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Woven Hand, Sonntag, 16. September, 20.30 Uhr, Stadtgarten, Köln
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Woven Hand, Sonntag, 16. September, 20.30 Uhr, Stadtgarten, Köln

Dortmund: Envio-Prozess steht kurz vor dem vorläufigen Aus…Ruhr Nachrichten
NRW: Land nimmt 4,6 Milliarden neue Schulden auf…Welt
Medien: Hombach-Männer gehen…Kress
Ruhrgebiet: VRR gibt wohl bald grünes Licht für Sozialticket…Welt
Ruhrgebiet II: Ach, du lieber Pott…Spiegel
Bochum: Rat will endlich den Steag-Beirat…Der Westen
Bochum II: Ein Blick in die Bochumer Synagoge…Ruhr Nachrichten
Dortmund II: Neonazis unter neuem Label?…BNR
Dortmund III: FH bucht Halle 1 für neue Studenten…Der Westen
Duisburg: Grüne Basis rügt ihren Fraktionssprecher Dieter Kantel…Der Westen
Essen: …will die NPD wieder loswerden, hat aber kaum Chancen…Der Westen
Apple: Das iPhone 5 aus meiner Sicht…Stadt Bremerhaven
Apple II: iPhone 5 – Warum gibt es wieder Netlock?…Pottblog
Gestern gab’s hohen Besuch in Bochum. Im sozialen Zentrum fand die „Erste heilige Nudelmesse“ der „Kirche des fliegenden Spaghetti-Monsters“ statt. Geleitet wurde die Messe von „Bruder Spaghettus“ und seiner Gehilfin „Elli Spirelli“. Eingeladen wurde die skurrile Truppe von der Initiative Religionsfrei im Revier. Bei der Messe wurde das fliegende Spaghetti-Monster (FSM) als Gott verehrt. Es gab Predigten, gemeinsame Gebete, die mit dem Bekenntnis „Ramen!“ endeten, ein Abendmal und vor allem: Ganz viel zu lachen. Selbst Journalisten der Zeitung „Neues Deutschland“ waren anwesend. Hier einige kleine Impressionen.
Ruhe vor dem Sturm: Bruder Spaghettus und Elli Spirelli im Plausch mit ihren Schäfchen, den „Pastafaris“. Spaghettus: „Wir sind viel bessser als andere Religionen. Bei uns gibt es eine Gott-Zurück-Garantie! Wenn sie mit unserem Spaghettimonster nicht mehr zufrieden sind, garantieren wir ihnen: Ihr alter Gott nimmt sie zurück!“

Auf den Angriff auf die deutsche Botschaft im Sudan durch radikale Muslime wird die Bundesregierung mit bislang nicht bekannter Härte reagieren. Bundeskanzlerin Merkel wird Margot Käßmann einsetzen.
Die radikalen Muslime, die im Jemen die US-Botschaft angegriffen haben, können sich glücklich schätzen: Die USA reagieren zurückhaltend und schicken nur ein paar Dutzend Marines in den Jemens, um ihr Botschaftspersonal zu schützen. Schlechte Karten haben hingegen die Sudanesen: Bundeskanzlerin Angela Märkel hat einen entschiedenen Gegenschlag angeordnet und das ohne sich mit dem UN-Sicherheitsrat und den Partnern in der EU- und der Nato abzusprechen. Merkel: „Deutschland kann und wird sich die Angriffe auf seine Botschaft im Sudan nicht bieten lassen und mit aller Härte reagieren. Ich habe die ehemalige evangelische Bischöfin Margot Käßmann in den Sudan beordert.“ Käßmann wolle sich nur noch duschen, eine Aspirin nehmen und einen Kaffee trinken und sei dann bereit sich von einer Bundeswehrmaschine in den Sudan bringen zu lassen. Käßmann will mit den Sudanesen gemeinsam beten und singen. „Ich werde auch“, sagte Käßmann diesem Blog „aus meinem Buch Auf gutem Grund. Standpunkte und Predigten vorlesen.“
Ein Sprecher der sudanischen Botschaftsangreifer bat indes Bundeskanzlerin Merkel um die Entsendung des Kommando Spezialkräfte: „Der Einsatz von Käßmann verstösst gegen alle internationalen Konventionen. Das darf Deutschland nicht tun.“

Christian Worch, seit 35 Jahren fester Bestandteil der Neonazi-Szene, hat eine Partei gegründet: Die Rechte. So richtig ernst nahm das Vorhaben anfangs niemand. Das könnte sich bald ändern.
Christian Worch hat in seiner langen Neonazi-Laufbahn schon einiges erlebt: Er gehörte wie der 1991 an AIDS gestorbenen Michael Kühnen in den siebziger Jahren zur Hansa-Bande die mit einem Plakat mit der Aufschrift „Ich Esel glaube, dass in Deutschland Juden vergast worden sind“ den Holocaust leugnete. Worch saß mehrfach im Gefängnis, leitete zeitweise die 1983 verbotene Aktionsfront Nationaler Sozialisten (ANS), deren Mitglieder sich zum Teil gegenseitig umbrachten und meldete zahlreiche Nazidemonstrationen in ganz Deutschland an. Mehrfach setzte er sich mit seinen Argumenten vor dem Verfassungsgericht durch. Jura hat er nie studiert: „Ich bin ein Autodidakt, wie David Irving und Adolf Hitler.“ David Irving ist ein mehrfach vorbestrafter Holocaustleugner, der zuletzt in Österreich im Gefängnis saß.
Vor wenigen Wochen hat der 56jährige Worch eine Partei gegründet. Sie heißt Die Rechte, über dem „i“ hat sie ein rotes Dreieck wie die Linkspartei, nur dass es nach Rechts zeigt. Worch plant einen schnellen Ausbau der Partei: „Wir werden noch in diesem Jahr mehrere Landesverbände in Norddeutschland gründen“, sagte Worch vor wenigen Wochen. Auch in NRW führe man Gespräche mit Interessierten. Die führten offenbar zu ersten Erfolgen: In Dortmund hat sich, nur wenige Wochen nach dem Verbot der Kameradschaft Nationaler Widerstand Dortmund (NWDO) ein Kreisverband gegründet.
Das Dortmunder Antifa Bündnis (DAB) zeigt in einer ersten Stellungahme Berührungspunkte zum NWDO auf:
„ Auf ihrer noch kärglich gefüllten Internetpräsenz ist zudem auch das extrem rechte Internetportal „widerstand.info“ prominent verlinkt, das den Kreisen des verbotenen „Nationalen Widerstand Dortmund“ zuzurechnen ist. Zudem liegt die Internetseite auf Servern des US-amerikanischen „freedom-of-speech“-Hosters „Dreamhost“. Bei diesem Hoster liegen auch die Seiten des „NW-Dortmund“, des Neonazi-Versandhandels „Resistore“ und viele weitere Web-Präsenzen aus dem Spektrum der „Autonomen Nationalisten“. Außerdem kündigen die Neonazis ein „Dortmund-Echo“ und eine „Propaganda-Offensive“ an. Dies klingt sehr nach einer Fortführung des Aktivismus des verbotenen „NW-Dortmund“.
Gestern standen die drei Beckmann – Geschwister Lina, Nils und Till – leider ohne Maja, die am Schauspielhaus Bochum eingebunden war – zum vierten Mal mit ihrem aktuellen Programm „Wenn du dich für die Freiheit entschieden hast, kann dir gar nichts passieren, nie.“ auf der Bühne.
Es war ein Ralf Rothmann – Abend der besonderen Art, den die drei zusammen mit ihrer Ein-Mann-Band Uwe Frisch im Depot in Dortmund gestalteten.
So wurde gelesen, gesungen und gelacht und Bier getrunken, und die Texte des aus dem Ruhrgebiet stammenden Schriftstellers Ralf Rothmann wurden zu einem kleinen Theaterstück.
Überzeugt haben die drei wieder durch ihre Spontanität und Lebendigkeit, und so wurde man einfach mitgerissen in die Geschichten, die das Leben schrieb…damals in den 60-er Jahren im Ruhrgebiet.
Untermalt wurde das Geschehen durch Fotografien der Künstlerin Brigitte Krämer, und auch die Kulisse des ehemaligen Strassenbahndepots war Nostalgie pur, so dass es rundherum ein gelungener Abend war, der schließlich durch eine Gesangszugabe von Lina ein erfolgreiches Ende fand.
Am Mittwoch begann in der Rotunde in Bochum die Ausstellung „Information | Kommunikation“.
Das Veranstaltungskonzept „ARS URBANA“, im Rahmen dessen die Ausstellung stattfindet, wurde 2009 von dem Bochumer Fotografen und Medienkünstler Olaf Rauch entwickelt. Seine Vision ist es, mit dieser Festivalreihe Künstlern und Kreativen einen Raum für urbane Kunst und Kultur zu schaffen. Den Auftakt machte bereits 2011 die ARS URBANA Vol. 0 „ Experiment Kunst“, die auch in Bochum veranstaltet wurde.
Sein weiteres Ziel ist es, die ARS URBANA über Bochum und sogar über Deutschland hinaus in anderen Metropolen zu präsentieren.
In der aktuellen Ausstellung, die noch bis zum 23. 09. 2012 zu sehen sein wird, geht es um die vielschichtige Auseinandersetzung mit den Themen der modernen Informationsgesellschaft, die sich hier in zeitgenössischer Kunst widerspiegelt.
Folgende Künstler stellen dazu ihre Arbeiten und Ideen aus, und es zeigt sich eine sehr unterschiedliche und vor allem individuelle Umsetzung des Themas „Information und Kommunikation“.
Carsten Hensing, Bochum > Objekte
Mic Irmer, Solingen > Musik
Anabel Jujol, Essen > Malerei
Peter Kaufung, Bochum > Malerei
Patrick Praschma, Witten > Medieninstallation
Olaf Rauch, Bochum > Animation und Grafik
Tatiana Reis, Bochum > Malerei und Installation
Herbert J. Schero, Duisburg > Grafik
Emil Schult, Düsseldorf > Hinterglasmalerei
Rolf Arno Specht, Marl > Medieninstallation
Udo Unkel, Dortmund > Installation
Guntram Walter, Düsseldorf > Fotografie und Installation
Die Ausstellung ist von montags bis freitags von 15 – 19 Uhr geöffnet und am Wochenende von 12 bis 18 Uhr.
Der Eintritt beträgt 1,00 €.
Weitere geplante Veranstaltungen im Rahmen der ARS URBANA :
15. September, 15 Uhr: „Spazieren schafft Schönheit“, Kioskwallfahrt,5 €
16. September, 20 Uhr: Theater-Premiere „HerzSchlagWahn“, G.Piria & Tigerjunge,10 €
22. September, 22 Uhr: Numinos & Bob Humid (Konzert mit VJ Claire Lampion), anschl. Party,10 €
23. September, 19 Uhr: Tanga Elektra (urban urtyp #21), Christuskirche Bochum,10 €

Vor einigen Tagen hat die Bundeszentrale für politische Bildung ein Gespräch mit einem schwulen Fußball-Profi geführt. Der Mann, der anonym bleiben möchte, berichtete von seiner Angst vor einem Coming-Out. Jetzt hat sich die Bundeskanzlerin zu dem Thema geäußert: „Wir können ein Signal geben: Ihr müsst keine Angst haben. Das ist meine politische Botschaft“, sagte sie Berichten zufolge bei der Präsentation einer neuen Kampagne, die homosexuelle Profi-Kicker zum Coming-Out ermutigen soll. Die Chancen, dass sich die Fußballkultur grundlegend ändert, und Vielfalt akzeptiert, sind jedoch nicht groß.
Sie wirken schlicht hilflos, all die schönen Kampagnen, Slogans und Aktionen, mit denen versucht wird, das Fußball-Stadion für „Randgruppen“ betretbar zu machen. „Gegen Rassismus“ gehört ja nun schon zum Inventar, „Geh deinen Weg“ ist die neueste Kampagne, die sich wieder einmal in Schadensbegrenzung versucht. Fußball-Stadien umweht stets das Flair einer No-Go-Area für Migranten, Juden, Homosexuelle und alle anderen, die nicht den Vorstellungen mancher „Fans“ entsprechen. Diskriminierende Spruchbänder und Fanslogans, Affenlaute und Bananenwürfe auf schwarze Spieler, Gewalt gegen Unbeteiligte, Antisemitismus, Sexismus, Neonazi-Propaganda; Die Realitäten in deutschen Stadien machen es einem nicht leicht, sich für den Sport zu begeistern.
Das gestern Mittag gesendete Interview des Journalisten und Seniordirektor des Zentralinstitut Islam-Archiv-Deutschland Muhammad Salim Abdullah mit dem Deutschlandfunk hat Maßstäbe gesetzt. Abdullah konnte unwidersprochen antisemitische Stereotypen verbreiten, ohne dass es nur einmal eine Nachfrage gab.
Weit über 99 Prozent aller Araber sind in den vergangenen Tagen so aufregenden Beschäftigungen nachgegangen wie der Arbeit, dem Schulbesuch oder dem kochen mehr oder weniger gelungener Mahlzeiten. Ihr Alltag unterschied sich kaum von dem Milliarden anderer Menschen. Eine kleine Gruppe aufgeputschter Fanatiker haben ihre Zeit jedoch anders verbracht: Sie stürmten wegen eines schlechten Films in dem der Prophet Mohammed karikiert wurde US-Botschaften und töteten mehrere Menschen. Mit Betroffenheit wurde Gewalt gerechtfertigt und erklärt. In der Süddeutschen Zeitung kommentierte Stefan Kornelius: „Es ist müßig hier nach Tätern und Opfern zu unterscheiden. Diesmal ging die Provokation von amerikanischen Extremisten aus, islamistische Fanatiker haben sie angenommen und nicht minder radikal zurückgezahlt.“ Ich hoffe für Kornelius, dass er nie den Unterschied zwischen durch einen schlechten Film erzeugter schlechten Laune und einem zerschlagenen Schädel am eigenen Leib wird erleben müssen.
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Kristofer Åström, Samstag, 15. September, 20.30 Uhr, Gleis 22, Münster