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Große Show, wenig Neues: Markus Weinzierl nun endlich auch offiziell auf Schalke vorgestellt

Markus Weinzierl. Quelle: Wikipedia, Foto: Maerwa, Lizenz: CC BY 3.0

Markus Weinzierl. Quelle: Wikipedia, Foto: Maerwa, Lizenz: CC BY 3.0

Es hat sich ja dann doch noch einige Wochen hingezogen, doch heute war es endlich soweit. Frei nach dem Motto ‚Was lange währt wird endlich gut‘ traten erstmalig in Gelsenkirchen Neu-Manager Christian Heidel und sein ausdrücklicher Wunschtrainer Markus Weinzierl gemeinsam vor die versammelten Medienvertreter.

Und im Blitzlichtgewitter bot sich nun für langjährige Schalke-Beobachter ein wahrlich ungewohnter Anblick. Diese beiden anerkannten Fachleute der Szene werden also ab sofort die Geschicke der Königsblauen mit zu verantworten haben. In gut 30 Minuten präsentierten sie den Anwesenden dabei ihre jüngsten Erkenntnisse und Absichten. Professionell, sympathisch. Doch, um es vorweg zu nehmen, wirklich viele neue Erkenntnisse boten ihre Aussagen dabei jedoch nicht.

Es ist für jedermann ersichtlich der frische Start, den man sich auf Schalke nun so sehnlichst erwartet. Zwei der renommiertesten Fachleute der Liga nun also gemeinsam auf Schalke. Dass sich die beiden persönlich mögen müssen, dass wurde dabei sofort deutlich. Heidel sprach direkt von der bestmöglichen Trainerlösung für Schalke, bezeichnete Weinzierl gar als ‚Wunschtrainer‘.

Dieser zeigte sich ob der lobenden Worte ebenfalls positiv gestimmt, betonte den günstigen Zeitpunkt für seinen Jobwechsel, lobte den vorhandenen Schalker Kader, die vorgefundenen Arbeitsbedingungen, die Fans und das Umfeld. Überall nur zufriedene Gesichter zu Beginn der Vorstellung.

Weinzierl betonte, er sei bereit für den nächsten Schritt in seiner Karriere, vermied jedoch konkrete Aussagen über Titelchancen und Spielertransfers. Eines habe er jedoch schon erkannt, Augsburg und Schalke seien nicht zu vergleichen. Ach was?

Für die Zukunft sei es das vorrangige Ziel, dass sich Schalke durch eine klare Linie, eine Spielphilosophie auszeichnen soll. Man will agieren, erfrischenden Fußball spielen. Hat man so irgendwie auch alles schon x-mal zuvor von anderen Leuten gehört.

Heidel erklärte seine Trainerwahl näher: Ein Trainer brauche seiner Meinung nach nicht unbedingt viel Erfahrung im Spitzenbereich des Fußballs, er müsse vielmehr fachliche Kompetenz aufweisen. Dies habe er auch schon in seinen Jahren in Mainz stets so gehandhabt. Auch soziale Kompetenz sei ihm dabei sehr wichtig. Hatte Vorgänger Breitenreiter dies nicht? Es darf nach solchen Aussagen zumindest darüber weiter kräftig spekuliert werden.

Spannend wurde es, als Christian Heidel durchblicken ließ, dass er bereits viele Details entdeckt habe, wo sich etwas verbessern ließe. Dies sei u.a. bei den Arbeitsbedingungen der Fall. Da seien andere Clubs bereits ein Stück weiter. Aber auch hier, keine Details heute, und somit letztendlich dann doch keine wirklich neuen Erkenntnisse für die Zuhörer bzw. Fans.

Fragen der  Kaderplanung würden nun in den nächsten Tagen noch weiter zwischen den beiden besprochen. Es wird auf jeden Fall aber noch Neuzugänge geben. Immerhin eine klare Antwort. Konkrete Namen gab es jedoch keine zu hören. Es werde auf dem Transfermarkt aber auf jeden Fall nur Geld ausgegeben welches auf der anderen Seite eben auch eingenommen würde. Was das heißt? Abwarten!

Weinzierl berichtet, dass er überhaupt auch erst seit gestern um 15 Uhr in Gelsenkirchen sei, dass er bisher auch leider noch kein Haus mieten konnte, da der letzte Vermieter ihm eine Absage erteilt habe, da er nur an einen langfristigen Mieter vermieten wolle. Kurzes Lächeln in der Runde. Dann ging es direkt thematisch weiter.

Bei Thema Mitgliederversammlung und Neuwahl des Aufsichtsrates gaben sich beide extrem zugeknöpft. Weinzierl sagte dazu gar nichts, Heidel ließ immerhin vorsichtig durchblicken, dass er in solchen Fragen grundsätzlich für Kontinuität sei. Und er persönlich habe in seinen wenigen wochen auf Schalke bisher auch noch keine Gründe geliefert bekommen, die einen Wechsel in irgendeiner Art rechtfertigen würde. Also, wohl alles weiter wie bisher in dieser Frage, zumindest wenn es nach Christian Heidel geht.

Zwei sympathischen Herren auf dem Podium in Gelsenkirchen, die gute 30 Minuten lang Rede und Antwort standen ohne dabei wirklich viel Neues herauszulassen. Medienprofis eben.

Na ja, war ja auch erst die Vorstellung von Markus Weinzierl. In den nächsten Wochen wird man mit so oberflächlichen Aussagen wie heute dann vermutlich nicht mehr lange auskommen. Dann erwarten Fans und Medien klare Antworten von den beiden!

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4 Kommentare zu “Große Show, wenig Neues: Markus Weinzierl nun endlich auch offiziell auf Schalke vorgestellt

  • #1
    Robert Müser

    Mmmh,
    am Ende dieser Saison wird ein weiterer Übungsleiter sich dort verschlissen haben, falls er nicht vorher schon in die bezahlte Vollfreizeit gewechselt ist.
    Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, kann es mir nach den Geschehnissen der vergangenen Jahre aber nicht ernsthaft vorstellen.

  • #2
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Ob die beiden es schaffen Schalke zu verändern weiß ich natürlich auch nicht. Aber die Chance war sicherlich noch nie so groß wie bei diesem Neuanfang. Spannend wird noch die Frage ob Tönnies im Amt bleiben kann/darf. Aber mit Weinzierl und Heidel hat Schalke nun eine echte Chance auf einen Neuanfang. Ob mit oder ohne Tönnies.

  • #3
    thomas weigle

    Entweder schaffen Heidel/Weinzierl Schalke. Oder Schalke schafft die beiden. Nicht mehr und nicht weniger.

  • #4
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    So langsam kommt jetzt offenbar auch auf Schalke Bewegung in den Kader:

    http://www.sky.de/sky-sport-news/bundesliga/neustaedter-beendet-gespraeche-und-verlaesst-schalke-102884?wkz=WXFSL1

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