Dortmund: Moritz Leitner wird vom BVB nun auch offiziell nach Italien transferiert

Künftig nicht mehr in Schwarzgelb: Moritz Leitner. Foto: Robin Patzwaldt
Künftig nicht mehr in Schwarzgelb: Moritz Leitner. Foto: Robin Patzwaldt

Vor Jahren noch galt er als ein großer Hoffnungsträger des deutschen Fußballs, wurde in Dortmund ursprünglich als sehr willkommene Verstärkung für die Zukunft gehandelt. Nun wurde Moritz Leitner, nach einer fast durchweg enttäuschenden Zeit im Revier, recht wortkarg vom BVB in Richtung Italien ‚weitergereicht‘.

In einer auch nur verhältnismäßig kurz gehaltenen Pressemeldung der Schwarzgelben vom heutigen Tage heißt es:

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Deutscher Medaillenschwund bei Olympia? – Egal!

Olympische Ringe. Quelle: Wikipedia; Lizenz: gemeinfrei
Olympische Ringe. Quelle: Wikipedia; Lizenz: gemeinfrei

Aktuell beklagt man ja vielerorts, dass die Deutsche Olympiamannschaft erst vier Medaillen bei den Wettkämpfen in Brasilien erringen konnte, nachdem inzwischen immerhin schon rund ein Viertel der Entscheidungen in Rio gefallen ist.

Und tatsächlich ist der aktuelle Rang 13 im Medaillenspiegel für ein Land wie Deutschland, welches sich in der Vergangenheit regelmäßig unter den ‚Top 6‘ bei den Sommerspielen aufhielt, nicht gerade zufriedenstellend, was das Verhältnis von Aufwand und Ertrag betrifft.

Grundsätzlich also durchaus ein Grund zur Unzufriedenheit bei den daran Beteiligten aus diesen Breiten. Es sind doch schon reichlich Hoffnungen und Erwartungen des DOSB enttäuscht worden. Schwimmen, Fechten, Rudern, Fußball, nirgendwo lief es so wie erhofft. Rein sportlich. Und aus nationaler Sicht. Da kann man sich schon grämen.

Doch in diesem Jahr ist irgendwie alles anders. Zumindest bei mir. Nicht nur, dass ich meine Patriotismus in dieser Richtung in den letzten Jahren ohnehin mehr und mehr eingebüßt habe, es sind gerade auch diesmal halt auch Spiele im Schatten des Dopingsumpfs, Spiele wo einem Nachrichten über Sicherheitsbedenken und Terrorgefahren im Kopf herumspuken. Da gibt es aktuell also wahrlich Wichtigeres für den Sportfan als die Medaillenausbeute des Heimatlandes.

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Saisonstart im Schatten: Die 2. Fußball-Bundesliga hätte durchaus mehr Beachtung verdient!

Das Stadion des FC St. Paili in Hamburg. Foto: Daniel Jentsch
Das Stadion des FC St. Pauli in Hamburg. Foto: Daniel Jentsch

Traditionell startet die 2. Fußball-Bundesliga mit ihren ersten beiden Spieltagen zeitlich deutlich vor dem ansonsten ständig mehr beachteten Fußball-Oberhaus, welches dann erst nach dem DFB-Pokalwochenende Ende August in den Ligabetrieb einsteigen soll.

Ursprünglicher Gedanke dahinter war natürlich, dass man dem Unterhaus so die ungeteilte Aufmerksamkeit der Fußballfans im Lande zusichern möchte, somit auch etwas Reklame für den inzwischen durchaus recht attraktiven Fußball in dieser Liga machen will.

So auch in diesem Jahr, wo der Spielbetrieb in Liga 2 aktuell bereits wieder startet. Wahrlich eine beachtenswerte Ansammlung von Traditionsclubs, darunter immerhin 11 ehemalige Deutsche Meister aus Ost und West, welche da aktuell ihr monatelanges Kräftemessen beginnen.

Pech allerdings in diesem Jahr nur, dass die Olympischen Spiele in Rio dem Fußball hierzulande aktuell doch viel von der ursprünglich angedachten ungeteilten Aufmerksamkeit rauben.

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NBA-Star Dennis Schröder mit ‚Protz-Tweet‘: „Harte Arbeit zahlt sich aus!“

Dennis Schröder. Quelle: Wikipedia, Foto: Keith Allison, Lizenz: CC BY-SA 2.0
Dennis Schröder. Quelle: Wikipedia, Foto: Keith Allison, Lizenz: CC BY-SA 2.0

Dennis Schröder hat es geschafft! Er spielt in der besten Basketball-Liga der Welt, der NBA. Dort sammelt er Punkte und Siege für die Atlanta Hawks. In den letzten Jahren hat sich der Profi dort als aktuell zweiter Deutscher (neben Superstar Dirk Nowitzki) in der Liga fest etabliert.

Das macht sich offenbar auch überaus deutlich auf seinem Bankkonto bemerkbar. Zum modernen Profisport gehört das auch mit dazu. Gar keine Frage!

Damit umzugehen ist dann aber doch wohl eher eine schwierige und individuelle Frage. Der eine genießt sein Geld und schweigt, der andere ist vielleicht besonders wohltätig, wieder ein anderer wohlhabender Profisportler lebt auch weiterhin relativ bescheiden und sorgt finanziell lieber erst einmal für später vor. Und dann gibt es noch diejenigen, die mit ihrem Wohlstand gerne und reichlich öffentlich protzen, das Geld auch besonders gerne mit vollen Händen ausgeben. Und zur letzteren Kategorie scheint wohl auch Dennis Schröder zu gehören.

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Radsportgeschichte: ‚Shut Up Legs‘ – Die Profijahre des Jens Voigt

Jens Voigt bei der 'Tour'. Foto: Imago
Jens Voigt bei der ‚Tour‘. Foto: Imago

Zugegeben, die jüngste Ausgabe der ‚Tour de France‘ zählte nicht gerade zu den spektakulärsten Frankreichrundfahrten der Sportgeschichte. Daran konnte auch weder der insgesamt souveräne Gesamtsieg des Chris Froome, noch der Etappensieg von Sprinter André Greipel bei der Abschlussetappe nach Paris aus deutscher Sicht etwas ändern.

Voigt Cover (377x600)Es fehlte der Veranstaltung diesmal scheinbar irgendwie an echten Köpfen und Geschichten.

Das war längst nicht immer so. Ganz im Gegenteil! Es gibt und gab in diesem Zusammenhang unzählige Highlight-Geschichten zu erzählen. Und ein wunderbares Beispiel dafür ist auch die in diesen Tagen frisch erschienene Autobiographie von Jens Voigt.

Voigt, noch immer einer der populärsten Radprofis Deutschlands, zieht in dieser Bilanz über 18 Jahre Rennradsport. Er berichtet darin von seinen Kindheitstagen in der DDR bis zu seinem Rücktritt als Profi 2014.

Aufgrund seiner stets geradlinigen Art (sowohl auf als auch neben dem Rennrad, sowohl im Peloton als auch bei Zuschauern und Medien) wurde und wird der Ex-Profi noch immer hoch angesehen. Hier nun gibt er tiefe, persönliche Einblicke in die Welt des Profi-Radsports, beleuchtet sowohl die Höhen der Siege als auch die Tiefen bei Niederlagen, Stürzen oder Doping-Skandalen.

Insgesamt entstand, unter Mithilfe von Co-Autor James Startt, so ein Buch voller Insiderwissen, mal mit ruhiger Ernsthaftigkeit aber auch mal mit dem bekannt selbstironischen Charme des beliebten Blondschopfes. Sehr empfehlenswert!

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#Rio2016: Brasilien überfordert, IOC im Doping-Desaster – Kann man sich so auf Olympia freuen?

Olympische Ringe. Quelle: Wikipedia; Lizenz: gemeinfrei
Olympische Ringe. Quelle: Wikipedia; Lizenz: gemeinfrei

Nur noch wenige Tage bis zu den Olympischen Spielen von Rio. Eigentlich wartet  dann ein echtes Highlight für alle Sportinteressierten. Doch die Ereignisse der letzten Zeit rund um die Veranstaltung, die können einem die Vorfreude schon gründlich verderben.

Erst der Ärger um die Auswahl des Veranstaltungsortes und die dort herrschenden, teilweise chaotisch anmutenden  Verhältnisse, dann auch noch die aktuell laufenden, und sich sogar ausweitenden Debatten rund um die Doping-Problematik. Da bleibt derzeit wahrlich nicht mehr viel Raum für Vorfreude übrig, wenn man ehrlich ist. Und das wenige Tage vor Beginn der Spiele. Da droht statt eines großen Sportfestes aktuell ein wahres Desaster. Und mitten drin in der laufenden Debatte der deutsche IOC-Präsident Dr. Thomas Bach.

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Dortmund: Das Mittelfeld wächst und wächst – Auch Schürrle schließt sich dem BVB an

Tuchel, Zorc & Co. haben mal wieder zugeschlagen. Foto: Robin Patzwaldt
Tuchel, Zorc & Co. haben mal wieder zugeschlagen. Foto: Robin Patzwaldt

Da ist er nun, der achte (!!!) Neuzugang beim BVB in diesem Sommer. Die Borussia hat den Wechsel von Weltmeister Andre Schürrle vom VfL Wolfsburg nach Dortmund nun bestätigt. Für eine Ablösesumme von über 30 Mio. Euro soll er das Mittelfeld der Schwarzgelben weiter aufwerten. Bei einem Marktwert von ‚nur‘ 18 Mio. Euro, eine durchaus diskutable Investition.

Ein Mittelfeld mit Kreativspielern wie Reus, Götze, Schürrle, Castro, Kagawa & Co., das liest sich auf dem Papier unzweifelhaft recht erlesen. Thomas Tuchel ist nun gefordert aus all den talentierten Kickern eine wirkliche Mannschaft zu formen. Gerade in Sachen neuer Hierarchie bzw. ‚Hackordnung‘ dürfte das spannend werden.

Auch dürfte es interessant zu beobachten sein, welcher Spieler sich hier zum Sprachrohr der Mannschaft macht, welcher den BVB zukünftig als ‚Kapitän‘ anführen wird. Die nächsten Wochen werden es zeigen.

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Schalke 04 verliert mit Leroy Sané den nächsten Fanliebling – Aber kaum jemanden regt das auf!

Leroy Sané ist aktuell unglaublich begehrt. Quelle: Wikipedia, Foto: Thomas Rodenbücher, Lizenz: CC BY 2.0
Leroy Sané ist aktuell begehrt. Quelle: Wikipedia, Foto: Thomas Rodenbücher, Lizenz: CC BY 2.0

Es ist schon erstaunlich. Nach dem Abgang von Identifikationsfigur Julian Draxler, der den Verein vor rund einem Jahr in Richtung Wolfsburg verließ, zeichnet sich auf Schalke aktuell auch der Abgang des nächsten Eigengewächses ab. Neu-Manager Christian Heidel bestätigte am Dienstag, am Rande des sportlich eher bedeutungslosen Testspiels beim Sechstligisten DSC Wanne-Eickel (13:0), nämlich erstmals öffentlich, dass Leroy Sané dem Verein gegenüber ganz klar den Wunsch geäußert habe, den Club noch in diesem Sommer verlassen zu wollen. Und das, obwohl er seinen Kontrakt doch erst im vergangenen Jahr langfristig verlängert hatte.

Damit wird ein Wechsel des Jungnationalspielers in die englische Premiere League, höchstwahrscheinlich zu Pep Guardiola und Manchester City, für den 20-Jährigen immer wahrscheinlicher. Jetzt geht es wohl nur noch um  das liebe Geld.

Ein Wechsel zum FC Bayern, der zuletzt allgemein ebenfalls noch für möglich gehalten wurde, dürfte nach recht klaren Aussagen von  Bayerntrainer Carlo Ancelotti aus der Isarmetropole zuletzt, dass der dortige Kader aktuell keine weiteren Verstärkungen mehr benötige, wohl weitestgehend vom Tisch sein. Zumindest eben für diesen Sommer.

S04 droht damit nun aber trotzdem der zweite Abgang eines echten Fanlieblings. Wenn auch nicht zum FC Bayern. Merkwürdig ist nur, niemanden scheint das wirklich mehr groß aufzuregen. Die große Mehrheit der Fans unterstützt offenkundig sogar den drohenden Weggang des Megatalents aus der ‚Knappenschmiede‘, was wohl auch an der kolportierten Ablösesumme von schier unglaublichen rund 50 Mio. Euro liegen dürfte.

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Wider den Sport!

Quelle: Wikipedia, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikipedia, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Da haben wir sie also hinter uns gebracht, die Fußball-EM. Ein ziemlich langweiliges Turnier, auch wenn Island zwischenzeitlich ein bisschen Farbe hineinbrachte. Wirklich herausragende Spiele waren selten und Siege per Elfmeterschießen sind schlichtweg würdelos. Aber immerhin gab es so mal wieder die Möglichkeit die Fähnchen ans Auto zu pinnen und nationale Kondome über die Außenspiegel zu streifen. Und nebenbei konnte diskutiert werden, ob das alles gesunder Party-Patriotismus oder schon hässlicher Nationalismus ist. Dass letzteres zumindest ein großer Teil des schwarzrotgoldenen Ringelpiezes ausmacht, legten massenhafte Internet-Kommentare nach dem Ausscheiden der deutschen Auswahl nahe. Wie sollte es auch anders sein? Ein solches Turnier zu verfolgen,

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#EM2016: Das Turnier hat mit Portugal seinen logischen Europameister gefunden!

Foto: Robin Patzwaldt
Foto: Robin Patzwaldt

Es war ein irgendwie logisches Finale für dieses zähe EM-Turnier. Nicht die sportlichen Ereignisse rückten dabei in den Mittelpunkt des Interesses, sondern die eigentlichen Randgeschichten: Ein emotional aufgewühlter ‚Selbstdarsteller‘ zwischen Tränenmeer und freudiger Ekstase, eine kuriose Mottenplage im Stadion, ein Tränengaseinsatz auf der Fan-Meile am Eifelturm.

Das Alles regte zwar erwartungsgemäß emotionale Diskussionen unter den Fans an, der eigentliche Sport hingegen war allerdings einmal mehr von eher überschaubarer Qualität und lieferte so auch nur einen eher geringer Gesprächswert.

Dass die Portugiesen sich am Ende etwas glücklich mit 1:0 n.V. gegen die Gastgeber aus Frankreich durchsetzen, das empfanden viele Beobachter dann zwar als eine Art von ‚ausgleichender Gerechtigkeit‘ dafür, dass ausgerechnet Portugals Kapitän Christiano Ronaldo bereits früh in der ersten Halbzeit nach einem heftigen Foul verletzungsbedingt vom Platz musste, konnte über die vielen Schwächen des Spiels aber auch nicht wirklich hinwegtrösten, wenn man mal ehrlich ist.

Und obwohl Ronaldo dem Finale sportlich seinen Stempel notgedrungen somit gar nicht aufsetzen konnte, bestimmte er nach dem Schlusspfiff dann eindeutig die Feierlichkeiten, ließ dabei keine Gelegenheit aus sich dort mehr oder weniger gekonnt selbst maximal in Szene zu setzen. Wie gesagt, alles irgendwie gleichzeitig auch sehr bezeichnend für diese irgendwie ‚merkwürdige‘ Europameisterschaft des Jahres 2016.

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