Young Fathers – BDS-Band stellt neues Album auf der Ruhrtriennale vor

Young Fathers Foto: Ash link Lizenz: CC BY 3.0


Im August stell die schottische Band „Young Fathers“ ihr neues Album im Rahmen der Ruhrtriennale vor. Die Gruppe unterstützt die antisemitische BDS-Bewegung, deren Ziel die Delegitimierung und Isolation  Israels ist.

Die Freude bei den Machern der Ruhrtriennale ist groß: „Young Fathers – das schottische Erfolgstrio – sind zurück!“, heißt es im Programm. Mit ihrem experimentellen Ansatz lasse sich die Band in keine Schublade stecken: „Neben Reggae-Elementen, Indiepop und Electronica sticht ihre Musik nicht zuletzt durch ihre polyglotten Einflüsse, die die Mitglieder Alloysious Massaquoi, Kayus Bankole und „G“ Hastings aus Schottland, aber auch aus Nigeria und Liberia mitbringen, aus der Masse heraus.“

Was das Programm eines der größten Theater- und  Kulturfestivals Deutschlands verschweigt: Die Young Fathers unterstützen die antisemitische BDS-Bewegung. BDS, das Kürzel steht für „Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen“, man könnte es auch gut mit „Kauft nicht bei Juden“ übersetzen hat ein klares Ziel: Israel  soll wirtschaftlich, kulturell und politisch  isoliert werden. Bands werden bedrängt, nicht in Israel zu spielen, Unternehmen sollen dort nicht investieren, Wissenschaftler nicht zusammen mit Israelis forschen.

Eines der BDS-Hauptziele ist das „Rückkehrrecht“ der Palästinenser, was nichts anderes als den Untergang Israels bedeuten würde. Denn die Palästinenser sind die einzige  Flüchtlingsgruppe der Welt, die durch Vererbung, Heirat und Adoption immer größer wird: Aus den 700.000 Palästinensern, die nach der Gründung Israels geflohen sind, die Zahl der Juden die damals aus arabischen Staaten flohen ist übrigens genau so groß, wurden mittlerweile fünf Millionen. Kämen sie nach Israel, wäre es kein jüdischer Staat mehr, die Juden würden schlicht ins Meer getrieben werden. Dass das Problem mit den palästinensischen Flüchtlingen nach 70 Jahren immer noch besteht, ist vor allem die Schuld der Araber: Die meisten arabische Staaten weigern sich, die Palästinenser einzubürgern, auch wenn sie schon in der dritten und vierten Generation in ihren Grenzen leben. Dagegen kämpfen die angeblichen Palästinenserfreunde nicht an. Die Organisation will nicht weniger als die Vernichtung Israels und bestreitet sein Existenzrecht.

Der bekannteste BDS-Unterstützer ist Roger Waters von Pink Floyd, dessen Konzerte deswegen von zahlreichen Sendern in Deutschland nach Protesten  nicht mehr präsentiert werden.

Die Young Fathers bekannten sich im vergangenen Jahr zu BDS und traten nicht auf dem Berliner Pop-Festival auf, weil die israelische Botschaft einer der Sponsoren ist. Sie unterstütze die Anreise israelischer Musiker zu dem Festival mit 500 Euro. In Interviews bezeichneten die Young Fathers Israel als Apartheidstaat, in dem Rassentrennung gelten würde, wie früher in Südafrika.

Mit den Young Fathers wird also auf einem Festival, dessen Veranstalter, die Kultur Ruhr GmbH ist, die gemeinsam vom Land NRW und dem Regionalverband Ruhr (RVR) betrieben wird, eine Band spielen, die eine Gruppe unterstützt, die Israel vernichten will. Für die Ruhrtriennale unter der neuen Intendantin Stefanie Carp ein schlechter Auftakt für die dreijährige Festivalperiode. Für die Kulturpolitik des Landes NRW und den RVR eine Blamage. Wer gerne darüber redet, sich gegen Antisemitismus einzusetzen, sollte nicht mit Steuergeldern eine Band bezahlen, die eine antisemitische Kampagne unterstützt. Aber zwischen Sonntagsreden und dem täglichen Handeln gibt es dann wohl doch noch einen peinlichen Unterschied.

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13 Kommentare

  1. #1 | nussknacker56 sagt am 4. Juni 2018 um 20:14 Uhr

    Bundesdeutsche Nazibands sollten mal frohen Mutes bei der Ruhrtriennale nachfragen. Dort scheint man eine grenzenlose Toleranz zu pflegen. Die Texte sind nicht so wichtig, allerdings sollte es was mit "Reggae-Elementen, Indiepop und Electronica" sein.

    Nun ja, Musik verbindet eben – viel Spass miteinander.

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