Der Ruhrpilot

Tunesiens Hauptstadt Tunis


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Tunesien will abgeschobenen Gefährder nicht zurückschicken…Zeit
NRW: 
Britische Streitkräfte bleiben auch nach 2020…NRZ 
NRW: Jüdischer Professor wirft Polizei „Lügen“ vor…FAZ
NRW: SPD-Politiker stellt Strafanzeige wegen Sami A….FAZ
NRW: Intrigen ruinieren das berühmteste Tanztheater…Welt
Debatte: Seenotrettung – Oder soll man es lassen?…Zeit
Debatte: BDS Founder Confirms Movement Is About Ending Irsael…Algemeiner
Debatte: 
Gerechtigkeit ist nur ein Gefühl, es gilt das Recht…Welt
Debatte: Why identity politics benefits the right…The Guardian
Debatte: Moralischer Neokolonialismus der Entwicklungshelfer…Welt
Debatte: „Die Deutschen als Schutzmacht des Islam“…Jungle World
Debatte: Es gibt keinen deutschen Islam…Cicero
Debatte: Die Wohlwollenden und ihre Knechte…NZZ
Debatte: Wer rettet unsere Privatsphäre?…NZZ
Debatte: Was treibt Seehofer an?…FAZ
Bochum: IT-Spezialist Hegla-Hanic will kräftig wachsen…WAZ
Dortmund: 10.000 Euro für neue Licht- und Soundanlage…Nordtstadtblogger
Duisburg: Beach-Party im Strandbad Wedau…WAZ
Essen: Noch mehr Werden muss ans Wasser…WAZ

#WM2018: Ist Philipp Lahm ein Feigling?

Philipp Lahm in Brasilien. Quelle: Wikipedia, Foto: Agência Brasil, Lizenz: CC BY 3.0 br

Philipp Lahm galt bisher eigentlich überwiegend als ein ganz ‚braver‘ Vertreter seiner Zunft. Der ehemalige Profikicker, der der DFB-Elf im Jahre 2014 in Brasilien selber noch zu Weltmeisterehren verhalf, wirkt stets höflich und zurückhaltend, vielleicht sogar etwas schüchtern. Zuletzt konnte man dies in seiner Rolle als ARD-WM-Experte in den Interviews gemeinsam mit Jessy Wellmer auf der Couch am Tegernsee erneut beobachten.

Die beiden saßen dort wiederholt recht entspannt auf dem Sofa und besprachen ausführlich das aktuelle WM-Geschehen. In Erinnerung geblieben ist mir davon jedoch bisher eigentlich nichts, außer der Tatsache, dass das ‚Geturtel‘ der beiden im Umfeld der Live-Spiele teilweise etwas nervig und häufig schlicht nichtssagend war. Wirklich deutlich kritische und fundierte Worte gegenüber der ‚Mannschaft‘ oder dem Trainerstab, geschweige denn gegenüber der Verbandsführung sind mir daraus jedenfalls nicht konkret in Erinnerung.

Jetzt, wo ohnehin seit Tagen eine Woge der Empörung über die abgelieferten Leistungen der DFB-Elf durch das Land wabert, da fühlt sich jedoch auch Philipp Lahm urplötzlich berufen in den Chor der immer zahlreicher werdenden Kritiker mit einzustimmen. Und das nicht zu knapp.

„Ich bin überzeugt davon, dass Jogi Löw seinen kollegialen Führungsstil der letzten Jahre ändern muss, wenn er mit der neuen Generation von Nationalspielern wieder Erfolg haben möchte“, schrieb Lahm bei „LinkedIn“.

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Der Ruhrpilot

Das Gebäude des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen Foto: JordiCuber Lizenz: CC BY-SA 4.0start


Bochum: 
Dass Deutschland Sami A. zurückholen muss, ist absurd…Welt
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Debatte: Das vergiftete Land…Welt
Debatte: Das Sagbare und das Unsäglich…FAZ
Debatte: Wem helfen die Retter im Mittelmeer?…NZZ
Debatte: Warum ein Staat nicht empathisch sein darf…Cicero
Debatte: Die Zahlen des Patriarchalen…Jungle World
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Essen: Stadttöchter – Hemmungslose Überversorgung mit System…WAZ
Essen: Wirtschaft gräbt den Masterplan Industrie wieder aus…WAZ

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Dortmund: Erik Durm wechselt vom BVB zu Huddersfield Town

Ilkay Gündogan (li.) und Erik Durm bei der BVB-Saisoneröffnung 2015. Foto: Robin Patzwaldt

Borussia Dortmunds Allrounder Erik Durm (26) wechselt mit sofortiger Wirkung zum Premier-League-Klub Huddersfield Town.

Der 7-malige deutsche Nationalspieler und Weltmeister von 2014 bestritt 64 Bundesliga-Spiele für den BVB (2 Tore), dazu kamen 18 Einsätze in UEFA-Wettbewerben sowie 14 Partien im DFB-Pokal.

Bei Huddersfield Town trifft Durm auf den deutschen Trainer David Wagner, unter dem er in seiner Anfangszeit beim BVB in der U23 in der 3. Liga gespielt hatte.

„Wir bedanken uns bei Erik Durm für sein Engagement beim BVB, vor allem wünschen wir ihm nach langer verletzungsbedingter Auszeit alles Gute für seinen sportlichen Neuanfang auf der Insel“, betont BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

„Die Positionen von NGOs gehören genau so kritisch hinterfragt wie die von Unternehmen“

Christian Maertin, Bayer Foto: Privat


In den sozialen Medien wird das Chemieunternehmen Bayer von der bekannten Medienjournalistin Silke Burmester kritisiert, weil es sich mit einer Broschüre an Journalisten und einer inhaltsgleichen Webseite an die breite Öffentlichkeit gewandt hat. Der Chef der Kölner Journalistenschule Bernd Ziesemer wirft dem Unternehmen vor,  verdeckt zu kommunizieren. Stefan Laurin sprach mit Christian Maertin, dem Leiter der Unternehmenskommunikation von Bayer.

Ruhrbarone: Ich habe auf Twitter gelesen, Bayer würde verdeckt kommunizieren.

Christian Maertin: Quatsch, tun wir natürlich nicht. Ganz im Gegenteil. Mit www.hier-sind-die-fakten.de haben wir eine Website erstellt, auf der Fakten zu Agrarthemen, nüchtern, sachlich und mit vielen Quellenangaben dargestellt werden. Wissenschaftlich abgesichert und verständlich formuliert – für alle, die sich für Landwirtschaft und Ernährung interessieren. Die Broschüre ist ein gedruckter Auszug der digitalen Inhalte. Beides dient ausdrücklich dazu, eine inhaltliche Auseinandersetzung anzuregen. Doch gerade die wird von den Kritikern in diesem Fall ja komplett verweigert.

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Westfleisch: Wenn zwei Städte das Gleiche tun, dann ist das offenbar noch lange nicht dasselbe

In Erkenschwick gerne gesehen: Schweine. Foto: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei

Dass, wenn zwei Menschen das scheinbar Gleiche tun, das häufig in der Bewertung noch lange nicht dasselbe ist, das kennt man ja aus dem Privatleben. Diese Erkenntnis lässt sich jedoch auch problemlos auf andere Bereiche des Lebens übertragen. Selbst für ganze Städte trifft das manchmal zu, wie sich in dieser Woche im Kreis Recklinghausen einmal mehr eindrucksvoll beobachten ließ.

Die Stadt Datteln ist seit Jahren schon als grundsätzlich sehr wirtschaftsfreundlich bekannt. Das umstrittene Kraftwerk ‚Datteln 4‘ und auch der seit langem schon dort geplante ’newPark‘ sind Projekte, die in der Vergangenheit extrem von der Zustimmung der örtlichen Stadtverwaltung und Politik profitiert haben und das bis heute tun. Ansonsten wäre beide Pläne wohl längst schon begraben worden.

All der vorgebrachten Bedenken von Umweltschützern und der Nachbarstädte zum Trotz, die Stadt Datteln will beide Vorhaben offensichtlich auf ‚Biegen und Brechen‘ realisiert sehen, nimmt dafür auf der anderen Seite etliche offensichtliche Nachteile für die eigenen Bürger locker mit in Kauf.

Verkehrsbelastung, Lärm, Emissionen. Alles ist in diesen Fällen hinnehmbar, da es sich ja um Bauvorhaben handelt, die am Ende der eigenen Stadtkasse zu Gute kommen sollen.

Als nicht ganz so großzügig und tolerant stellte sich die örtliche Politik in Datteln zuletzt plötzlich dar, als es um ein ebenso umstrittenes Vorhaben in der Nachbarstadt Oer-Erkenschwick ging. Einstimmig hat der Dattelner Stadtrat am Mittwoch nämlich zugestimmt, gegen die vom Kreis Recklinghausen kürzlich erteile Genehmigung der angedachten ‚Westfleisch‘-Erweiterung in der Nachbarstadt rechtliche Schritte einzuleiten, zunächst einmal deren Erfolgsaussichten prüfen zu lassen.

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subrosa – Erlebnisse aus dem Paralleluniversium


Otto von Bismarck hat behauptet, dass niemals so viel gelogen wird, wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd. Das ist komplett falsch, denn am meisten wurde immer noch im subrosa gelogen. Stimmt nicht? Doch! Hier kommt der Beweis.

Als ich mich umdrehe steht Siegerlandelvis in der Tür. Es ist Spätsommer 1995, die Stimmung ist gut. „Wo ist Otze?“ fragt Lothar. „Der kommt sicher gleich, der musste heute noch zur Uni.“ Ach so, sage ich. Wir versammeln uns wie eigentlich jeden Samstag um den großen Stammtisch herum, der in der Mitte vom subrosa steht. Das ist gut für die Getränkeversorgung. Ein Fingerzeig und Menne stellt die nächste Runde hin. Wenn es ausufert, noch eine Runde Sauren dazu, das ist ein Mischschnaps mit Limettenjuice, Korn und noch ein paar anderen feisten Spezialitäten. „Der wirkt wie ein isotonisches Sportlergetränk, danach kannst du einen Marathon laufen – und kommst locker unter die ersten drei“, sagt Siegerlandelvis und geht rüber um noch eine Runde zu bestellen. „Die blöde schwüle Hitze, da hat man gleich noch mehr Durst“, sagt ein Typ, der sich noch nicht vorgestellt hat.

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Ein Prosit auf Jean-Claude Juncker

Jean-Claude Juncker Foto: EU2016 SK – DOORSTEP_BRATISLAVA SUMMIT 16 SEPTEMBER 2016 Lizenz: Gemeinfrei


Rechte Hetzseiten zerreissen sich das Maul über eine Szene, die angeblich EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker dabei zeigt, wie er angetrunken an einer Treppe scheitert. Wir sollten uns Sorgen machen, wenn ein Schwips zum Skandal wird.  

Ich habe keine Ahnung,  ob  EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ein Rückenproblem hat oder ob gestern leicht angetrunken an einer Treppe scheiterte.  Die Ablehnung des Rausches gehört zu den verbindenden Merkmalen autoritären Denkens. Rechte, Islamisten und Grüne propagieren ein puritanisches Menschenbild und von dem gehen deutlich mehr Gefahren aus als von ein paar Gläsern Gin, Bier oder Wein. Wir sollten uns freuen, Politiker zu haben, die wissen wie man genießt und sich nicht penibel dem verbiesterten puritanischen Zeitgeist unterordnen. Die Präsidenten Erdogan, Rouhani und Putin verschmähen Alkohol, geißeln den Exzess und gehören zu den zur Zeit größten Verbrechern mit politischer Macht. Sie träumen von Gesellschaften, in denen die Menschen nüchtern ihren Befehlen folgen. Die Träume des Rausches, das unbedachte Wort, das Gefühl des Aufruhrs,  die sich Bahn brechende Wut, das alles wollen sie unterdrücken. Wer gegen den Rausch ist, den Exzess verbieten will, ist gegen die Freiheit der Menschen. Vor dem, der schon am hellen Tag leicht schwankt, müssen wir uns nicht fürchten.

Heute Abend beginnt das Wochenende. Prost!