Nach Brandanschlag und vor Hass-Demo: Kundgebungen gegen Antisemitismus in Duisburg und Wuppertal

Synagoge Wuppertal Foto Michael Schad/Wupperbild Lizenz: Copyrigt
Synagoge Wuppertal Foto Michael Schad/Wupperbild Lizenz: Copyrigt

Nach einem versuchten Brandanschlag auf eine Synagoge in Wuppertal und zeitgleich zu  einer Antiisraelischen Hass-Demonstration in Duisburg finden heute in der Region zwei Kundgebungen gegen Antisemitismus statt.

Nach dem heute Nacht ein Brandanschlag auf die Synagoge in Wuppertal-Barmen verübt wurde, findet heute Nachmittag um 17.00 Uhr eine Kundgebung mit dem Titel „Solidarität mit der jüdischen Kultusgemeinde! Kampf gegen jeden Antisemitismus!“ vor der Barmer-Synagoge statt.

Sicher ist hingegen eine Demonstration in Duisburg. Für heute hat die Gruppe „Young Struggle“ in Duisburg zu einer Kundgebung unter dem Motto „Tod dem Zionismus“ aufgerufen. Allein schon diese Wortwahl zeigt, welchen Charakter die Veranstaltung haben soll. Eine Gegendemonstration unter dem Motto „Kein Fußbreit dem Antisemitismus und Antizionismus!“ findet ab 17.00 Uhr  in Duisburg Kuhtor/Kuhdamm, Fußgängerzone statt. 

 

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9 Kommentare

  1. #1 | Danny sagt am 29. Juli 2014 um 11:02 Uhr

    Woher ist die Info über die Veranstaltungen in Duisburg? Besonders die Israel-Soli Kundgebung? Links? Veranstalter?

  2. #2 | 68er sagt am 29. Juli 2014 um 11:37 Uhr

    Herr Laurin,

    woher habe Sie Ihre Informationen? Haben die Leute von „Young Struggle“ ihren Aufruf zwischenzeitlich umformuliert? Ich habe bisher lediglich das Motto „Freiheit für Palästina und Rojava!“ auf der Facebookseite gefunden. Am 13. Juli wurde dort auch der Text: „Tod dem zionistischen Regime“ gepostet. Darauf hätten Sie berechtigterweise hinweisen können.

    Ihr Bericht in der jetzigen Form ist aber, wenn das Aufrufmotto nicht zwischenzeitlich geändert worden ist, journalistisch nicht korrekt.

    Interessieren würde mich auch, wieso Ihr Text zwei verschiedene Formatierungen aufweist. Das „S“ in „Sicher“ im letzten Absatz ist ja in einer anderen Schrift geschrieben als das „S“ in „Struggle“.

    Aber dafür gibt es sicherlich eine „verschwörungsfreie“ Erklärung.

    Beste Grüße

    Ihr 68er

  3. #3 | Stefan Laurin sagt am 29. Juli 2014 um 11:41 Uhr

    @68er: Da steht noch immer: „Für die Freiheit des Palästinensischen Volkes gemeinsam auf die Straße. Tod dem Zionismus!“ Ich weiß um ihren Hang, sich für jedes Arschloch einzusetzen das gegen Israel, den Westen und die Demokratie ist, aber darüber sollten Sie das Lesen nicht verlernen.

  4. #4 | 68er sagt am 29. Juli 2014 um 11:52 Uhr

    Lieber Herr Laurin,

    vielen Dank für den freundlichen Hinweis. Wahrscheinlich bin ich socialmediamäßig nicht auf der Höhe der Zeit. Ich hatte gedacht, das Motto stünde entweder auf der Homepage von „Young Struggle“ oder auf deren Facebook-Seite. Dass es heutzutage für jede Demo eine eigene „Event-Seite“ bei Facebook bedarf, hatte ich in meiner präsenilen Schlichtheit nicht erwartet. Ich habe das von Ihnen tatsächlich richtig zitierte Motto jetzt auch gefunden.

    Ihren letzen Satz sagt mehr über Sie als über mich.

    Mit herzlichem Gruß

    Ihr 68er

  5. #5 | Jörn Vanselow sagt am 29. Juli 2014 um 17:29 Uhr

    Um die Kirche mal im Dorf zu lassen: Young Struggle Duisburg ist ein Anhängsel der MLKP, dem türkischen Fan-Club von Josef Stalin und Enver Hodscha. Eine durchgeknallte Politsekte also. Manchmal ist Aufmerksamkeit auch zuviel der Ehre und Totschweigen die bessere Alternative.

  6. #6 | Hubi sagt am 29. Juli 2014 um 23:40 Uhr

    Einfach nur noch traurig:

    http://www.stern.de/panorama/brandanschlag-auf-wuppertaler-synagoge-knobloch-raet-juden-sich-nicht-erkennbar-zu-machen-2127440.html

    Knobloch rät Juden, „sich nicht erkennbar zu machen“

    29. Juli 2014, 19:53 Uhr

    Bei der jüdischen Bevölkerung in Deutschland wächst die Sorge vor einem neuen Antisemitismus. Die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden spricht eine bestürzende Warnung aus.

  7. #7 | Frank sagt am 30. Juli 2014 um 05:21 Uhr

    Newsweek wählt den passenden Titel zu Paris, Wuppertal, Berlin, Essen:
    http://www.newsweek.com/2014/08/08/exodus-why-europes-jews-are-feeling-once-again-261854.html

    Dieser neue Terror muss gebrochen werden. In Europa müssen ihm alle Mittel gestrichen werden. Das gilt von der EU bis zu den unter „Kultur“ laufenden kommunalen Mitteln.

  8. #8 | Locke sagt am 30. Juli 2014 um 08:38 Uhr

    Man stelle sich vor, was in Deutschland los wäre, wenn tausende Neonazis auf den Strassen “Juden ins Gas” schreien würden und Brandsätze auf Synagogen würfen.

    Ausnahmezustand!

    Aber so ?

    Da rät Frau Knobloch den Juden, “sich nicht erkennbar zu machen”…

    Wenn man jetzt nicht hart durchgreift, wird es sicher noch schlimmer.

    🙁

  9. #9 | Thomas Weigle sagt am 30. Juli 2014 um 09:16 Uhr

    „Dieser Terror muss gebrochen werden.“ Die einzigen, die die richtigen Mittel und den Willen dazu haben, sitzen nicht in Europa. Das ist die Tragik der beginnenden Judenhatz überall. Und die mit dem Willen können nicht überall sein.
    Es ist zum Knochenkotzen.

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