Wie ich das „Versprechen des Lebens – in deinem Herzen“ fand. Oder: wie „das beste brasilianische Lied aller Zeiten“ zu den Ruhrbaronen kam. Von unserem Gastautor Andreas Lichte.
Gehört habe ich „Águas de Março“ von Antonio Carlos Jobim zuerst in der Französischen Fassung „Les Eaux De Mars“ von Stacey Kent, Text von Georges Moustaki. Verstanden habe ich nicht viel – mein Französisch … Leser der Ruhrbarone haben es da besser, denn hier gibt es das Stacey Kent Video mit Untertiteln.
„Ist das einfach nur gute Laune? Oder mehr? Mal das Original anhören …“:
Águas de Março – Elis Regina & Tom Jobim
„Wow! Das sind ja die perfekten 4 Minuten!“
„Águas de Março“ bedeutet „Wasser des März“. Da sich Brasilien auf der Südhalbkugel befindet, ist „März“: Herbst, Regensturm und Ende. Das Lied erzählt keine Geschichte, sondern zeigt eine Folge von Bildern als Collage. Fast jeder Satz fängt an mit: „É …“ – „Es ist …“. Impression reiht sich an Impression: Regenbäche laufen den Rinnstein hinab und reissen Dinge wie Stöcke, Steine, Glasscherben mit sich – Wasser als „Versprechen des Lebens“, als positive Vision. Wer – wie ich – kein Portugiesisch spricht, bekommt hier einen Vergleich der portugiesischen und englischen Fassung.
Ich finde den Text grossartig. Ist er eine „Extended Version“ eines Haiku?






