Wenn wir wollen, dass Vereine wie Schalke, Bremen oder Kaiserslautern noch einmal Meister werden, müssen wir die Spielregeln ändern!

Jubelstimmung auf Schalke nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga. Foto: Michael Kamps

Seit rund einer Woche sind die Entscheidungen im hiesigen Profifußball nun gefallen. Die Bayern sind mal wieder Meister geworden, RB Leipzig holte den DFB-Pokal, Fürth und Bielefeld sind aus der Bundesliga abgestiegen. Doch seien wir mal ehrlich, es waren die Aufsteiger, die uns in diesem Jahr besonders begeistert haben.

Der FC Schalke 04 und der SV Werder Bremen kehrten ins Fußball-Oberhaus zurück, und der 1. FC Kaiserslautern stieg als Sieger der Relegation gegen Dynamo Dresden eine Etage tiefer in die 2. Liga auf. Die Bilder der feiernden Fans mag man im Detail kritisieren, schlugen viele doch deutlich über die Stränge (Pyro, Randale etc.), doch lieferten die Fans dieser Teams in der Masse die großen Fußballemotionen, die der FC Bayern und RB Leipzig eben nicht liefern konnten.

Was wäre es doch schön, wenn wir solch große Emotionen demnächst auch wieder einmal bei der nationalen Titelvergabe beobachten könnten. Mit dem Dauersieger aus München und dem Dosen-Klub aus Leipzig wird das aber wohl nicht gelingen. Es muss ein Wandel her. Das haben die Bilder der vergangenen rund zwei Wochen noch einmal eindrucksvoll gezeigt.

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Endlich ist das Glück zum FC Schalke 04 zurückgekehrt!

Jubelstimmung auf Schalke nach dem Wiederaufstieg. Foto(s): Michael Kamps

Es waren wahrlich begeisternde Bilder, die da am gestrigen Samstagabend in der Schalke Arena entstanden. Enthusiastische Fans im Stadion feierten ihre Mannschaft nach dem gelungenen Aufstieg. Der FC Schalke 04 schlug, nach zwischenzeitlichem 0:2-Rückstand, den FC St. Pauli am Ende glücklich aber verdient mit 3:2 und sicherte sich damit einen Spieltag vor Saisonende 2021/22 die direkte Rückkehr in die Fußball-Bundesliga.

Ein Jahr nach der wohl größten Schande in der Klubgeschichte, kehrte das Glück damit endgültig zurück nach Gelsenkirchen. Und das nicht nur an diesem rauschenden Fußballabend.

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Der krasse Stimmungsumschwung auf Schalke stimmt nachdenklich

Auf Schalke. Archiv-Foto: Michael Kamps

Der FC Schalke 04 gewann am Ostersonntag das Top-Spiel der 2. Liga bei Darmstadt 98 mit 5:2. Es war eine überzeugende Leistung der Gelsenkirchener, die durch diesen Sieg die Tabellenspitze des Unterhauses verteidigten und vier Spieltage vor Saisonende damit sehr gute Karten im Aufstiegsrennen haben.

Noch beeindruckender als die Darbietungen der Mannschaft auf dem Rasen, war die Stimmung im Schalker-Fanblock. Ausgelassene Feierlichkeiten der Anhängerschaft gemeinsam mit der Mannschaft ließen nach Spielende selbst das Herz neutraler Fußballfreunde schneller schlagen.

So etwas gefällt natürlich allen Fußballromantikern, die in der Lage sind den unverändert bedrohlichen Corona-Hintergrund dabei einmal für wenige Augenblicke auszublenden, und zeigt, wie schön Fußball selbst im Jahre 2022, wo der ausufernde Kommerz in der Branche immer dominanter zu werden scheint, noch sein kann.

Und doch stimmten diese tollen Bilder und Töne einen als Fußballfreund auch nachdenklich.

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Gute Gründe für (fast) alle dem FC Schalke 04 und dem SV Werder Bremen die Daumen zu drücken

Gute Stimmung auf Schalke. Foto: Michael Kamps

Die 1. Fußball-Bundesliga hat in den vergangenen Jahren ganz schön Federn gelassen. Und das gleich im mehrfachen Sinne. Schaut man einmal über den aktuellen Kreis der 18 Klubs, muss man feststellen, dass viele der ganz großen Traditionsvereine inzwischen nicht mehr mit dabei sind.

Statt Namen wie Hamburger SV, Hannover 96, 1. FC Kaiserslautern, 1860 München, SV Werder Bremen und auch FC Schalke 04 tummeln sich aktuell vergleichsweise wenig charismatische Vereine wie der der VfL Wolfsburg, die TSG Hoffenheim, RB Leipzig oder auch der FC Augsburg in den Reihen der Aushängeschilder des deutschen Profifußballs. Es überrascht nicht, dass es gerade diese Emporkömmlinge sind, die in Sachen Einschaltquoten und nationaler Strahlkraft häufig deutlich hinterherhinken.

Und auch wenn man es diesen Vereinen nicht vorwerfen kann, dass sie es im Laufe der vergangenen Jahre in den Kreis der etablierten Erstligisten geschafft haben, im Gegenzug einige der beliebtesten Vereine der Republik in den Niederungen des Fußballs verschwunden sind, macht eine aktuelle Entwicklung den Traditionalisten unter den Fußballfreunden doch Mut in Bezug auf eine zumindest kurzzeitige Trendumkehr.

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Beim FC Schalke 04 deutet sich ein Drama an!

Die Fans in Gelsenkirchen. Archiv-Foto: Michael Kamps

Gut ein halbes Jahr nach dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga tut sich der FC Schalke 04 im Unterhaus schwer. Schwerer zumindest, als es viele zu Saisonbeginn gedacht hätten. Zwar liegt der Klub aus Gelsenkirchen in der aktuellen Tabelle nach 19 absolvierten Spielen in der Saison 2021/22 mit nur zwei Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz durchaus noch in einem Bereich, der den angestrebten Aufstieg am Ende der Spielzeit ermöglichen könnte, doch ist Platz sechs mit Sicherheit nicht das, was sich die Anhänger des Vereins erhofft bzw. erwartet hatten.

Nicht umsonst sorgte kürzlich der Sender ‚Sport1‘ mit einer Falschmeldung in Bezug auf die Entlassung von Trainer Dimitrios Grammozis für viel Aufsehen. Wäre die Nachricht völlig undenkbar gewesen, sie wäre wohl nicht dermaßen in die Schlagzeilen geraten, sondern sofort als völliger Unfug enttarnt worden. Die heftigen Reaktionen auf die ‚Ente‘ zeigten, dass es große Unzufriedenheit auf Schalke gibt. Sogar so viel, dass eine Entbindung des Coaches von seinen Aufgaben für viele zumindest denkbar erschien.

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Dem VfL Bochum droht die Euphorie-Welle nach dem Aufstieg früh abhanden zu kommen

Foto: VfL Bochum 1848

Dass der VfL Bochum es als Aufsteiger in die 1. Fußball-Bundesliga es in der Saison 2021/22 schwer haben würde, das war von Anfang an allen unmittelbar Beteiligten und den Fans klar. Insofern kommt die Ausbeute von drei Punkten nach vier absolvierten Begegnungen und Tabellenplatz 13 natürlich auch nicht wirklich überraschend.

Wer sich die ersten Spiele der Bochumer Profikicker im Fußballoberhaus im Einzelnen angesehen hat, der wird zudem bemerkt haben, dass die Leistungen der Mannschaft durchgängig in Ordnung bis gut waren. Sowohl zum Saisonauftakt in Wolfsburg (0:1), als auch bei der Niederlage in Köln (1:2) hätte das Team auch durchaus punkten können. Zur Heimpremiere gegen Mainz fuhr der VfL im Duell mit einem vermeintlich direkten Duell mit einem Mitbewerber um den Klassenerhalt den erwarteten Pflichtsieg ein (2:0).

Nur gestern gegen Hertha BSC, da bekamen die Bochumer ihre sportlichen Grenzen aufgezeigt, unterlagen, obwohl optisch über weite Phasen der Begegnung zumindest gleichwertig, am Ende der clevereren, der effektiveren Mannschaft aus Berlin mit 1:3 (0:2). Das nennt man wohl Lehrgeld zahlen.

Somit schaut man in Bochum jetzt auf eine erste Zwischenbilanz, die in ähnlicher Form sicherlich zu erwarten war, aber dennoch alle an der Castroper Straße noch einmal wachrütteln sollte.

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Vor einer zu großen Aufstiegs-Euphorie beim VfL Bochum ist zu warnen!

Thomas Reis. Foto: VfL Bochum 1848

Heute ist es endlich soweit! Der VfL Bochum hat am Nachmittag die besten Aussichten auf den Aufstieg in die Beletage des deutschen Fußballs. Beim Gastspiel beim 1. FC Nürnberg kann der Revierklub nach elf Jahren Abstinenz die Rückkehr in die 1. Fußball-Bundesliga mit einem Sieg perfekt machen.

Nach dem jüngsten 5:1-Erfolg gegen Jahn Regensburg fehlen dem VfL nur noch zwei Punkte um eine in vielerlei Hinsicht ungewöhnliche Saison mit dem lang ersehnten Aufstieg zu krönen. Sollte es heute in Nürnberg nicht gelingen die erforderlichen Zähler einzufahren, der VfL bekäme am kommenden Wochenende daheim gegen Sandhausen die nächste Chance. Was soll da also noch schiefgehen?

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Könnte der VfL Bochum den FC Schalke 04 in der 1. Bundesliga wirklich ersetzen?

Ruhrstadion Bochum (Foto: Roland W. Waniek)

Wow! Der VfL Bochum ist nach dem überraschend klaren 3:0-Erfolg im Westschlager gegen Fortuna Düsseldorf am Montagabend tatsächlich Tabellenführer in der 2. Fußball-Bundesliga! Das hätten wohl vor Saisonbeginn nur die allergrößten VfL-Fanatiker so erwartet.

Acht Spieltage vor Saisonende hat die Elf von Trainer Thomas Reis damit eine sehr gute Chance die Rückkehr ins Fußballoberhaus in diesem Sommer endlich Realität werden zu lassen. Logisch, dass die Stimmung rund um die Castroper Straße in Bochum aktuell so gut ist, wie schon lange nicht mehr.

Ganz anders bekanntlich die Lage auf Schalke. Eine Horrormeldung jagt dort die nächste. Tabellenletzter in der 1. Liga, Führungschaos und Finanzkrise. Vieles deutet darauf hin, dass die Gelsenkirchener sportlich so schnell nicht mehr im Oberhaus mitmischen werden dürfen.

Bochum steigt auf, Schalke im Gegenzug ab. Klingt für den neutralen Beobachter noch immer irgendwie surreal. Und doch deutet aktuell viel, ja fast alles, in diese Richtung. Stellt sich also die grundsätzliche Frage: Wäre der VfL Bochum in der 1. Liga aus Ruhrgebiets- und Ligasicht ein adäquater Ersatz für S04?

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Sympathisch und erfolgreich! – Warum der 1. FC Heidenheim trotzdem nicht aufsteigen darf

Heidenheim-Coach Frank Schmidt. Quelle: Wikipedia; Foto: Alexander Böhm; Lizenz: CC BY-SA 4.0

Ich bin schon seit Jahren ein großer Sympathisant des 1. FC Heidenheim. ‚Schuld daran‘ ist Filmemacher Aljoscha Pause, der in seiner großartigen Sportdokumentation ‚Trainer‘ im Jahre 2013 unter anderem auch hinter die Kulissen des damaligen Drittligisten blickte und den Zuschauern dabei insbesondere dessen Trainer Frank Schmidt (siehe oben) näherbrachte.

Schmidt kämpfte mit seiner Mannschaft, einem Team aus dem 50.000-Einwohner Städtchen Heidenheim in Baden-Württemberg, seinerzeit besonders leidenschaftlich um den Aufstieg in die 2. Liga. Mit ungewöhnlich viel Emotion und Leidenschaft versuchte der Trainer in Pauses Streifen stets alles um seine Jungs anzustacheln, sie zum maximalen Erfolg zu führen. Und das auf eine sehr sympathische Art. Das gefiel mir, machte mich zum ‚Fan‘ des Coaches und des Vereins.

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Gut oder schlecht? Die Rückkehr des Fußballzwergs aus Paderborn ist perfekt!

Das kleine Stadion in Paderborn. Quelle: Wikipedia, Foto: Sunnysteffen, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Da ist er wieder, der Fußballzwerg aus dem Westfälischen! Der SC Paderborn stieg am heutigen Sonntag, trotz einer 1:3-Niederlage am 34. und letzten Spieltag der Saison 2018/19 bei Dynamo Dresden, als zweites Team neben dem 1. FC Köln aus der 2. Fußball-Bundesliga ins Oberhaus auf.

Konkurrent Union Berlin kam zeitgleich bei uns hier im Ruhrgebiet nur zu einem enttäuschenden 2:2-Unentschieden beim VfL Bochum, darf sich jetzt als Tabellendritter in der Endabrechnung immerhin mit den beiden Relegationsspielen gegen den VfB Stuttgart, den Drittletzten der 1. Bundesliga, trösten. Vielleicht können die Köpenicker ihren Aufstiegstraum da ja noch realisieren.

Was im Falle der Paderborner auf den ersten Blick noch wie ein Fußballmärchen eines sympathischen Underdogs für alle Fußballromantiker unter den Fans wirkt, das ist für die etablierten Bundesligisten und deren Manager allerdings unzweifelhaft eine eher schlechte Nachricht. Nach den Abstiegen von etablierten Traditionsklubs wie Hannover 96 und dem 1. FC Nürnberg, bedeutet der Aufsteiger aus Paderborn für die Eliteliga ganz klar einen Rückschritt.

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