Der Ruhrpilot

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Debatte: Ein Fall zum Kaputtsparen…Jungle World
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Bochum: GA2 – Kunstgeschichtliches Journal…Bo Alternativ
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Dortmund: Venezolaner unterschreiben für die Demokratie…WAZ
Duisburg: „Verpasste Gelegenheiten“ wurde uraufgeführt…WAZ
Essen: Demonstration im türkischen Generalkonsulat…WAZ
„Es kommt nicht darauf an, wo jemand herkommt, sondern wo er hinwill“

Die Leitkultur-Debatte ist wenig fruchtbar. Befürworter und Gegner verharren in kulturalistischem Denken. Es ist Zeit, an die Ideale der Aufklärung zu erinnern. Von unserem Gastautor Niels-Arne Münch.
Es war wieder einmal das übliche Trauerspiel: Von rechts rief jemand „deutsche Leitkultur“ in den Raum, links wurde umgehend die routinierte Abwehrmaschinerie angeworfen: „Chauvinismus“, „Rassismus“, „Sprengstoff“. Die Aufregung war groß, am Ende hatten sich alle profiliert und wähnen sich nun bereit für den anstehenden Wahlkampf. Das ganze Theater funktioniert freilich nur, weil sich Rechts und Links eben jenen Grundkonsens teilen, demzufolge unter „Leitkultur“ zwangsläufig etwas Nationales, etwas Deutsches zu verstehen sei.
Lohnt es sich überhaupt, auf de Maizières 10 Thesen zur „deutschen Leitkultur“ noch einmal näher einzugehen? „Wer sind wir? Und wer wollen wir sein? Als Gesellschaft. Als Nation.“ Mit diesen Worten beginnt der Text, und bereits hier ahnt der Leser: Viel Gutes kann da nicht mehr kommen. Wer von der Frage „Wer sind wir?“ so unmittelbar und umweglos zur „Nation“ kommt, dessen Vorstellungswelten stecken viel zu tief im 20. Jahrhundert fest. Den komplexen Problemen einer nach außen immer globalisierteren und nach innen immer vielfältigeren Gesellschaft lässt sich mit diesem Rüstzeug nicht gerecht werden. Der Rückgriff auf die Nationalkultur, die die Gemeinschaft stärken soll, gehört zum Markenkern rechten Denkens – und genau deshalb sind die Parallelen zwischen de Maizières Text und dem Programm der AfD auch so unübersehbar.
Wer die Suche nach einer Leitkultur allerdings in Bausch und Bogen ablehnt, übersieht eine andere wichtige Wahrheit: Menschen sehnen sich nach Zugehörigkeit. Menschen wollen Teil von etwas sein. Teil einer Gemeinschaft, einer Geschichte, einer Idee. Wer nicht will, dass diese Gemeinschaft in irgendeiner Nation, Religion oder Hautfarbe gesucht wird, muss ein besseres Angebot machen.
„Menschen sehnen sich nach Zugehörigkeit. Menschen wollen Teil von etwas sein.“
Jede sinnvolle Diskussion über eine Leitkultur beginnt mit der Frage, was eine Kultur leisten muss, um leiten zu können: Infolge von Einwanderung und eines Liberalisierungsschubs, der vor allem sexuellen Minderheiten zugutekommt, wächst die Vielfalt westlicher Gesellschaften beständig – und das ist gut so: Sowohl das Grundgesetz als auch die Charta der Grundrechte der Europäischen Union enthalten Diskriminierungsverbote und bekennen sich zu dieser gesellschaftlichen Vielfalt. Eine Leitkultur für das 21. Jahrhundert muss daher vor allem eines leisten: Sie muss Brücken schlagen. Brücken zwischen den immer vielfältigeren Identitäten und Lebenslagen innerhalb moderner Gesellschaften und Brücken zwischen den alten, immer enger verflochtenen Nationen. Sie muss offen sein für all diese Identitäten und verschiedenen Blicke auf uns selbst.
Pet Shop Boys
Pet Shop Boys, Montag, 17. Juli, 20.00 Uhr, Ruhrcongress, Bochum
Der Ruhrpilot

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„Wir und Heute“ – Der Ideenklau des Armin Laschet
Armin Laschet, Ministerpräsident von NRW, und sein Olympia-Vorturner Michael Mronz haben bei Martin Kaysh eine Idee geklaut. Das empört den Steiger. Ansonsten beschäftigen wir uns mit Gewalttheorien von Autonomen und dem Ruhrgebiet, dem System im System an sich sozusagen. Reist mit uns durch eine verrückte Welt.
Zu den anderen Folgen des „Wir und Heute“-Podcastes – und zum Abo des YouTube-Kanals geht es hier.
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Kissler gekontert: Es gibt keine linke Ära, die vorbei sein könnte

Auf „Cicero Online“ besingt Alexander Kissler das Ende der linken Ära. Doch die gibt es gar nicht.
Nach den G20-Krawallen bröckele die linke Deutungshoheit, schreibt Kissler auf Cicero und man fragt sich, welche linke Deutungshoheit er meint. Da ist nichts, was bröckeln könnte, denn es gibt sie nicht. Linkes Denken spielt kaum mehr eine Rolle. Wenn die Interessen von sich ökologisch gerierenden Immobilienbesitzern an beinahe jedem Industriestandort, jedem Gewerbegebiet, in dem sich ein Unternehmen niederlassen möchte, mehr zählen als Arbeitsplätze, spielt offenbar linkes Denken, das den Arbeitern verpflichtet sein muss, keine
Der Ruhrpilot

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Linke-NRW: „Die Frage inwiefern Gewalt legitim ist, wird dadurch beantwortet, ob sie zum Erreichen meiner Ziele dienlich ist“

Hannah Bruns ist Mitglied im Landesvorstand der Linkspartei NRW und kandidiert auf Listenplatz 13 für die Bundestagswahl im September. In einem Artikel auf dem antiimperialistischen Blog mit dem etwas irreführenden Namen „Freiheitsliebe“ hat Bruns einen Artikel über die G20 Ausschreitungen am vergangenen Wochenende veröffentlicht. Für eine Politikerin einer Partei, die allen anderen Parteien vorwirft, auf Gewalt als Mittel der

