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Abdel-Samad: der Mann, den die AfD mag

Abdel-Samad: Auf dem Weg zur Ikone der Neurechten? (Foto: Wikipedia/ Freud/ CC-BY-SA)

Abdel-Samad: Auf dem Weg zur Ikone der Neurechten? (Foto: Wikipedia/ Freud/ CC-BY-SA)

Atheismus – Neue Peinlichkeiten von Hamed Abdel-Samad. Gestern erst berichteten wir darüber, dass gbs-Beiratsmitglied und Islamkritiker Abdel-Samad einen Auftritt vor rechtsextremen Burschis hat – und diesen rechtfertigt, also, zu rechtfertigen versucht, also, irgendwie irgendwas geschrieben hat, was vor allem trotzig und ziemlich unreflektiert klingt. Jetzt erfuhren wir: Nach den Germania-Burschis erwartet die AfD Lauenburg den Publizisten.

Die AfD hat es ja derzeit nicht leicht. Da verlegt irgendwer das Passwort für seinen Mailaccount – und sofort wird das von der LÜGENPRESSE!!!! hochgekocht. Die SPRINGERPRESSE!!! erdreistet sich sogar, das Ende der Spießbürger- und Ausländerhasspartei zu verkünden.

Doch einer hält zur AfD: der Hamed!
Man spürt förmlich den Stolz, der aus dieser Ankündigung der AfD Lauenburg spricht!

123Die Rechtspopulisten sind so überschwänglich, dass da noch jemand mit ihnen spricht, dass sie sogar ihr Facebook-Titelbild geändert haben.10421610_418240468337264_9092756006913432469_nUnd Abdel-Samad?
Führte wahrscheinlich ein Expertengespräch, in dem ihm mitgeteilt wurde, diese AfD total easy und so ist, jetzt wo Lucke und Henkel weg sind.

Unser Protipp: wenn jemand aus Dortmund-Dorstfeld anfragt, und darauf hinweist, dass man ja sogar im Stadtrat säße, Termin zusagen! Dann ist das Triple voll.

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69 Kommentare zu “Abdel-Samad: der Mann, den die AfD mag

  • #51
    Andreas Lichte

    @ Klaus Lohmann

    ich schreib’ woanders, bei "hpd", "zoom", "…":

    hier was politisch unverdächtiges: http://www.schiebener.net/wordpress/tau-zwischen-traeumen/

  • #52
    Andreas Lichte

    "Interview mit Hamed Abdel-Samad – Zur Demokratie gehört eine freie Diskussionskultur"

    http://hpd.de/artikel/11735

    Hamed Abdel-Samad äußert sich im Interview zu den gegen ihn vorgebrachten Vorwürfen …

  • #53
    Sebastian Bartoschek Beitragsautor

    Andreas: nur damit es Dir nicht durchgeht. Dein Kommentar #52 ist gleich deinem Kommentar #47 😀
    Und Dein "Artikel" firmiert unter "Hans J. Schiebener". Mann mann mann. Kann es noch einhornregenbogenfarbener kommen?

  • #54
    Andreas Lichte

    @ Sebastian Bartoschek #53

    ich weiss nicht, wie die Ruhrbarone-website auf Deinem Monitor dargestellt wird:

    auf meinem Monitor sind beim Öffnen des Artikels die Kommentare ab #51 zu sehen – und Du willst doch auch nicht, dass Hamed Abdel-Samad "zensiert" wird … oder ?

    ( unter was mein Artikel bei zoom "firmiert" interessiert mich NULL )

  • #55
    Sebastian Bartoschek Beitragsautor

    Dann möchte auch ich wiederholen: Du solltest Dich wirklich mehr um Dich kümmern, Andreas.
    Alles Gute dabei. Ich muss jetzt einen Vortrag halten. Um über Verschwörungstheorien und Menschen, die Presse beschimpfen, aufzuklären. Dir einstweilen viel Erfolg bei Deinen "Haikus" (Anführungsstriche sind bewußt gesetzt). Bis zum nächsten Artikel den ich schreibe, und Du gerne besser geschrieben hättest! *wink*

  • #56
    Andreas Lichte

    @ Sebastian Bartoschek

    ""Haikus" (Anführungsstriche sind bewußt gesetzt)"

    zurecht: das ist kein Haiku

    ( Sebastian: ich finde es unglaublich schön, dass Du dich überhaupt so lange "um mich gekümmert" hast. Und niemals werde ich Dein journalistisches Niveau erreichen können, das weißt Du, Du bist nur zu bescheiden, es zu sagen! Danke! Danke! Danke! )

  • #57
    Klaus Lohmann

    @#54 Andreas, zu Deiner Verschwörungstheorie: Hier werden immer die neuesten Kommentare angezeigt, das Seitenlimit liegt aber bei 50 Einträgen. Und deswegen gibt es deutlich sichtbar unter dem neusten Kommentar den Link "<-Ältere Kommentare".

  • #58
    Andreas Lichte

    @ Klaus Lohmann #57

    genau das, was Du sagst, meinte ich mit meinem Kommentar #54:

    die Folge von, Zitat, "Seitenlimit liegt aber bei 50 Einträgen [= Kommentaren]" ist aber, das wichtige ältere Kommentare und links untergehen, weil sie in der Regel nicht mehr gelesen werden, dazu müßte man gezielt zu "<– Ältere Kommentare" zurück blättern. Macht aber keiner. Sage ich DIr aus Erfahrung, ich habe hier jahrelang selber Artikel geschrieben.

    Der Hinweis auf Hamed Abdel-Samad Interview bei "hpd" ( siehe #52 ) ist offensichtlich wichtig, weil das Interview eine indirekte Antwort auf Sebastian Bartoscheks Artikel ist – schon gelesen?

  • #59
    Klaus Lohmann

    @Andreas: "Macht aber keiner" – Sorry, aber Du solltest vermeiden, von Dir 1:1 auf Andere zu schließen. Wer sich hier nicht wundert, warum der erste angezeigte Kommentar die #51 hat und dann nicht selbstständig die Lösung durch "optisches Scannen" findet, der hat hier per se Schwierigkeiten, sowohl einer Diskussion zu folgen als auch den Inhalt verstandesmäßig zu verarbeiten (auf Deutsch: für den sind Blogs nix;-). Das jetzt aber einem einzelnen Blogautor vorzuwerfen, ist kindisches Mimimi…

  • #60
    Andreas Lichte

    @ Klaus Lohmann #59

    "Das jetzt aber einem einzelnen Blogautor vorzuwerfen, ist kindisches Mimimi…"

    hab‘ ich nie gemacht.

    Du überschätzt die Rolle von Kommentaren und Diskussion. Sage ich Dir aus Erfahrung. Zu meinen Artikeln gibt es teilweise hunderte Kommentare. Und? Wer liest das? Niemand.

    Aber ist doch schön, dass Sebastian Bartoschek mal allen zeigen konnte, wie toll er ist …

  • #61
    Thomas Wessel

    Abdel-Samad im oben verlinkten Interview mit dem hpd:

    „Was mir zugetragen wurde, war einfach zu dünn und zu unsicher als Material. Wenn ein Richter ein Urteil über die Burschenschaft fällen müsste, könnte er das ganz sicher nicht anhand dieser Materialien tun.“ – Das mag so sein, insofern verstehe ich den Satz. Dann schließt dieser an:

    „Ich geh davon aus, dass nur das Bundesamt für Verfassungsschutz und vermutlich auch der Zentralrat der Juden in Deutschland den Zugang hätten, um diese Frage zu klären.“

    Kann mir jemand erläutern, was diese Aussage bedeuten soll?

  • #62
    Passant

    @ #13 Sebastian Bartoschek

    <blockquote>Spitz- oder Ortsmarken geben üblicherweise den Ort des Geschehens/ des Schreibenden an. Sie können aber auch als Themenmarke genutzt werden, bspw wenn der Ort definitiv nachrangig ist</blockquote>

    Das wäre vielleicht noch nachvollziehbar, wenn die "Themenmarke" denn auch thematisch etwas mit dem Inhalt des Textes zu tun hätte, was hier nicht der Fall ist. Es ergibt hingegen nicht den geringsten Sinn, irgendeine beliebige Vokabel voranzustellen. In diesem Fall könnten dort ebensogut Begriffe wie "Kitaplätze", "Automobilindustrie", "Freizeitsport", "Blumenvasen" etc. anstelle von "Atheismus" stehen. In der Regel ließe sich dann von einem unbeabsichtigen Fauxpas ausgehen, der sich umstandslos korrigieren ließe. Wer hingegen auf inadäquate Schlagworte beharrt, ist mindestens trotzig uneinsichtig oder handelt strategisch suggestiv und unlauter.

  • #63
    Passant

    @ 61 Thomas Wessel

    <blockquote>Kann mir jemand erläutern, was diese Aussage bedeuten soll?</blockquote>

    Das bedeutet, Herr Samad rechtfertigt seine Offenheit zum Dialog mit der „Burschenschaft Germania“ damit, dass er nicht ohne weiteres auf Grundlage öffentliche Quellen beurteilen könne, ob diese Vereinigung als rechtsextrem einzustufen sei oder nicht. Warum der Zentralrat der Juden in einem Atemzug mit dem Verfassungsschutz genannt wird, als verfüge auch der über „geheime“ Informationen, welche die Burschenschaft möglicherweise in ungeahnt demokratischem Glanz erscheinen lassen könnte, bleibt dabei gänzlich unklar. Ich halte das für faule Ausreden inklusive schmieriger Indienstnahme des Zentralrats der Juden.

  • #64
    Thomas Wessel

    @Passant | „Indienstnahme“ – okay, ich frage mich, WAS in Dienst genommen wird. Der Kern der Aussage lautet: Juden hätten „Zugang“ zu Geheimwissen. Die Assoziation von Juden mit Geheimwissen / Geheimdiensten zählt zur eisernen Ration des antisemitischen Weltbilds. Ist es das, was hier „dient“?

    Oder ist das nur unglücklich formuliert, Stress-Situation usw. Im Grunde wundere ich mich darüber, dass – an dieser Stelle – niemand nachfragt, auch der sehr wohlwollende Interviewer dieses Pressedienstes nicht. Die Nachfrage hätte ja nun auf der Hand gelegen, Abdel-Samad hätte schließlich auch den Zentraltrat der Armenier um eine Einschätzung bitten können, den Zentralrat der Muslime oder der Ex-Muslime, den der Sinti und Roma oder das Zentralkomitee der Katholiken oder der Linken oder wer sonst guten Grund hat, Nazis im Auge zu halten. Hat er nicht, jetzt wirkt es so, als könne man ganz selbstverständlich davon ausgehen, dass die Verknüpfung von "Geheimwissen" und "jüdisch" – dieses antisemitische Basis-Modul – plausibel sei.

  • #65
    Wolfram Obermanns

    Wie Abdel-Samad freimütig in Vis-à-vis bei Frank A. Meyer auf 3sat berichtete, ist er Kind eines Imam dessen Frau kein Kopftuch in einem ägyptischen Dorf trug und wurde später Mitglied einer marxistischen Gruppe und dann der dumpfislamischen, faschistoiden Muslimbrüder. Z. Z. glaubt er zur Vernunft bekehrt worden zu sein.
    Als Kind eines liberalen Haushalts in einem konservativen Umfeld brach er also in ideologische Bunkervereine aus. Was das mir bezüglich der Restriktionen der politischen Vernunft Abdel-Samads sagt, wird durch sein aktuelles Gehampel bestätigt.

    Da hier auch der Name Ayaan Hirsi Ali fiel, möchte ich auf diesen Artikel in Quantara aufmerksam machen:
    http://de.qantara.de/inhalt/ayaan-hirsi-alis-umstrittene-islam-thesen-mehr-von-luther-als-einem-lieb-ist?page=1
    Ein Zitat aus diesem Artikel lautet: "An dem Massenmord sei nicht Breivik schuld, sondern es seien die "Verteidiger des Multikulturalismus" gewesen. "Er hatte keine andere Wahl als zur Gewalt zu greifen", waren Hirsi Alis Worte bei einer Veranstaltung des Axel-Springer-Verlages im Jahr 2012, bei der sie einen Ehrenpreis erhielt.
    Wer sich das persölich anhören will kann das hier tun:
    https://www.youtube.com/watch?v=Liz6O5qPphg
    ab etwa Minute 23.
    Der kritische Hörer wird bemerken, daß Hirsi eher eine Pegida-Argumentation vertritt als eine Neonazirede hält, wie es der Quantara-Artikel vermuten lassen könnte.

    Manchem was als Islamkritik daherkommt, würde ich persölich ziemlich fundamental die Kritikfähigkeit absprechen wollen. Die doch recht übersichtliche Anzahl an Graustufen, die diese Kritiker mitbringen, machen sie den eigentlich zu Kritisierenden ähnlicher als der oberflächliche Beobachter vermuten mag. "Islamkritik" ist ein publizistisches Geschäft, das ernähren kann.

  • #66
    Helmut Junge

    @Thomas Wessel "Im Grunde wundere ich mich darüber, dass – an dieser Stelle – niemand nachfragt, auch der sehr wohlwollende Interviewer dieses Pressedienstes nicht. Die Nachfrage hätte ja nun auf der Hand gelegen, "
    Da bin ich aber froh, daß wir genügend evangelische Klerikale hier im Bloq haben, die schneller mit dem Zeigefinger auf andere Menschen zeigen, als ich das tun würde.
    Nein, Herr Wessel, für mich liegt diese Frage im Rahmen dieses frühen Erkenntnisstands noch nicht auf der Hand.

  • #67
    Thomas Wessel

    @Helmut Junge | Ihnen stellt sich die Frage nicht? Nun, dann stelle ich sie Ihnen: Halten Sie es für plausibel, dass es geheime Einsichten über diese "Germania" geben könnte, die vom Zentralrat der Juden angeliefert werden?

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