Sachsen: Die FDP Schneeberg spielt PEGIDA

Screenshot: Facebook
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Seit Jürgen Möllemanns Tod ist es langweilig geworden um die FDP – zumindest aus der Sicht rechter Spinner. Doch der Ortsverband im sächsischen Schneeberg (bekannt u.a. durch rechte Fackelmärsche gegen Flüchtlinge) gibt sich neuerdings Mühe, das zu ändern – mit einem Facebook-Pamphlet im  Pegida-Stil.

Wir haben die „besten“ Stellen zusammengetragen: 

Flüchtlinge bringen Terror und Krankheiten,
Deutsche werden unterdrückt – im eigenen Land!!111!!

“In unverantwortlicher Art und Weise lassen wir nicht nur Massen von Menschen in unser Land, Terrorismus und Infektionskrankheiten, sondern importieren auch in Größenordnungen ethnische und politische Konflikte. Wenn schon Enteignungen deutscher Bürger im Gespräch sind, um des ungebremsten Zustromes von immer mehr Migranten irgendwie noch Herr zu werden, wenn man keine Missstände mehr ansprechen und seine Meinung nicht mehr vertreten kann ohne gleich als rechtsradikal und rassistisch zu gelten, dann sind wir schon bald Entrechtete im eigenen Land.”

Alles junge Männer!

“Familien, Frauen und Kinder stellen aber z.Z. nicht den überwiegenden Anteil des derzeitigen Zustromes dar. Tatsächlich sind ca. 70 % -80% der Asylsuchenden männlich, zwischen 18 und 45 Jahre alt, mit muslimischer Glaubensprägung.”

 

Screenshot: Facebook

Sachsen steht laut FDP-Schneeberg kurz vor der Einführung der Scharia:

“Wir sind nicht bereit, unser öffentliches Leben nach religiösen Restriktionen, Sitten und Gepflogenheiten zugewanderter Volksgruppen zu richten, Parallelgesellschaften zu dulden oder Teile unserer Kultur zu opfern; das wäre ein Verrat an den Errungenschaften der freiheitlichen Demokratie.”

Das Deutsche Volk stirbt aus – meint die NFDP:

“Wenn wir jetzt als Nation nicht zusammenstehen und schnell mutige und konsequente Entscheidungen treffen, ist nicht nur die Zukunft unserer freiheitlich-demokratischen Werteordnung gefährdet, sondern auch die Zukunft unsres Volkes und unserer Kultur. Es ist unser Recht, die Existenz unseres Volkes, den Fortbestand unserer Kultur und unsere freiheitlich-demokratische Werteordnung zu schützen.”

Und außerdem:

“Deshalb fordern wir eine gesetzliche Integrationspflicht von Migranten: Jeder der hier leben will, muss den Rahmen unseres Grundgesetzes respektieren und darf keine Sonderrechte beanspruchen. Eklatante Verstöße müssen mit Ausweisung aus unserem Land geahndet werden.”

Wir fragen uns: Gilt das auch für die FDP Schneeberg und den Rest der besorgten sächsischen Bürger und “Asylkritiker”?

Die Kommentare unter dem Pamphlet. Screenshot: Facebook
Die Kommentare unter dem Pamphlet. Screenshot: Facebook

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11 Kommentare

  1. #1 | R sagt am 7. Oktober 2015 um 19:36 Uhr

    Warum in die Ferne schweifen, wenn das Übel liegt so nah:
    "„Kein Schüler kann etwas dafür, dass Menschen unkontrolliert in unser Land einwandern, und es kann nicht sein, dass deshalb Unterricht ausfällt und die Schüler darunter leiden“, so Hellmann. (Der FDP-Politiker hatte erst von "illegaler Einwanderung" gesprochen, dies aber später korrigiert)"
    http://www.derwesten.de/staedte/essen/fdp-essen-bredeney-will-keine-fluechtlinge-in-turnhalle-id11153397.html

  2. #2 | Klaus Muecker sagt am 7. Oktober 2015 um 22:43 Uhr

    "8. Integrationskonzepte für eine sinnvolle Integration von Migranten unter Einbeziehung der realistischen Möglichkeiten gerade in Problemzonen wie dem Erzgebirge."

    Dass das Erzgebirge eine "Problemzone" ist, sehe ich auch so. Das liegt aber nicht an den praktisch nicht vorhandenen Ausländern, Flüchtlingen usw., sondern an dem Nicht-in- diesem-Staat-angekommen-sein großer Teile der dort autochthonen, aber nicht wirklich grundgesetzkompatiblen Bevölkerung.

    Das ist doch eine Grenzregion, könnte man da nicht eine der neuerdings so beliebten 'Transitzonen" einrichten? Da können dann die Nazi-Kameradschaften, die lokalen und anderen sächsischen Fraktionen der FDPNPDAfDCDUPegida und die 'besorgten Bürger' in aller Ruhe überlegen, ob sie weiter in ihrer inzestuösen völkischen Brühe vor sich hinsächseln wollen oder sich doch irgendwann (nach erfolgreichem Absolvieren von Integrations- und Deutschkursen) in die bundesdeutsche Gesellschaft integrieren wollen. Sozusagen die 'kleine Lösung' vor dem Säxit.

    Einen Versuch wär's wert.

  3. #3 | Klaus Muecker sagt am 7. Oktober 2015 um 22:58 Uhr

    P.S.: Offenbar die Geschichte einer Radikalisierung in Naziland:

    2013:
    "Asylbewerber in Schneeberg nicht unter Generalverdacht stellen
    Nicht von NPD instrumentalisieren lassen / Sachliche Debatte und Dialog nötig (…)"

    http://fdp-kreisverband-erzgebirge.de/2013/11/05/asylbewerber-in-schneeberg-nicht-unter-generalverdacht-stellen/

    02/2015:
    "FDP kritisiert Flüchtlingsunterbringung in Schneeberg – Forderung nach Reformierung des Asylrechts (…) für Anwohner als auch für die Asylbewerber als untragbar."

    10/2015:
    "Schadensbegrenzung … Terrorismus und Infektionskrankheiten … keine Parallelgesellschaften" [Anm. Autor: Subtext: außer sie nennen sich 'Weisse Bruderschaft Erzgebirge' oder 'nationale Sozialisten Chemnitz', dann haben wir nix dagegen)

  4. #4 | Essen stellt sich quer sagt am 8. Oktober 2015 um 09:02 Uhr

    #1 -R:
    Sie zitiren hier die Textfassung von derwesten von 16:31 Uhr. In der ursprünglichen Artikelfassung von 10:04 Uhr hieß es noch:

    „Die Turnhalle der Goetheschule ist für diese außerplanmäßige Unterbringung absolut ungeeignet und es muss andere, entlegene Lösungen für Provisorien geben“, fordert der Vorsitzende der FDP-Bredeney, Ratsherr Andreas Hellmann. „Kein Schüler kann etwas dafür, dass Menschen illegal in unser Land einwandern und es kann nicht sein, dass deswegen Unterricht ausfällt und die Schüler darunter leiden.“

    Das pauschale benennen aller Flüchtlinge als "illegal" hat eigentlich zu den massiven Diskussionen in Essen und auch speziell innerhalb der Essener FDP geführt. Bisher ist deswegen ein FDP-Vorstandsmitglied aus Protest gegen Hellmann zurückgetreten. Die FDP-Essen Süd distanziert sich ausdrücklich von Hellmann. Der Stadtvorsitzende Schöneweiß bezeichnet Hellmanns verbale Entgleisungen als "Quatsch".

    https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1067814146563657&id=421127221232356

    Hier, der noch nicht im Netz veröffentlichte Text aus der Printausgabe:

    WAZ / Essen,Donnerstag, 08.10.2015
    Vize-Vorsitzender der Essener FDP tritt zurück
    Klaus Budde begründet dies mit Auftritt seines Ratskollegen Hellmann: „Parteiausschluss jetzt!“

    Die Schlammschlacht bei der Essener FDP geht weiter: Als Folge der kritischen Äußerungen von Ratsherr Andreas Hellmann zur Flüchtlingspolitik im Allgemeinen und der Turnhallen-Belegung in Bredeney im Besonderern hat Hellmanns Fraktionskollege Klaus Budde gestern sein Amt als stellvertretender Parteivorsitzender „mit sofortiger Wirkung“ niedergelegt. „Aufgrund des erneuten Angriffs von Hellmann auf unsere gute Parteiarbeit muss ein solches Signal jetzt sein“, sagte Budde gestern auf Anfrage. „An einem Parteiausschluss von Hellmann führt meines Erachtens kein Weg vorbei“, ergänzte Budde und will dies durchaus auch als Kritik an der bisher geübten Nachsicht von Parteichef Ralf Witzel verstanden wissen.
    Witzel hatte den 26-jährigen Hellmann zwar ebenfalls kritisiert und ihn ermahnt, sich beim sensiblen Thema Flüchtlinge in der Wortwahl zu mäßigen. Von einem Rauswurf aus der FDP wollte der Essener FDP-Parteichef und Landtagsabgeordente aber gestern nichts wissen. „Ich halte das nicht für zielführend“, so Witzel, der sich mit dieser eher zurückhaltenden Erklärung allerdings eine Hintertür offenhielt. „In einer Vorstandssitzung der Essener FDP solle der von Hellmann losgetretene Vorgang und seine möglichen Folgen „offen diskutiert“ werden, so Witzel. In dem mit Buddes Rückzug nunmehr nur noch zehnköpfigen Gremium hat auch Hellmann Sitz und Stimme.
    In der vierköpfigen FDP-Ratsfraktion will Budde weiter mitarbeiten, obwohl er auch hier mit Hellmann klarkommen muss. Der Ärger zwischen dem 26-jährigen Jung-Politiker und seinen deutlich älteren Fraktionskollegen hat eine lange Geschichte und wird in der FDP mit wachsendem Groll betrachtet. „Selbst auf Wahlständen bin ich angesprochen worden“, klagt Budde. „Für das Außenbild der FDP ist der Dauerstreit verheerend.“ Hellmann kann sich offenbar auf die Solidarität seines Bredeneyer Ortsverbands verlassen, der am Dienstag aufrief, die „Diffamierung“ seines Vorsitzenden zu unterlassen und die Meinungsfreiheit gelten zu lassen. F.S.

  5. #6 | Klaus Lohmann sagt am 8. Oktober 2015 um 11:14 Uhr

    Warum verwundert es, wenn die Resterampe der Reste-FDP nun in einen für sie ruinösen Wettbewerb mit der AfD um die noch verfügbaren 2% Stimmen des braunen Abschaums eintritt? Das Fischen am rechten Rand war trotz aller öffentlichen Negierung selbst unter Genscher/Scheel, mit der rechten "Unterwanderung" eines von Stahl Mitte der Neunziger und natürlich mit Möllemann nie ein Tabu.

  6. #7 | mike sagt am 8. Oktober 2015 um 14:22 Uhr

    ha ha ha die Stimmung ist gekippt und ihr super soziale super menschen könnt es nicht mehr drehen und dann schlagt ihr auf jeden ein der nicht eure"wir sind alle freunde"meinung teilt.

  7. #8 | Klaus Lohmann sagt am 8. Oktober 2015 um 21:32 Uhr

    @mike: Darfst Du so spät eigentlich noch an Papis Compi dran?

  8. #9 | Jens sagt am 9. Oktober 2015 um 06:50 Uhr

    Ach Klausi, 14.22h ist doch nicht wirklich spät, aber vermutlich stehst du zu der Zeit gerade erst auf?

    Natürlich hat sich der Wind gedreht, da helfen auch die ganzen Refugees-Welcome Artikel nichts.

  9. #10 | Klaus Lohmann sagt am 9. Oktober 2015 um 11:13 Uhr

    @Brauner Jens: Wind? Ach, deshalb dieser permanente Güllegestank….

  10. #11 | Klaus Lohmann sagt am 25. November 2015 um 10:31 Uhr

    Ooops, he did it again:

    http://www.derwesten.de/staedte/essen/fdp-ratsherr-andreas-hellmann-sorgt-erneut-fuer-unmut-aimp-id11316825.html FDP-Ratsherr Andreas Hellmann beleidigt Muslime bei Facebook

    "Zu lesen ist dort ein kurzer verbaler Schlagabtausch über die Anschläge in Paris. Da warnt ein Max: „Wer jetzt wieder alle Muslime als radikal oder gefährlich oder als ,Teppichf. . .’ bezeichnet, hat diesen radikalen Kreislauf nicht verstanden.“ Das Schimpfwort können wir hier so wenig vollständig zitieren, wie Hellmanns Antwort: „Kamelf. . .“ Es ist jedenfalls so derb wie eindeutig."

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