Fußball zum Gähnen, Punkte zum Feiern – das ist der FC Schalke 04 2025/26

So hoch her wie hier ging es auf Schalke am Freitag nur selten. Foto: Michael Kamps

Schalke ist wieder da! Nach dem 1:0 gegen Darmstadt 98 stehen die Königsblauen mit 24 Punkten aus zehn Spielen ganz oben in der 2. Liga. Tabellenführer! Zumindest bis am Samstagmittag Elversberg in Bielefeld spielt. Und klar, das sorgt auf Schalke für gute Laune – endlich mal wieder.

Nach all den Jahren zwischen Absturz, Chaos und Zweitliga-Graupenkick fühlt sich dieser Blick von oben verdammt gut an. Auch Fußballromantiker außerhalb des Ruhrgebiets dürften sich freuen. Schließlich gehört ein Klub wie Schalke doch irgendwie in die Bundesliga, oder?

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Bald ist das Ruhrgebiet wirklich die grünste Industrieregion der Welt

Feld in Datteln Foto: Laurin

In den vergangenen Wochen hat das Ruhrgebiet auf dem Weg zur, vom Regionalverband Ruhr propagierten, grünsten Industrieregion der Welt, große Schritte gemacht: Ineos erwägt weitere Werksschließungen im Ruhrgebiet, Evonik will sich aus dem Chemiepark Marl zurückziehen, BP sich von seiner Raffinerie in Gelsenkirchen trennen und Thyssenkrupp hat einen Hochofen in Duisburg stillgelegt. Von der Ansiedlung dreier KI-Gigafactorys, dem Bau neuer Reaktoren oder der Errichtung eines Biotech-

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Migrationspolitik ohne Scheuklappen

Refugess welcome, Foto: Ulrike Märkel


Der Streit ums „Stadtbild“ zeigt: Eine große Mehrheit will kein Weiter-So bei der massenhaften Zuwanderung von Prolem-Jungmännern aus Arabien. Afghanistan und Nordafrika. Es ist allerdings eine Illusion, dies ließe sich über Nacht ändern. Zeit für eine ehrlichere Debatte.

Wer die heftige Diskussion über die Bemerkung der Kanzlers zum „Problem im Stadtbild“ verfolgt hat, konnte den Eindruck gewinnen, das Land sei in der Dauerdebatte über die Herausforderungen einer Einwanderungsgesellschaft kaum weiter gekommen. Hier die einen, die Merz sofort vorwarfen, er sei Rassist, stelle Migranten unter Generalverdacht und fördere die AfD. Dort die anderen, die glauben, durch Massenabschiebungen alle Probleme beseitigen zu können. Und doch gibt es Lernfortschritte. Migration ist eine nicht zu verhindernde, aber zu gestaltende Realität. Das sehen inzwischen viele so. Sie hat Schattenseiten, die nicht länger zu leugnen sind. Dazu gehört die starke Unsicherheit im öffentlichen Raum. Merz hat hier einen Nerv getroffen. Selbst Grüne und Sozialdemokraten stimmten ihm bei. Im Politbarometer stellten sich fast Zweidrittel der Bürger hinter ihn.

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Die Zahl der Straftaten mit Schusswaffen in NRW steigt deutlich

Markierungen von Patronenhülsen der Polizei in Duisburg nach einer Clanschießerei Foto: Laurin

In Nordrhein-Westfalen kommen bei immer mehr Straftaten Schusswaffen zum Einsatz. Das geht aus aktuellen Zahlen des Landeskriminalamts (LKA) hervor, die der Neuen Westfälischen vorliegen. Demnach registrierten die Kreispolizeibehörden im Jahr 2024 insgesamt 8.372 Fälle, bei denen mit einer Schusswaffe geschossen, gedroht oder sie mitgeführt wurde. Zum Vergleich: 2020 waren es rund 6.700, 2015 etwa 4.500 Fälle.

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Der Ruhrpilot

Chemiepark in Marl (Symbolbild) Foto: Nordenfan Lizenz: CC BY-SA 4.0


Ruhrgebiet:
Chemiekonzern Ineos erwägt weitere Werksschließung im Ruhrgebiet(€)…WAZ
NRW: Für RWE könnte Braunkohle-Ausstieg teurer werden(€)…WAZ
NRW: Städte fordern mehr Unterstützung für Brennpunkte…t-online

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Fast 2800 NRW-Beamte sind dauerhaft erkrankt

Gebäude des NRW-Landtags in Düsseldorf
Landtag NRW Foto: Sebastian Weiermann


Langzeiterkrankungen im Landesdienst: Amtsärztliche Prüfungen oft nicht konsequent durchgeführt

In Nordrhein-Westfalen sind derzeit rund 2800 Landesbeamte seit mindestens sechs Monaten krankgeschrieben. Doch nur gut die Hälfte von ihnen – konkret 1552 Personen – wurde bislang einer amtsärztlichen Untersuchung unterzogen. Das geht aus einem Bericht des Innenministeriums hervor, den die FDP-Fraktion im Landtag angefordert hatte. Der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) lag das Dokument vorab vor.

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Hausdurchsuchung bei Norbert Bolz – ein unglaublicher Vorgang mit Signalwirkung und notwendigen Konsequenzen

Norbert Bolz in einer Phoenix-Talkshow Screenshot: Ruhrbarone


Der Vorgang an sich klingt wie aus einem schlechten Lehrbuch zur Erosion der Meinungsfreiheit: Bei Norbert Bolz, einem der bekanntesten Medienwissenschaftler des Landes, rückte am Donnerstag, 23. Oktober 2025, die Polizei an. Der Grund: Ein X-Post aus dem Januar 2024, in dem er ironisch auf eine (mittlerweile umgeänderte) Schlagzeile der taz reagiert hatte. Seine Formulierung „Deutschland erwache“ wurde nun zum Anlass für ein Ermittlungsverfahren wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (§ 86a StGB).

Dass ein ironischer Medienkommentar zu einem Durchsuchungsbeschluss führt, zeigt, wie verschoben die Maßstäbe inzwischen sind. Die Parole ist historisch zweifellos belastet – aber die Einordnung des Kontextes ist kein

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