Tackhead sind zurück

Wir haben immer darüber diskutiert, ob Little Axe oder Tackhead die bessere Formation der Musiker um Skip McDonald, Doug Wimbish und Keath Le Blanc war. Egal, im März erscheint das erste neue Studio-Album von TACK<<HEAD seit Strange Things aus dem Jahr 1990. Es wird allesamt von Tackhead eingespielte Coverversionen jener Songs enthalten, die sie in ihrer langen Karriere inspirierten. Und wie das so in der remixlastigen Dubszene ist, gibt es bereits jetzt mit FUNKY PRESIDENT vs KING BE als Vorgeschmack zum neuen Studioalbum ein Extraalbum mit Remixen des neuen Albums.

Tackhead 2012Funky President ist im Original natürlich ein Song von James Brown. Passend zur anstehenden Wahl in den USA haben Tackhead Redefragmente von Obama mit in den Track eingewebt. On-U-Sound Mixologist Adrian Sherwood steuert einen Remix von Funky President bei und ist auch beim Track „King Bee“ Wizard an den Reglern.

Mehr zu Tackhead bei rhetormusic

Reggae-Pott

Satte Sounds, dicke Bässe, eine Bühne.

Foto: Marc Oortman

Der Ruhr Reggae Sommer startet heute in Mülheim an der Ruhr. Auch wenn das Wetter das Sommergefühl noch nicht so recht aufkommen lässt, kann man sich dort eine satte Portion fröhlicher Beats abholen und zu fetten Basslines absteppen.

Schon gestern haben die Allersten das Gelände gestürmt und ihre Zelte aufgeschlagen. Jetzt sitzen sie auf ihren Campingstühlen, frühstücken und lassen sich das erste Bierchen schmecken. Es wird Fußball gespielt, Musik aufgelegt und für das erste Konzert vorgeglüht.

Die Ruhr Reggae Fans schätzen vor allem die familiäre Stimmung und die überschaubare Größe des Festivals. Weil sich die Musiker nur auf einer Bühne präsentieren, fällt das lästige Entscheiden weg, das man von anderen Festivals kennt. Die Bühne vereint einfach alle Besucher miteinander: erwartet werden über 10 000 Musikfreunde.

Auch die Örtlichkeit hat ihren Reiz. Zum Gelände zählen nämlich auch das Mülheimer Naturschwimmbad und die angeschlossene Beach-Area mit Meersand und Liegestühlen. Falls die Sonne uns also doch noch einen Besuch abstattet, kann man sich dort eine spontane Abkühlung holen.

Continue Reading

Echo Beach wird 15

Mit Echo Beach ist nicht der gleichnamige Song von Martha & the Muffins gemeint, obwohl Nicolai Beverungen, der seit 15 Jahren von Hamburg aus das gleichnamige Dub-Label macht, eben diesen bereits mehrfach durch die Dubmühle geschickt hat. Wie so oft gilt der Prophet im eigenen Lande weniger als in der weiten Welt. Dies gilt auch für Echo Beach. Das Ganze soll jetzt nicht in eine Lobhudelei ausarten, sondern nur kurz auf die neue CD aus dem Hause hinweisen. File Under: Wie gehört bei Fiehe am Sonntag Abend

Weltreisen duch die Dubmusik gleich, finden sich auf dem Album Formationen mit obskuren Namen, hinter denen sich oft Mitglieder bekannter Bands verbergen, die bekannten Songs ein neues, ein Dub-Gesicht geben. International Observer zum Beispiel, hinter dem sich Tom Bailey von den Thompson Twins verbirgt, machen einen Dub-Reggae Mix Version mit dem Titel "House of the Rising Dub". Natürlich bedienen sie sich hier Eric Burdons Hit aus den 60ern.

Es gibt Songs, die regelrecht danach schreien, einen Dub aus ihnen zu mixen. Oftmals sind es sogar die, wo man es am wenigsten erwartet. "Private Life" von Chrissie Hynde und den Pretenders ist so einer. Bereits in den 80er hatte Grace Jones gemeinsam mit der Reggae Musikern Sly Dunbar und Robbie Shakespeare einen entspannten Dub aus diesem New Wave Klassiker gemacht. Auf der neuen CD aus der King Size Reihe ist es der Dubvisonist, der "Private Life" der noch mehr Tempo aus der Nummer nimmt und einen Slow-Motion Dub daraus zaubert.

Ein anderes Beispiel geben die aus Australien stammenden Junglehammer. Sie mixen "Live and let die" von den Wings zu Dubsoße.Oder Dub Spencer & Trance Hill nehmen sich Falcos Hit Jeanny vor. Im Grunde nicht mehr wiederzuerkennen. Auf diese Art versammelt Echo Beach seit anderthalb Jahrzehnten, kleine Kapriziösen auf seinen Compilations und das lange bevor man von Bastard Pop und Mash Up sprach.