Neue Nationalhymne? Drei Vorschläge

Bei den Olympischen Spielen war sie nicht oft zu hören, in der Fußballnationalmannschaft kann sie keiner singen und auch sonst gibt es gute Gründe gegen das „Lied der Deutschen.“

Und diese guten Gründe hat Uwe Soukup in dem Artikel Eine neue Hymne muss her! auf Cicero benannt – und damit eine Debatte angestossen, an der sich dieses Blog gerne beteiligen möchte. Soukup fasst treffend am Ende seines Textes zusammen:

  Wäre es nicht an der Zeit, sich einmal grundsätzlich um die Frage der Hymne zu kümmern, statt unsere Fußballnationalspieler, vor allem jene mit Migrationshintergrund, tadelnd aufzufordern, dieses schwierige Lied mitzusingen? Uns eine Hymne zu geben, die nicht peinlich ist, die niemanden beschämt und niemanden verletzt? Die auch Menschen singen können, deren Heimat vor Jahrzehnten zu den Klängen unserer Hymne in Schutt und Asche gelegt wurde? Sicherlich ist eine Nationalhymne kein Hemd, das man so einfach wechselt. Aber dieses Hemd ist unmodern, verschlissen und blutbefleckt.

Drei Vorschläge für eine neue Hymne:

 

 

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14 Kommentare

  1. #1 | Katharina sagt am 13. August 2012 um 10:24 Uhr

    Einigkeit und Recht und Freiheit
    für das deutsche Vaterland.
    Danach laßt uns alle streben
    brüderlich mit Herz und Hand.
    Einigkeit und Recht und Freiheit
    sind des Glückes Unterpfand.
    Blüh im Glanz dieses Glückes
    blühe deutsches Vaterland.

    Alle, die in Deutschland leben, können diese Werte doch vetreten.
    Was ist daran schlimm, es sind doch gute Werte, oder?
    Die anderen Strophen sollte man allerdings in die Tonne kloppen.

    Mich stört das Vaterland und brüderlich.
    Es könnte auch Mutterland und schwesterlich heißen.
    Aber das ist eine andere Diskussion.

  2. #2 | Erdgeruch sagt am 13. August 2012 um 11:38 Uhr

    Hurra, endlich Sommerloch!

  3. #3 | discipulussenecae sagt am 13. August 2012 um 12:52 Uhr

    Ich stimme beiden Vorkommentatoren zu: Was ist denn an „Einigkeit und Recht und Freiheit“ so schlimm oder gar falsch? Wollen wir das Sommerloch füllen? Mit diesem Ternar setzte sich H. v. Fallersleben doch ganz bewußt in die Tradition der französischen Revolution.

    Zudem weiß doch jeder seit diversen WM- oder EM-Übertragungen, wie schwachsinnig, militaristisch und nationalistisch die allermeisten anderen Hymnen sind. Sie sind ein Grund mehr, unsere doch die Grundwerte einer demokratischen Gesellschaft betonenden Hymne beizubehalten.

    Und zwar ohne mal wieder die rot-grüne „Gendergerechtigkeit“ einzufordern; peinlich genug waren die Diskussionen um die österreichische Hyme:
    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/geschlechtsneutrale-hymne-jubelt-ihr-toechter-11555349.html

  4. #4 | Martin sagt am 13. August 2012 um 13:04 Uhr

    Die Farbzusammenstellung der Nationalflagge ist auch langweilig…

  5. #5 | Publix sagt am 13. August 2012 um 13:54 Uhr

    Als entspannter und weltoffener deutscher Patriot weiß ich nie, was ich lächerlicher finden soll: fanatisches Deutschtum oder fanatisches Antideutschtum?

  6. #6 | Ulf sagt am 13. August 2012 um 13:58 Uhr

    Wen interessieren schon Hymnen? Wenn ich überhaupt mal singe, dann höchstens „Einigkeit und Recht auf Freibier …“

  7. #7 | Andi sagt am 13. August 2012 um 15:03 Uhr

    So ’ne Art Wutbürger-Hymne?

    Zittert, Tyrannen und Ihr Niederträchtigen
    Schande aller Parteien,
    Zittert! Eure verruchten Pläne
    Werden Euch endlich heimgezahlt!
    Jeder ist Soldat, um Euch zu bekämpfen,
    Wenn sie fallen, unsere jungen Helden,
    Zeugt die Erde neue,
    Die bereit sind, gegen Euch zu kämpfen.

    Zu den Waffen, Bürger!
    Schließt die Reihen,
    Vorwärts, marschieren wir!
    Das unreine Blut
    tränke unserer Äcker Furchen!

  8. #8 | Stefan Laurin sagt am 13. August 2012 um 15:39 Uhr

    @Andi: Da dürfte es Ärger mit den Franzosen geben… 🙂

  9. #9 | Miss James sagt am 13. August 2012 um 15:40 Uhr

    Bad Salzuflen weltweit war jahrelang meine persönliche Hymne – bis ich endlich aus dem Kaff wegziehen konnte 😉 Da kenn ich wenigstens schon den Text auswendig. Bernd Begemann hat aber auch die „Deutsche Hymne ohne Refrain“ geschrieben, das passt vielleicht auch.

    Und was ist eigentlich Unterpfand?

  10. #10 | Andi sagt am 13. August 2012 um 16:22 Uhr

    @Stefan:
    Wir haben die aktuelle Melodie von den Österreichern stibitzt, also können wir sicher auch Text von den Franzosen nehmen. Ganz im Sinne des zusammenwachsenden Europas und guter Nachbarschaft. 😉

  11. #11 | Pat sagt am 13. August 2012 um 20:12 Uhr

    Gute Idee. Endlich mal eine vernünftige Hymne. Etwas bodenständiges und Kulturnahes sollte es dann sein. Der Dritte Vorschlag ist da am besten.

    Ich hätte da noch zwei Einwürfe:

    Work At Night (In europäischer Lingua Franca)
    https://www.youtube.com/watch?v=NTbSIksL9IQ

    Culture Flash(Ohne Text ist es immer am besten)
    https://www.youtube.com/watch?v=UvQNpmsiX0U

    Auf der anderen Seite zweifle ich ja ganz grundsätzlich am Nutzen einer Nationalhymne?

  12. #12 | TuxDerPinguin sagt am 14. August 2012 um 07:58 Uhr

    „Einigkeit und Recht und Freiheit“ passt aber auch nicht wirklich zu Deutschland.
    Mit „Recht und Ordnung und Paternalismus“ fühlen sich bestimmt viel mehr Deutsche im Liedtext wieder und können sich mit dem verstaubten Lied anfreunden. Vielleicht noch von Dieter Bohlen aufpeppen lassen.

    Dann singen auch wieder alle mit, die Vereinshymne der deutschen Fußballnationalmannschaft. Wobei die inoffizielle „Deutschland ist der geilste Club der Welt“ momentan noch verbreiteter ist. Denke aber mit den Verbesserungen ändert sich das auch.

  13. #13 | Katharina sagt am 14. August 2012 um 22:50 Uhr

    9 Miss James

    UNTERPFAND
    …die verbreitetste auffassung sieht in u. ein pfand, das zur sicherung einer forderung oder verpflichtung in jemandes gewahrsam oder verfügung gegeben wird…
    https://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbu

    Versuch

  14. #14 | Katharina sagt am 14. August 2012 um 22:54 Uhr

    Beweis, Pfand , dafür, dass etwas anderes besteht, Gültigkeit hat

    Synonyme zu Unterpfand
    Beweis, Pfand, Sicherheit

    Herkunft

    mittelhochdeutsch underphant, eigentlich = Pfand, das der Pfandempfänger dem Verpfänder (»unter dem Verpfänder«) belässt

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