Krupp von der Wiege bis zur Bahre

Alfred Krupp überblickt die Kettwiger Straße. (Bild: Sebastian Weiermann)

Bei ThyssenKrupp rumort es derzeit gewaltig. Konzern- und Aufsichtsratschef sind innerhalb kürzester Zeit zurückgetreten. Die Politik appelliert an die soziale Verantwortung des Unternehmens. Ein guter Grund, um einmal nach Essen zu blicken, die Stadt, wo für Krupp vor mehr als 200 Jahren alles angefangen hat, und in der der Konzern bleibende Spuren hinterlassen hat.

Wer sich mit der Firma und der Familie Krupp auseinandersetzen will, der fängt am besten im Essener Süden an. Hier, mit einem traumhaften Blick auf das Tal der Ruhr und den Baldeneysee, liegt die Villa Hügel. Sie ist das Symbol des Kruppschen Selbstverständnisses. „Der Hügel“, wie das Areal von vielen Essenern noch heute ehrfürchtig genannt wird, ist am besten über seine eigene Bahnstation zu erreichen. 1890 ließ Friedrich Alfred Krupp die Bahnstation errichten, damit Gäste der Familie keine zu weite Anreise hatten. Über einen eigenen Eingang konnten die Gäste der Krupps vom Bahnsteig direkt in den Park der Villa gelangen. Aber auch die normale Essener Bevölkerung profitierte vom Bahnhofsbau der Industriellenfamilie. Für sie verkürzte sich der Anfahrtsweg an die Ruhr und den später aufgestauten See. Ein Erholungsparadies für die Menschen aus dem Essener Norden, der über Jahrzehnte von Zechen und Fabriken geprägt war. Krupp, das gehörte zur Firmentradition, war immer darauf bedacht, für die eigenen Arbeiter Annehmlichkeiten bereitzustellen, von denen bis heute viele Essener Bürger profitieren. Der Bahnhof an der Familienvilla ist in diesem Kontext nur ein winziges Detail.

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Ruhrtriennale: „Stefanie Carp hat´s vergeigt. Wir brauchen jemanden, der es kann.“

Thomas Hüser Foto: Privat


Thomas Hüser gehört zu den bekanntesten PR-Beratern des Ruhrgebiets: Zu seinen Kunden zählten der Initiativkreis Ruhr und der ehemalige SPD-Chef Sigmar Gabriel. Der Gründungssprecher des bischöflichen Rates für Wirtschaft und Soziales des Bistums Essen fordert einen kommunikativen Relaunch unter einer neuen Intendanz. Auch, um die Marke Ruhrtriennale in Zukunft attraktiv für Sponsoren zu erhalten. Und das Image des Ruhrgebiets nicht weiter zu beschädigen. Mit Thomas Hüser sprach Stefan Laurin.

Ruhrbarone: Die Berichterstattung über die Ruhrtriennale wird national wie international von der Debatte über das Einknicken von Intendantin Stefanie Carp vor der antisemitischen BDS-Kampagne dominiert. Wie kommt so etwas bei Sponsoren an?

Thomas  Hüser: Erst einmal müssen wir ja feststellen, dass der größte Sponsor der Ruhrtriennale ja die Bürgerinnen und Bürger Nordrhein-Westfalens sind. Allein von der öffentlichen Hand kommen 13 Millionen Euro. Sponsoren werden meist für konkrete Projekte innerhalb der Triennale aktiviert. Das funktioniert prima. Die Sponsoren der Ruhrtriennale haben allerdings als Kultursponsoren einen hervorragenden Ruf: Nehmen wir die Beispiele

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Der Ruhrpilot


NRW: „Sein irrationaler Hass ist der Nährboden für diese Tat“…Welt
NRW: Fünf Menschen tragen eine Fußfessel…KStA
NRW: Polizei erhält Familienkutschen für den Streifendienst…Spiegel
NRW: 
Baukosten sollen sinken…RP Online
NRW: Kann eine Maschine kreativ sein?…Handelsblatt
NRW: So sollen hunderte ungeklärte Mordfälle aufgeklärt werden…Stern
Debatte: „Intellektuelle und organisatorische Kriegsmaschine“…Welt
Debatte: „Wir müssen trennen zwischen Asyl und Einwanderung“…Cicero
Debatte: Alle gegen die CSU…NZZ
Debatte: Facebook – Jetzt tut es weh…FAZ
Debatte: Pop oder Verzweiflung…Jungle World
Debatte: Naki fordert Özil auf, gegen Rassismus in der Türkei zu kämpfen…Welt
Debatte: Özil ist nicht die Queen…FAZ
Bochum: Urbanatix-Artisten feiern Festival-Erfolg in der Autostadt…WAZ
Dortmund:  Juicy Beats lockt Zehntausende…WAZ
Duisburg: Baerl mit 38 Grad heißester Ort Deutschlands…WAZ
Essen: Syrische Familie filmt versuchten „Ehrenmord“ …WAZ
Essen: Zug evakuiert – Mehrere Fahrgäste kollabieren…WAZ

Der Abstieg des Andre Schürrle – BVB macht das Desaster offiziell

Andre Schürrle im BVB-Trikot. Foto: Robin Patzwaldt

Fußball ist in diesen Zeiten längst ein Millionengeschäft, aber häufig auch viel Glanz und Glamour. Wer beispielsweise das Schauspiel rund um den Wechsel von Christiano Ronaldo von Real Madrid zu Juventus Turin kürzlich mitverfolgt hat, der könnte sich dadurch in seiner Meinung wieder einmal bestätigt fühlen. Schon ein Wahnsinn, was da abging. Medial, wirtschaftlich, aber auch bei den Fans.

Dass es jedoch auch ganz anders zugehen kann, das zeigt der Abstieg von Andre Schürrle, der vor zwei Jahren als Borussia Dortmund Rekordtransfer, immerhin zahlte der Revierklub damals noch rund 30 Mio. Euro Ablöse an den VfL Wolfsburg, zu den Schwarzgelben kam, jetzt aber quasi durch die sprichwörtliche Hintertür recht still und leise vorerst ‚entsorgt‘ wurde.

Gestern Abend gegen 22 Uhr sickerte die offizielle Bestätigung durch: Schürrle wird vom BVB für zwei Jahre an den FC Fulham ausgeliehen. Nach Informationen des Fachblattes ‚Kicker‘ erhält die Borussia von den Londonern eine Leihgebühr in Höhe von lediglich 400.000 Euro. Klingt wie ein gigantisches kaufmännisches Desaster aus Sicht der Dortmunder. Offenbar war nicht einmal irgendein Verein mehr willens auch nur halbwegs noch den Einstandswert des Ex-Nationalspielers zu entrichten.

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Gentechnik: Der EUGH Urteilt gegen die Vernunft und für die Fortschrittsfeindlichkeit

Sitz des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) in Luxemburg Foto: Cédric Puisney Lizenz: CC BY 2.0

Am gestrigen Mittwoch, hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entschieden, dass Organismen, die durch Mutagenese entstanden sind, unter die GVO-Regulierung fallen und somit denselben Zulassungsvorraussetzungen unterliegen, wie bisherige gentechnische Methoden.

Mutagenese. So lautet der Fachbegriff für die Veränderung von Erbgut, ohne dass man Artfremde DNA von außen einbringt. Das bekannteste Werkzeug zur Mutagenese ist ohne

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Juicy Beats – dieses Jahr mit viel ganz viel Weiblichkeit auf der Bühne

Gehören am Freitag zu den Hauptacts: SXTN aus Berlin (Foto: Christian Hasselbusch)

Dieses Wochenende werden rund 40.000 feierwütige Fans zum Juicy Beats Festival erwartet. Neben über 100 DJs und 50 Bands aus der Rock und Electro-Szene fällt auf den insgesamt 14 Bühnen vor allem eins auf: noch nie gab es hier so viele weibliche Akteure auf der Bühne – mittlerweile ist etwa jede vierte Bühnenkünstlerin eine Musikerin: fast 40 Bands und DJ-Kollektive setzen auf volle Frauenpower. Tendenz: steigend!

Wie kommt es, dass die Frauen derzeit so sehr auf dem Vormarsch sind? Für den Dortmunder Szenekenner und DJ MLM hat das ganz plausible Gründe: „Bands und Künstler wie Gurr, Hayiti oder Juliet Sikora zeigen beim Juicy Beats in diesem Jahr nicht nur die musikalische Bandbreite des Festivals auf, sondern auch das die männliche Domäne auf den Bühnen bröckelt. Von mir aus darf sie dies gerne noch weiter tun. Musik sollte nicht an ein Geschlecht oder irgendetwas anderes gebunden sein, sondern den größtmöglichen Ort der Freiheit repräsentieren“, sagt DJ MLM (das steht für Max Loves Music), der am Freitag ebenfalls ein DJ-Set im Westfalenpark auflegt.

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Der Ruhrpilot

Serap Güler beim 27. Parteitag der CDU Deutschlands am 9. Dezember 2014 in Köln Foto: Olaf Kosinsky Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE


NRW:
„Erdogan hat die Debatte gewonnen“…NZZ
NRW: „Die Anforderungen beim Abi sind gesunken“…RP Online
NRW: 198 Brücken müssen erneuert,  98 saniert werden…General Anzeiger
NRW: Jewish National Fund slated to end business with Sozialbank enabling BDS…JP
NRW: 
Baukosten sollen sinken…RP Online
NRW: Wann und wo Sie die totale Mondfinsternis sehen können…RP Online
Ruhrgebiet: Eine Zerschlagung von Thyssenkrupp könnte verheerend sein…Welt
Ruhrgebiet: „Woanders is‘ auch scheiße!“…Detektor
Ruhrgebiet: Wie Instagramer das Revier in neuem Licht aufleben lassen…WAZ
Debatte: Verliert Amerika seine Ideale, verliert Europa sie auch…Welt
Debatte: „Multikulturalismus ist eine Form kultureller Apartheid“…Novo
Debatte: Der deutsche KI-Weg…FAZ
Debatte: Warum eine Linke gegen die Aufnahme von Verfolgten ist…Welt
Debatte: Die Geheimniskrämer aus dem NSU-Ausschuss…Jungle World
Bochum: Gericht setzt Bochum Frist für Rückkehr von Sami A….RP Online
Bochum: 
Registrierungsstelle für Flüchtlinge zieht in Polizeikaserne…WAZ
Bochum: 40.000 Euro für den Bahnhof Langendreer…Bo Alternativ
Bochum: Metallbügel auf Bänken ärgern Obdachlose…WAZ
Dortmund: Christin aus Nigeria im Kirchenasyl…Nordstadtblogger
Duisburg: So viel Gehalt genehmigte sich die Chefin der Behindertenwerkstatt…Express
Duisburg: 
Christopher-Street-Day – Einladung zum „AkzepTanz“…WAZ
Essen: Investor wirbt für Zollverein-Campus…WAZ
Essen: Gruga-Verwaltung hat Gradierwerk über Jahre vernachlässigt…WAZ

Das Ding mit dem Deutscher sein

Wichtige Frage: Was koche ich?


Ich denk den ganzen Tag über vieles nach – darüber, was deutsch ist, nie.

Welche Themen biete ich welcher Zeitung an? Habe ich vergessen, einen Text in Rechnung zu stellen? Ist noch irgendwas mit dem Finanzamt? Was koche ich heute? Soll ich einem alten Freund zum Geburtstag gratulieren, obwohl wir zerstritten sind? Wäre es nicht nett, im Winter nach Tunis zu fliegen? Hat Michael heute Abend Lust, ein Bier zu trinken? Lohnt es sich, eine Videokamera zu kaufen oder reicht für die paar Filmchen, die ich im Jahr drehe, mein iPhone? Ich mache mir viele Gedanken. Eigentlich denke ich den ganzen Tag. Und das schon ziemlich lange. Aber zu den Dingen, über die ich noch nie nachgedacht habe, gehört, was es bedeutet, Deutscher zu sein.

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