
Die Zweitligasaison 2025/26 des FC Schalke 04 bleibt eine ungewöhnliche – vielleicht sogar eine paradoxe. Mit dem 2:1-Last-Minute-Sieg gegen den bisherigen Tabellenführer SC Paderborn haben die Gelsenkirchener nach 14 Spieltagen tatsächlich selbst die Spitzenposition im Fußball-Unterhaus übernommen.
Ein Szenario, das vor Saisonbeginn wohl die wenigsten im königsblauen Umfeld ernsthaft in Betracht gezogen hätten. Zu groß waren die Fragezeichen, zu unklar die sportliche Perspektive nach einem weiteren Neustart.
Erfolg ohne Glanz
Dass Schalke nun trotzdem ganz oben steht, sagt allerdings mindestens so viel über die Mannschaft aus wie über die Liga. Denn die Leistungen der Königsblauen waren bislang selten wirklich überzeugend. Auch gegen Paderborn bot die Elf mehr Kampf als klare Struktur, mehr Leidenschaft als spielerische Linie. Der späte Siegtreffer mag euphorisieren, ändert aber wenig daran, dass Schalke in vielen Phasen dieser Saison eher bieder auftritt – solide, aber weit entfernt von einer Mannschaft, die das Spiel dominiert oder ihre Gegner konsequent bespielt.
Eine Liga, die mitspielt
Doch vielleicht ist genau das die Pointe dieser Saison: Es braucht derzeit offensichtlich keine herausragenden Leistungen, um in dieser Zweiten Liga oben mitzuspielen. Die Konkurrenz präsentiert sich wechselhaft, ambitionierte Klubs stolpern regelmäßig, und Schalke gelingt es immerhin, in den entscheidenden Momenten Punkte zu sichern. Dass dies reicht, um die Tabellenführung zu übernehmen, wirkt beinahe wie ein Zufallsprodukt – aber eines, das man in Gelsenkirchen derzeit gerne annimmt.
Der große Blick nach oben – und nach vorn
Der Blick nach vorn fällt hingegen ungleich komplizierter aus. Sollte der Wiederaufstieg gelingen, stellt sich unweigerlich die Frage, wie eine Mannschaft, die in der Zweiten Liga vor allem durch Effektivität und späte Tore glänzt, in der Bundesliga bestehen soll. Der Aufwand wäre enorm, der Kader bräuchte klare Verstärkungen (von welchem Geld?), und die spielerische Basis müsste deutlich stabiler werden.
Doch das sind Aufgaben für morgen. Heute zählt für Schalke vor allem eines: ein unerwarteter Platz an der Sonne – und die Erkenntnis, dass manchmal selbst durchschnittliche Leistungen ausreichen, um eine außergewöhnliche Geschichte zu schreiben.


Letztes Jahr hatte der Erste nach 14 spieltagen 27 Punkte. Und der effzeh als späterer Aufsteiger 22. Wenn man will, kann man alles schlechtreden.
Es geht nicht ums Schlechtreden. Die Spiele sind eben nur nicht so gut, wie es der Tabellenplatz der Schalker nahelegt. Und da keine echte Spitzenmannschaft in der Liga ist, kann man dann so am Ende tatsächlich aufsteigen. Ob sich der Klub dadurch aber einen Gefallen täte, darf bezweifelt werden…
Arbeiten bei euch in der Redaktion eigentlich nur Zecken?
Spielerisch gibt es mit Sicherheit stärkere Mannschaft als den FC Schalke 04.
Das alleine garantiert aber nicht erfolgreich zu sein, weil Fussball mehr ist als nur toll den Ball laufen zu lassen.
Man kann auch herausragend Verteidigen und als Kollektiv brutal miteinander und füreinander arbeiten.
Schalke hat diese Saison viele Stärken, man muss diese aber auch sehen wollen.
Solange mir regelmäßig auch einige BVB-Fans unter unseren Lesern zu viel Schwarzseherei in Bezug auf die Entwicklungen in Dortmund vorwerfen, ist doch alles in Ordnung. 😉
Starkes Argument. Das berechtigt Sie also dazu, bewusst negative Scheiße über andere Vereine zu schreiben?
Man hätte ja wenigstens versuchen können etwas Neutralität zu wahren.
Das sollte man als Journalist doch eigentlich gelernt haben.
Das hat auch nichts mehr mit einer kritischen Auseinandersetzung /Sichtweise zu tun.
Das ist einfach nur ein polemischer Scheiß von Artikel, der auf den Sondermüll gehört.