Update: Duisburger Linke für Israel-Boykott

Neben zahreichen rechtsradikalen und fundamentalistischen Gruppierungen haben sich nun auch die Volksgenossen der Duisburger Linken dem Israelboykott angeschlossen.

Der  OB-Kandidat der Linken in Duisburg, Hermann Dierkes, rufen nun wie zuvor zahlreiche andere rechtsextreme und fundamentalreligiöse Gruppen zum einen Boykott israelischer Waren auf. Nein, mit der Nazi-Parole "Deutsche, kauft nicht bei Juden" hat die Parole "Genossen, kauft nichts aus Israel"natürlich nichts zu tun. Hermann Dierkes, OB-Kandidat der LINKEN: „Wir müssen mutig die Wahrheit verbreiten. Wir dürfen es nicht länger zulassen, dass im Namen des Holocaust und mit Unterstützung der Bundesregierung derart schwere Menschrechtsverbrechen begangen und geduldet werden. Jede und jeder kann z.B. durch den Boykott von israelischen Waren dazu beitragen, dass der Druck für eine andere Politik verstärkt wird. Während des furchtbaren Angriffs der israelischen Armee auf den Gaza-Streifen haben die norwegischen und griechischen Gewerkschaften mit ihrer Weigerung, israelische Schiffe zu laden, gezeigt, was möglich ist“.

Genau, und sicher sind die Kollegen von Transnet behilflich, wenn es dabei geht, Juden aus Israel mit der Bahn abzutransportieren. Da kann man dann mal wieder sehen, was so alles möglich ist. Mehr zu dem Thema gibt es übrigens bei Jurga. Und Dank für den Tipp an Thomas.

Update: Nachdem wir am Sonntag über den Israel-Boyjott berichtet haben zog  die Geschichte  ja weitere Kreise – und sie reichen mittlerweile über Duisburg hinaus. Die CDU-NRW nutzt den antisemitischen Ausfall des "linken" OB-Kandidaten Dierkes zu einer Warnung an die SPD, mit der Linkspartei zusammen zu arbeiten: "Die Linke in Nordrhein-Westfalen zeigt immer öfter ihr wahre extremistische Fratze. Jetzt ruft ein führender Politiker der Linkspartei zum Boykott israelischer Waren auf. Das ist purer Antisemitismus. Die Israel-Feindlichkeit der Linken steht der von Rechtsextremisten in nichts nach. Bereits das kürzlich in die Öffentlichkeit geratene Strategiepapier der Linkspartei offenbarte nichts anderes als politischen Extremismus. Diese Leute können keine Partner in einer Koalition sein, sondern sind ein Fall für den Verfassungsschutz.Es ist unerträglich, dass Kraftilanti mit diesen Leuten gemeinsame Sache machen will. Wer wie Frau Kraft die Linkspartei hofiert statt sie zu bekämpfen, stärkt den politischen Extremismus in unserem Land."

 

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Paul Havers
Paul Havers
15 Jahre zuvor

Oh Mann, die Partei ist wirklich verkommen. Danke für die Info.

Burkard Schulte-Vogelheim
Burkard Schulte-Vogelheim
15 Jahre zuvor

Tja und zu fürchten ist, daß dieser Möllemann-Verschnitt sich auch noch auf einen Stimmenzuwachs freuen kann. Fragt sich nur von wem…

Arnold Voss
15 Jahre zuvor

In Anbetracht der Tatsache, dass die Hamas immer noch Raketen aus Israel feuert eine geradezu absurde Reaktion.

Torti
Torti
15 Jahre zuvor

So sehr ich mich dafür schäme das ein MdB einen Israel-Boykott im Kanon mit den Neo-Faschisten ausruft, so wenig überrascht mich das. Es gibt in der Geschichte der Linken einen tief verwurzlten Antisemitismus, der sich da, mal wieder Bahn bricht.

Und was besonders beschämt, dass die gegenwärtigen Köpfe der linken Gutmenschen sehr beredt dazu schweigen.

Andreas
15 Jahre zuvor

Ist das für Deutschland eigentlich wirklich eine größere Bedrohung, wenn sich ein chancenloser OB-Kandidat ungeschickt äußert, als z.B. die wohlkalkulierte diskriminierende Provokation gegen Bevölkerungsteile hier?
Zur Erinnerung: Boykott-Aufrufe gab es auch gegen das südafrikanische Apartheid-Regime. Manche glauben mit dem Erfolg, dass es zusammengebrochen ist.
Dort stand man allerdings nie in der Gefahr mit Blick auf den Holocaust dumm auszusehen.
Ich bin ja ganz froh, dass ich mich für Aydin und Dierkes nicht fremdschämen muß, ich allerdings die hier geäußerte Empörung kaum mehr als gekünstelt.
Das Verhalten des Staates Israel gegen die Palästinenser ist völkerrechtswidrig.
Diese kleine und einfach Wahrheit darf durchaus immer mal wieder gesagt werden.

Andreas
15 Jahre zuvor

Hallo Stefan,

tut mir leid, wenn ich dir da zu nahe getreten bin. Mit hier meinte ich eigentlich eher „Jurga“. Dich hatte ich eigentlich als emotional unbeteiligten Berichterstatter wahrgenommen.
Ich denke wir sind uns darüber einig, dass ein Boykott-Aufruf gegen Israel nicht vertretbar ist.
Ein solcher Aufruf ist allerdings auch ohne Belang, wenn der Aufrufer selbst belanglos ist.

Gruß

Arnold Voss
15 Jahre zuvor

Hey Andreas, das erste Völkerrecht das ein Volk hat, ist das auf Existenz. Was würdest du machen, wenn, sagen wir mal das Ruhrgebiet, mehrere Jahre vom angrenzenden Holland aus mit Raketen beschossen würde? Was würdest du da, mal so rein völkerrechtlich,also so als Mitglied des deutschen Volkes, als Reaktion vorschlagen?

Arnold Voss
15 Jahre zuvor

P.S. Als kleine völkerrechtliche Ergänzung. Die, die da Feuern sagen auch ganz offen und offiziell ihr Motiv: Die Vernichtung des deutschen Volkes.

Torti
Torti
15 Jahre zuvor


Meine Empörung und Scham ist sehr real !

Also wenn der Aufruf eines Boykotts von einem Mitglied des Bundestages getragen wird, ist dies eine sehr neue Dimension.

Und das Argument der Aufrufer sei irrelvant, kann nicht wirklich ziehen.

Die Geschichte jeder politischen Bewegung, ob nun gut oder böse, beginnt mit Wenigen die es schaffen Ihre Thesen langsam über Meinungsführerschaft gesellschaftlich akzeptabel zu machen.

Nennt man Agenda-Setting. Funktioniert auch deshalb so gut, weil sich immer wieder Relativierer finden, so wie du, die später feststellen, das sie die Geister, die sie lange einfach ignoriert haben, nicht mehr los werden, weil plötzlich viele denken, ist ja nicht so schlimm.

Arnold Voss
15 Jahre zuvor

@ Andreas

Bevor du meine Fragen an dich als Völkerrechtsexperten beantwortest, noch ein paar zu deinem Vorbild Aydin. Wenn er sich so lauthals zur zweifellos brutalen Kriegsführung des Israelis äußert, warum habe ich dann nie ein öffentliches Wort von ihm zur ebenso brutalen, schon nun Jahrzehnte andauernden Kriegsführung des türkischen Militärs gegenüber den Kurden gelesen oder gehört?

Wenn er schon seinen Boykottaufruf mit dem Schlachtruf „Holocaust“ begründet, warum fordert er nicht zugleich, dass alle Deutschen nicht mehr bei d e n türkischen Händlern in Deutschland kaufen, die immer noch den Völkermord an den Armeniern leugnen?

Andreas
15 Jahre zuvor

Hallo Arnold Voss,
Herr Aydin ist mitnichten mein Vorbild. Das liegt vor allem daran, dass er mich nicht weiter interessiert.
Er ist allerdings vorbildlich für kleine erfolgreiche Schritte der Integration in Deutschland.
Er wird Gewerkschafts- und Parteifunktionär und wie viele Parteifunktionäre vor ihm redet er dummes Zeug mit schwach zu nennen Bezügen zur Shoa.
Er unterscheidet sich nur dadurch, dass er eben nicht, wie Stefan meint, erfolgreiches Agenda-Setting bewirkt.
Wenn ein Hohmann noch für sein „Tätervolk“ zurecht seine Pöstchen verliert, könnte man da noch von dem gescheiterten Agenda-Setting reden.
Das jetzt plötzlich Benedikt XVI die „gleiche Agenda“ auflegt, wie Hüseyin Aydin, erschreckt dann.
Oder auch nicht.
Ich jedenfalls relativiere diese populistischen Holocaust-Vergleiche absolut nicht.
Ich sage nur, dass der Holocaust kein Argument gegen völkerrechtswidrige Handlungen des Staates Israel sein kann.
Gegen die Kassam-Raketen gibt es polizeiliche Möglichkeiten gegen die Täter; militärische Aktionen, die auch die Zivilbevölkerung treffen, müssen unterbleiben.

Torti
Torti
15 Jahre zuvor

@ Andreas

Ok, verstehe ich soweit und dem kann ich in weiten Teilen zustimmen.

Mir ist allerdings nicht bekannt, das Israel jemals den Angriff auf die Hamas mit dem Holocaust begründet hat.

Es bleibt doch bei dem Dilemma, das Eric Broder hier beschrieben hat, wie reagiert Israel völkerrechtlich korrekt auf einen mehrjährigen Rakettenbeschuss ?

Dein Vorschlag, der polizeilichen Mittel, scheitert ja daran, das die Hamas die Polizei stellt.

Zudem gibt es auf der politischen Seite der Hamas-Unterstützer keine oder nur sehr indirekte Verurteilugen des Kassam-Beschuss.

Itzak Rabin erwiderte damals auf die Angriffe der israelischen Rechten nach dem Abkommen mit Arafat:

Frieden, schliesst man mit Feinden !

Die Hamas versteht allerdings unter Frieden, die totale Vernichtung Israels.

Und das Deutschland, mit Hinweis auf den Holocaust, bedingungslos zum Existenzrecht Israels steht, halt ich nicht falsch.

Michael G.
Michael G.
15 Jahre zuvor

Das wäre schon ein starkes Stück, eine solche politische Forderung, die gefährlich nahe an der Parole „Kauft nicht bei Juden“ ist.

Kann man den Wortlaut dieses Aufrufes im Internet nachlesen? Ich habe ihn bei Google nicht gefunden, dort wird ein Link auf diesen Bericht bei „Ruhrbarone“ angeboten.

Dirk E. Haas
Dirk E. Haas
15 Jahre zuvor

Ich kann im verlinkten Text nirgends erkennen, dass Aydin zum Boykott israelischer Waren aufgerufen hätte. Hat er nun oder hat er nicht?

Ansonsten: Der Israel-Boykott hat linke wie rechte, liberale wie konservative Unterstützer. Das kann und soll man kritisieren ? allerdings ohne Albernheiten (?? sicher sind die Kollegen von Transnet behilflich, wenn es dabei geht, Juden aus Israel mit der Bahn abzutransportieren?). Die ?Im Namen des Holocaust?-Nummer des Duisburger OB-Kandidaten ist ohnehin selbsterklärend.

Arnold Voss
15 Jahre zuvor

@ Dirk

Aktuell ist das mit Transnet natürlich sehr polemisch.Historisch allerdings – auch wenn die Gewerkschaften im Dritten Reich gleichgeschaltet und vieler Gewerkschafter inhaftiert oder sogar im KZ waren -ist es das leider nicht. Und wenn man weiß wie sehr die heutige Deutschen Bahn AG einschließlich ihrer Gewerkschaften die entsprechende historische Aufarbeitung behindert und erschwert hat, dann ist Stefans Anmerkung nicht ganz so „albern“ wie sie im ersten Moment erscheinen mag.

Michael G.
Michael G.
15 Jahre zuvor

Aydin wird auf dieser Seite der LINKE in Duisburg, Ortsverband Hamborn (Link bei Beitrag # 15), nicht in dieser Weise zitiert.

Allerdings aber der OB-Kandidat Dierkes, der hier wie folgt und dann doch sehr eindeutig zu Worte kommt:

?Wir müssen mutig die Wahrheit verbreiten. Wir dürfen es nicht länger zulassen, dass im Namen des Holocaust und mit Unterstützung der Bundesregierung derart schwere Menschrechtsverbrechen begangen und geduldet werden. Jede und jeder kann z.B. durch den Boykott von israelischen Waren dazu beitragen, dass der Druck für eine andere Politik verstärkt wird.“

Er ruft also schon deutlich zum Boykott israelischer Waren auf. Soclh ein OB-Kandidat wird von den Duisburgerinnen und Duisburgern hoffentlich bei der Wahl abgestraft. Das kann die einzige Antwort sein.

Burkard Schulte-Vogelheim
Burkard Schulte-Vogelheim
15 Jahre zuvor

1. Die Union sollte sich wirklich geschlossen halten, zum einen des permanenten Unanstandes nicht ihrer Hinterbänkler, wie es z.B. Herr Hohmann war, sondern, der Ausfälle Roland Kochs oder Öttingers und nicht vergessend, Philipp Mißfelder. In den genannten Fällen zeigt sich nämlich die Ungnade der späten Geburt – sie haben nichts begriffen. Erlaubt sei die Frage, ob die Union in diesem Zusammenhang sich dieser Finsterlinge bedient, um bei einem evtl. Verbot der Nazi-NPD deren Wähler einzusacken. Ebenfalls in diesem Zusammenhang ist die Frage durchaus berechtigt, was wohl aus den Wählern der Schill-Partei wurde – zu Demokraten mutierten sie sicher nicht über Nacht.

2. Seit ’68 stellt der Autor fest, in dem, an und für sich erfreulichen Prozeß der Umgestaltung „dieses unseres Landes“ (Helmut Kohl) hin in die Richtung eines zivilisierten Landes, ein Prozeß, der längst noch nicht abgeschlossen ist, existiert innerhalb der (klein)bürgerlichen „Linken“ ein fataler Anti-Israelismus mit fließendem Übergang zum Antisemitismus. Das hat der Autor, trotz bildungsferner Herkunft, nie begriffen. Nie begriffen, wie einem Klerikal-Faschisten wie Arafat der Status eines Salvatore Allende verliehen wurde, nie begriffen, wie die muslimisch-faschistische „Revolution“ im Iran „links“ den gleichen Status erhielt wie z.B. die Volksbefreiungsbewegung in Nicaragua. Und erst Recht nicht begreift der Autor, daß das Zeigen israelischer Embleme „links“, z. B. bei der Demo in Dresden gegen die Nazi-NPD, eine Gefahr für die Gesundheit darstellt – nicht von Seiten der Nazis!

3. Es ist zu begrüßen, daß sich nach der endgültigen Aufgabe als Arbeiterpartei seitens der SPD, eine neue Kraft, die dieses Vakuum füllt, sich etabliert und den Müll der Schröder-Fischer-Clement mühsam wieder aufarbeitet.
Das allerdings kann nicht frei sein von Geschichtskenntnissen und den sich daraus ergebenen Schlußfolgerungen. Es kann erst Recht nicht frei sein von der Differenzierung zwischen Volksbefreiungsbewegung und einer völkisch-faschistisch-klerikalen „Befreiungsbewegung“ in diesem unsern Lande.
Marxisten braucht das Land!

Henryk Rotermund
Henryk Rotermund
15 Jahre zuvor

24. Februar 2009
Stellungnahme von Hermann Dierkes zum WAZ-Artikel vom 24.02.09

Zu den Angriffen auf meine Person und die LINKE im Zusammenhang mit dem Bericht über die Nahost-Veranstaltung in Hamborn erkläre ich Folgendes: „Ich halte die im Aufruf des 9. Weltsozialforums und zahlreicher GlobalisierungskritikerInnen aus aller Welt enthaltenen Aktionsformen gegen die unhaltbare Politik der israelischen Regierung gegenüber dem palästinensischen Volk für legitim.“

Hermann Dierkes
Ich halte die im Aufruf des 9. Weltsozialforums und zahlreicher GlobalisierungskritikerInnen aus aller Welt enthaltenen Aktionsformen gegen die unhaltbare Politik der israelischen Regierung gegenüber dem palästinensischen Volk für legitim. Auch durch Boykott, Deinvestition und einen Stop der Waffenlieferungen muss versucht werden, diese Politik zum Einlenken zu bewegen. Wenn alle Proteste und UN-Resolutionen nichts nützen, um ständigen schweren Menschenrechtsverletzungen in den Arm zu fallen, sind auch diese Mittel legitim. Sie mit dem rassistischen Nazi-Boykott gegen jüdische Geschäfte zu vergleichen, ist zutiefst unredlich. Das Welt-sozialforum fördert nicht Rassismus und Unterdrückung, sondern bekämpft sie in allen Formen.

Berechtigte Kritik an der israelischen Regierungspolitik als ?antisemitisch? zu diffa-mieren, fällt auf ihre Urheber zurück. Die LINKE ist entschiedene Vorkämpferin gegen Rassismus und Neonazis. Etliche ihrer Mitglieder wurden unlängst Opfer von neonazistischen Übergriffen auf dem Nachhauseweg von der großen Anti-Nazi-Demo in Dresden.

Wer die Ablehnung brutaler Kriege gegen die Zivilbevölkerung wie zuletzt in Gaza, illegale Siedlungen in den besetzten Gebieten, Landraub und ethnische Säuberung, Mauerbau, wirtschaftliche Strangulierung und Unterdrückung mit der Keule ?Antisemitismus? und als eine Form des Rassismus diffamiert, bei dem muss etwas fürchterlich durcheinandergeraten sein. Er muss sich fragen lassen, wo die Grenze für seinen Zynismus ist welche moralischen und politischen Maßstäbe er eigentlich vertritt. Menschenrechte sind unteilbar. Ihre schwerwiegende und ständige Verletzung können auch nicht mit der Nazibarbarei und der Bedrohung der Existenz Israels gerechtfertigt werden. Die israelische Regierung und Armee sind in diesem Konflikt Täter, nicht Opfer. Diese Politik schadet auch Israel ganz immens, indem sie die Feindschaft in der Region und weltweit vertieft anstatt abzubauen.

Ich bedauere außerordentlich, dass Stimmen aus der deutsch-israelischen Gesellschaft Duisburg so reflexartig reagiert haben und meine Kritik so unsachlich diffamieren wie bereits im ?Flaggenstreit?. Ich weiß, daß es in der jüdischen Gemeinde – und der Diaspora weltweit ? viele andere Stimmen gibt, die diese israelische Regierungspolitik nicht unterstützen. Wer Nazibarbarei und Shoa instrumentalisiert, um das schlimme Unrecht an den Palästinensern zu rechtfertigen, sich über das Völkerrecht hinwegsetzt, verhöhnt die Opfer der Nazi-Barbarei und der Helden des Warschauer Aufstands. Wer die Kämpfer für die universalen Menschenrechte als Antisemiten diffamiert, macht den Menschen aus durchsichtigen Gründen ein X für ein U vor und verharmlost den Antisemitismus. Mein Einsatz gilt einem baldigen gerechten Frieden in Nahost. Gerechter Friede für Israelis und Palästinenser! Wer das Existenzrecht Israels in definierten Grenzen verteidigt wie ich, muss auch das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser respektieren. Blinde Rechtfertigung der israelischen Regierungspolitik läuft Gefahr, Antisemitismus zu verstärken. Meine Position ist im Übrigen deckungsgleich mit derjenigen der linken Opposition in Israel selbst.

https://www.dielinke-nrw.de/946.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=8986&tx_ttnews%5BbackPid%5D=939&cHash=a0c83393f3

Arnold Voss
15 Jahre zuvor

Unglaublich! Kein Wort über die Hamas und ihren Raketenbeschuss. Kein Wort über palästinensische Terroristen und Selbstmordattentäter. Kein Wort zu den israelischen Opfern. Nicht mal als Alibi für vorgespielte Ausgeglichenheit. Stattdessen der Vorwurf der blinden Rechtfertigung der israelischen Regierungspolitik. Der einzige der hier, zumindest auf einem Auge, blind ist, ist offensichtlich Herr Dierkes.

Ach ja, da ist ja noch Huseyin-Kenan Aydin, sein Fraktionskollege, der ihn, wie ich gerade in der WAZ gelesen habe, vehement verteidigt. Ein echtes Dreamteam für Frieden und Völkerverständigung, die beiden. Wer solche Freunde hat braucht keine Feinde mehr.

Erwin Franke
Erwin Franke
15 Jahre zuvor

Wenn „Die Linken“ links sind, wo ist das links, etwas rechts? Oder Konservativ, oder sind die so weit links, das man wieder rechts rauskommt? Wenn die links sind, wofür habe ich dann in Mutlangen, Kalkar und Mühlheim-Rärlich demonstriert? Für wen und im besonderen als was bin ich für Frieden, Demokratie und Toleranz auf die Straße gegangen, wenn nicht als Linker.
Vielleicht ist das ja so mit dem Alter, man driftet nach rechts, wird konservativ. Man merkt es aber nicht, habe ich es diesesmal gemerkt?

Mit-Leser
Mit-Leser
15 Jahre zuvor

Auf der Seite der Aufklaerung zu stehen ist loeblich, bleibt aber nur ein Vorsatz – so lange Transnet weiter in dem Artikel stehen bleibt. Muss doch nicht, oder hab ich in letzter Zeit etwas wichtiges verpasst? Manchmal stehen coole Sprueche und Qualitaet im Widerspruch. 😉

Andreas
15 Jahre zuvor

Jetzt hab ich das mit dem Agenda-Setting auch endlich verstanden.
Das hat der Werner Jurga richtig gut gemacht. Mal schauen, ob er das Thema linker Antisemitismus bis zum 30.08.2009 am Kochen halten kann.
Dierkes läßt sich dann auch noch schön durchs Dorf treiben. Die Linke braucht einen PR-Berater; einen auf den Dierkes auch hört.

Andreas
15 Jahre zuvor

Die Bundespartei die Linke hat gerade eine Presseerklärung verbreitet, die die Äußerungen Dierkes als ungeeignet bezeichnet.
Ein Boykott-Aufruf gegen israelische Waren wird von dort abgelehnt.
Es wird die Einflußnahme auf Israel und Hamas gleichermaßen gefordert.

Mark
Mark
15 Jahre zuvor

„Und was besonders beschämt, dass die gegenwärtigen Köpfe der linken Gutmenschen sehr beredt dazu schweigen.“

Ich bin ein LINKER und finde die Äusserungen Dierkes absolut dämlich. Besonders regt mich auf, dass er die Vorstellung bedient, Israel sei wegen des Holocaust vor Kritik unzulässig geschützt. Als sei Isreal je vor Kritik sicher gewesen. Über kaum einen anderen Staat wird derart kritisch berichtet. Ich wollte euch Diskuntanten aber ans Herz legen, die Äusserungen eines Vertreters meiner Partei nicht mit der Meinung der Partei zu verwechseln. Genau wie jeder anderen politischen Gruppe muss es uns erlaubt sein, in unseren Reihen auch Blödmänner zu haben. Genug Beispiele für Blödmänner in anderen politischen Gruppen findet ihr ja in eurem eigenen Thread. 🙂
Leider ist es mit der Kritik an den LINKEN genauso wie mit der Kritik an Israel: einfache Wahrheiten sind meist keine.

Mark

Torti
Torti
15 Jahre zuvor

@ Mark
Da Du aus einem meiner Beiträge zitiert hast, möchte ich Dir direkt sagen :

Danke für Deine offenen Worte.

Wie Du richtig schreibst, ist Kritik an Israel keineswegs sakrosant. Trotz meiner bedingungslosen Unterstützung des Existenzsrechts Israel kann ich vieles nicht gutheissen.

Und genau darum geht es immer, trotz heftiger Kontraste sich die Fähigkeit zur Differenzierung zu bewahren. Da ist dann kein Platz für “ mutig die Wahrheit bekennen“

Als Anhänger der LINKEN würde mich die Fähigkeit einiger Funktionsträger zur kommnikativen Selbstzerstörung allerdings irritieren…

Henryk Rotermund
Henryk Rotermund
15 Jahre zuvor

25. FEBRUAR 2009 Alrun Nüßlein
Solche Boykott-Aufrufe sind absurd
Zu Äußerungen eines Kommunalpolitikers der Linken in Duisburg erklärt Alrun Nüßlein, Pressesprecherin des Parteivorstandes:

Eine Lösung des Nahost-Konflikts, die beiden Seiten gerecht wird, ist mit Boykottaufrufen gegen israelische Waren nicht zu erreichen. Solche Boykottaufrufe verbieten sich vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte und treffen die Zivilbevölkerung, vor allem die israelischen und arabischen Beschäftigten, die für eine verfehlte Politik ihrer Regierung nicht in Kollektivhaft genommen werden dürfen.

Wir unterstützen die Forderung von amnesty international nach dem Stopp aller Waffenlieferungen nach Israel und an die Hamas und teilen auch deren Vorwürfe gegenüber Israel und der Hamas. Die Kriegs- und Blockadepolitik der israelischen Regierung gegen den Gaza-Streifen verdient ebenso internationale Kritik wie der fortgesetzte Raketenbeschuss Israels durch die Hamas. Dabei geht es um eine Kritik an der Verletzung des Völkerrechts durch beide Seiten. Gerade wenn wir kritisieren, dass die Bevölkerung im Gaza-Streifen durch die israelische Regierung mit der Schließung der Grenzübergänge in Kollektivhaft genommen wird, schließt sich für uns ebenso selbstverständlich aus, die israelische Bevölkerung in eine solche Haft zu nehmen.

Wer die Waffen zum Schweigen bringen und einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten mit zwei souveränen, sich gegenseitig respektierenden und lebensfähigen Staaten Israel und Palästina will, muss für Verhandlungen mit allen Beteiligten eintreten und den Menschen Perspektiven in Wohlfahrt und Sicherheit eröffnen. Ein Boykott gegen eine Bevölkerung ist dafür die denkbar schlechteste Voraussetzung.https://die-linke.de/presse/presseerklaerungen/detail/zurueck/presserklaerungen/artikel/solche-boykott-aufrufe-sind-absurd/

Hans Rassmes
Hans Rassmes
15 Jahre zuvor

Herr Dierkes von der Partei DIE LINKE und andere erweisen sich eindeutig als politisch unqualifiziert wenn sie die Forderung nach einem Boykott israelischer Waren streuen um damit endlich auch mal mediales Interesse hervorzurufen. Einen zwanghaften Zusammenhang mit dem Boykott jüdischer Geschäfte von 1933 zu unterstellen ist aber nicht minder entlarvend für diejenigen die solches tun. Es scheint sich leider einzubürgern Kritik an Israels Eroberungspolitik als per se antisemitisch oder antijüdisch zu denunzieren – in Deutschland ein politisches Totschlagargument mit angeblichem Verfassungsrang. Dann braucht man sich mit inhaltlicher Krtik und faktischen Menschenrechtsverletzungen erst garnicht mehr zu befassen. Nebenbei wäre die Sache mit dem Existenzrecht Israels eigentlich ganz einfach zu beantworten, wenn Israel selbst von sich aus endlich eindeutig erklären würde, in welchen territorialen Grenzen es denn sein Existenzrecht bestätigt haben möchte. Die Auffassung von Herrn Lieberman ist dazu ja jetzt bekannt. Die Auffassung der radikalen Islamisten ebenfalls. Das Problem ist allerdings, dass die einen über einen hochentwickelten Militärapparat verfügen unterstützt von den USA und die anderen über selbstgebastelte Knallkörper und eine Heerschaar von Selbstmördern, die gerne viele unschuldige Opfer mit auf ihre Reise zu Allah nehmen möchten.

Linksman
Linksman
15 Jahre zuvor

Dierkes hat doch völlig recht!

Israel hat sich verrannt. Die unabhängige Friedensbewegung erkannte dies als erstes. Man muss versuchen, den Mauer- und Soldatenstaat zwischem rotem und totem Meer von außen zur Räson zu bringen, notfalls auch mit kreativen Boykottmaßnahmen.

Das Beispiel Südafrika wurde hier schon genannt.
Als Chirac Atomtests machen ließ, wurde französischer Wein boykottiert.
Als Shell eine Bohrinsel versenken wollte, kam der Tankboykott.

Sehe nicht ein, weswegen gerade Israel da immer noch mit Glacishandschuhen angefasst wird.

Schon schade, dass Dierkes da vor der zionistisch-korrekten Meinungsmafia eingeknickt ist.
Muss aber auch nicht das Ende der Geschichte sein! 🙂

Arnold Voß
Arnold Voß
15 Jahre zuvor

@Linksman

Israel wurde noch nie mit Glacishandschuhen angefasst. Die Vernichtungsdrohungen gegen diese Land waren von Anfang an total und sie waren total ernst gemeint. Die Vernichtungsversuche ebenfalls. Bis heute. Unter diesen Bedingungen wird selbst ein demokratisches Land über kurz oder lang unausweichlich zu einem kriegerischen Staat.

Wenn ich Jude (gewesen) wäre, hätte ich allerdings schon 1938 zurückgeschossen.

Dirk E. Haas
Dirk E. Haas
15 Jahre zuvor

Ich versuche gerade, mir Handschuhe aus feinem Geröll (?Glacishandschuhe?) vorzustellen ?

? und wie der Linksman den Lieberman mit eben solchen ?zur Räson? zu bringen trachtet, was aber kläglich scheitern würde, weil der Lieberman ist nämlich gelernter Rausschmeißer. (-:

https://www.ruhrbarone.de/category/autoren/philipp-engel/
https://www.ruhrbarone.de/category/autoren/philipp-engel/
15 Jahre zuvor

@Linksman

„zionistisch-korrekte Meinungsmafia“ – meinen Sie das wirklich ernst? Wenn ja, so ist bei Ihnen – politisch – Hopfen und Malz verloren. Zur Bestätigung Ihrer Glacishandschuhe-Weltsicht empfehle ich Ihnen die Lektüre der Paulskirchenrede Martin Walsers – oder bei der Wahl der nächsten Bundestagswahl die NPD. Diese Partei versucht sich ebenfalls mit solchen absurden Verschwörungstheorien zu produzieren.

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