Der Ruhrpilot

Envio: DGB und IHK gehen auf Distanz…Ruhr Nachrichten

JMStV: Kleiner Parteitag der Grünen in NRW entscheidet heute…Pottblog

JMStV II: Überlick zum JMStV…Pixelscheucher

Ruhr2010: Nachdenkliches Ende…Der Westen

Ruhrgebiet: CDU  droht ein Machtkampf…Der Westen

Ruhrgebiet II: Schöner schrumpfen…Welt

Dortmund: „Es ist ein Spagat“…Der Westen

Gelsenkirchen: Leiche fehlt…Gelsenkirchen Blog

DGB: Tausende demonstrierten…Ruhr Nachrichten

BGH: Links können Urheberrecht verletzen…Netzpolitik

Umland: Hotel Claassen revisited…Zoom

Der Landarzt

Wirklich beeindruckend:

[youtube W0j-8PLSavA]

[youtube Ta6Se9GNpt4&feature=related]

Werbung


Dieter Gorny nun in der SPD-Medienkommission

Dieter Gorny

Dieter Gorny ist jetzt auch Mitglied der SPD-Medienkommission. Wir gratulieren.

Dieter Gorny wird bundesweit eine immer größere Nummer. Für die CDU sitzt er als Sachverständiger  in der Internet Enquete-Kommission des Bundestages. Die SPD hat ihn nun in ihre Medienkommssion berufen.

Der Vorsitzende der Medienkommission beim SPD-Parteivorstand, Marc Jan Eumann, ist glücklich:

Wir freuen uns sehr über die Mitarbeit von Dieter Gorny in der Medienkommission. Mit Dieter Gorny hat die Medienkommission einen Berater und Experten aus der Kreativwirtschaft gewinnen können, der der Kommission wichtige Impulse für die Arbeit bei den Themen Content, Medien und Digitalisierung geben wird.

Gorny und Eumann haben, was das Internet angeht, vieles gemeinsam. Sie stehen ihm eher skeptisch gegenüber. Eumann tritt als Staatsekretär für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien in NRW für die Zustimmung des Landes zum Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV) ein. Gorny will in Deutschland die Three-Strikes-Regel einführen. Dreimal raubkopiert und weg vom Netz.

Nun ist es nur noch eine Frage von Stunden, bis Gorny auch FDP, Grüne und Linkspartei beraten wird. Ohne diesen Experten scheint in diesem Land ja nichts zu funktionieren.  Blöd nur, dass Gornys  Projekte bei der Kulturhauptstadt floppten und sein European Center für Creative Economy (ECCE) den Steuerzahler noch teuer zu stehen kommen wird.

Die EstNische (6): Lauter Gefahren*

Ich lebe gefährlich in der Stadt an der See. Ich leuchte nicht, wenn es dunkel wird. An mir baumelt keine Reflektorscheibe. Dabei ist das Pflicht. Ich haste durch die Straßen, drücke mich in Hauseingänge, bleibe am liebsten gleich zuhause aus Angst vor der Patrouille. Was, wenn ich auffliege?

„Junger Mann, wo haben wir denn unseren Reflektor gelassen?“ – „Hab keinen, Herr Wachtmeister“ – „So könnenwirse aber nich frei herumlaufen lassen, dann kommense gleich mit aufs Revier!“

Und das auf Estnisch. Eine Erfahrung, die ich nicht unbedingt machen möchte.

Das gilt auch fürs Häuser fotografieren. Hatte neulich diesen Einfall, den verfallenden Holzhäusern Estlands ein Denkmal zu setzen. Am besten mit Plattenkamera. Zum Sonnenaufgang vor das Haus stellen, vorher Probeaufnahmen, Belichtungsmesser, dann nur noch den richtigen Tag abpassen mit wolkenverhangenem konturlosen Himmel. Becher reloaded im Osten. Problem – woher weiß ich, dass die Häuser wirklich unbewohnt sind und nicht plötzlich ein kurzhaariger Angehöriger einer nationalen Minderheit meine Arbeit auffällt. Was, wenn er Dima heißt oder Wladi oder Serg. Oder sein Boss. Oder der Boss seines Bosses?

Im Ausland lauern Gefahren an jeder Ecke. Zum Beispiel Esten zu sagen, das sie nicht Singen können. Dass es sich zumindest nicht so schön anhört. In unseren Ohren. Esten würden das nicht verstehen. Sie haben die „Singende Revolution“ gemacht. Haben die Sowjetrussen aus ihrem Land vertrieben, friedlich, mit Menschenketten, mit Kumbaya und dem Songfestival im Olympiastadion von 1980. Hunderttausende stimmten die Nationalhymne an. Eine rührend schöne Geschichte – das Problem: die Musik, die mir im Radio oder Fernsehen begegnet. Coverbands, die uralte internationale Hits nachspielen mit schlecht gestimmten, mies gespielten Instrumentalteilen und knödelig rausgepresstem Gebrüll.

Ich denke dann, die Esten können besser kochen als singen. Wir saßen in diesem fensterlosen Dorfkrug im Nationalpark. Wir waren die einzigen Gäste, blieben lange sitzen. Die junge Kellnerin hinter der Theke trug Tracht, surfte im Internet und ließ dazu einen Mix estnischer Lieder auf uns los, der unglaublich war. Betrunkene Volkssänger am Schifferklavier waren die Höhepunkte, der Rest klang wie Tony Marschall.

Wir hatten schon Mittags dort gegessen, weit und breit gibt es keinen anderen Gasthof. Wir aßen ausgezeichnete Fischsuppe, Pfannkuchen, Himbeerkonfiture und in Ei ausgebackene Heeringsfilets mit Stampfkartoffeln und ließen dazu krachschlechte Folks-, Schlager- und Popmusik über uns ergehen. Die Frau hinter der Theke blieb ungerührt, sie muss schwerhölrig sein oder die Musik springt nur per Bewegungsmelder an, wenn sich Wanderer dem Lokal nähern. Trotzdem ein entsetzlicher Arbeitsplatz.

Horst Köhler war hier mal zu Besuch in dem Dorfkrug von Altja. Das Foto (bundespraesident.de) zeigt ihn zusammen mit dem estnischen Ex-Ministerpräsidenten, sie haben im Dauerregen die Mittsommernacht gefeiert. Köhler hatte wieder diese weit aufgerissenen Augen, als ob er vor irgendetwas Angst hatte. Neben der Theke hängt einer dieser übergroßen Hüte, die der aus dem Amt geschiedenen Bundespräsident gerne auf dem Kopf hatte. Vielleicht flüchtete er aus der Gastwirtschaft, ließ seinen Hut zurück, nur um dieser Musik zu entkommen.

Vielleicht war es auch mit der „Singenden Revolution“ ganz anders. Wieder Altja, 1987, Esten feiern die Mittsommernacht am Lagerfeuer, es regnet, sie wollen die Unabhängigkeit, in Russland herrscht Tauwetter. Sie schweigen. Dann sagt einer: „Vielleicht können wir singen!?“ – „Singen? Weshalb Singen? Wir können doch gar nicht singen“, grummelt es im Chor der Unabhängigkeitsbewegung.

„Eben.“

* 2010, Ruhrgebiet ist fast vorüber. Das nächste Ding heisst Tallinn 2011, Geschichten von der See. Und ich bin dabei. Mit Geschichten von der See, der Stadt und diesem überhaupt ziemlich seltsamen Land am nordöstlichen Rande Europas.

Letzte Aufforderung: Heute Ruhrbarone-Printding-Party im Freibad

Das zweite Ruhrbarone Heft hat längst die Druckerei verlassen. Und heute feiern wir es.

Und zwar wieder im Freibad in Bochum, Clemensstr.2. Um 20.00 Uhr. Das Freibad liegt in der Nähe des Schauspielhauses, Anreiseprobleme werden als Entschuldigung für das Nitchtkommen nicht akzeptiert.  Es gibt eine U-Bahn Haltestelle in der Nähe. Und natürlich kann jeder kommen, der die Ruhrbarone öfter mal liest, sich ein Heft sichern will oder einfach nur einen guten Abend mit uns zusammen haben möchte.

Diesmal gibt es auch wirklich die Hefte und nicht nur, wie beim letzten Mal, die Druckfahnen. Wir haben gelernt. Wir freuen uns auf Euch.

Werbung


20 Jahre KKC

Das KKC auf dem Essener Campus der Uni Duisburg-Essen feiert seinen 20 Geburtstag.

Im November 1990 griff sich der AStA der damaligen Uni-Essen die alte, heruntergerkommene „Bierschwemme“ und machte aus ihr einen Studentenclub. Während des Studentenstreiks kurz darauf konnte der Dauerhafte Bestand erreicht werden. Die anderen Forderungen wie die nach mehr Progfessoren etc. konnten nicht durchgesetzt werden.

Ziemlich schnell wurde das KKC in den folgenden Monaten zu einem der Ankerpunkte des damals noch trostloseren Essener Nachtlebens. Als Studentenclub kannte das KKC keine Sperrstunde – hier gab es manchmal auch noch ein Bier nach vier. Und natürlich Konzerte, Lesungen, Partys und Kleinkunst. Und heute feiert das KKC 20 Jahre. Mit einer Party und in den nächsten Wochen mit einer kleinen Ausstellung. Wir gratulieren.

Boris Gott

[youtube qwh3KMF3TWk]

Boris Gott – Präsentation der neuen CD, Samstag, 13. November, 20.00 Uhr, FZW, Dortmund

Der Ruhrpilot

Blogs: Vierte Runde im Tortenprozess…Bo Alternativ

Debatte: Der diktatorische Anspruch der Parlaments-Verächter…Welt

NRW: Nochmals 13 Prozent mehr Autoverkehr…RP Online

Verkehr: NRW-Projekte sind lukrativer als Stuttgart 21…Der Westen

Bochum: 200 Opelaner sollen nach Rüsselsheim…Ruhr Nachrichten

Bochum II: Mike Huckaby im Funkloch…Kochplattenteller

Dortmund: Thilo Sarrazin kommt zur Lesung – Demo angemeldet…Ruhr Nachrichten

Dortmund II: Die Clubs „Ruby“ und „View“ öffnen im U-Turm…Ruhr Nachrichten

Essen: Die Zukunft nach der Innovation-City-Niederlage…Der Westen

Umland: Schnee in Winterberg…Zoom

IT: Jens testet Windows-Handy…Pottblog

Gesundheit: Die komische Eso-Petition…Netzpolitik