Gut erhaltene Möbel an Bedürftige spenden? – Gar nicht so einfach, wie es scheint!

Die Not im Revier scheint grundsätzlich recht groß zu sein. Foto: Robin Patzwaldt
Die Not im Revier scheint grundsätzlich doch recht groß zu sein. Foto: Robin Patzwaldt

Man sollte meinen, dass man in Zeiten wie diesen mit Möbelspenden grundsätzlich ein gerngesehener Wohltäter ist. Viele neue Mitbürger in unseren Reihen, viele ‚arme‘ Zeitgenossen überall. Gerade auch hier im Revier. Da sollte sich doch ein Abnehmer für gut erhaltene Möbel finden lassen. Dass das aber mitunter gar nicht so einfach ist, wie man zunächst vielleicht  denkt, das erlebte in diesen Tagen nun Ruhrbarone-Leser Steffen Claus aus Datteln.

Er versuchte aktuell mehrere Möbel aus seiner Wohnung an wohltätige Hilfsorganisationen im Kreis Recklinghausen zu spenden. Was er dabei erlebte, das hinterließ ihn jedoch enttäuscht und sogar wütend, wie er diesem Blog nun schilderte.

Zwei gut erhaltene Nachttische, ein Sideboard und einen großen Schrank wollte Claus jüngst an Bedürftige spenden. Alles gepflegt, also kein ‚Sperrmüll‘, wie der Dattelner betont. „Sonst würde ich die Möbel ja direkt zum Bauhof bringen.“, schildert er im Gespräch mit uns. „Wenn ich weiterhin Platz dafür gehabt hätte, dann würden die Möbel auch noch immer bei mir stehen.“

Claus bot die überzähligen Möbel nach und nach u.a. der Diakonie Datteln, der Stadt Datteln und der Möbelwerkstatt aus Oer-Erkenschwick an. Doch was er dort jeweils erlebte, das hätte er so wahrlich nicht erwartet. Eine Mischung aus Desinteresse und Unzuverlässigkeit bei den großen Hilfsorganisationen in seiner näheren Umgebung machte es ihm unmöglich seine ‚Spenden‘ dort abzugeben.

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Auf gute Nachbarschaft

Diese Zettel verteilt der Betreiber einer Nachbarschaftsplattform zur Zeit großflächig im gesamten Ruhrgebiet. (Foto: Simon Ilger)

Es gibt Unternehmen, welche davon leben Daten zu sammeln und diese zu verwerten, aber wie bekommt man heutzutage im Jahr 2016 die Leute dazu, einem bereitwillig ihre Daten kostenlos, schnell und unkompliziert zu geben? Man muss Vertrauen aufbauen und einen sinnvollen Zweck suggerieren.

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Sebel: „Es gibt einfach zu viele Musiker, die auf die Bühne wollen, und zu wenig Leute, die das wirklich interessiert.“

Sebel. Quelle: Wikipedia, Foto: Sebel73, Lizenz: CC-BY-SA 4.0
Sebel. Quelle: Wikipedia, Foto: Christian Thiele , Lizenz: CC-BY-SA 4.0

Ehrlich, unverschnörkelt und eine Prise ganz besonderen Ruhrpott-Charme. So beschreibt die Plattenfirma das neue ‚Sebel‘-Werk „Album Vom Alleine Sein“. Und verortet den Künstler und Inhalt ‚Irgendwo zwischen stillgelegten Zechen, zwischen urigen Kneipen, Dönerbuden und ruhenden Industrieanlagen… zwischen Rhein und Ruhr, zwischen der A 40 und der A 3.‘

Ruhrbarone-Autor Robin Patzwaldt hat Sebel dazu ganz aktuell selber befragt. Das Ergebnis ist u.a. eine recht kritische Bestandsaufnahme zur Lage der aktuellen Musikszene des Ruhrgebiets. Doch Sebel liefert durchaus auch einige positive Ansätze, hat die Hoffnung auf eine bessere Zukunft für sich und seine Künstlerkollegen in der Region keinesfalls völlig aufgegeben. Und er berichtet über anstehende Tour-Pläne und die Ergebnisse seiner aktuellen Zusammenarbeit mit Stefan Stoppok.

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Der Ruhrpilot

Universität Duisburg-Essen
Universität Duisburg-Essen


NRW:
Zahl der Studenten auf Allzeithoch…Bild
NRW: „Auch Eltern danken mir, dass wir nicht zu G9 zurückgehen“…RP Online
NRW: Wohnungseinbrüche machen Innenminister Jäger zu schaffen…Welt
NRW: Zwei Milliarden Euro für Schulen…RP Online
Debatte: Im Rückwärtsgang…FAZ
Debatte: „Man nimmt das Risiko, für seine Ideen zu sterben, in Kauf“…Cicero
Debatte: Antisemiten für Deutschland…Jungle World
Debatte: Mit diesen Saudis darf man nicht zusammenarbeiten…Welt
Ruhrgebiet: Viele Straßen sind nur noch ein Flickenteppich…Der Westen
Bochum: Uni-Center bleibt ein Sorgenkind für die Stadt…Der Westen
Dortmund: So geht es mit dem Revierpark Wischlingen weiter…Der Westen
Duisburg: SPD und CDU begrüßen Outlet-Pläne am Bahnhof…Der Westen
Essen: Asyl-Deal: Gabriels Teilhaber ist den Job los…Der Westen

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Bochum: Der VfL holt einen ‚Bullen‘ ins Revier

Foto: VfL Bochum 1848
Foto: VfL Bochum 1848

Der VfL Bochum 1848 freut sich über die Neuverpflichtung eines Angreifers: Nils Quaschner wechselt vom Bundesliga-Aufsteiger RasenBallsport Leipzig ins Ruhrgebiet. Der 22-jährige Mittelstürmer stammt aus Stralsund und hat außer dem Aufstieg in die Beletage des deutschen Fußballs bereits diverse Titel vorzuweisen: Österreichischer Meister und Pokalsieger sowie Deutscher Meister mit der U19 von Hansa Rostock. Quaschner wird vom VfL zunächst bis zum 30.06.2017 ausgeliehen, anschließend könnte eine Kaufoption greifen.

Erst im vergangenen Jahr war Quaschner von der RB-Filiale aus Salzburg nach Leipzig gewechselt. In der abgelaufenen Zweitligasaison kam der 1,84 m große Angreifer beim Aufsteiger in 20 Pflichtspielen zum Einsatz (ein Tor). Quaschner verfügt überdies über Erfahrung in der österreichischen Bundesliga (zehn Spiele) und kam 29-mal in der zweiten österreichischen Liga zum Einsatz, wobei ihm 16 Treffer gelangen. Zudem verfügt er über Spielpraxis in der UEFA Champions League-Qualifikation sowie der Europa League, an beiden Wettbewerben nahm er mit Red Bull Salzburg teil. Zu Beginn seiner Karriere schaffte er als U19-Meister bei Hansa Rostock den Sprung zu den Profis in die 3. Liga. Für die U17 des DFB absolvierte Quaschner zehn Länderspiele (zwei Tore).

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„Emscher.Bildergeschichten“: Gestern, heute, morgen – Emscher-Anwohner erzählen

Foto: Archiv Emschergenossenschaft
Foto: Archiv Emschergenossenschaft

Im Rahmen der ‚Emscherkunst 2016‘ kommt es am nächsten Samstag zu einer besonders spannenden Veranstaltung. Der idyllische Emscherquellhof ist dann nämlich Schauplatz einer ungewöhnlichen „Lesung“ im Rahmen dieser Ausstellung.

Für die „Emscher.Bildergeschichten“ öffnen am Wochenende  z.B. Anwohner ihre ganz privaten Fotoalben und  erzählen in einer ungewöhnlichen Lesung über diesen speziellen Fluss unserer Region.

Dabei geht man dann auch der Frage nach wie: Wie hat die Emscher die Region und ihre Einwohner geprägt? 

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Der Ruhrpilot

Norbert Walter-Borjans Foto: Monika Nonnenmacher
Norbert Walter-Borjans Foto: Monika Nonnenmacher


NRW:
Land will mehr Schulden für mehr Lehrer, Polizisten und Richter machen…WA
NRW: Rot-Grün besiegelt das Ende von Garzweiler II…RP Online
NRW: Alle Schulen sollen Unterrichtsausfall messen…RP Online
Debatte: Brian-Jünger hoffen jetzt auf das Verfassungsgericht…Der Westen
Debatte: Unter Kannibalen gibt es keine Vegetarier…Welt
Debatte: Neue Chancen der Integration…NZZ
Debatte: Emanzipation ist bei der Bundespräsidentenwahl alles…FAZ
Ruhrgebiet: VRR bremst Dortmund aus…Der Westen
Ruhrgebiet: Metro baut riesiges Zentrallager…Welt
Bochum: Rot-Grün legt Quote für Wohnungsbau fest…Der Westen
Dortmund: Polizist als Reichsbürger aufgefallen…Der Westen
Dortmund: Edwin Jacobs soll neuer Leiter des U-Turms werden…Nordstadtblogger
Duisburg: Kämmerin tritt auf die Notbremse…Der Westen
Essen: Zollverein zeigt das Handwerkszeug für Hollywood…Der Westen

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Die AfD profitiert vom Antisemitismus-Streit

20151004_175936In der „Alternative für Deutschland“ (AfD) hat der Streit um antisemitische Schriften des baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Wolfgang Gedeon heute zum Bruch der Fraktion im Stuttgarter Landtag geführt. In Kommentaren wird über den Streit und die Spaltung der Fraktion gejubelt. Auf lange Sicht könnte der aktuelle Streit für die rechtspopulistische Partei nützlich sein.

Schon vor einigen Wochen wurde über die antisemitischen Schriften Gedeons in der Fraktion gestritten. Man erzielte den Kompromiss, dass Gedeon seine Fraktionsmitgliedschaft „ruhen“ lässt und Gutachten eingeholt werden, die prüfen, ob der Abgeordnete antisemitische Gedanken verbreitet. Dass es sich um lupenreinen Antisemitismus handelt, ist übrigens bei Experten unumstritten. Die AfD-Fraktion in Stuttgart fand keine drei Gutachter, so dass der Streit erneut ausgetragen wurde. Die Konsequenz daraus: Jörg Meuthen, Bundessprecher der AfD, und 12 weitere Abgeordnete verließen am Nachmittag die Fraktion. Seitdem gibt es in der AfD eine hektische Betriebsamkeit. Pressesprecher Christian Lüth verkündete am Nachmittag, der AfD-Vorstand erkenne Meuthen und seine Gefolgsleute als Fraktion an. Vom Bundesvorstand erschien außerdem eine Erklärung, in der man sich von Antisemitismus und Rassismus distanzierte. Frauke Petry soll die Erklärung nicht mit verfasst haben, da sie für eine Telefonkonferenz nicht erreichbar war. Petry wiederum fuhr als One-Woman-Friedenstruppe nach Stuttgart und forderte alle baden-württembergischen Abgeordneten zur Deeskalation auf und riet von übereilten Schritten ab. Am Abend traf sie alle Abgeordneten und überredete Gedeon zum Austritt aus der Fraktion.

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Herne: Mutiger Kampf gegen Alkoholchaos

Ein Bild des Bösen: Alkohol in öffentlichen Räumen. (Foto: Sebastian Bartoschek)
Ein Bild des Bösen: Alkohol in öffentlichen Räumen. (Foto: Sebastian Bartoschek)

Was Teheran und Riad können, kann auch Herne. Mit strenger Hand greift das Rathaus gegen den Sittenverfall in der Ruhrpottstadt durch. Ein Effekt: Alkohol ist der Öffentlichkeit ist ab jetzt untersagt. Das wurde heute mit den Stimmen von SPD und CDU beschlossen. „Völlig wirkungsloser Verdrängungsmechanismus,“ sagt GRÜNEN-Fraktionschef Thomas Reinke. Und das ist nicht alles.

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