Subrosa-Streit: Stadt Dortmund gibt nach!

Der Streit um das Subrosa ist beendet: Alle geplanten Konzerte können stattfinden, das Konzertverbot wird aufgehoben.

So schnell kann es gehen: Auf einmal können doch alle Konzerte wie geplant im Subrosa stattfinden. Das Ordnungsamt zieht sein Verbot zurück. Der Konflikt mit der  Nachbarschaft soll im Gespräch geklärt werden. Die Stadt Dortmund und sein Ordnungsamt kamen in den vergangenen Tagen nach den massiven Protesten und Berichten über das Konzertverbot wohl in den Genuss einer steilen Lernkurve, denn in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung heißt es:

Bei eingehender Betrachtung der noch für September in der Hafenschänke „subrosa“ geplanten Veranstaltungen konnte nun festgestellt werden, dass diese nicht mit dem derzeitigen Genehmigungsstatus der Gaststätte kollidieren. Die für Oktober vorgesehenen Veranstaltungen können zunächst wie geplant stattfinden. Das Ordnungsamt bemüht sich zudem um einen gemeinsamen Termin mit der Beschwerdeführerin.

Man könnte ja meinen, ein Ordnungsamt nimmt  eine eingehende Betrachtung einer Sachlage vor, bevor es entscheidet aber ok, in Dortmund war das wohl anderes. Hier die ganze Pressemitteilung:

Vor wenigen Wochen gab es Beschwerden aus der Bürgerschaft wegen Lärmbelästigung im Bereich der Hafenschänke „subrosa“. Das Ordnungsamt ist pflichtgemäß diesen Beschwerden nachgegangen und hat diesbezüglich den Betreiber der Hafenschänke angeschrieben. Dieses Schreiben wurde öffentlich bekannt. In der Folge kam es u.a. zu vielfältigen Reaktionen in der Öffentlichkeit.

Zwischen dem Betreiber des „subrosa“ und der Stadt Dortmund bestand Klärungsbedarf. Wegen des großen öffentlichen Interesses möchten Gastronom und Stadt nun über das klärende Gespräch informieren:

Im Ordnungsamt der Stadt Dortmund hat am Dienstag, 25. September 2012, ein Gespräch zwischen Cornel Alex, dem Betreiber der Hafenschänke „subrosa“ und Heike Tasillo, Leiterin der Gewerbeabteilung, stattgefunden. Herr Alex und das Ordnungsamt bedauern, dass die eigentliche Intention, nächtliche Ruhestörungen durch laute Gäste im Bereich „subrosa“ zu verhindern, aus dem Fokus der öffentlichen Wahrnehmung geraten ist.

Bei eingehender Betrachtung der noch für September in der Hafenschänke „subrosa“ geplanten Veranstaltungen konnte nun festgestellt werden, dass diese nicht mit dem derzeitigen Genehmigungsstatus der Gaststätte kollidieren. Die für Oktober vorgesehenen Veranstaltungen können zunächst wie geplant stattfinden. Das Ordnungsamt bemüht sich zudem um einen gemeinsamen Termin mit der Beschwerdeführerin.

Herr Alex sicherte außerdem zu, durch organisatorische Maßnahmen die Einhaltung der gesetzlich geschützten Nachtruhe zu gewährleisten. Um das „subrosa“ weiterhin als bereicherndes Element der Dortmunder Kulturszene zu erhalten und dem Betreiber dauerhafte Rechtssicherheit für sein Unternehmenskonzept zu verschaffen, strebt das Ordnungsamt darüber hinaus eine Anpassung der bisherigen Genehmigungssituation an. Hierzu ist zunächst der baurechtliche Genehmigungsstand zu klären. Weitere Gespräche sollen kurzfristig erfolgen.

Cornel Alex und Heike Tasillo: „Wir würden es begrüßen, abseits von öffentlichen Spekulationen die Sachlage in unserem konstruktiven Dialog klären zu können.“

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