Bahnhof Langendreer distanziert sich vom Auftritt der Bandbreite

Vor kurzem haben wir an dieser Stelle auf seltsame Programm- und Themenpunkte beim diesjährigen Ostermarsch Ruhr hingewiesen. Dazu gehören etwa Verschwörungstheorien („Chemtrails“) und der geplante Auftritt von „Die Bandbreite“ am Samstag in Duisburg. Jetzt distanziert sich auch der Bahnhof Langendreer von der Band. Im Bahnhof wird es auch Veranstaltungen im Rahmen des Ostermarsches geben. Die Erklärung im Wortlaut:

 Für einen emanzipatorisch-friedenspolitischen Ostermarsch Ruhr!

Erklärung des Bahnhof Langendreer

Zur Einladung von „Die Bandbreite“ zum Ostermarsch in Duisburg

»Am 8. April wird der Ostermarsch Ruhr im Bahnhof Langendreer Station machen. Der Bahnhof Langendreer unterstützt diese Ostertradition der Friedensbewegung seit Langem jedes Jahr. Die Unterstützung friedenspolitischer Arbeit ist für uns selbstverständlich und politisch ein wichtiges Anliegen. Leider findet sich im Programm des Ostermarsch Ruhr in diesem Jahr auch eine Veranstaltung, die emanzipatorischen Anliegen absolut widerspricht: In Duisburg wurde zum wiederholten Mal die Band „Die Bandbreite“ eingeladen, die bekannt ist für ihre deutliche Offenheit nach rechts. Bei Einladungen und Auftritten der Band kam es regelmäßig zu Protesten. Die Kritik dürfte inzwischen hinlänglich bekannt sein, zumal in Duisburg, wo die Band herkommt. Wir finden, dass eine solche Veranstaltung im Ostermarsch keinen Platz finden sollte und distanzieren uns ausdrücklich von diesem Teil des Ostermarschprogramms!
Die Band tritt auf rechten und konservativ-reaktionären Veranstaltungen auf, vertritt extrem krude Verschwörungstheorien, propagiert nationalistische Positionen und kriegt dafür Beifall von rechts. Die Inhalte der Texte sind extrem problematisch und z.T. regelrecht abstoßend: Verschwörungstheorien zu den Terroranschlägen am 11. September 2001, populistischer Anti-Amerikanismus und Geschichtsrevisionismus, NS-Verharmlosung, homophobe Ressentiments, extrem sexistische, frauenfeindliche Inhalte – genug Material, um Gruppen mit einem emanzipatorischen Anliegen zu überzeugen die Band fernzuhalten von linken Events und Aktionen.
Dass  immer wieder – so auch beim Ostermarsch Ruhr – genau das Gegenteil passiert, sehen wir mit großer Sorge. Wir werden sehr genau im Vorfeld verfolgen, was im nächsten Jahr beim Ostermarsch  geplant ist – auch um frühzeitig intervenieren zu können. Wir unterstützen weiterhin ernsthafte friedenspolitische Arbeit, gleichzeitig erwarten wir von Initiativen der Friedensbewegung, die sich als emanzipatorisch verstehen, dass sie sich von verschwörungstheoretischen, anti-emanzipatorischen, nach rechts offenen politischen Positionen deutlich abgrenzen.«

 

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9 Kommentare

  1. #1 | Red Eyes sagt am 5. April 2012 um 07:05 Uhr

    „NS-Verharmlosung“

    Das wusste ich noch nicht, in welchem Song denn ?

  2. #2 | Links anne Ruhr – und am Rhein (Landtagswahl #nrw12) 05.04.2012 » Pottblog sagt am 5. April 2012 um 07:17 Uhr

    […] Bahnhof Langendreer distanziert sich vom Auftritt der Bandbreite (Ruhrbarone) […]

  3. #3 | Thomas sagt am 5. April 2012 um 08:48 Uhr

    Gute Zusammenfassung zu den Verschwörungsspinnern. (Verklag‘ mich, Wojna zum Begriff.)

    Sowas erwarte ich von dem Bahnhof mit dem schwarzen Stern.

    Ihr habt aber vergessen, daß die Bandbreite nicht nur gegen alles ist, sondern auch gegen Mobilfunk:

    Unsterblicher Gag von hysterischen Narren, mit der Bandbreite an der Front:

    https://www.youtube.com/watch?v=X38T6JvMNSY

  4. #4 | Thomas sagt am 5. April 2012 um 09:06 Uhr

    Stichwort Elekrosenisibilität.

    Das Fänomän gibt es tatsächlich, als Ausreißer.

    Es gibt ja auch Parfümallergie; ich persönlich kenn‘ einen recht berühmten Theaterautor, der riecht – no Risk no Fun – an den Flohmarktständen immer wieder am Patschulistand, dann fällt der in Ohnmacht. Und berappelt sich wieder.

    Aber guckt Euch mal dieses Vid an, dem die Bandbreite zuneigt, wirken diese Menschen seriös?

    https://www.youtube.com/watch?v=lE1q8lTVC7A

    Und gibt es soviele davon?

    Das ist doch alles nur Hysterie im freudschen Sinne.

  5. #5 | Rick sagt am 5. April 2012 um 10:19 Uhr

    Schön das hier noch mal klargestellt wird, dass mal wieder aus Richtung Duisburg der Schwachsinn kommt. Ist natürlich keine neue Nachricht, dass hätte den Bochumern auch früher auffallen können mit welchen Spinnern sie da im Boot sitzen.
    Eine gründliche Prüfung der weiteren Zusammenarbeit ist wohl mehr als angebracht. Gut, wenn hier Konsequenzen gezogen werden.

  6. #6 | Thomas sagt am 5. April 2012 um 11:24 Uhr

    #5 Rick:
    >Schön das hier noch mal klargestellt wird, dass mal wieder aus Richtung Duisburg der Schwachsinn kommt.

    Rede nicht schlecht über Duisburg, wenn Du’s nicht beweisen kannst. (:

  7. #7 | Informer sagt am 6. April 2012 um 01:18 Uhr

    @ Rick:
    Aufpassen. Keine Verallgemeinerungen.

    Meine Freundin kommt aus Duisburg und hält die Bandbreite für „durchgeknallte Merkbefreite“. Also: Auch in DU ist die Bandbreite nicht unumstritten…

  8. #8 | Osteraufmarsch. | Reflexion sagt am 10. April 2012 um 10:45 Uhr

    […] Lan­gend­reer”, an dem der Ruhr-Ostermarsch Sta­tion machte, dis­tan­zierte sich in einer Erklä­rung, in der man dar­auf hin­wies, dass die Band für „für ihre deut­li­che Offen­heit nach […]

  9. #9 | Bahnhof Langendreer wegen Erklärung in Erklärungsnot | LinksDiagonal sagt am 23. April 2012 um 22:56 Uhr

    […] Bahnhof Langendreer distanziert sich vom Auftritt der Bandbreite/ […]

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