Masha Qrella, Sonntag, 3. Juni, 20.00 Uhr, Rotunde, Bochum
Der Ruhrpilot
Ruhrgebiet: Envio-Opferfonds fehlt Geld für PCB-Vergiftungs-Gutachten…Der Westen
NRW: SPD und Grüne in NRW setzen Koalitionsverhandlungen fort…Ruhr Nachrichten
NRW II: Neuer NRW-Landtag ist weiblicher und jünger…Welt
NRW III: Streit um Milliarde für WestLB…RP Online
Ruhrgebiet: Day of Song 2012 heute im gesamten Ruhrgebiet…Pottblog
Bochum: “Offenbarungseid” der Bochumer Politik beim Musikzentrum…Pottblog
Dortmund: Wiederholungswahl bringt Dortmunds Politik durcheinander…Der Westen
Duisburg: Interview mit dem Duisburger OB-Kandidaten Michael Rubinstein…Xtranews
Duisburg II: Bisher 24.000 Briefwähler bei der OB-Wahl in Duisburg…Der Westen
Essen: Raucher als Kunstwerke…WAZ
Bloc Party – Vorabinfos zum neuen Album „Four“
Bloc Party werden zeitgleich zum neuen Album „Four“ nach zweijähriger Bühnenabstinenz eine Reihe von Headline-Shows und Festivals in Europa und den USA spielen
Wie immer bei neuen Alben wird es die bewährte Mischung von viel altem mit ein wenig neuem Material geben. In Deutschland gibt es eine kleine Tour im November und vorab im Juli einen Auftritt beim Melt!
13.07.2012 Melt Festival (Ferropolis)
11.11.2012 Docks (Hamburg)
12.11.2012 Theaterhaus (Stuttgart)
13.11.2012 Eventwerk (Dresden)
15.11.2912 Tonhalle (München)
Vorgeschmack aufs neue Album Four mit nettem Studiotrailer der Bloc Party:
Jagd auf Shahin Najafi
Der Kölner Musiker Shahin Najafi lebt nach einem Mordaufruf des Großajatollahs von Teheran in Angst. Er soll den 10, Iman beleidigt haben. Er ist nur eines von vielen Opfern des mörderischen Regimes im Iran, das die Menschen im eigenen Land ebenso terrorisiert wie Systemgegner in der ganzen Welt, an der Atombombe baut und Israel offen mit der Vernichtung droht. Über den Geist dieses autoritären Regimes hat Matthias Küntzel auf Publikative einen Artikel veröffentlicht. Er charakterisiert das Regime im Iran zutreffend und zeigt Mut klaren Worten auf, warum die Morddrohung gegen Shahin Najafi Drohungen gegen uns alle sind:
Im Aufruf, Shahin Najafi zu töten, steckt das Ansinnen, die Freiheit allgemein zu töten. Demgegenüber heißt Shahin zu verteidigen, die Freiheit überall zu verteidigen.
Bis auf Günter Wallraff hat sich bislang kaum jemand in Deutschland zu dem Thema öffentlich geäussert.
Wallraff sagte dem Deutschlandradio:
Ich meine, in Deutschland ist leider, leider Solidarität insgesamt, besonders wenn sie mit ein bisschen Mut zusammenhängt, nicht gerade überentwickelt. Hier herrscht in vielem Gratisangst und es sind doch wenige, die von sich aus sich da bekennen – vielleicht auch aus falscher Zurückhaltung, weil sie meinen, es ginge hier um religiöse Gefühle.
Eine Debatte darüber, wie man mit einem Regime wie dem Iran verfahren soll, dass uns mit dieser Morddrohung nicht weniger als eine Kriegserklärung gesandt hat, findet nicht statt. Stattdessen fordern immer wieder verschiedene Gruppen eine Ende der Sanktionen gegen das Regime in Teheran oder Reisen zum Händchenhalten mit dem Diktator in das Land.
Envio-Opferfonds, Verkehrte Wald und Ben Redelings – Bodo im Juni
Die neue Ausgabe des Straßenmagazins Bodo ist ab heute zu haben. Die Bodo-Redaktion hat uns schon einmal verraten was die Käufer alles erwartet:
Unter dem Titel „Verkehrte Wald“ wecken am 23. und 24. Juni Kunst- und Kulturschaffende den Rechener Park im Bochumer Ehrenfeld aus dem Dornröschenschlaf. Die Redaktion spricht mit den Initiatoren über städtisches Bewusstsein und soziale Nachhaltigkeit.
Nach Meisterschaft (Dortmund) und Klassenerhalt (Bochum) und pünktlich zur EM trifft bodo den Bochumer Autor und Fußballverrückten Ben Redelings und plaudert über über Fußballbücher, Nachwuchs und Angar Brinkmann.
Im Anschluss an den Besuch bei einem „Science Slam“ im Jazzclub Domicil geht es zum Ausgleich an die Emscher: „Am Ballermann vom Emschertal“ ist eine Reportage über „Günni“, den, Zitat: „Pommesbudenrebell von Castrop-Rauxel“.
Im Dortmunder Norden startet am 15. Juni „Crashtest Nordstadt“, ein Außenprojekt des
Scumbucket
Scumbucket, Samstag, 2. Juni, 20.00 Uhr, Underground, Köln
Der Ruhrpilot
Bochum: Konzertstiftung schweigt zum Stichtag…WAZ
Bochum II: Ein Bärendienst…WAZ
NRW: Röttgen verzichtet auf Landtagsmandat…Ahlener Zeitung
NRW II: Remmel fasst Positionen zum Flächenschutz zusammen..Agrar Online
NRW III: Carina Gödecke ist neue NRW Landtagspräsidentin…Radio Bochum
Ruhrgebiet: Day of Song – 50 000 Sänger wollen die Stimme erheben…WZ
Dortmund: Stunde der Wahrheit für den Flughafen naht…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Katzensteuer und Licht aus…WAZ
Essen: Stadt droht Millionen-Verlust durch Glückspiel-Verordnung…WAZ
Debatte: Verharmlosen und Vertuschen…Reflexion
Debatte II: Beschämendes Schweigen…Publikative
Alte Einsichten, neu verklebt. Dem Montagearbeiter Günter Wallraff gewidmet
Die Wahrheiten des Enthüllungsreporters Wallraff oder Wie dokumentarisch ist die Vorspiegelung richtiger Tatsachen?
Schon einmal, Mitte/Ende der sechziger Jahre, war Schluss mit dem Glauben an ewigwährendes Wirtschaftswachstumswunder. Ökonomische Krise, (wilde) Streiks, Entlassungen: Die soziale Marktwirtschaft zeigte auch öffentlich ihre asoziale Seite.
Die Intellektuellen wollten nach den Reparaturen und Umbauten der Nachkriegszeit endlich wieder öffentlich darüber diskutieren, ob es nicht noch ein anderes, ein demokratischeres Deutschland als das der Adenauer Zeit geben könnte. Man organisierte sich. Ab ’68 probten die Studenten den Aufstand, Autorinnen und Autoren schlossen sich ’69 im Verband deutscher Schriftsteller (VS) zusammen. Auch die Literaten wollten endlich schnell und radikal Gesellschaft verändern. (Im Kursbuch 15 wurde angeblich gar der „Tod der Literatur“ ausgerufen, obwohl sich Enzensberger wohl eher darüber lustig machte.)
Der Stachel im Fleisch der Weltverschwörung

Es gibt viel Schwachsinn im Internet. Jeder kann verbreiten, was ihm gerade so einfällt. Die unglaubliche Fülle an Blogs, Websites und Nachrichtendiensten aber schadet der Übersichtlichkeit – ein perfektes Milieu für allerlei Schummeriges. Esoterik, Wahrheitsbewegung, Pseudowissenschaften: Für jede noch so randständige und irrationale Meinung gibt es eine Nische. Damit können beliebige Behauptungen, etwa die beliebte „Weltverschwörung“ durch Logen, Gehiemzirkel etc. mit allerhand „Fakten“ unterfüttert werden.
Es ist die Mischung aus Halbwissen und Unüberprüfbarkeit, die diese Inhalte zum Teil gefährlich macht. Mit ihnen werden oft nationalistische, rassistische und antisemitische Ressentiments bedient, es werden Gerüchte verbreitet, die Menschen vorgaukeln, in einer Scheinwelt zu leben, in der nichts ist, wie es scheint. Doch unbehelligt passiert auch das nicht: Die Website „Esowatch.com“ nimmt sich der Sache an. Unter dem Motto „Das Wiki der irrationalen Überzeugungssysteme“ bietet die Seite Analysen, erläutert Zusammenhänge, Hintergründe und deckt so manches auf, was selbsterklärte „Wissenschaftler“ als Scharlatane entlarvt. Zeit für eine Würdigung.
NRW: Ein Christdemokrat und ein Linker beraten die Piraten im Landtag

Die Landtagsfraktion der Piraten sucht Mitarbeiter – das Parteibuch spielt dabei keine Rolle.
Die Landtagsfraktion der Piraten in NRW kann nicht auf vorhandene Strukturen oder Erfahrungen zurückgreifen – ein Problem, das den Abgeordneten bewusst ist und dass sie auf aussergewöhnliche Weise zu lösen versuchen: Sie greifen auf ehemalige Mitarbeiter anderer Fraktionen zurück. Bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern wird die Piratenfraktion von Björn Luxat, einem ehemaligen Mitarbeiter des nicht wiedergewählten CDU-Abgeordneten Stefan Wiedow und Felix Oekentorp, einem ehemaligen Mitarbeiter der aus dem Landtag ausgeschiedenen Fraktion der Linkspartei unterstützt. Auch der ehemalige Justiziar der Linkspartei arbeitet nun für die Piraten. Zudem bestehen Kontakte zu weiteren ehemaligen Mitarbeitern anderer Fraktionen – wollen sie für die Piraten arbeiten, können sie ihre Parteibücher behalten. Ein gewaltiger Vertrauensvorschuss. Monika Pieper, die Parlamentarische Fraktionsgeschäftsführerin der Piraten: „Uns kommt es auf die Qualifikation an, nicht auf das Parteibuch. Wenn die beiden ihre Aufgaben gut erfüllen, können sie bei uns bleiben.“ Dass es bei der Besetzung von Stellen um die Qualifikation und nicht um das Parteibuch geht, sagt jeder Politiker, nur die Piraten setzen dies auch um.