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‚Sommerpause‘ in der Bundesliga? – Nicht mit dem FC Schalke 04!

War am Ende nicht wirklich erfolgreich in Gelsenkirchen: Roberto Di Matteo. Quelle: Wikipedia, Foto: Daniel Kraski, Lizenz: CC BY 2.0

War am Ende nicht wirklich erfolgreich in Gelsenkirchen: Roberto Di Matteo. Quelle: Wikipedia, Foto: Daniel Kraski, Lizenz: CC BY 2.0

Tja, so kann man sich täuschen. Da denkt man die Fußball-Bundesliga hat mit ihrem letzten Spieltag der Saison den vorläufigen Höhepunkt an Spannung und großen Emotionen erreicht, dass mit ihrem Ende auch die Fußball-Themen, zumindest bis auf die rund um die beim Pokalendspiel und die bei der Relegation beteiligten Teams, nun erst einmal deutlich weniger werden würden, das sprichwörtliche ‚Sommerloch‘ in Sachen Fußball mit großen Schritten nun naht, doch da hat man dann wohl offenbar mal wieder die Rechnung ohne den traditionell unruhigen FC Schalke 04 gemacht!
Der frisch gebackene Tabellensechste der abgelaufenen Spielzeit macht seinem Ruf als echte ‚Skandalnudel‘ der Fußballszene aktuell mal wieder alle Ehre, und trennte sich offenbar nur einen Tag nach Saisonende von seinem Trainer, liefert nun einmal mehr mit vielen aktuell noch laufenden Themen und Fragestellungen die die Grundfeste des Vereins zu erschüttern scheinen die thematische Steilvorlage für Fußballdeutschland die angedachte Sommerpause womöglich deutlich zu verkürzen.
Medienvertreter freuen sich darüber ganz offenkundig, die Fans in und um Gelsenkirchen sind offenbar aktuell aufgebrachter denn je und auch noch immer stinkwütend, was vor dem Hintergrund, dass man die Spielzeit einen Platz vor der Dortmunder Borussia beendete, wo aktuell allerdings eine Art Feierstimmung herrscht, für Außenstehende zunächst schon etwas verwundern mag.
Dort bei den ungeliebten Nachbarn geht der Trainer nach sieben Jahren nun ohne Groll, wird ihm sogar noch traurig und tränenreich hinterhergewunken. In Gelsenkirchen wird jedoch aktuell über die Zukunft des halben Vereins gestritten. So merkwürdig kann es im Fußball manchmal zugehen. Ist halt nicht immer alles rein logisch zu erklären.

 
OK, das am Sonntag durchsickerte, dass Roberto Di Matteo sein Amt als Cheftrainer in Gelsenkirchen vorzeitig räumen muss, kommt bei näherer Betrachtung vielleicht in der Sache gar nicht wirklich überraschend. Zu negativ war die sportliche Entwicklung zuletzt, zu chaotisch wirkten die letzten Auftritte der mit hohen Ambitionen zusammengestellten Mannschaft der ‚Knappen‘. Dass das Ganze dann ausgerechnet aber schon am Pfingstsonntag, nicht einmal volle 24 Stunden nach dem Ende des letzten Spiels, durchsickerte, das war dann aber schon ziemlich überraschend. Die auf Schalke zuletzt öffentlich angekündigte Saisonanalyse im internen Kreis kann daher wohl nicht allzu umfangreich und kontrovers diskutiert worden sein. Offenbar waren die Dinge schnell klar und einvernehmlich in aller Kürze analysiert. Zumindest in der Trainerfrage.

 
Oder war die rasche Trennung vom Trainerteam womöglich am Ende nur ein hektischer Versuch von Sportchef Horst Heldt mit der Trennung die eigene ‚Haut‘ noch einmal retten zu können, wie manch ein Beobachter vermutet? Mag auch sein. Ob dieses Manöver, wenn das denn wirklich die Intention des Sportchefs dabei gewesen sein sollte, dann am Ende auch tatsächlich so gelingen könnte, wäre aktuell noch nicht wirklich zu bewerten. Zu frisch sind die Entwicklungen.

 
Fakt ist jedenfalls, die Wahl von Di Matteo zum Nachfolger des ungeliebten Jens Keller hat sich bei den Königsblauen damit endgültig als ‚Rohrkrepierer‘ erwiesen. Der schon bei seiner Verpflichtung im Oktober von Kritikern ins Spiel gebrachte Aspekt, der Italiener passe weder von seiner Persönlichkeit, noch von der von ihm favorisierten Spieltaktik her, hier ins Revier, wo umgängliche arbeitertypen von vielen Fans bevorzugt werden, hat sich am Ende somit schon relativ kurzfristig bestätigt. Dumm nur, dass ausgerechnet Horst Heldt, offenbar diese Weitsicht im Herbst so eben noch nicht hatte.

 
Über all diese Dinge mag man nun diskutieren, sie Heldt auch vorwerfen. Ob er selber nun noch das Vertrauen der Verantwortlichen, sprich Clemens Tönnies, sowie der Fans wieder hinter sich versammeln kann? Das muss man vermutlich erst einmal abwarten. Viel wird davon abhängen was in den nächsten Wochen noch geschieht.
Aus Sicht des FC Schalke ist es jedenfalls fast schon etwas unpassend, dass nun offiziell erst einmal die lange rund dreimonatige Sommerpause ins Haus steht.

 
Was für die grundsätzlichen Planungen eigentlich günstig sein sollte, ist in Sachen Horst Heldt, welcher sich sicherlich möglichst rasch beweisen können sollte, wohl eher ein Nachteil. Je mehr Zeit seit Spielende vergehen wird, je mehr dürfte sich die Lage für Heldt nun wieder beruhigen. Zumal, wenn er erst einmal bei der Auswahl des neuen Trainers wird mitwirken dürfen, wonach es aktuell ja wohl aussieht. Wäre das so, dann muss man Heldt eben auch die womöglich letzte Patrone erst einmal zugestehen, hat der zuletzt ebenfalls kritisch hinterfragte Manager Sportvorstand für sich selber erst einmal wieder Zeit gewonnen, muss die Entwicklung im Herbst unter dem neuen Coach abgewartet werden. Wenn man sich aber von Vereinsseite aus auch von Heldt trennen will, dann müsste man es möglichst umgehend tun, noch bevor der neue Trainer ausgewählt werden wird. Das ist aktuell aber so noch völlig unklar…

 
Wenden wir uns daher nun vorab schon mal der möglichen Zukunft auf der Trainerposition zu, welche es nun von Vereinsseite aus, ob mit oder ohne Horst Heldt, möglichst kurzfristig zu klären gilt, damit der neue Übungsleiter die Saisonvorbereitung eben auch möglichst rasch in Angriff nehmen kann. Der Trainermarkt ist nämlich relativ üppig bestückt zur Zeit.
Und auch wenn die offizielle Vereinsbestätigung für die Trennung von Di Matteo noch immer nicht vorliegt, laufen doch längst die öffentlichen Diskussionen über seine Nachfolge. Und was für eine bizarr bunte Mischung von Kandidaten das ist, wenn man mal so den verschiedenen Überlegungen dazu folgt.

 
In Fan-Foren wird Jugend- und Nachwuchstrainer Norbert Elgert genannt, der der Vorstellung vieler Befürworter nach, zukünftig verstärkt den Nachwuchs in die erste Mannschaft integrieren könnte, zudem ein Vereinskenner ist. Aber auch Armin Veh, der bereits vor rund zwei Jahren ein ernsthafter Kandidat auf Schalke gewesen sein soll, zudem ein Freund von Horst Heldt ist, dürfte zu den realistischeren Nachfolgekandidaten gehören. In einer großen Online-Umfrage mit mehreren zehntausend Teilnehmern lag am Montag allerdings Stefan Effenberg mit über 30% der Stimmen deutlich vorne. Der ehemalige Schalker ‚Eurofighter‘ Marc Wilmots wird ebenfalls ernsthaft genannt, dürfte als belgischer Nationaltrainer aber vermutlich nur schwer zu bekommen sein, hat er doch vermutlich das Ziel EM 2016 mit seiner Auswahl vor Augen. Auch eine Rückkehr von Mirko Slomka wird von einigen Beobachtern und Fans erwogen.

 
Ins Spiel gebracht wurden aber auch bereits die am Ende wohl weniger ernsthaft erwogenen Kandidaten Jürgen Klopp und Otto Rehhagel. Wie grenzwertig Schalkes Außendarstellung in den Augen vieler zuletzt offenbar gewesen sein muss, sieht man an reinen ‚Comedy-Kandidaten‘ wie Maskottchen Erwin (beliebt bei den Fans), Marco Reus (weiß angeblich wie man ‚Punkte sammelt‘), und Silvia Neid (eine Frau wäre mal eine nette Abwechslung), wie sie vom Sportnachrichtensender SSNHD in die Debatte geworfen wurden.

 
Spannend ja auch die Frage, welchen Eindruck das aktuelle Durcheinander auf angedachte Neuverpflichtungen für die Mannschaft, so wie etwa auch Sami Khedira macht, der sich gerade in dieser Phase vermutlich entscheidende Gedanken darüber macht, wo er zukünftig seine sportliche Zukunft sieht. Wird er sich wirklich einem Verein anschließen, wo aktuell noch völlig unklar ist wie es im Herbst weitergehen soll?

 
Man sieht, die nächsten Tage werden spannend bleiben rund um den FC Schalke 04. Bleibt Horst Heldt im Amt? Wer wird neuer Trainer auf Schalke? Welche Kaderveränderungen werden kommen? Die Sommerpause dürfte rund um die Gelsenkirchener Fußballer am Ende vermutlich tatsächlich recht kurz ausfallen. Langeweile ist selbst zur Ferienzeit rund um S04 jedenfalls offenbar mal wieder ein totales Fremdwort.

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16 Kommentare zu “‚Sommerpause‘ in der Bundesliga? – Nicht mit dem FC Schalke 04!

  • #1
    thomas weigle

    Was würden wir eigentlich ohne S04 in der Sommerpause machen? Öde und inhaltslose Foren, Tage, die sich wie kalte Käsepizza ziehen. Von leerer Düsternis umflorte Abende. Danke S04

  • #2
    Klaus Lohmann

    Frage ist doch: Wer hat im Moment bei den "Knappen" überhaupt noch die passende Hose an? Wenn die WAZ diesmal richtig lag, war es doch anscheinend Aufsichtsrat-Chef Tönnies und nicht der eigentlich für sowas verantwortliche Vorstand Heldt, der die RDM-Entlassung am Sonntag vereinsintern verbreitete. Das riecht nicht gerade nach einheitlichen Entscheidungen, klaren Strukturen und gemeinsamen Zielen in der Führung.

    Und da ist es dann auch nicht verwunderlich, wenn beim BvB die gemeinsam getroffenen und gemeinsam kommunizierten Entscheidungen beklatscht werden.

  • #3
    thomas weigle

    Die Weihnachtskrise oder der Winter des Missvergnügens ist beim BVB doch recht bald in den Frühling übergegangen. Gut gelöst, kann man nicht anders sagen. Und falls in Schalke wider erwarten Ruhe einkehrt…, am Riederwald schepperts auch. 12 Jahre ziemliche Ruhe können einige wohl nicht aushalten., da in Frankfurt.

  • #4
    Klaus Lohmann

    @thomas weigle: Hui, ja, bei der SGE brennt ja anscheinend auch ein wenig mehr als nur ein Bäumchen. Das mit dem "hinter-Bruchhagens-Rücken-andere-Trainer-anquatschen" hab ich auch erst vorhin gehört. Kokelt das da bei euch schon länger oder ist das ganz frisch???

  • #5
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Thomas: War den ganzen Tag bisher unterwegs. Anscheinend darf man aktuell aber wirklich nicht das Haus verlassen, ohne das ein Trainer in der Buli entlassen wird bzw. seinen Rücktritt erklärt. Schon wild, was da aktuell abgeht. Ja, die Eintracht ist als Verein ja auch einer von der ganz ‘wilden Sorte’. Ich erinnere mich an mein 2 Jahre in Frankfurt in den 1990er-Jahren. Am Riederwald brannte auch damals immer schon der Baum. Allerdings war die Mannschaft damals noch deutlich besser besetzt, wäre 1992 ja auch um ein Haar Meister geworden. Ich erinnere mich ganz gut. 🙂

  • #6
    Tobias

    Di Matteo hat aus den letzten zehn Spielen zehn Punkte geholt, davon sieben Spiele gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte und mit Ergebnissen wie dem ziemlich glücklichen 1:0 gegen Paderborn. Dabei zeigte sich die Mannschaft desaströs eingestellt, ohne klare taktische Vorgaben oder erkennbaren Einsatz. Die Mannschaft zeigt also eine deutlich nach unten zeigende Tendenz (Tabellenplatz 10 wenn es nur nach der Rückrunde ginge). Besserung schien nicht in Sicht.

    In Dortmund ist das natürlich eine ganz andere Situation. Als Absteiger überwintert, um dann noch an den Europa League plätzen zu kratzen und im Pokalfinale zu stehen (Platz 5 der Rückrundentabelle). Dazu hat Klopp natürlich viel viel mehr Kredit bei den Fans, schließlich war er zu einem großen Teil am Erfolg der letzten Jahre beteiligt. Das sah man doch auch daran, wie Dortmunder Fans ihre Probleme der Hinrunde auf externe Faktoren schieben, Verletzungen, Schiedsrichter und einfach Pech.

    Di Matteo wurde geholt um es besser zu machen als Keller. Hat er nicht, weder nach Punkten (PPS 1,48 gegen 1,63) noch nach erkennbarer Taktik in der Mannschaft. Wenn hier wenigstens eine Entwicklung der Mannschaft erkennbar gewesen währe, hätten weniger Schalker ein Problem mit dem Trainer gehabt. Natürlich ist Horst Heldt jetzt auch sehr umstritten bei den Fans. Er holte Di Matteo und Spieler, die jetzt suspendiert wurden. Eine erkennbare Vorstellung von der Wunsch-Mannschaft ist auch nicht sichtbar, Hauptsache Bundesliga + AK, dann wird der Deal eingetütet. Problemstellen innerhalb des Team, wie ein zweiter RV werden seit langer Zeit von den Fans kritisiert. Tönnies ist dadran natürlich auch nicht unschuldig, nur sitzt sein Stuhl bedeutend fester als Heldts.

    Was also tun? Wieder einem rumgegurke über die ersten Spieltage zusehen um dann während der Saison unter mehr Zeitdruck einen neuen Trainer zu uns zu holen? Oder sich lieber jetzt intensiv damit beschäftigen, evtl. passende Spieler zum neuen Trainer verpflichten und ihm eine ganze Vorbereitung zum Start in die neue Saison zu geben?

    Persönlich hoffe ich ja auf Sascha Lewandowski als Trainer + einen neuen Sportvorstand der Lewandowski auch als Schild gegenüber den Medien zur Seite steht (Medialer Druck war ja, IIRC, einer der Rücktrittsgründe in Leverkusen). Junger Trainer aussem Pott, sehr erfolgreich bei Leverkusen wohl auch in der Lage ein Team zu formen und junge Spieler einzubinden.

  • #7
    Klaus Lohmann

    @Tobias: "Oder sich lieber jetzt intensiv damit beschäftigen, evtl. passende Spieler zum neuen Trainer verpflichten und ihm eine ganze Vorbereitung zum Start in die neue Saison zu geben? "

    Das zeigt doch, wie unprofessionell Heldt wirklich "arbeitet" – wer jetzt noch keinen Trainer (inkl. passendem Trainerstab) für die neue Saison fix hat, der braucht an "Neuaufbau" während der Sommerpause überhaupt nicht zu denken. Und wer nicht allerspätestens Ende April seine möglichen neuen Spieler auf dem Zettel hat, der darf höchstens noch auf die Transfermarkt-Resterampe und kann einem neuen Trainer schon garnicht dabei helfen, etwas Neues zu etablieren.

    Überdies labert Heldt sowieso Bullshit, wenn er einerseits die Altprofis beschwört und auf den – ja auch erfolgreichen – Nachwuchs setzt, andererseits aber sofort bereit ist, einem neuen Trainer nach dessen Wünschen eine halbe neue Mannschaft zuzukaufen.

    Also bleibt es beim Lavieren bis in die neue Saison hinein und der gemeine Schalke-Fan darf weiter seine Fingernägel abkauen.

  • #8
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Zumindest der ‘Kelch’ mit Khedira scheint an den Revierclubs ja nun tatsächlich vorbei zu gehen. Er scheint sich mit Juve einig zu sein, wenn man den aktuellen Berichten dahingehend glauben kann. Wäre wohl zumindest kein Nachteil für S04 und BVB, wie ich finde.

  • #9
    thomas weigle

    @ Robim, @Klaus Lohmann Es kokelt wohl schon ein wenig länger, eine "Allianz" aus BLÖD und einigen Herren aus der oberen Etage. Man will wohl wieder etwas Glamour da in der Bankenmetropole. Für Glamour ist Herr Schaf wohl eher unpassend. Gut ist das jedenfalls nicht, zu mal die Bilanz von Thomas Schaf so schlecht nicht war und der "Fußballgott" hat noch nie so viel Tore wie heuer geschossen, obwohl er seit dem 27. Spieltag nicht auflaufen konnte.
    Die Sehnsucht nach den 80ern und 90ern bis etwa 2002 als die Eintracht auch schon mal vor dem AUS stand, dafür aber jeden Tag nicht nur in der BLÖD scheint bei einigen Selbstdarstellern übermächtig. Nun spekuliert man schon über den vorzeitigen Abgang von Bruchhagen, was dieser aber ausgeschlossen hat und Herr Keller bringt sich ins Gespräch. Für Unterhaltung der ungesündesten Art in nächster Zeit ist gesorgt. Sollte in Schalke überraschend Ruhe einkehren, kommt der Lärm halt vom Main. Hauptsache nicht langweilig. Heute aber wird erst mal auf den OFC geschaut, dort ist ja auch immer was los, so oder so.

  • #10
    John Matrix

    Das Faszinierende an dieser neuen Posse ist eigentlich, dass man sich doch fragen darf, warum S04 / Heldt und RDM nicht schon vorher erkannt haben, dass sie unterschiedliche Philosophien für die Zukunft haben? So stand es in der off. Erklärung des Vereins nach RDMs Abgang. Horst Heldt schafft dazu das Kunststück, sich ca. 1000 mal pro Jahr revidieren zu können. Selbst Politiker genießen diesen Luxus nicht und hätten schon längst ihren Hut nehmen dürfen. Heldt hingegen erzählt noch vor 2 Wochen, dass er überzeugt ist, dass RDM der Richtige ist für Kontinuität und Erfolg, so wie er es schon bei dessen Amtsantritt getan hat. Häh??

  • #11
    Tobias

    @Klaus Lohmann
    Natürlich sollte das jetzt kein halbes Jahr mehr dauern, aber so ein Zeitdruck herrscht auch noch nicht. Und natürlich gibt es auch Spieler mit denen Schalke sich schon länger beschäftigt – Khedira zum Beispiel. Und so wie Di Matteo Nastasic wollte und bekam, wird sicherlich auch ein anderer Trainer gewisse Wunschtypen haben. Das Vorstand und Trainer auch zusammen den Kader planen und eine Philosophie entwickeln und durchsetzen wird doch immer wieder (vernünftigerweise) gefordert. Was hätte es uns gebracht jetzt schon drei neue, teure Spieler zu haben, der neue Trainer die aber alle nicht in sein Konzept einbinden kann? Wann hätte Di Matteo denn deiner Meinung nach gefeuert werden müssen? Wären die letzten drei Spiele gewonnen worden (keine unmögliche Aufgabe gegen Köln, Hamburg und Paderborn), säße Di Matteo noch auf dem Trainerstuhl. Schalke wäre zwar auch "nur" 5., aber immerhin mit guter Tendenz zum Ende. Aber diese Mutlose vorstellung…

  • #12
  • #13
    Klaus Lohmann

    @#11 Tobias: Wahrscheinlich haben wir jeweils eine andere Auffassung von den Worten Heldts auf der gestrigen PK, aber wer in der gleichen Veranstaltung als neue Vereinsausrichtung mal den Nachwuchs und den "Altbestand" beschwört, dann wieder alles an Investitionen von einem neuen Trainer abhängig machen will und überdies diesem sogar die volle Rücknahme eigener Entscheidungen in Sachen Suspendierung anbietet, ohne den Typen überhaupt auch nur ansatzweise zu kennen, der hat mit Management, Personalführung und Zielplanung nix am Hut und wurschtelt sich so durch, bis er überhaupt nicht mehr tragbar geworden ist.

  • #14
    Tobias

    @Klaus Lohmann
    Das es besser wäre, wenn Heldt ginge, sehe ich genauso. In manchen Sachen ist er aber nicht so schlimm, wie hier dargestellt. Teile des Nachwuchs gehören doch schon zum Altbestand, Draxler, Matip, Ayhan, Kolasinac, Meyer spielen alle nicht erst seit dieser Saison eine Rolle in der ersten Mannschaft. Goretzka ist auch noch ein extrem junger Spieler, grade mal 20. Aber die Alle bieten schon Leistung, müssen aber dennoch weiter geformt werden. Und natürlich werden Investitionen folgen müssen, einen rechten Verteidiger und einen Mann fürs Defensive Mittelfeld, nen richtigen 6er, die fehlen. Wie der Trainer diese Positionen besetzen und taktisch ausrichten will, sollte doch auch bitte ihm überlassen werden. Und die Suspendierung von Sam und Boateng wirkten schon ziemlich fest, aber wenn ein Trainer denkt trotzdem mit den beiden etwas anfangen zu können… warum nicht versuchen? Schlimmer wird’s wohl nicht.
    Wie dem auch sei, ich würde auch lieber einen Manager mit klarerem Plan haben, der besser kommuniziert und mehr Ahnung hat. Das Problem ist aber, das Tönnies anscheinend noch ein Jahr an ihm festhalten möchte, und dann soll doch bitteschön wenigstens der neue Trainer den Kader mit Wunschspielern auffüllen, als wenn Heldt ihm ein paar unpassende Neuzugänge beschert.

  • #15
    thomas weigle

    Wen interessiert denn jetzt noch Schalke oder die Eintracht? Götterdämmerung für den unsäglichen Geldsack Sepp?

  • #16
    Robert Müser

    Ich bin mir sicher:
    Auch in der kommenden Saison wird es wieder eine große Lücke zwischen dem eigenem Anspruch und dem tatsächlichen Handeln beim S04 geben. Daher wird es auch wieder viele schöne kuriose Dinge und Handlungen bei Vereinsführung, Mannschaft, Übungsleiter, Spielern und Fans dort geben, die hier besprochen werden können.

    Warum sollte es ausgerechnet diesmal anders sein …?

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