Tokimonsta, Freitag, 10. Juni, 23.00 Uhr, Club Bahnhof Ehrenfeld, Köln
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Gestern Abend hat der Duisburger Integrationsrat, ein dem Stadtrat beigeordnetes Gremium von Immigrantenorganisationen, einstimmig eine Resolution beschlossen. Diese leugnet den Völkermord an den Armeniern. Zudem werden türkischstämmige Bundestagsabgeordnete, die im Bundestag vor Tagen den von der Türkei begangenen Genozid feststellten, als „Verräter an unserem gemeinsamen Heimatland“ bezeichnet.

Hier ist die Resolution im Wortlaut:
Eine Lüge ist eine Lüge und bleibt eine Lüge
Gegen die Verleumdung der Türkei
Wir die Vertreter vieler türkischstämmiger Bürger Duisburgs wenden uns hiermit gegen die Verleumdung unseres Herkunftslandes und unserer Vorfahren. Ein Völkermord oder eine beabsichtigte Vernichtung einer ganzen Volksgruppe hat es in der Türkei nie gegeben.
Die Unterstützer dieser Erklärung stammen aus unterschiedlichen politischen Lagern, aber wir wenden uns gemeinsam gegen die Verurteilung unseres Herkunftslandes, der Türkei.
Die Behauptung die Türkei hätte von 1915 bis 1917 Völkermord an den Armeniern begangen ist so schwer und ungeheuerlich, dass sie auch mit Fakten und eindeutigen Beweisen belegt werden müsste. Dies ist bis heute nicht geschehen. Dass es zu Vertreibungen und gewalttätigen Auseinandersetzungen kam ist unstrittig, ebenso dass dabei viele Menschen ihr Leben verloren. Unter welchen Umständen das geschah und wer dabei Schuld auf sich lud sollte durch unabhängige Historikerkommissionen geklärt werden. Leider verweigert sich Armenien und die ihm nahestehenden Organisationen bis heute einer offenen und ehrlichen Aufarbeitung der tragischen Ereignisse von 1915 bis 1917. Die Türkei hat dagegen ihre Bereitschaft dazu erklärt.
Warum der Deutsche Bundestag dies einfach ignoriert ist uns völlig unverständlich. Wir fühlen uns verletzt und durch den Beschluss, dass die Türkei einen Völkermord begangen haben soll herabgesetzt. Dem guten Miteinander und der Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft in unserer Gesellschaft schadet dieser Beschluss des Bundestages nachhaltig. Auch in Duisburg!
Auch sind wir schwer von “unseren” Bundestagsabgeordneten enttäuscht, die nicht den Mut aufbrachten sich gegen die Verurteilung unseres gemeinsamen Herkunftslandes zu wehren oder sogar noch aktiv an der Verurteilung der Türkei mitwirkten. Mahmut Özdemir hatte leider nicht den Mut im Plenum des Bundestages Nein zu sagen obwohl er angeblich die Resolution ablehnte. Wir hätten mehr Mut und weniger Ausreden von ihm erwartet nachdem ihn soviel türkischstämmige Wähler in Duisburg ihre Stimme gegeben haben.
Cemile Giosouf hat uns mit ihren Aussagen für die Resolution und ihrer Zustimmung zum Völkermordvorwurf schwer enttäuscht. Über Cem Özdemir ist nur soviel zu sagen, dass sein Hass auf die türkische Regierung und seine Nähe zur terroristischen PKK offensichtlich sein ganzes Handeln bestimmen. Ebenso Sevim Dagdelen von der Linken.
Auch Azize Tank, Mutlu Özcan, Metin Hakverdi, Cansel Kiziltepe, Aydan Özoguz, Gülistan Yüksel und Ekin Deligöz vergessen wir ihren Verrat an unserem gemeinsamen Herkunftsland nicht.SPD, CDU, Grüne und Linke haben im Deutschen Bundestag klar gezeigt, dass sie die Stimmen der türkischstämmigen Bürger gerne einsammeln aber keinerlei Rücksicht auf deren Interessen nehmen.
Dies werden wir nicht vergessen, und dies wird auch Folgen haben. Die nächste Wahl kommt bestimmt.
Die Resolution geht auf die Initiative des Duisburger Ratsherren Rainer Grün zurück – eines ehemaligen Bergmanns und Sozialdemokraten, der jetzt in der Sicherheitsbranche arbeitet und zum Islam konvertiert ist. Grün führt eine kleine türkeiaffine Wählergruppierung an.
Der Geschäftsführer der grünen Ratsfraktion, Gerd Schwemm, hält den Beschluss für rechtswidrig: „Denn der Integrationsrat hat kein allgemeinpolitisches Mandat.“ Die Kommunalverwaltung prüfe schon die Relevanz der Resolution. „Ausserdem werden wir dagegen angehen, dass unser MdB Cem Özdemir in die Nähe der PKK gerückt wird.“
Vetreter der SPD, der Linkspartei und der Grünen haben wegen rechtlicher Bedenken an der gestrigen Abstimmung nicht teilgenommen, auch alevitische Verbandsvertreter beteiligten sich nicht.
Der Duisburger Integrationsrat gilt als dominiert von rechten und islamgläubigen türkischen Organisationen.
Update, 16:10 Uhr. – Mittlerweile hat sich auch Sören Link, SPD, der Duisburger Oberbürgermeister und Chef der Stadtverwaltung zu Wort gemeldet.
Er erkärt:
„Die im Integrationsrat beschlossene Resolution zum Thema ‚Armenien‘ ist nicht akzeptabel und verletzt geltendes Recht. Die teilweise martialische Wortwahl, die Beschimpfung und Bedrohung einzelner Mandatsträger haben in einem Gremium der Stadt Duisburg nichts zu suchen.
Gemeinden besitzen kein allgemeinpolitisches Mandat. Ein solches ergibt sich weder aus Art. 17 noch aus Art. 5 Abs. 1 des Grundgesetzes. Auch folgt eine Kompetenz für ein allgemeinpolitisches Mandat nicht aus Art. 28 Abs. 2 GG. Voraussetzung für ein Tätigwerden der Kommunen im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung ist ein besonderes individuelles Betroffensein. Das individuelle Betroffensein muss allerdings gegenwärtig und konkret sein.
Bei der Resolution des Integrationsrates handelt es sich ausschließlich um eine allgemeinpolitische Erklärung. Die Abgabe solcher Erklärungen steht der Gemeinde allerdings nicht zu. Es ist vielmehr stets ein direkter kommunaler Bezug nötig, der hier nicht erkennbar ist.“
Ich halte es vor diesem Hintergrund für unzulässig, dass der Integrationsrat entsprechende Beschlüsse fasst. Den Beschluss vom 7.6.2016 werde ich deshalb umgehend beanstanden.“
Vom 17. bis 19. Juni 2016 findet im Bereich des Recklinghäuser Stadthafens und des Museums Strom und Leben auf Initiative des Atelier Das Gelbe Haus das Off-Art Camp 2016 KLIMA statt.
Über integriertes Handeln als ästhetisch kreatives Auseinandersetzen lassen sich neue Perspektiven gewinnen. Zugleich wirkt es identitätsstiftend, selbstermächtigt die globale Transformation vor Ort in der Region und im Persönlichen mitzugestalten.
Das Off-Art Camp 2016 Klima ist ein temporärer Lernort für identitätsstiftendes Zukunftsgestalten an einem exemplarischen Ort des Wandels. Wie erleben wir den Klimawandel und die damit einhergehenden Veränderungen vor Ort? – Wie verändern wir uns?
Diesen und anderen Fragen möchten sich die Veranstalter dann gemeinsam mit den Teilnehmern in einer partizipativen und künstlerisch-kreativen Weise nähern.

Garrelt Duin (SPD) ist Wirtschaftsminister in NRW und nach einem Bericht der FAZ dafür, das Kinder bereits im Kindergarten damit beginnen, programmieren zu lernen. Das ist ohne Zweifel eine gute Idee. Noch besser wäre es, wenn man eine solche Aussage eines Mitglieds der Landesregierung Ernst nehmen könnte. Denn anstatt davon zu fabulieren, den Informatik- oder Digitalkunde-Unterricht auf die Kindergärten auszuweiten, sollte die Landesregierung ihre Hausaufgaben machen und sich dafür einsetzen, das Informatik qualifiziert an Schulen unterrichtet wird. In einer Antwort des Bildungsministeriums auf eine kleine Anfrage der Piraten-Landtagsabgeordneten Monika Pieper und Michele Marsching werden die Mängel des Informatikunterrichts in NRW deutlich: Es fehlt an fachkundigen Lehrern, der Informatikunterricht im Land wird von engagierten Lehrern ohne Lehrbefähigung aufrecht erhalten:

Rot-Grün sollte seine Hausaufgaben machen, bevor die Minister der Landesregierung mit Ideen kommen, die gut klingen, mit der tristen Wirklichkeit im Land allerdings nichts zu tun haben.
Leeroy Stagger, Donnerstag, 9. Juni, 20.00 Uhr, Subrosa, Dortmund

NRW: Polizeiversagen bestärkte die Kölner Sex-Täter…Welt
NRW: Kraft will Netzkodex gegen Verrohung im Internet…Meedia
NRW: Netzkodex – Gut gemeinter Aktionismus von Kraft…KStA
NRW: Minister für „Digitalkunde“ im Kindergarten…FAZ
NRW: Schwierige Suche nach dem richtigen Heim…RP Online
Debatte: Richtige Zuwanderung…FAZ
Debatte: Von „Wir sind das Volk“ zu „Ihr seid der Pöbel“…Novo Argumente
Debatte: Das Märchen von der wachsenden Ungleichheit…Welt
Debatte: Wissenschaft und Glyphosat – Das Gesetz des Stärkeren…NZZ
Debatte: Österreich – It’s about optimism, stupid…Jungle World
Debatte: Österreich – Der Zerfall des Postnazismus…Jungle World
Ruhrgebiet: Wetterdienst rechnet noch bis Donnerstag mit Unwettern…Der Westen
Ruhrgebiet: Wirtschaftsstandort Ruhr wird international geschätzt…Der Westen
Bochum: Warum zwei Einbrecher nicht in U-Haft müssen…Der Westen
Dortmund: Karstadt-Technik-Haus erhält ein wenig Kosmetik…Der Westen
Duisburg: Neubau-Serie am Hauptbahnhof…Der Westen
Essen: Bei jungen Muslimen genießt Jürgen Todenhöfer Kultstatus…Der Westen

Der achtmalige Deutsche Meister Borussia Dortmund hat einen weiteren Spieler für die kommende Saison verpflichtet: Emre Mor wechselt vom dänischen Erstligisten FC Nordsjaelland zum Champions League-Teilnehmer an die Strobelallee.
„Emre Mor ist ein hochveranlagter und in der Offensive vielseitig einsetzbarer junger Spieler mit riesigem Entwicklungspotenzial“, betont BVB-Sportdirektor Michael Zorc.
Mor, in Dänemark geboren und aufgewachsen, verfügt auch über einen türkischen Pass, hat gerade seine ersten A-Länderspiele absolviert und gehört wie Borussia Dortmunds Profi Nuri Sahin dem EM-Kader der Türkei an.
„Der BVB ist ein großartiger Klub in Europa mit einzigartigen Fans. Ich freue mich riesig auf die neuen Mannschaftskollegen und kann den Saisonstart sowie mein erstes Spiel für die Borussia kaum mehr abwarten“, so der 18-Jährige.

Am Samstag sind knapp 1000 Neonazis durch den Dortmunder Westen marschiert. Von „HTLR“-Transparenten und „HKNKRZ“-Shirts war schon an anderer Stelle zu lesen. Aber ein Blick auf die Teilnehmer beim „Tag der deutschen Zukunft“ lohnt sich. Wir haben uns (nur) zwei Demonstranten aus Dortmund angeschaut, die besonders für rechten Terror stehen: Marko Gottschalk und Robin Schmiemann, zwei Neonazis aus dem Stadtteil Brechten.
„Hail to Combat 18 – Hail to the Terrormachine“ singt Marko Gottschalk in einem Song seiner Band „Oidoxie“. Und Gottschalk und seine Kameraden haben auch versucht, das Konzept von „Combat 18“ umzusetzen und eine rechtsextreme Terrorzelle in Dortmund aufzubauen. Schießübungen und eine Orientierung an den rassistischen „Turner Diaries“, in denen der Aufbau von Terrorzellen geschildert wird, prägten die „Combat 18“ Zelle. Sie soll über mehrere Pumpguns und eine Maschinenpistole verfügt haben. Auch Michael Berger, der im Sommer 2000 drei Polizisten und anschließend sich selbst umbrachte, soll an den Schießübungen beteiligt gewesen sein. Die Gruppe agierte dabei immer unter staatlicher Aufsicht, der V-Mann des Verfassungsschutzes Sebastian Seemann war Teil von ihr. Nachdem er aufgeflogen war, wurde ihm vom Verfassungsschutz eine neue Identität verschafft.

Die „Tierrechtsspinner“ von PETA blasen sich mal wieder auf und haben eine Liste der der Veggie-freundlichsten Stadien herausgegeben. Den letzten Platz der Zweitligisten hat der VfL Bochum. PETA moppert: „Kulinarisch konnte das rewirpowerSTADION mit nur einem Essenspunkt, das heißt einem vegetarischen Snackangebot, nicht überzeugen. Aber vielleicht können die Bochumer sich im nächsten Jahr durch ein paar „Neuzugänge“ ähnlich verbessern wie dieses Jahr in der Liga.“
Vielleicht aber konzentriert sich Bochum auch weiterhin auf Fußball, lässt die Veggies ins trockene Brötchen beissen und kümmert sich nicht um die Wichtigtuer von PETA.