DIE PARTEI Duisburg: Impfmücken gegen Impflücken

Der "demokratische Widerstand" von "Duisburg steht auf" marschiert; Foto: Peter Ansmann
Der „demokratische Widerstand“ von „Duisburg steht auf“ marschiert; Foto: Peter Ansmann

Seit Dezember laufen die Querdenker von „Duisburg steht auf“ regelmäßig bei sogenannten Spaziergängen durch die Innenstadt von Duisburg. Auch am gestrigen Montag liefen die selbsternannten Widerstandskämpfer durch die Ruhrgebietsstadt, schrieen (geschützt von der Polizei) Parolen gegen die aktuell herrschende Diktatur in Deutschland. 

Diesmal mit dabei: Neonazis aus dem Umfeld der rechtsextremen Splitterpartei „Die Rechte“. DIE PARTEI, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und die antifaschistische Initiative zeigten bei einer Mahnwache am Stadttheater deutlich, was sie von den „Spaziergängen“ von „Duisburg steht auf“ hält. Das Wort „nichts“ wäre hierbei eher noch eine Schmeichelei gegenüber der antidemokratischen Gurkentruppe von „Duisburg steht auf“.

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Antisemitismus, NS-Relativierung und Sehnsucht nach einer „Corona Armee Fraktion“: Querdenker in Duisburg

"Normal" in der Telegram-Gruppe "Duisburg steht auf"; Screenshot Telegram
„Normal“ in der Telegram-Gruppe „Duisburg steht auf“; Screenshot Telegram

Den Abend des 13. Dezembers 2021 hätte ich angenehmer für mich gestalten können, als ich es es gemacht habe: Ich war auf einer Demonstration der Gruppierung „Duisburg steht auf“, die nichts mit Querdenkern zu tun haben möchten. Wegen bestimmter heikler Inhalte.

Mit meinen Beitrag “Duisburg steht auf” – Querdenker schwurbelten durch Duisburg war das Thema für mich eigentlich erledigt.

Bis der Inhaber der Telegram-Gruppe wir-stehen-auf/DU, Stefan Brackmann, gestern in einem Kommentar seinen Wunsch nach einer „Kontaktaufnahme“ geäußert um „einen Konsens auf Augenhöhe“ zu erzielen.

Gestern Abend wollte ich kurz auf diesen Kommentar antworten, hab mir zu diesem Zweck nochmals kurz – exakt 19 Minuten lang – Anfertigung von Screenshots inbegriffen- den Telegram-Kanal von „Duisburg steht auf“ angeschaut.

Mein Urteil, dass es sich bei „Duisburg steht auf“ um harmlose esoterische Spinner handelt, das ich nach der Demo am Montag für mich gefällt hatte: Es war ein einziges Fehlurteil.

Fake-News, die Bewerbung von illegalen Impfausweisen, Nazivergleiche, Falschinformation und extremer Antisemitismus werden in dieser Gruppe toleriert.

Am gewünschten „Konsens auf Augenhöhe“ sind die Ruhrbarone nicht so interessiert.

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Die Erkenntnis, dass auch etliche Extremisten bei der Polizei sind, kommt ein wenig spät, Herr Reul!

Herbert Reul Foto: Petra Klawikowski Lizenz: CC BY-SA 3.0

NRW-Innenminister Herbert Reul wurde jetzt mit  mit der Aufdeckung eines rechtsextremen Netzwerks innerhalb der Polizei konfrontiert. Behörden ermitteln gegen 29 Polizisten wegen der Verbreitung und des Empfangs rechtsextremistischer Propaganda. Alle Beamten seien sofort vom Dienst suspendiert worden, sagte Reul.

Es ist nicht der erste Fall, bei dem die NRW-Polizei diesbezüglich in die Negativ-Schlagzeilen geraten ist. Der Minister gab sich in Anbetracht der heftigen Vorwürfe am Mittwoch äußerst betroffen, wirkte in TV-Interviews zum Thema von der Tatsache überrascht und regelrecht schockiert.

Ich will ihm an dieser Stelle auch gar nicht unterstellen, dass das nicht so war bzw. ist, auch wenn ich es für sehr unwahrscheinlich halte, dass Reul als Innenminister nichts von solchen Zuständen ahnte bzw. wusste.

Ist er jedoch wirklich so überrascht, wie er sich darstellt, dann sollte Reul vielleicht einmal darüber nachdenken, ob er wirklich der Richtige für den Job ist.

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Corona-Rebellion: The Empire strikes back

Der "Sturm auf Berlin" der Querdenker am 29. August 2020 war, im Vergleich zu dem der Roten Armee im Jahre 1945, eher ein Sturm im Wasserglas; Foto: Mil.ru / CC BY
Der „Sturm auf Berlin“ der Querdenker am 29. August 2020 war, im Vergleich zu dem der Roten Armee im Jahre 1945, eher ein Sturm im Wasserglas; Foto: Mil.ru / CC BY

Die verpatzte Revolution gegen das Corona-Regime ist jetzt zwei Tage her: Russische und amerikanische Panzer und das alliierte Oberkommando haben nicht eingegriffen um die Geschäftsführerin der BRD-GmbH – Dr. Angela Merkel – abzusetzen. Ergo: Wir leben jetzt (schon wieder) in der NWO, der zweite Lockdown wurde verhängt, Bill Gates, die Rothschilds und Angela Merkel haben ihre Macht auf Jahre gesichert.

Die (Corona-)Rebellen haben das System nicht überwunden. Genau wie in Das Imperium schlägt zurück, können Imperatorin Angela und Darth Spahn ihre finstere Agenda umsetzen.

Die Verschwörungstheoretiker, Aktivisten in den Reihen von QAnon und Querdenkern, Reichsbürger und Nazis: Sie lagen – wie bisher mit all ihren Prognosen – wieder mal daneben.

Die Republik besteht. Verwaltungsgerichte funktionieren weiterhin und kippen auch Demonstrationsverbote. Es wurde keine Bundeswehr im Inland eingesetzt. Der Biowaffenangriff über Berlin, von Attila Hildmann auf Telegram angekündigt, ist ausgeblieben.

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Ibrahim Yetim: „Keine Geschäfte mit Nazis.“

Ibrahim Yetim (SPD) zum Jobcenter-Skandal in Wesel; Foto: Ibrahim Yetim
Ibrahim Yetim (SPD) zum Jobcenter-Skandal in Wesel; Foto: Ibrahim Yetim

Die Jungle World hatte in der letzten Woche berichtet: 

Im nordrhein-westfälischen Kreis Wesel arbeitet das Jobcenter mit einer Gebrauchtmöbelfirma zusammen, deren Betreiber bekannte Mitglieder des Neonazimilieus sind. Junge Flüchtlinge bringt das besonders in Gefahr.

(Quelle: Jungle World)

Auf seiner Facebook-Seite hat Ibrahim Yetim (SPD), Mitglied des Landtages von NRW und Mitglied des Stadtrates von Moers, auf diese heikle Kooperation hingewiesen: Mit vielen Reaktionen. AfD-Anhänger schlüpfen in die Opferrolle und vergleichen die Lage der betroffenen Neonazis mit denen der Juden im Dritten Reich.

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Corona-Krise: Relativierung der Shoa und offener Antisemitismus

Anja Heussmann: Die Querfrontlerin ist bei Corona-Rebellen beliebt; Screenshot Facebook
Anja Heussmann: Die Querfrontlerin ist bei Corona-Rebellen beliebt; Screenshot Facebook

Es ist, zum Glück, nur eine Minderheit die aktuell auf Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor einer erhöhten Infektionsrate pfeift und sich in Menschenmassen auf deutschen Straßen und Plätzen trifft.

Der Gebrauch rationaler Argumente, um auf die Gefahr dieses Trends hinweisen: Sie bringen nicht wirklich was gegen den organisierten Wahnsinn.

Um ihren Protest gegen das „Corona-Regime“ und den „neuen Faschismus“ lautstark kundzutun.

Gewöhnlich passiert dies medienwirksam vor Kamera, was der Theorie von der „zerstörten Meinungsfreiheit“ irgendwie widerspricht.

Vielleicht sollten sich die Teilnehmer solcher Demonstrationen in Zukunft genauer anschauen, mit wem man sich da einreiht.

Nein, „Corona Rebellen“ sind nicht alle rechtsextrem und antisemitisch. Aber antisemitische Stereotype und rechtsextreme Meinungen machen sich in diesen Gruppen breit.

Es ist an der Zeit, sich abzugrenzen.

Zusammen mit Nazis, Antisemiten und Verschwörungstheoretikern zu marschieren ist keine gute Idee:

„Wer mit Hunden zu Bette geht, steht mit Flöhen wieder auf. “

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2. Mai 1933: Nazis ermorden Gewerkschafter in Duisburg

Michael Rodenstock, *11.3.1885, von Faschisten am 2.5.1933 ermordet. Der Sitz der SPD Duisburg-Wanheimerort, das Michael-Rodenstock-Haus, ist nach dem ermordeten Genossen benannt.  Foto: Archiv Adolf Graber
Michael Rodenstock, *11.3.1885, von Faschisten am 2.5.1933 ermordet. Der Sitz der SPD Duisburg-Wanheimerort, das Michael-Rodenstock-Haus, ist nach dem ermordeten Genossen benannt.  Foto: Archiv Adolf Graber

Vor 20 Jahren habe ich, als ich noch Mitglied der SPD war, mit dem Genossen Adolf Graber (Dessen Vater im Widerstand war und im KZ Sachsenhausen starb.) auf der Website der SPD Duisburg-Wanheimerort einige eingescannte Fotos aus dieser Zeit dokumentiert. 

Heute jährt sich die Ermordung der Duisburger Gewerkschafter zum 87. Mal.

Julius Birck, Emil Rentmeister, Michael Rodenstock und Johann Schlösser wurden ermordet. Ihre Leichen wurden erst ein Jahr später im Hünxer Wald gefunden.

Ich zeige im Blog, zur Erinnerung an die ersten Opfer der Naziherrschaft, ein paar Fotos aus dieser Zeit.

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„Hunters“ auf Amazon: Spannende Nazijagd – mit einem bitteren Gschmäckle

Al Pacino spielt in "Hunters" die Rolle des Meyer Offerman, eines jüdischen Philanthropen der den Holocaust überlebt hat. Überzeugend und routiniert gut; Foto: Amazon
Al Pacino spielt in „Hunters“ die Rolle des Meyer Offerman, eines jüdischen Philanthropen der den Holocaust überlebt hat. Überzeugend und routiniert gut; Foto: Amazon

Seit dem 21. Februar 2022 ist auf Amazon-Prime eine neue Serie verfügbar: „Hunters“ (Also übersetzt: „Jäger“!) heißt sie, Al Pacino ist der Hauptdarsteller.

Die Handlung der Serie nimmt ihren Anfang in New York des Jahres 1977. Das Thema der Serie ist an den Tarantino-Film Inglourious Basterds angelehnt:

Es geht um die Jagd auf Nazis.

Von der Grundidee ist dieses Konzept natürlich eine gute Sache.

Ein Darsteller wie Al Pacino, der eigentlich nur möglichst viel mit passender Mimik reden muss um zu überzeugen, ist schließlich bereits die halbe Miete um einen Erfolg des Werks sicherzustellen.  Wer nicht weiß, wovon ich gerade schreibe: In der Rolle des Michael Corleone im Familiendrama „Der Pate“ agierte Al Pacino brillant, im Abschlussmonolog von „Im Auftrag des Teufels“ spielt er, passenderweise, teuflisch brillant.

Die Filmreihe wurde, nach dem Start beim Streamingdienst auf Amazon-Prime (HUNTERS ist, aktuell, nur dort für Prime-Nutzer aufrufbar!), teilweise heftig kritisiert. Unter anderem von der Gedenkstätte Auschwitz, die unhistorische Szenen des Werks bemängelt.

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Cartoons ohne Bilder #80


Ein Mann im dreckigen Unterhemd, Hakenkreuz-Tätowierung. Zimmer vermüllt, Sprungfedern kommen aus dem Sofa. Überall Bierflaschen und Zigarettenkippen. Der Mann schüttelt seine Faust in Richtung Fernseher.
Sprechblase: „Ich lasse mir doch meine westliche Art zu vegetieren nicht wegnehmen!“

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