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Dortmund: Matthias Sammer, bitte übernehmen Sie den Trainerjob beim BVB!

Lucien Favre (Mitte) in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt

Dass Trainer Lucien Favre und der BVB nicht wirklich gut zusammenpassen, das ist nun keine wirklich neue Erkenntnis. Spätestens seit der Saisonvorbereitung, als die Vereinsverantwortlichen ganz offensiv das Ziel Meisterschaft ausriefen, was Favre nicht wirklich gut zu passen schien (was man auch daran erkennen konnte, dass er in einer Umfrage unter den Trainern den FC Bayern als seinen persönlichen Meisterschaftsfavoriten nannte), war es für jedermann zu sehen. Zumindest dann, wenn man es denn zu sehen bereit war.

Seit dem peinlichen 3:3, nach 0:3-Pausenrückstand, am gestrigen Freitag gegen Aufsteiger und Ligazwerg SC Paderborn, dürfte es jetzt auch der Letzte begriffen haben. Weder Fans noch Mannschaft zeigen derzeit ein Bild, das eine weitere, fruchtbare Zusammenarbeit überhaupt noch möglich erscheinen lässt.

Die Dortmunder präsentierten sich auch zwei Wochen nach der peinlichen 0:4-Klatsche bei den Bayern in unverändert desaströser Verfassung.

Was also tun?

Nachdem die Länderspielpause, die sich grundsätzlich hervorragend für einen Trainerwechsel geeignet hätte, weil sie dem ‚Neuen‘ gleich etwas Zeit zur Eingewöhnung geboten hätte, bei den Schwarzgelben offenkundig sinnlos vertan wurde, auch der verfügbare Coach José Mourinho inzwischen vom Markt ist, da er in der Vorwoche bei Tottenham unterschrieb, liegt nur eine sinnvoll erscheinende Variante auf dem Tisch: Matthias Sammer, der den BVB schon als Übungsleiter im Jahre 2002 zum Deutschen Meister machte und aktuell als externer Berater für den Klub tätig ist, müsste in Dortmund als Trainer sein Comeback geben.

Der ehemalige Führungsspieler der Dortmunder kennt Verein und Personen bestens, wäre sofort verfügbar und er verfügt über die notwendige Erfahrung, die Persönlichkeit und die Anerkennung bei allen Beteiligten.

Will der BVB diese Saison nach den vielen Rückschlägen im ersten Drittel der Runde noch retten, es wird ihm gar nichts anderes übrigbleiben. Andere Trainerkandidaten mit diesem Profil sind aktuell nicht verfügbar. Alle überhaupt nur denkbaren Alternativen können entweder kein Deutsch, oder sie haben nicht die Kenntnisse, die notwendig wären um den Verein sofort aus der Bredouille helfen zu können. Fehlt nur noch die Bereitschaft von Sammer den Job zu übernehmen. Eigentlich hatte er unlängst verkündet, nicht mehr als Trainer tätig werden zu wollen. Doch ob er nicht doch bereit wäre zu helfen, wenn man ihn den freundlich bitten würde? 😉 Einen Versuch wäre es zumindest wert.

Machen die Schwarzgelben nämlich bis Weihnachten mit Favre einfach so weiter, sie dürften bis dahin alle Saisonziele aus den Augen verloren haben. Und das dürfte auch dem ehrgeizigen ‚Feuerkopf‘ nicht gefallen.

Also, Herr Sammer, bitte übernehmen Sie!

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16 Kommentare zu “Dortmund: Matthias Sammer, bitte übernehmen Sie den Trainerjob beim BVB!

  • #1
    Ke

    Für mich stellt sich die Frage, warum der BvB diesen riesigen Beraterstab unterhält

    Aktuell erreicht kein Spieler Normalform. Das Engagement ist erschreckend.
    Beispielhaft ist hier die Körpersprache des Verteidigers beim 0:2 zu nennen.

  • #2
  • #3
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @ke: Ich kann da auch nur spekulieren. Fakt ist, der Job des Trainers ist es die Spieler besser zu machen, aus den Möglichkeiten das Optimale herauszuholen. Das gelingt Favre schon seit Anfang 2019 nicht mehr. Von ‚Pech‘ kann man da also nicht mehr sprechen. Der Verein muss reagieren, wenn er denn wieder an die Hinrunde 2018/19 anknüpfen will. Mit Favre wird das nicht mehr gelingen. Es muss also gehandelt werden. Es ehrt den Verein grundsätzlich, dass er es bis hierhin mit Favre versucht hat. Der Freitag hat jedoch untermauert, dass das mit ihm nichts mehr wird. Besser wäre es vermutlich gewesen, Watzke & Co. hätten schon nach München reagiert. Jetzt kommen die Spiele wieder im 3-Tage-Abstand. Das ist natürlich ungünstig für einen Trainerwechsel….

  • #4
    Spion und Spion

    Wie wäre es denn mal wieder mit einem Trainer der Herzblut hat und mitfiebert?Diese ganzen Halbtoten Gestalten die der BVB in den letzten Jahren verpflichtet hat sind alle so Blutleer und langweilige Gesellen.Oder einfach zu Arrogant um die Manschaft zu verstehen.Favre muss weg.

  • #5
    Thommy

    Ach, lieber Herr Patzwald, haben Sie sich gestern so sehr geärgert?

    .Vielleicht kann man den Fussball dann doch als den -gescheiterten – Versuch des Menschen sehen, wenigstens einen Bereich des Lebens planbar gestalten zu können und somit Brecht widerkegen zu können ?😏

    Wenn es mit der Meisterschaft – die endlich mal wieder spannend und voller Überraschungen ist – nicht klappen sollte, besteht ja noch die Möglichkeit bestehen, ins Pokalfinale zu ziehen und dann lautet die Partie vielleicht
    "Puma Dortmund -Red Bull Leipzig."

    .Das wäre doch ein " tierisches Finale", das für die entgangene Meisterschaft entschädigen könnte.

  • #6
    Werntreu Golmeran

    Also Herr Patzwaldt, an Herrn Favre liegt es nach meiner Meinung sicherlich nicht. Schon die Panikmache verstehe ich nicht. Selbst wenn Bayern heute verliert, liegt der BVB lediglich 4 Punkte hinter dem von Zorc und Witzke (sorry, das war meine Autokorrektur, aber offensichtlich hat die Fussballverstand) ausgerufenen Titelkonkurrenten. Ich hatte ja schon vor längerer Zeit die Meinung vertreten, dass Gladbach das bessere Konzept hat. Ich glaube nicht, dass sie Meister werden, aber wenn Sich der Vorstand des BVB dazu entschlossen hätte, Watzke Anfang der Saison in den verdienten Ruhestand zu schicken und Zorc in die zweite Reihe zu stellen und dafür Max Eberl einzukaufen.

    Es ist ja fast ein Witz der Fussballgeschichte, dass der BVB für teuer Geld Gladbach Thorgan Hazard abkauft, ich glaube Reus wurde auch mal in Gladbach von Favre zum Weltklassespieler geformt, den talentiertesten Defensivspieler der Republik für 17 Millionen an Gladbach verkauft und dafür den überalterten Hummels für 35 Millionen einkauft, nur weil Ginter den Superhelden Zorc und Watzke zu "weich"? war und sich nach deren Weltanschauung wohl wie ein "Mädchen" benahm, als er nach den Anschlägen von Paris und Dortmund keine "Eier hatte" ohne zu Murren so zu tun, als sei Fussball das Wichtigste auf der Welt.

    Hätten damals Zorc und Watzke kapiert, dass Herr Tuchel im Zweifel mehr Fussballverstand haben als sie und dass es im Zweifel darauf ankommt, stünde vielleicht weiterhin Ginter mit seiner Mannschaft auf dem ersten Tabellenplatz, aber dann wahrscheinlich mit dem BVB.

    Nicht Favre ist das Problem, sondern die Alphatiere Watzke und Zorc. Wenn Kehl und Sommer etwas tun sollten, dann jetzt freundlich mit den Beiden reden, sich bei Favre für die vielen Fehler von Zorc und Watzke entschuldigen und ihm den selben Rückhalt geben wie seinerzeit Klopp.

    Wenn er dann zum Ende der Saison einen Titel holt, sollten Watzke und Zorc gehen, wenn nicht, sollte man eine nüchterne Bilanz der Saison ziehen, und überlegen wie es perspektivisch weiter geht. Entweder mit Zorc, Watzke und einem Trainer mit ähnlichen Vorstellungen (Magath, Daum und Neururer sind glaube ich noch auf dem Markt) oder mit einem neuen Sportvorstand und einem kompatiblen Trainer.

  • #7
    Thomas Weigle

    Der Fisch stinkt vom Kopf her: Watzke und Zorc. Weg mit ihnen. Schließlich haben sie für die seit Tuchels unverständlichem Rauswurf stattfindende Talfahrt in Sachen Personalfindung und den daraus resultierenden immer wieder kehrenden spielerischen Offenbarungseide die alleinige Verantwortung. Sie können`s einfach nicht mehr.

  • #8
    Feank Neumann

    Sammer und Kehl bitte übernehmen Sie…

    Dann im nächsten Frühjahr Aki nach Liverpool, um unseren
    Pöhler Trainer zurückzuholen…

  • #9
    AndiN

    Den Schlaganfall von Sammer und seine unwiderrufliche Aussage, er würde nie wieder ins operative Geschäft zurückkehren, haben Sie entweder verpasst oder ignorieren Sie gekonnt.

  • #10
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @AndiN: " seine unwiderrufliche Aussage"

    Dinge und Einstellungen ändern sich. Das weiss jeder, der einmal ein paar Jahre lang die Szene beobachtet hat. Und nur weil einer vor etlichen Jahren mal etwas ausgeschlossen hat, muss das nicht auf ewig so sein. Man denke in dem Zusammenhang einfach mal an Jupp Heynckes.

  • #11
    Werntreu Golmeran

    Was ich noch kuz anmerken wollte:

    Klopp ist in seiner ersten Saison bei Dortmund 6. geworden, in der 2. Saison 5.

    Favre wurde in der 1. Saison Vizemeister und startete in diese Saison wie wenige andere Trainer. Er selbst hat nie von Meisterschaft gefaselt. Und der Unterschied zu Klopp ist vielleicht, dass er sich das hat gefallen lassen.

    Und wenn man sich Mal die Saison 2013/14 anschaut, lag Dortmund damals nach dem 12. Spieltag ganze 9 Punkte hinter den Bayern auf Platz 5.

    Heute steht der BVB zwar auf Platz 6 aber nur 4 Punkte hinter den Bayern und 5 Punkte hinter dem Tabellenführer Gladbach.

    2014 reichte es noch zur Vizemeisterschaft. Wenn Favre das hinbekäme, hätte er im Durchschnitt Tabellenplatz 2 erreicht. Klopps Durchschnitt lag bei 3,43. Um ähnlich erfolgreich zu bleiben, würde also auch ein 5. Platz reichen.

    Aber die Dortmunder Fans sind halt verwöhnt.

  • #12
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Werntreu Golmeran: Mit dem Unterschied, dass Klopp damals einen Verein übernahm, der im Ligavergleich deutlich bescheidenere finanzielle Mittel zur Verfügung hatte, gerade der Insolvenz entkommen war, während der BVB im vergangenen Sommer regelrecht ‚geklotzt‘ hat.

  • #13
    Werntreu Golmeran

    @ R. Patzwaldts

    Und Klopp ist in den ersten drei Jahren in Liverpool auch "nur" zweimal 4. und einmal 2. geworden. Geben Sie Favre einfach auch zwei drei Jahre Zeit. Wer ihn jetzt rausschmeisst, hätte ihn erst gar nicht einstellen dürfen.
    Aber das hat ja in Dortmund Methode und wurde bei Tuchel ähnlich gemacht und hinterher hat man geheult und sich mit Favre einen Trainer gesucht, der noch weniger in die Fußstapfen von Klopp passt und lieber seinen eigenen Weg gehen will.

    Wenn ich mich daran erinnere, was für ein Aufstand hier wegen des Treffens von Özil und Erdogan gemacht wurde, von wegen, das hätte Unruhe in die Nationalmannschaft gebracht, hat sich hier niemand darüber aufgeregt, als vor kurzem Aki Watzke mit Jürgen Klopp auf Lesetour gegangen ist und damit Favres Autorität massiv untergraben hat. So etwas gehört sich einfach nicht, das ist höchst unprofessionell und wenn man wirklich in dieser Saison Meister werden will, auch kontraproduktiv. Ich denke, dass Watzke und Zorc am liebsten schon in dieser Saison Klopp zurück geholt hätten und mit Favre gar nicht Meister werden wollen, da man dann wohl möglich mit ihm den Vertrag verlängern müsste.

  • #14
    Lang Manfred

    Fakt ist, man sieht keine Spielerische Weiterentwicklung!
    Es sieht so aus als ob Borussia sich zurück entwickelt! Passgenauigkeit, Gefährliche Schüsse vom 16er alles nicht mehr da! Aufstellung teilweise witzig aber nicht mehr zum Lachen! Favre hat die Mannschaft nicht mehr im Griff!
    Im Moment wäre nur Pochetino eine Alternative!

  • #15
  • #16
    Pixelbart

    Ich möchte daran erinnern, dass sammer bei den Bayern damals aufgehört hat, nachdem er stressbedingt einen leichten Schlaganfall hatte. Darum ist er auch "nur" externer Berater und nicht im stressigen tagesgeschäft. Ich hoffe er achtet auf seine Gesundheit und bleibt auch da. Alles andere wäre grob fahrlässig

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