Kristofer Åström, Samstag, 15. September, 20.30 Uhr, Gleis 22, Münster
Der Ruhrpilot
NRW: Rot-grüne Landesregierung rückt von absolutem Rauchverbot ab…Der Westen
NRW II: Warum Hannelore Kraft nicht sparen kann…Post von Horn
NRW III: Zu wenig Platz für Flüchtlinge…Ruhr Nachrichten
Ruhrgebiet: So teuer ist die Sanierung des Welterbes Zollverein wirklich…WAZ Recherche
Ruhrgebiet II: Die Hintergründe zur Kostenrecherche Zollverein. Wie das mit dem Schweigen läuft…WAZ Recherche
Ruhrgebiet III: Vergewaltigungsprozess in Essen – Ein erschreckend korrektes Urteil…Spiegel
Fußball: Hillsborough – Be sad and angry…Publikative
Bochum: Alsenstraßenfest…Bo Alternativ
Bochum II: Stadt kippt die Bettensteuer…Ruhr Nachrichten
Dortmund: Heinze plädiert für kleineren Rat…Der Westen
Dortmund II: Erste Ratssitzung nach Wiederholungswahl…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Das Rathaus-Karussell dreht sich..Der Westen
Essen: NPD-Zentrale ist nach Essen gezogen – Bürger sind entsetzt….Der Westen
Umland: Erste Rabbiner-Ordination in Köln…Kölner Stadtanzeiger
Umland II: Brüsseler Platz in Köln – Bürger drohen der Stadt mit Klage…Kölner Stadtanzeiger
Umland III: Aldi zieht es auf die Düsseldorfer Nobelmeile Kö…Welt
Verwaltungsgericht Gelsenkirchen entzieht Dortmunder Neonazi den Führerschein
Flink wie ein Windhund, hart wie Kruppstahl – das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hilft einem Dortmunder Neonazi dabei, künftig den nationalsozialistischen Idealen zu entsprechen und bestätigte gestern pünktlich zum Herbstbeginn den Entzug seines Führerschein durch die Fahrerlaubnisbehörde.
Sportliche Ertüchtigung für junge Menschen stand auf dem Programm der Nazis ganz oben. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen sorgte nun dafür, dass ein Neonazi aus Dortmund künftig mehr Bewegung an der frischen Luft hat und bestätigte den Entzug des Führerschein durch die wegen fehlender charakterlichen Eignung:
Die Fahrerlaubnisbehörde entzog dem Antragsteller die Fahrerlaubnis, da aufgrund des von ihm ausgehenden hohen Aggressionspotentials nicht zu erwarten sei, dass er sich im Straßenverkehr hinreichend angepasst und an den Regeln orientiert verhalte.
Der zwanzigjährige Dortmunder ist seit seinem 15. Lebensjahr mehrfach und fortlaufend nach dem Jugendstrafrecht wegen (gefährlicher) Körperverletzung, Sachbeschädigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung verurteilt worden. Anhaltspunkte dafür, dass die Strafverfahren und Jugendstrafen sowie ein nach eigenen Angaben durchgeführtes Anti – Aggressionstraining irgendeine Verhaltensänderung bewirkt haben könnten, waren für die Kammer nicht ersichtlich. Nach den Feststellungen der Kammer ist er zur Zeit zusammen mit Mitgliedern einer neonazistischen Gruppe vor dem Dortmunder Landgericht angeklagt, weil er an Körperverletzungen auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt
Fußballländerspiel in Wien – Liebe Nachbarn aus Österreich, warum so aggressiv?

Fandet Ihr die Stimmung beim Fußballländerspiel am Dienstag in Wien auch so übertrieben nationalistisch und aggressiv? Muss die Stimmung im Stadion bei einem Länderspiel zwischen Österreich und Deutschland wirklich so feindselig sein, dass schon bei den Nationalhymnen vor dem Anpfiff lautstark gepfiffen wird? Von unserem Gastautor Robin Patzwaldt.
Ich muss vielleicht kurz erläutern, dass ich eigentlich eher ein großer Vereinsfußballfan bin. Bei mir in der Familie ist es so, dass man die Fußballverbundenheit zur Bundesliga quasi schon vom Kindergarten an mitbekommt.
Als gebürtigem Dortmunder blieb mir somit (fast) keine Wahl, ich wurde mit der Einschulung quasi automatisch BVB-Fan. Eine Tatsache, die ich nicht bereue. In den letzten ca. 35 Jahren seit meinem ersten Bundesligaspiel im Stadion hatte ich als Fußballfan sehr viel Spaß.
Meine Begeisterung als Fan steigerte sich in der Jugend dabei zunächst so sehr, dass ich nach Niederlagen meiner Borussia irgendwann nicht mehr in die Disco gegangen bin, oder ähnlich spaßbremsende Aktionen für mich selber beschloss, wenn mir eine Niederlage ‚meines‘ BVB mal allzu sehr auf den Magen geschlagen war.
Und obwohl mir der Club vom Borsigplatz in den letzten Jahren immer sehr wichtig war, verspürte ich in mir wirklich niemals den Drang Fans anderer Vereine Gewalt anzutun, oder ähnliche Dinge. Schließlich hatte ich selbst unter meinen besten Freunden schon damals in der Schule immer eine bunte Mischung von Fans verschiedener Teams. Sich gegenseitig bei Niederlagen aufziehen, heftig diskutieren, das gehörte natürlich dazu. Gewalt? Ernsthafte beleidingende Äußerungen? Das kam uns nicht in den Sinn.
Die Muddi erklärt die Welt…
Hallo und Salakis!
Gleich vorne weg für die Schlaumeier mit Abitur die hier jetzt mitlesen und schon den imaginären Rotstift in der Hand halten. Der folgende Text könnte Sodbrennen, Potenzsteigerung, eine rapide Erhöhung der Scheidungsrate nach sich ziehen, extreme Auslastungen von Gärtner herbeiführen und den Ausverkauf von Alkohol hervorrufen. Ganz nebenbei könnte es passieren, dass ich mich eventuelle auf einer Schwarze – Liste (Alice-Schwarzer-Liste höhöhö) wieder finde. Das nur gleich zu Anfang, und um jedem Missverständnis aus dem Weg zu gehen – ich meine das nun folgende Todernst und ich sage nichts als die reine Wahrheit!
Traurige Fröhlichkeit

Paul Wallfisch ist von New York nach Dortmund gezogen. Am dortigen Schauspielhaus arbeitet er als Musikalischer Leiter und erkennt Ähnlichkeiten zwischen dem Ruhrgebiet und dem Mittleren Westen.
18. Dezember 2010. Das Ruhrgebiet ist unter eine dichten Schneedecke versunken und in Dortmund feiert die Stadt kurz vor dem Ende des Kulturhauptstadtjahres zum dritten Mal die Eröffnung des U-Turms, eines für 100 Millionen Euro zum Museum umgebauten Brauereihochhauses, mit einem kleinen Open-Air Festival. Glühwein, knackige zehn Grad Minus und nach ein paar Vorortkomikern kommt Botanica auf die Bühne. Paul Wallfischs Band. Im ersten Moment New York pur, eine Mischung aus Velvet Underground und Sonic Youth, im nächsten Augenblick Klezmer und Polka und dann alles miteinander vermischt. Und der Mann mit dieser fantastischen Band ist der Musikalische Leiter des Schauspielhauses in Dortmund? Was zum Teufel macht der hier?
Fliegendes Spaghetti-Monster: Nudelmesse in Bochum

Heute findet in Bochum eine bedeutende religiöse Zeremonie statt, die wir Euch nicht vorenthalten wollen_
Die Initiative Religionsfrei im Revier lädt am Donnerstag, den 13. September um 19.30 Uhr in das Soziale Zentrum zu einer Nudelmesse ein. Der Glaube an das Fliegende Spaghettimonster entwickelte sich in den USA als Parodie und Gegenbewegung auf das Vordringen von Kreationismus und Intelligent Design in den Schulunterricht. Evangelikales Denken und Kreationismus sind auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Aber auch das Fliegende Spaghettimonster findet immer mehr Fans und feiert köstliche Nudelmessen. Am Donnerstag wird reichlich Spaghetti mit Tomatensauce kredenzt. Tief gläubige Pastafari, wie die AnhängerInnen dieser Religion genannt werden, erscheinen zu ihren Ritualen in Piratenkluft. Sie sehen als einzige Ursache für die globale Erwärmung, Orkane und alle anderen Naturkatastrophen die sinkende Zahl von Piraten seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Am Donnerstag werden Wunder-bare Dinge im Soziale Zentrum zelebriert: Die Reliquien werden gepriesen und nach dem Glaubensbekenntnis und dem Monsterunser die liturgische Feier des Heiligen Pastamahls begangen. Nach einer abschließenden Predigt bleibt auch noch Zeit für eine zweite Portion Spaghetti und um zu diskutieren, wie es mächtige Organisationen schaffen, dass Menschen an den größten Unsinn glauben.
Calexico
Der Ruhrpilot
NRW: Kraft sieht Land als Vorreiter bei Energiewende…Welt
NRW II: Neue NPD-Landesgeschäftsstelle in Essen-Kray…NRWrex
Internet: Piratenpartei startet ePetiton gegen Leistungsschutzrechte…Netzpolitik
Bochum: Studierenden-Ansturm – Studentenwerke bereiten sich auf 2013 vor…Ruhr Nachrichten
Bochum II: Stolperstein für ermordeten Volksschullehrer…Der Westen
Dortmund: Stadtrat tagt zum ersten Mal…Der Westen
Dortmund II: So lief die Bürgerversammlung in Derne…Ruhr Nachrichten
Umland: Tanzhaus NRW verzichtet auf lebende Wölfe auf der Bühne…Bild
Umland II: Der olympische Sportbund diskutiert über neue Ziele. Geändert werden soll wohl aber nix. Hier die Dokumente… WAZ Recherche
Kino: Vatertage – Opa über Nacht…Pottblog
Mainzer Fantage: Diffamierung der Fans stärkt immer nur die falschen
Der Sommer war lang, der Sommer war schlecht (und es ist mir herzlich egal, was die Klimaforschung “statistisch” dazu zu sagen hat) und er war ernüchternd: In vorher ungekanntem Ausmaß entdeckte die Politik Fußballgewalt als populistische Profilierungsmöglichkeit. Die Innenminister überboten sich gegenseitig in immer absurderen Forderungen – bis hin zum Verbot von Stehplätzen. Die Mainzer Fantage vom 06.-13. September waren da der mehr als nur willkommener Anlass, endlich mal wieder in einem anderen Kontext über Fußball, Fans und Ultras zu sprechen. In beeindruckender Art und Weise hat die Mainzer Fanszene eine Veranstaltung auf die Beine gestellt, die vorerst ihresgleichen sucht und sicherlich auch ein Anstoß sein kann, es ihr gleich zu tun. Denn – so viel sei vorab gesagt: Davon braucht Fußballdeutschland viel, viel mehr. Von unserem Gastautor Andrej Reisin/Publikative
Eine Woche lang organisieren verschiedene Mainzer Fan- bzw. Ultragruppen ein breiteres Spektrum an Diskussionsveranstaltungen, Filmvorführungen, Workshops und anderen Aktivitäten rund um die Mainzer Fanszene, den Verein, das alte und das neue Stadion. Ganz bewusst wird dabei der Weg der Öffnung nach Außen (also an das interessierte Publikum) und gleichzeitig in die Stadt hinein (zum Beispiel mit einer Veranstaltung in einem Innenstadt-Kino) gewählt, um eben nicht nur den eigenen Klüngel an Kurvenfans und Ultras anzusprechen, sondern eben auch den “ganz bewusst den Ottonormalfan”, wie es von Seiten der Veranstalter heißt. Bereits im Vorfeld stieß dieser Weg auf positive Resonanz: Sowohl der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling als auch den langjährigen Mainzer Profifußballer Marco Rose, der derzeit Trainer bei Lok Leipzig ist, wurden als Schirmherren gewonnen. Ebenso positiv ist, dass auch der Verein Mainz 05 die Fantage aktiv unterstützt und Räumlichkeiten und andere Infrastruktur zur Verfügung stellt.
Am Samstag Abend lautete das Thema einer der zahlreichen Diskussionsrunden dann „Sogenannte Fans verbreiten Angst und Schrecken? – Fußballfans in der öffentlichen Wahrnehmung“. Mehr als 300 Besucher strömten zu dieser Veranstaltung, die im Umlauf des neuen Mainzer Stadions einen sehr passenden und stimmungsvollen Rahmen gefunden hatte. Auf dem Podium saßen der


