche”, der Zarathustra zugerechnet wird, aber 5100 – 2900 v. Chr. angegeben, was in jedem Fall falsch ist.

    An diesen wenigen Beispielen wird deutlich, dass im Geschichtsunterricht der Waldorfschule keine „Geschichte“ unterrichtet wird, was für jeden Laien ersichtlich ist, auch ohne Vorkenntnis der Anthroposophie. Hier würde man eigentlich kritische Nachfragen der Eltern erwarten – „Was soll das?!?” „LERNT mein Kind auch etwas in der Waldorfschule? Etwas anderes als diesen Humbug …”, aber offensichtlich werden diese Fragen nicht gestellt.

    Wenn man die Grundlagen der Anthroposophie kennt, weiss man, dass in der Waldorfschule anthroposophische Geschichtsschreibung unterrichtet wird: Die „Kulturepochen“ und ihre Datierung – die in den Schülerheften lediglich kindgerecht gerundet ist –, sind Anthroposophie. Das Nachschlagewerk „ABC der Anthroposophie“ erklärt:

    „Großeinteilung für die Bestimmung der historischen Rhythmik der Menschheitsgeschichte auf der Erde ist das Platonische Weltenjahr von 25920 Jahren. (…) Alles, was zeitlich angeordnet ist, das ist nach dem Maße und nach der Natur der Siebenzahl angeordnet. (…) Jede der sieben Kulturepochen entspricht nach Steiner der Zeit, die der Frühlingspunkt braucht, um ein Tierkreiszeichen zu durchwandern, also 2160 Jahren.“2

    Die sieben anthroposophischen Kulturepochen im Überblick:

    1. Urindische Kultur (7227 – 5067 v. Chr.)

    2. Urpersische Kultur (5067 – 2907 v. Chr.)

    3. Ägyptisch-Chaldäische Kultur (2907 – 747 v. Chr.)

    4. Griechisch-Lateinische Kultur (747 v.Chr. – 1413 n. Chr.)

    5. Germanisch-Angelsächsische Kulturepoche (1413 – 3573 n. Chr., unsere gegenwärtige Epoche)

    6. Slawische Kulturepoche (3573 – 5733 n. Chr.)

    7. Amerikanische Kulturepoche (5733 – 7893 n. Chr.)

    Anthroposophische Zahlenmystik bestimmt den Geschichtsunterricht der Waldorfschule. Aber natürlich ist auch der Inhalt des Geschichtsunterrichts anthroposophisch.

    Vielleicht – hoffentlich! – hat sich schon der ein oder andere gefragt, warum in der 5ten Klasse überhaupt „Buddha“ und „Zarathustra“ auftauchen. Ist das nicht eine hoffnungslose Überforderung der Schüler? Ist ein Zwölfjähriger in der Lage, das Wesen des „Buddhismus“ zu erfassen? Ich sage „ja“ – wenn man das wirklich will, und viel Zeit hat –, aber sicher nicht in der Form, wie in der Waldorfschule „Buddha“ unterrichtet wird: die Schüler erfahren im Geschichtsunterricht nicht wirklich etwas über den Buddhismus – oder den Zoroastrismus (die Lehre Zarathustras) – vielmehr haben die Schilderungen das Gepräge von Mythen und Märchen, ohne dass ein Fünftklässler aber in der Lage wäre, klar zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden. Lernziel ist es wohl, zu „erahnen“ – unbewusst zu verinnerlichen – dass die „Menschheitsentwickelung“ höheren, kosmischen Gesetzmäßigkeiten folgt: Geschichte als Religion.

    Und das Motiv dafür, dass Buddha und Zarathustra in der Waldorfschule auftauchen, ist eindeutig religiös:

    „Laut Steiner gab es nicht nur einen Jesus, sondern zwei, die beide um die Zeitenwende geboren wurden – einer in Bethlehem, der andere in Nazareth. Die Eltern hiessen in beiden Fällen Maria und Joseph. Der eine Jesus war eine Reinkarnation des alt-iranischen Religionsstifters Zarathustra, der andere stand mit Buddha in Verbindung. Mit 12 Jahren verliess die «Ichheit» des Zarathustra-Jesus seinen Körper und drang in den anderen Jesus ein. Dieses Wissen will Steiner dem geistigen Weltgedächtnis, der Akasha-Chronik, entnommen haben. Er formuliert ein 5. Evangelium, das die vier biblischen ergänzt, sie in ihrer Bedeutung laut Steiner aber übertrifft, weil er als Hellseher unmittelbare Erkenntnis beansprucht. Die biblischen Evangelien stammten zwar auch aus der Akasha-Chronik, seien durch fehlerhafte Abschriften aber verfälscht worden.“3

    „Jesus“ – oder anthroposophisch, der „Christusimpuls“ –, ist für Rudolf Steiners „Menschheitsentwicklung“ unabdingbar, und im Geschichtsunterricht der Waldorfschule werden die Grundlagen für seine Geburt behandelt: Ohne es zu wissen, vollziehen Waldorfschüler also Steiners „5tes Evangelium“ nach, „lernen“, was der selbsternannte Hellseher Rudolf Steiner gesehen haben will …

    Rassismus im Geschichtsunterricht der Waldorfschule

    Historiker wie Peter Staudenmaier und Helmut Zander stellen die Rassenlehre Rudolf Steiners als ZENTRAL für die Anthroposophie heraus. Steiners esoterische Evolutionslehre – die „Menschheitsentwickelung“ – ist Beweggrund und Ziel der Anthroposophie, Zitat Staudenmaier:

    (…)“

    weiterlesen (zum Artikel mit Quellenangaben, links, Literaturliste vom „Bund der Freien Waldorfschulen“ zu ‘Atlantis’ und ‘Rassen’): http://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/

  • #171
    Versteinerte Erziehung

    Waldorfschule: Versteinerte Erziehung

    (…)

    Ich habe mehrere Veranstaltungen und Infoabende in Waldorfschulen besucht.

    Das Wort „Anthroposophie“ fiel dabei nie. In dem was an Inhalten und Methoden vorgestellt wurde, war anthroposophisches Gedankengut eindeutig erkennbar, allerdings gut versteckt hinter schönen Vokabeln. Die „ganzheitliche Sicht auf das Kind“, wurde ebenso ins Feld geführt, wie „das Lernen mit Herz, Hand und Verstand.“ Auf direkte Nachfrage, ob der Unterricht anthroposophisch geprägt sei, erhielt ich die ausweichende Antwort, dass Anthroposophie nicht gelehrt würde, also kein Unterrichtsfach sei.

    Auch viele Waldorfeltern kennen nach meiner Beobachtung den (noch näher zu erläuternden) Zusammenhang zwischen Waldorfpädagogik und Anthroposophie nicht.

    (…)“

    zum Artikel von André Sebastiani: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-versteinerte-erziehung/

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  • #173
    Andreas Lichte

    „Rudolf Steiner, der ‘Denker’ der Waldorfschule: Gegenteil-Tag, 365 Tage im Jahr

    (…)

    Tabu ist, Rudolf Steiners Original-Texte als Grund­lage der Waldorf­pädagogik zu disku­tieren, es hat den An­schein, Waldorf­schulen hätten den inoffiziellen Bildungs­auftrag: “Verlernt Lesen!”

    Wer überlegt, sein Kind in eine Waldorf­schule zu schicken, sollte vielleicht aber doch einmal zu einem Buch Steiners greifen. Nur so kann der Unter­schied von, Zitat Prof. Klaus Prange, “all­gemeiner öffent­licher Präsen­tation der Waldorf­schule, die sich der üb­lichen Vokabeln und Formeln bedient, und dem, was eigent­lich damit gemeint ist”, erkannt werden und man vermeidet, mit der anthro­poso­phischen Pädagogik eine “Mogel­packung” zu kaufen, “die ein sehr eigen­williges Produkt in einer geläufigen und höchst normalen Ver­packung an den Mann zu bringen versucht.”

    Als ausgebildeter Waldorf­lehrer habe ich natürlich Steiner gelesen, bei der “Steiner-Exegese” im “Seminar für Waldorf­pädagogik Berlin”. Und mir ist etwas aufge­fallen. Nein, heute möchte ich nicht über “Rudolf Steiners Rassismus”, “Anthro­posophie und National­sozialis­mus”, oder “Atlantis in der Waldorf­schule” sprechen. Sondern über etwas anderes:

    Bei Rudolf Steiner ist Gegen­teil-Tag, 365 Tage im Jahr.

    Rudolf Steiner erklärt am besten selber, was damit gemeint ist, Zitat Steiner: “Nun glaubt die Wissen­schaft, daß das Herz eine Art von Pumpe ist. Das ist eine groteske phantas­tische Vor­stellung. Niemals hat der Okkultismus eine solch phantas­tische Behauptung aufgestellt wie der heutige Materialismus. Das, was die bewegende Kraft des Blutes ist, sind die Gefühle der Seele. Die Seele treibt das Blut, und das Herz bewegt sich, weil es vom Blute getrieben wird. Also genau das Umge­kehrte ist wahr von dem, was die materialistische Wissen­schaft sagt.”

    Ausgewählt habe ich meine Zusammen­fassung, “Das Herz ist KEINE Pumpe!”, weil hier vermut­lich jeder Leser um­denken muss. Aber das Prinzip, dass Rudolf Steiner jedem bekannte Tat­sachen als “falsch” hin­stellt, um das genaue Gegen­teil als “richtig” zu erklären, zieht sich wie ein roter Faden durch sein Werk. Auch hier gilt: selber lesen, selber staunen!

    (…)“

    zum vollständigen Artikel: http://hpd.de/artikel/10024

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