Mehr als 150 Menschen haben am Samstag an einer antirassistischen Kundgebung in der Dortmunder Nordstadt teilgenommen. Zur Kundgebung aufgerufen hatte die Gruppe Refugees Welcome Dortmund zusammen mit dem Hamburger Bündnis Recht auf Stadt – never mind the papers – geboten wurden bewegende Reden, Essen und Livemusik.
Bereits seit letztem Jahr setzt sich die Gruppe Refugees Welcome Dortmund für die Belange von Flüchtlingen in der Stadt ein und bietet ihnen beispielsweise im Nordpol einen Raum zur Selbstorganisierung. Um sich auszutauschen und voneinander zu lernen sind die Hamburger des Bündnisses Recht auf Stadt – never mind the papers zu Besuch in Dortmund, zu dem auch einige der durch große Proteste bekannt gewordenen Lampedusa-Flüchtlinge gehören.
Jürgen Klopp musste zuletzt häufiger mal schwer schlucken. Foto: Robin Patzwaldt
Was immer letztendlich auch der Hauptgrund gewesen sein mag, warum sich das Verhältnis von Jürgen Klopp zu ‚seiner‘ Mannschaft beim BVB so sehr veränderte, dass er in der Vorwoche keinen anderen Weg für sich mehr sah als die Borussia am Saisonende freiwillig und frühzeitig zu verlassen, seinen eigenen Weg in schwarzgelb also, für einen Trainer mit laufendem Vertrag eher unüblich, von sich aus zu beenden, die Reaktion der Mannschaft seit der medienwirksamen Bekanntgabe am Mittwoch vor einer Woche war jedenfalls so, dass durch die zwei danach errungenen Siege gegen Paderborn (3:0) und gestern gegen Eintracht Frankfurt (2:0), der Super-GAU, der tatsächlich noch im Verlauf der Bundesliga-Rückrunde ganz konkret drohende Abstieg, für den Vizemeister der Jahre 2013 und 2014 noch einmal abgewendet werden konnte.
Nach den jüngsten Erfolgen, und dem Anwachsen des Punktekontos auf nun aktuell immerhin 39 Punkte, braucht der BVB seit gestern nun nicht länger ängstlich nach unten zu schauen. Mit den restlichen vier Ligaspielen und dem anstehenden Pokalhalbfinale gegen die favorisierten Bayern vor der Brust hat die Klopp-Truppe nunmehr ’sogar‘ noch etwas Spielraum für eine sportliche ‚Kür‘, die Möglichkeit diese bittere Saison letztendlich doch noch mit so etwas wie einem Erfolg abzuschließen.
In Anbetracht der Tatsache, dass der Club im Februar, aus noch immer unerfindlichen Gründen, welche noch immer nicht wirklich aufgearbeitet geworden zu sein scheinen, auf Tabellenrang 18 stand, kann diese Tatsache alle Kritiker der vergangenen Monate nun zumindest schon einmal etwas versöhnlicher stimmen.
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Armenische Flüchtlinge beim Überqueren der britischen Linien zur Zeit des Genozids. Foto: Imperial War Museums.
Ihre “Umsiedelung” kostete bis zu 1,5 Millionen Armenier das Leben. Auch 100 Jahre danach ist der Genozid in der Türkei mit Tabus besetzt – und nicht nur dort…Von unserer Gastautorin Judith Kessler.
Am 15. März 1921 erschießt der armenische Student Soghomon Tehlirjan auf der Berliner Hardenberg-, Ecke Fasanenstraße (unweit der Stelle, wo der Asylbewerber Kemal Altun Selbstmord beging) den früheren türkischen Großwesir Talaat Pascha – für die einen “der türkische Bismarck“, für die anderen “die Seele der Armenierverfolgungen“. Beim Prozess gegen Tehlirjan legte der Sachverständige Johannes Lepsius dem Gericht Dokumente vor, die klar die Verantwortung der türkischen Regierung und Talaats für die Deportationen und den Massenmord an den osmanischen Armeniern belegen. Überraschend wird der Attentäter (wegen Unzurechnungsfähigkeit) freigesprochen. Die Zuschauer applaudieren minutenlang – unter ihnen: Robert M.W. Kempner, später US-Ankläger im Nürnberger Prozess. An diesem Tag, erinnert er sich, sei zum ersten mal der Grundsatz anerkannt worden, dass ein durch eine Regierung begangener Völkermord durchaus von anderen Staaten bekämpft werden kann, ohne eine unzulässige Einmischung zu sein.
Nach der abermals unbefriedigenden Leistung des FC Schalke 04 gestern in Mainz, da kommt man einfach fast gar nicht darum herum auch hier ein paar Zeilen über die Krise beim S04 zu verlieren. Nicht nur, dass das 0:2 vom Freitag das inzwischen schon sechste Spiel ohne ‚Dreier‘ in Folge für die Königsblauen war, vor allem eben auch die Tatsache, dass die Mannschaft aktuell so seltsam blutleer wirkt, stimmt Fans und Beobachter doch arg nachdenklich.
So geht es aktuell wohl auch gar nicht mehr nur um die Frage, ob man die Saison am Ende überhaupt noch auf einem Platz wird beenden können, der für die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb ausreichen wird. Hier geht es inzwischen offenkundig um die ganze Grundausrichtung des Clubs, welche inzwischen mal grundlegend hinterfragt werden muss. Doch wird das eigentlich gemacht? Man hat als Beobachter nicht wirklich den Eindruck.
Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität, Foto: Ulrike Märkel
Prognose: Bald wieder mehr als 600.000 Dortmunder…Der Westen Kampagne: „Wir ALLE sind Dortmund“…Nordstadtblogger Ausstellung: Fotografien von Alexander Hügel im Depot…Nordstadtblogger BVB: Kommt Johannes Geis?…Radio91.2 BVB: Wie Thomas Tuchel sich seinen neuen BVB baut…Welt BVB: Klopps Erbe hat keine Zeit für Europa…FAZ
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Hannelore Kraft begutachtet die chinesische Fleischbärenproduktion Foto: Land NRW / R. Pfeil
Der Kölner Stadtanzeiger begleitet Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) auf ihrer China-Reise und weiß ungeheures zu berichten:
„Ihren neuen Werbespruch hat die Ministerpräsidentin auch im Gepäck, als sie mit schwerer Limousine vor dem Amtssitz des chinesischen Vize-Ministerpräsidenten Wang Yang vorrollt. Ihm empfiehlt sie das Ruhrgebiet und seinen Wandel vom Zentrum der Schwerindustrie zum „Technologie- und Wissenschaftsstandort“ als Vorbild.“
Ich stelle mir gerade vor, wie elektrisierend die Vorstellung für einen Vertreter der chinesischen Regierung sein muss, dass Shanghai in 20 Jahren wie Duisburg und Peking wie Marl aussehen könnte.
Die Gruppe der Piraten im Bochumer Rat hat sich aufgelöst. Ratsfrau Stephanie Kotalla (Rechts) hat die Partei und die Piraten-Gruppe verlassen. André Kasper (Links)ist nun Einzelpirat im Bochumer Rat.