Renate S. ist an Parkinson erkrankt. Ein Tagebucheintrag.
hoffnung ? angst ?
meine geschichte beginnt in wattenscheid und führt über die sauerlandlinie in richtung gießen.
das ziel ist biskirchen. Gertrudisklinik, parkinsonzentrum.
ich bin 60 jahre alt und habe seit 7 jahren einen begleiter, man könnte ihn auch lebensgefährten nennen.
sein name ist james parkinson. als mein körper vor sieben jahren anfing verrückt zu spielen, mir grenzen zeigte indem
er sich stur stellte, wenn ich eine flasche aufdrehen wollte, wenn ich meine zähne putzen wollte, mein daumen anfing zu zittern und meine schuhe nur an einer stelle ganz abgelaufen waren, musste ich mich zu einem besuch beim neurologen entschließen.
der befund war eindeutig: „parkinson“.
was war das? was mache ich? was wird werden?
tausend fragen, wenige antworten.
meine familie ist bei mir, gute freunde auch (einige blieben weg).
ich habe das glück, dass der krankheitsverlauf bis heute langsam fortschreitet, obwohl mein tagesablauf dadurch schon stark beeinflusst ist. die grenzen werden deutlicher.






