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Die Polizei – ein paar persönliche Worte

Polizeisperre in Dortmund

Es wird ja wieder viel über die Polizei ™ gesprochen. Einige, unter meinen Facebookfreunden wenige, nutzen die Polizei und somit die Polizisten als Projektionsfläche für alles, was sie am Staat hassen. Das kann man machen. Es widerspricht nur der Empirie, und sicherlich auch, weil es der Empirie entspricht, dem Erleben der Mehrheit der Bürger.

Der Polizist, der den Autounfall aufnimmt, der Polizist, der hilft, wenn man Opfer eines Raubes, Diebstahls, Einbruchs geworden ist, auch sie alle sind Polizisten. Sie sind meist beliebt. Bei Demonstrationen sichern Polizisten demokratische Rechte, sowohl die der Demonstrierenden wie der Gegendemonstranten, als auch der Presse. Ja, manchmal versagen sie dabei, und ja, es ist richtig, darüber zu berichten. Weiterlesen

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Cartoons ohne Bilder #16

Ein Vorgarten voller Deutschlandfahnen, Putten, Springbrunnen, Kiesbeete und Gartenzwerge. Drumherum ein Jägerzaun mit Stacheldraht. In einem Liegestuhl ein dicker Mann im Unterhemd mit Bierflasche.
Denkblase über dem Gartenbesitzer: „Wenn ich den Zaun nicht hätte, würden die Ausländer alle zu mir reinkommen wollen.“

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Gedicht „Avenidas“: Die Trennlinie verläuft zwischen modern und postmodern

Wandmalerei,“avenidas“ von Eugen Gomringer, Alice-Salomon-Hochschule Foto: OTFW Lizenz: CC BY 2.0


In der Debatte um das Gedicht „Avenidas“ prallen zwei Sichtweisen aufeinander: Die postmoderne Tradition der Viktimisierung sowie die der Aufklärung und Moderne. Dass die Verfechter der letzteren sich so zahlreich zu Wort meldeten, ist ein Hoffnungsschimmer. Von unseren Gastautoren Helen und Marcus Knauf.

In den Printmedien und sozialen Netzwerken wurde die Entscheidung des Akademischen Senats der Alice-Salomon-Hochschule (ASH), das an der hiesigen Fassade angebrachte Gedicht „Avenidas“ des Dichters Eugen Gomringer übermalen zu lassen, überwiegend kritisiert: „Erschreckender Akt der Kulturbarbarei“ (Staatsministerin Monika Grütters) oder „Berliner Alice-Solomon-Hochschule ist ein Hort der #Unfreiheit“ (FDP Generalsekretärin Nicola Beer) waren zwei der zahlreichen Reaktionen. Ein Zeitungsbeitragcharakterisierte den Streit um „Avenidas“ im Januar sogar als „bürgerkriegsähnlich“. 1

In einem Spiegel-Interview sagte Eugen Gomringer, dass sein Gedicht zukünftig an einer Hauswand in Bielefeld zu sehen sein werde. An unserer Wand. Er lenkte damit einen Teil des Medieninteresses auf unser Angebot, dem Gedicht an unserer Hauswand eine neue Heimat zu geben. Wir waren damit ungewollt von unbeteiligten Beobachtern und Admiradores des Gedichts zu öffentlichen Akteuren im Diskurs über „Avenidas“ geworden. Dadurch bekamen wir zahlreiche Reaktionen von Freunden, Bekannten und Nachbarn und damit einen Einblick, wie über „Avenidas“ auch außerhalb der oft aufgeheizten Diskussion in den Sozialen Medien gedacht wurde: Mit Unverständnis für die Berliner Entscheidung und Freude darüber, dass das Gedicht zukünftig dauerhaft in Bielefeld zu sehen sein wird.

Mittlerweile steht das Gedicht auf unserer Hauswand. Zwischen Bäumen und Blumen zaubert es eine wunderbare Stimmung in die Stadtlandschaft: „avenidas / avenidas y flores / flores / flores y mujeres / avenidas / avenidas y mujeres / avenidas y flores y mujeres y / un admirador“ zu Deutsch: „Alleen, Alleen und Blumen, Blumen, Blumen und Frauen, Alleen, Alleen und Frauen, Alleen und Blumen und Frauen und ein Bewunderer“. Der heute 93-jährige Dichter Weiterlesen

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Der Ruhrpilot

Braunkohletagebau Bergheim Foto: Alexander Orth Lizenz: Gemeinfrei


NRW: 
Polizisten im Hambacher Forst mit Steinen beworfen…FAZ
NRW: Was macht eigentlich Friedrich Merz?…RP Online
NRW: „NRW nimmt in Kauf, dass man sich vor Gericht weiter blamiert“…Welt
NRW: Dortmunder Bühne zu bestem Theater in NRW gewählt…Saarbrücker Zeitung 
Debatte: Warum Skandale AfD-Anhänger kaum beeindrucken…Welt
Debatte: Aber bitte mit Soda…Schlaglichter 
Debatte: Geisteswissenschaften müssen wieder mehr erzählen…NZZ
Debatte: Kleinvieh macht Mist…Novo
Debatte: Mein Körper ist kein Ersatzteillager…FAZ
Debatte: Olaf Scholz führt die falsche Diskussion…Cicero
Ruhrgebiet: Familienunternehmer investieren in Digitalpioniere…Handelsblatt
Ruhrgebiet: Wie geht’s euch eigentlich?…Süddeutsche
Ruhrgebiet: Der Milliarden-Flop mit der Metro…FAZ
Bochum: Verantwortung für Bildungsweg liegt vor allem bei den Eltern…WAZ
Bochum: X-Vision präsentiert Integrations-Projekt…Bo Alternativ
Bochum: Wenn Büdchen zu Bühnen werden …WAZ
Dortmund: Großartiges Straßentheater mit Künstlern aus zwölf Ländern…RN
Dortmund: So war´s an der Bude…Dortmund24
Duisburg: Ex-Brauerei-Chef Leo König im Alter von 93 Jahren gestorben…WAZ
Duisburg: „Anner Bude“ ist auch in Duisburg ein Stück Heimat…WAZ
Essen: SPD kürt ihren Oberbürgermeister-Kandidaten Anfang 2019…WAZ

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Ruhrtriennale in der Dortmunder Nordstadt: „Realness“ im Problemviertel

Nordstadt Phantasien von Schorsch Kamerun bei der Ruhrtriennale in Dortmund - Credit: Christoph Sebastian

Schorsch Kamerun während der Ruhrtriennale in der Dortmunder Nordstadt / Credit: Peter Hesse

Die „Nordstadt Phantasien“ erzählen bei der Ruhrtriennale eine verstörende Geschichte von Gentrifizierung. Mit viel Durcheinander und der Verquickung von Künstlichkeit und Realität entsteht so ein großes Stück Kunst: Schorsch Kamerun ist ein Zwitter aus unendlichem Fluxus-Happening gelungen, welches mit einer Sozialreportage vereinigt worden ist.

Wenn Schorsch Kamerun früher nach Dortmund kam, spielte er mit seiner Band „Die Goldenen Zitronen“ meist im alten FZW am Neuen Graben. Mitte der 1980er Jahre hatte sich seine Band dem Fun-Punk verschrieben und in Dortmund kamen damals viele Skinheads zu den Konzerten der Zitronen. Einer der bekanntesten Dortmunder Skins war damals Sir Hannes, Sänger von The Idiots. „Edeka“ ist einer der wichtigsten Songs der Idiots – ein dreiminütiger Weiterlesen

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Ruhrbarone-Ausflugstipp: Ein spektakuläres Farbenmeer im Kreis Recklinghausen

Foto(s): Robin Patzwaldt

Die ungewöhnliche Schönheit der Westruper Heide am Stadtrand von Haltern im Kreis Recklinghausen habe ich hier im Rahmen der Ruhrbarone-Ausflugstipp in den letzten Jahren schon häufiger einmal kurz angesprochen. Einige Stammleser werden sich vielleicht daran erinnern können.

Die für diese Region des Landes eher ungewöhnliche Heide-Landschaft hat tatsächlich in jeder Jahreszeit ihren ganz speziellen Reiz. Egal ob im Frühling, im Sommer, im Herbst oder im Winter, dort gibt es immer viel zu sehen und zu entdecken.

Am attraktivsten ist die Heide natürlich während der kurzen Blütezeit, die stets zwischen August und September stattfindet. Genau aus diesem Grund bin ich am heutigen Sonntag dann auch einmal wieder dort hingefahren, ich wollte mich einmal wierder an den schönen Blüten in Haltern erfreuen.

Durch den in diesem Jahr ungewöhnlich langen und trockenen Sommer wurde ich, was den Blütenreichtum angeht, am heutigen Sonntag jedoch arg enttäuscht. Die Trockenheit forderte offenkundig von den Pflanzen ihren Tribut.

Der Farbenpracht der Landschaft insgesamt hat das jedoch keinerlei Abbruch getan, wie die Fotos, die ich von dort für unsere Leserschaft mitgebracht habe, zeigen. Ganz im Gegenteil. Noch nie habe ich die Westruper Heide so bunt gesehen wie in diesen Tagen… Weiterlesen

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Mülheimer OB spricht auf Video

Mülheims Oberbürgermeister Ulrich Scholten (SPD) steht unter Druck. Aus seiner eigenen Partei gibt es Vorwürfe gegen ihn, bei Spesenabrechnungen nicht korrekt gehandelt zu haben. Am Ende geht es um ein paar Flaschen Wein, aber der wirkliche Hintergrund ist wohl ein parteiinterner Streit.Wie die ganze Sache am Ende ausgeht, ist immer noch offen. Heute hat sich Scholten zu einem aussergewöhnlichen Schritt durchgerungen: Er wendet sich mit eine Video an die Bürger. In dieser Form hat es das im Ruhrgebiet aus einem solchen Anlass noch nicht gegeben.

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Der Ruhrpilot

Adil Demirci Foto: Privat


NRW: 
Erdogans Kölner Geisel…Welt
NRW: Gewalt gegen Polizisten im Hambacher Forst…DLF
NRW: Verhüllung des Gesichts vor Gericht soll untersagt werden…Welt
Debatte: 
In der SPD wächst die Nervosität…Welt
Debatte: Glaubwürdigkeit zwischen Eins und Null…FAZ
Debatte: Wie schlecht ist die Deutsche Bahn?…NZZ
Debatte: Sternzeichen Schneeflocke…Cicero
Debatte: Nehmt die Sache in die Hand!…Zeit
Debatte: „Das ist sozialer Sprengstoff“…FAZ
Debatte: „Die CDU will nur noch mehr Arbeitskraft enteignen“…Welt
Debatte: „Brutale Realität“…Jungle World
Ruhrtriennale: Yoga für die Zugezogenen…taz
Ruhrtriennale: Ruhrgebiet pur an der „Ballerbude“…Stimberg Zeitung
Ruhrgebiet: Kassierte ein weiterer Betriebsrat zu viel von der Ruhrbahn?…WAZ
Bochum: Sami A. – „So sieht niemand aus, der gefoltert wurde!“…Bild
Bochum: Bochum benötigt dringend Wohnungen, doch Bauland ist knapp…WAZ
Dortmund: „Ohne sie wäre der Boom gar nicht denkbar“…RN
Dortmund: „draußen“ – Filmporträt von vier Obdachlosen…Nordstadtblogger
Duisburg: Jüdischer Friedhof – Ein Archiv der Geschichte…WAZ 
Essen: Mit den Borbecker Nachrichten endet eine Zeitungslegende…WAZ

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