
Es gibt derzeit vieles, worüber man sich im Ruhrgebiet ärgern kann. Kommunalpolitik, Baustellen, marode Infrastruktur und allerlei andere Alltagsprobleme liefern schließlich regelmäßig Stoff für schlechte Laune. Umso wichtiger finde ich es, sich zwischendurch bewusst daran zu erinnern, dass unsere Region durchaus ihre schönen Seiten hat. Eine davon habe ich am Mittwochabend wieder einmal besucht: das traditionelle Herbstleuchten im Maximilianpark in Hamm.
Ein Lichtblick in trüben Zeiten
Seit einigen Jahren gehört diese Veranstaltung für mich fest zum Herbst. Und auch 2026 wurde ich nicht enttäuscht. Schon beim Rundgang durch den illuminierten Park merkte ich, wie sich meine Stimmung besserte. Für ein paar Stunden rückten die üblichen Ärgernisse in den Hintergrund. Tausende Lichter, farbenfrohe Projektionen und die besondere Atmosphäre der Anlage sorgten dafür, dass ich den Alltag tatsächlich einmal vergessen konnte.
Genau solche Erlebnisse braucht es meiner Meinung nach gelegentlich. Man muss nicht immer weit wegfahren oder viel Geld ausgeben, um sich etwas Gutes zu tun. Manchmal reicht ein Abend in der näheren Umgebung, um wieder etwas zufriedener nach Hause zu kommen.
Lichtkunst, die tatsächlich verzaubert
Das Herbstleuchten findet in diesem Jahr bereits zum 18. Mal statt. Noch bis zum 1. November verwandelt sich der Maximilianpark täglich in eine farbenprächtige Kulisse. Besonders reizvoll finde ich, wie unterschiedlich die Installationen wirken. Mal ist es mystisch, mal spektakulär, dann wieder beinahe märchenhaft.
Ob leuchtende Kugeln, aufwendig inszenierte Projektionen oder der imposante Glaselefant: Es gibt unterwegs reichlich zu entdecken. Auch das Auge Bor und der geheimnisvolle Guardian of Time ziehen die Blicke auf sich. Man muss dabei kein ausgewiesener Kunstfreund sein, um Gefallen daran zu finden. Wer sich auf die Eindrücke einlässt, findet genügend Gründe zum Staunen – und nebenbei zahlreiche Fotomotive.
Hamm kann mehr als Alltag
Passend zur 800-Jahr-Feier der Stadt Hamm werden in diesem Jahr auch historische Bezüge aufgegriffen. Das gefällt mir, weil eine solche Veranstaltung damit mehr bietet als hübsche Beleuchtung. Sie zeigt, wie sich Kultur, Stadtgeschichte und ein attraktiver Veranstaltungsort miteinander verbinden lassen.
Der Maximilianpark ist ohnehin ein lohnendes Ausflugsziel. Beim Herbstleuchten entfaltet er allerdings einen ganz besonderen Reiz. Die vertraute Umgebung wirkt plötzlich völlig anders, und selbst bekannte Bereiche entdeckt man aus einer neuen Perspektive. Das ist für mich ein wesentlicher Teil des Zaubers.
Mein Tipp für die kommenden Tage
Deshalb kann ich einen Besuch auch in diesem Jahr nur empfehlen. Zugegeben: Die Wettervorhersage für die kommenden Tage macht nicht unbedingt Lust auf einen langen Spaziergang. Doch davon würde ich mich nicht abschrecken lassen. Mit passender Kleidung und etwas Wetterfestigkeit steht einem stimmungsvollen Abend wenig entgegen.
Geöffnet ist das Herbstleuchten noch bis zum 1. November, jeweils von 19 bis 22 Uhr. Erwachsene zahlen online acht Euro, Kinder zwischen drei und 17 Jahren vier Euro. Wichtig: Die Tickets müssen vorab online für den jeweiligen Besuchstag gebucht werden, denn die Besucherzahl pro Abend ist begrenzt.
Zur Veranschaulichung habe ich euch ein paar Fotos von meinem Besuch am Mittwoch mitgebracht. Vielleicht machen sie euch ja ebenfalls Lust auf einen Ausflug nach Hamm.
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