Journalisten bloggen das Revier

  1. 13 März 2010

    Devil Doll


    Devil Doll, Sonntag, 14. März, 20.00 Uhr, Sounds Music Hall, Essen

  2. 13 März 2010

    Die Fischgedichte der Arezu Weitholz

    Kaum jemand weiß, daß es in der deutschsprachigen Poetik das Genre des Fischgedichtes gibt.

    Eigentlich bin ich mir da auch nicht so sicher. Dichter verfertigen Lyrik über Fisch?

    Is aber so. Es gibt eine über Jahrhunderte währende lyrische Tradition der Fischgedichte. Vielleicht.

    Arezu Weitholz jedenfalls hat dieses seltsame Genre neuzeitlich gereimt.

    Und das ist große Klasse. Sehr ringelnatzig.

    Mein lieber Fisch - der Film from Arezu Weitholz on Vimeo.

  3. 12 März 2010

    Gazpacho


    Gazpacho, Samstag, 13. März, 20.00 Uhr, Underground, Köln


  4. 11 März 2010

    Online-Ausstellung-Tasch III: Son of God

    son-of-god_kHier ist der dritte Teil  unserer  Online-Ausstellung mit Werken von Stephan Tasch.

    Das  Bild trägt den Titel “Son of God”, 2000, Aquarell, Pastellkreide, Tusche auf Leinwand.

    “Son of God” groß…Klack

    Tasch 1…Köpfe

    Tasch 2…Gladbeck nach Mitternach



  5. 11 März 2010

    Tocotronic


    Tocotronic, Freitag, 12. März, 20.00 Uhr, Dortmund, FZW. Ausverkauft - Keine Abendkasse!


  6. 10 März 2010

    Die Aeronauten


    Die Aeronauten, Donnerstag, 11. März, 20.00 Uhr, Pretty Vacant, Düsseldorf


  7. 9 März 2010

    3 FÜR 7 - Drei Veranstaltungen der Woche

    tom-liwaEtats werden gekürzt, es wird debattiert. Alleine die Veranstaltungen, die schnell noch für 2010 entwickelt worden sind, stehen direkt wieder zur Disposition. Der Konkurrenzdruck steigt. Kulturarbeit, Sportstätten, Jugendarbeit werden gegeneinander aufgewogen. Plötzlich erhält Standortpolitik ein noch höheres Gewicht, als eh schon beim Thema Kulturhauptstadt (da vor allem als Tourismus- bzw. weicher Faktor): Was nutzt diese und jene Veranstaltung oder Institution der Kommune, vielleicht den Bürgern? Und was wird eigentlich aus dem Colosseum in Essen? Kann man da nicht den RWE rein...? Die Tipps: Tom Liwa, Der Pott Filmt, Tocotronic.

    Persönliches zu Tom Liwa: Damals als der Autor dieser Zeilen von heute auf morgen das Kulturprogramm im KKC Essen bewerkstelligen musste (und die Konzertszene an der Ruhr etwas mit-aktualisieren wollte), fragte er sich: Wen rufe ich an, damit ich schnell gute Empfehlungen für gute Leute bekomme, mit denen ich gerne zusammen arbeite? Er rief Tom Liwa an (und hatte schnell direkt gute Agenturen, gute Tontechnik und nicht unwichtige Konzerte). Warum ihn? Wer sich heute den Künstler Tom Liwa anschaut, bemerkt typischwerweise eher nur Spurenelemente von dem, was damals die Flowerpornoes ausgestrahlt haben: Leben können hier, aber mit Blick nach Draußen. Diese Mischung aus Nicht-Abfinden, leichter Hippiekommunen-Haftigkeit, Kümmern, Freund(schaft)lichkeit und natürlich die zur Aufrechterhaltung dieser Haltung nötige Schutzschicht aus höflicher Arroganz und Ablehnung gegenüber offenkundig bornierten Nicht-Verstehern.

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  8. 9 März 2010

    Dub Spencer & Trance Hill


    Dub Spencer & Trance Hill, Mittwoch, 10. März, 20.00 Uhr, Underground, Köln

    Mehr bei den Ruhrbaronen zur Band beim Klickklack


  9. 8 März 2010

    The Intersphere

    The Intersphere, Dienstag, 9. März, 20.00 Uhr, Die Werkstatt, Köln

  10. 7 März 2010

    Justus Parker


    Justus Parker, Montag, 8. März, 20.00 Uhr, Beatz und Kekse, Wuppertal


  11. 5 März 2010

    Konstantin Wecker über Krieg, Neoliberalismus und übers Einmischen

    Er hat eine Meinung und die sagt er auch. Und das seit vierzig Jahren. Wo andere es sich irgendwann bequem machen, ist er lieber unbequem, singt gegen Krieg und Faschismus. Am 21. März tritt er in der Lichtburg Essen auf, gemeinsam unter anderem mit Stoppok und Bettina Wegner bei der Matinee „KünstlerInnen für den Frieden“. Wer ihn dort sehen und hören will, kann sich hier informieren.

    Herr Wecker: Wo sehen Sie die Friedensbewegung heute?

    "Nie wieder Auschwitz" – diese unsägliche Begründung von Joschka Fischer für den Jugoslawienkrieg hat der Friedensbewegung den Rest gegeben. Als ich gegen diesen Krieg gesungen habe, habe ich selbst bei meinem Publikum gemerkt, dass plötzlich die Hälfte nicht mehr auf meiner Seite war. Jeder dachte: Schröder und Fischer, das sind doch unsere Leute. Wenn die für den Krieg sind, dann wird es wohl richtig so sein. Das hat viele so sehr überzeugt, dass nur noch ein kleiner Haufen Aufrechter übrig blieb.

    Die Friedensbewegung hat es in den letzten zwanzig Jahren in Deutschland nicht ganz leicht gehabt. Das liegt auch an den neoliberalen Think Tanks, die es geschickt geschafft haben, jede Form von Engagement zu desavouieren, ins Lächerliche zu ziehen. Leute wie ich werden zum Beispiel als Gutmenschen bezeichnet. Wenn heute ein paar Leute mit einem Schild dastehen und gegen den Krieg demonstrieren, wird das ins Lächerliche gezogen. Ich finde es bewundernswert, gerade in dieser Zeit, dass es noch Menschen gibt, die durchhalten und sich als Teil der Friedensbewegung betrachten.

    Die Neoliberalen und ihre Think Tanks haben in den letzten zwanzig Jahren wahnsinnig viel erreicht und die gesamte Gesellschaft verändert. Sie haben sich Worte angeeignet. Zum Beispiel den Begriff "Reform" - früher dienten Reformen einer gerechteren Gesellschaft, heute machen Reformen die Gesellschaft immer ungerechter. Es ist unglaublich, wie die Neoliberalen es geschafft haben, den Sinn dieses Begriffs umzudrehen.

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  12. 4 März 2010

    Skinny Little Bitch: Neuer Tonträger von Hole

    Die Neue von Courtney Love, der Bandleaderin von Hole, wäre auch endlich raus. Kriegte ich grad von Kollegin gesteckt. Ich steck ja da nicht drin. In der Plattenindustrie. Also nich im Hole.

    hole_in_miss_worldAber eins weiß ich: Courtney Love is ja eine der Schlampen, die man vom Fleck wegheiraten könnte. Kurt Cobain hat das bekanntlich getan.

    Und was is dabei rausgekommen?

    Riecht alles nach Kindergeist. Smells Like Teen Spirit.

    Die Hymne der Depressiven, die keine Antidepressiva einschmeißen.

    Scheitern an der Welt - ein expressionistischer Topos eigentlich.

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  13. 4 März 2010

    Leningrad Cowboys

    Leningrad Cowboys, Freitag, 5. März, ab 20:00 Uhr, Matrix, Bochum

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  14. 3 März 2010

    Tocotronic


    Tocotronic, Donnerstag, 4. März, 20.00 Uhr, E-Werk, Köln


  15. 2 März 2010

    3 FÜR 7 – (Sexy) Essen-Special

    jingo-de-lunch

    Houellebecq ist doof bzw. ein übler Selbstdarsteller. Man kann es nämlich alles auch kürzer und einfacher sagen. Z.B.: Natürlich glauben die Leute nicht nur was ihnen passt, sondern sie glauben auch Leuten gern, die sie z.B. ganz stumpf sexy finden (wollen). Daher all die schicken Moderations-Nichtpersonen bei TV & Co., aber das gilt selbstredend auch für die Trendpostillen, Blogs, etc. – bei denen zur Newsproduktion auch immer ein gehöriges Maß an Sich-selbst-Produzieren dazugehört. Deshalb stolziert auch jede Wasserstandsmeldung neuerdings daher, als wolle sie als letztes aus einem Container raus oder sonst einen Contest gewinnen. Wie blasiert! Themen: Tanz, Jingo de Lunch, eine Kunstakademie.

    Die sublimierte Erotik des Tanzes: Das ist ja immer ein wenig heikel. Wo früher Söhne und Töchter aus nicht unreichem Hause zum Erbauen älterer Mitglieder der Gemeinde ein adrettes Ballett auf die Bühne brachten, sind mittlerweile ein wenig mehr Autoerotik und Verkopftheit eingezogen. Die Beziehung zwischen Dramaturgen bzw. Lehrern und Tänzern ist weniger offen autoritär, dafür müssen die Zuschauer nun auch verstärkt im Grunde Untanzbares getanzt sehen – fast wie ja denn nach Auschwitz doch eben genau mehr denn je Gedichte und Lieder geschrieben werden als je zuvor. Wilde Zusammenhänge hier: Massenmord, Erotik, 68er! Na, macht das an? Jedenfalls ist am Freitag Großtanztag in Essen: Im Rahmen der Biennale Tanzausbildung und darüber hinaus Mary Wigman und Gerhard Bohner bei PACT Zollverein.

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  16. 2 März 2010

    Rondoprinz

    Rondoprinz, Mittwoch, 3. März, 20.00 Uhr, Intershop, Bochum

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  17. 1 März 2010

    2010, Odyssee im Stadtraum

    uliseeb_400hSechs Uraufführungen, 14 Stunden Schauspiel, 77 Schauspieler - im Ruhrgebiet wurde am Wochenende ein Theatermarathon gegeben. Doch die "Odyssee Europa" ist weniger Extremsport für Theaterjunkies als ein fröhlicher Ausnahmezustand.

    Ein Glas Wein auf der Premierenfeier, "dann schlaf' ich wohl ein". Ulrike Seybold vom Organisationsteam der "Odyssee Europa" ist erschöpft. Gerade hat sie die aus dem Bochumer Schauspielhaus strömenden Theaterbesucher mit einem Megaphon angetrieben. Seit Wochen arbeiten die Organisatoren an den Abläufen des Wochenendes: "Die Mitreisenden begeben sich bitte in die bereit stehenden Busse", scheppert es über den Theatervorplatz - auf zur nächsten Etappe, einer Schifffahrt mit Abendessen auf dem Rhein-Herne-Kanal Richtung Westen. Am Ende des ersten Tages bringt das Theater Oberhausen noch Uraufführung Nummer Drei.

    Ein Theatermarathon hat eigene Gesetze. Selbst Feiern wird zur logistischen Herausforderung. Die Polen, meint Anselm Weber der scheidende Intendant des Essener Grillo-Theaters auf dem Deck des Ausflugsschiffs, "die Polen haben schon um Sieben angefangen, da wird es nachher schwer reinzukommen." Gerade spiegeln sich die Lichter von Hafenanlagen im Fahrwasser des Rhein-Herne-Kanals, der Mond scheint über dem Südufer, Wanne-Eickel ist nicht weit. Die Idylle auf einem Fahrgastschiff "das älter ist als die Titanic", wie der Kapitän stolz verkündet. dobuehne_400qNoch betagter ist der Stoff, dem sich diese Theaterreise widmet: Die Odyssee von Homer, die älteste Reiseliteratur des abendländischen Kulturraums. Odysseus, ein Sieger von Troja, findet nicht zurück nach Ithaka zu Frau, zu Hof und Sohn. Der Gott Poseidon wütet gegen ihn, der Held muss über stürmische Meere, mit einer Zauberin leben. Beschützt von der Göttin Athene, bereist er sogar die Unterwelt, um seinen Weg zurück zu finden.

    Für die sechs europäischen Schriftsteller, die sich im Auftrag der Ruhr 2010 dieses Stoffes angenommen haben, ist die Heimkehr Odysseus' einer der Ausgangspunkte. Nach zwanzig Jahren strandet Odysseus an der Küste Ithakas. Doch seine Gemahlin Penelope erkennt ihn kaum wieder, nassauernde Freier haben sich am Hof eingenistet und ihr erwachsener Sohn Telemachos.

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  18. 28 Februar 2010

    Die Sterne - auch die sind für die Kraft

    Universal Tellerwäscher. Von Die Sterne. Der Soundtrack meiner Adoleszens.

    Universal Tellerwäscher. Das bin ich. Das sind wir alle. Also jedenfalls diejenigen, deren Interlektualität zu Blumfeld nicht ganz hingereicht hat. Universal Tellerwäscher: Immer wieder gern.

    Jetzt ist das neue Album der Sterne raus.

    Der Tonträger heißt 24/7, und er begeistert mich nicht. So hätte Andreas Dorau vielleicht Soundtracks fortgeschrieben.

    Jedenfalls:  Keiner weiß, daß die Sterne schon ganz früher auf Hannelore Kraft standen.

    Mann, Mann, Mann. Auf dem SPD-Parteitag damals, vor knapp zwei Tagen, war das Shouting, das chorale mehr...

  19. 27 Februar 2010

    KreativQuartiere: Keine Ahnung, keine Antworten

    bochum_ladenlokalDie Idee klingt gut: Die Ruhr2010 GmbH will Angebote von Vermietern sammeln, die an Unternehmen aus dem Bereich der Kreativwirtschaft vermieten wollen. Peinlich wird es, wenn ein Vermieter bei der Ruhr2010 GmbH anruft.

    Viele Unternehmen der sagenumwobenen Kreativwirtschaft haben es nicht leicht, Räume zu finden. Ob Büros oder Ladenlokale – vielen mit einer neuen, ungewöhnlichen Geschäftsidee wird mulmig, wenn sie langfristige Mietverträge unterschreiben sollen. Vermieter indes bevorzugen häufig solvente Ketten als Mieter und fürchten bei Gründern, dass sie, wenn es dumm läuft, vielleicht schon nach ein paar Monaten Mietausfälle riskieren. Die Ruhr2010 GmbH will vor allem Immobilienbesitzer davon überzeugen, auch an unkonventionelle Gründer zu vermieten und Angebot und Nachfrage zusammen bringen.

    Im Frühjahr soll es endlich losgehen, vorgestellt wurde die Idee von Bernd Fesel, dem Projektmanager Stadt der Kreativität bei der Ruhr2010 GmbH schon im Herbst vergangenen Jahres.

    Mir gefiel die Idee gut, und als ich erfuhr, dass der Gemeinnützige Wohnungsverein Bochum, eine Wohnungsbaugenossenschaft in der ich Mitglied bin, zwei leerstehende, preiswerte Ladenlokale in der Nähe des Bermudadreiecks hatte, schlug ich Norbert Reitz, dem Vorstandsvorsitzenden der Genossenschaft, vor, die doch der Ruhr2010 GmbH anzubieten. Das Bermudadreieck heißt jetzt ja Viktoriaquartier und soll ein Kreativquartier werden.

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  20. 27 Februar 2010

    Tindersticks

    Tindersticks, Sonntag, 28. Februar, 20.00 Uhr, Zakk, Düsseldorf

  21. 26 Februar 2010

    Viel Geld für nix: 2010lab

    lab2010Auch medial wollten die Macher von Ruhr2010 neue Wege gehen: Mit dem 2010lab. Nach zwei Monaten ist klar: Das Lab ist ein Flop.

    Das  2010Lab hat einen hohen Anspruch:

    "Das Ende der Industriegesellschaft und der Wandel durch Kultur sind die Mega-Themen der gegenwärtigen internationalen Diskussion. Die erste sparten- und themenübergreifende Web-TV-Plattform „2010lab“ greift dieses Thema auf. Sie führt Kunst, Kultur, Kreativität und deren Akteure multimedial zusammen und macht sie sichtbar. Der TV-Kanal „Metropole Ruhr“, der regelmäßig über den Wandel durch Kultur im Ruhrgebiet und der Welt berichtet, sowie sechs weitere Kanäle bieten Filme, Audiocasts und Blogs. Alle Beiträge stammen von einer internationalen Autoren- und Redaktionsgemeinde, die von einer europaweiten Community ergänzt wird. Die Einträge können nach Berufsbranchen, Themen oder Städten sortiert abgefragt werden."

    Das Kommunikations-Spielzeug 2010Lab lassen sich die Betreiber der Kulturhauptstadt einiges kosten: Gut 150.000 Euro hat seine Entwicklung gekostet, 855.000 Euro beträgt das Budget des 2010Lab im laufenden Jahr. Schade, dass vom Lab kaum jemand etwas mitbekommt. Wirft man einen Blick auf das Alexa-Ranking, das die Zugriffe auf Webseiten misst, schneidet das Lab eher mies ab

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  22. 26 Februar 2010

    Egotronic


    Egotronic, Samstag, 27. Februar, 20.00 Uhr, Bahnhof Langendreer, Bochum


  23. 25 Februar 2010

    2Raumwohnung


    2Raumwohnung, Freitag, 26. Februar, 19.00 Uhr, FZW, Dortmund


  24. 23 Februar 2010

    3 FÜR 7 - Wohin? Ah, dahin!

    uploads_media_wohnzimmer_zeichnung_raumlaborberlinIst heut' nicht was? Klar. Aber Freitag und Samstag ja auch. Und danach erstmal! Es gibt ja vielerlei Untersuchungen zu den Auswirkungen dieses "Mehr" an Informationen via Internet et al. Neigen wir neuerdings also noch mehr dazu, über Dinge zu reden, mit denen wir nicht direkt zu tun haben? Haben wir womöglich mit immer mehr Dingen nicht direkt zu tun, aber irgendwie den Zwang, dazu eine Meinung zu entwickeln? Sind vielleicht auch deshalb "einfache Lösungen" und ebensolche Ideologien wieder so en vogue? Kommt bald der "Browse-nothing-day"? Oder gehen wir einfach mal hin zu "Die lustige Witwe", "Odyssee Europa", La Roux?

    Nun passiert es also: Hier wird Harald Schmidt empfohlen. Aber nun nicht der Herr auf der Bühne, er tritt bei "Die lustige Witwe" nur off-camera in Erscheinung, einmal aber auch einfach aus dem Off. Lehárs Operetten-Überklassiker bietet jedenfalls gute aktuelle Anknüpfungspunkte an das Tagesgeschehen: Irritierte Konsumisten, marode öffentliche Kassen, unromantische bis fragwürdige Gründe für Hochzeiten. Das Stück an sich wird respektiert und nur vorsichtig dem Zeitgeist entgegengerückt - wenn also mal Operette, dann vielleicht die.

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  25. 22 Februar 2010

    Akte studivz – XY: Glaubwürdig und gläsern

    studivzEs geht um Datenschutz. Um Sicherheit. Möchten Sie, dass ihr Geburtstag durchs Internet wabert, oder ihre Unterhosengröße? Wie dumm sind eigentlich soziale Netzwerke?

    Ich will ein aktuelles Beispiel aus dem realen Leben geben, um zu zeigen, was passieren kann, wenn man im virtuellen zuviel dampfplaudert.

    Zunächst eine einfache Sache: Das EU-Parlament lehnt das SWIFT-Abkommen über die Weitergabe von Bankdaten europäischer Bürger an die USA ab.

    Nun veröffentlicht ein kritischer Student, der mir persönlich bekannt ist, seinen Beifall zu dieser Politik im Buschfunk der sozialen Netzwerke von studivz bis myspace; seine politische Grundorientierung hatte er zuvor irgendwann einmal dort irgendwo als vielleicht „kommunistisch“ bezeichnet, oder war es doch „sozialistisch“. Irgendwo links jedenfalls.

    Er hatte sich auch in virtuellen Gruppen gegen das Anti-Terror-Lager in Guantanamo und gegen das Kriegstreiben der USA engagiert.

    Eingeschrieben ist der kritische Student im Fach der Orientalistik - oder war es Slavistik?

    Wie dem auch sei: der kritische Student wollte nun vor ein paar Tagen in die USA einreisen. Er kam nicht weit.

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  26. 22 Februar 2010

    The Woodentops


    The Woodentops, Dienstag, 23. Februar, 20.00 Uhr, Gebäude 9, Köln


  27. 19 Februar 2010

    Cheap Freaks


    Cheap Freaks, Samstag, 20. Februar, 21.30 Uhr, Sonic Ballroom, Köln


  28. 18 Februar 2010

    Jamie T.

    Jamie T., 19. Februar, 19.00 Uhr, Gebäude 9, Köln

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  29. 17 Februar 2010

    Die neuen Fehlfarben: “Ich will keine Rente vom Goethe-Institut”

    Die neuen Fehlfarben sind endlich raus.

    Die Fehlfarben sind die, die Geschichte gemacht haben. Erstens die. Zweitens deren Off-Spins: Der Plan, DAF, Pyrolator, usf. Aber eigentlich sind die Fehlfarben nur Peter Hein, der nur einen Rythmus shouten kann. Aber texten kann der - wie Sau.

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  30. 17 Februar 2010

    Joey Cape


    Joey Cape, Donnerstag, 18. Februar, 20.00 Uhr, Underground, Köln


  31. 16 Februar 2010

    3 FÜR 7 - 3 ausgewählte Veranstaltungen der Woche

    tinateubnerEs gibt erstaunlich viele Leute, die so tun, als seien sie total weltoffen und nicht auf typisch deutsche oder europäische Weise kulturell geprägt worden. Im positiven wird dann gesagt: Na klar, gerade wegen Aufklärung und Demokratie und so (die es ja nunmal irgendwie hier gibt), sei der Mensch hier ja so kritikfähig, anderen ja auch so ein bisschen überlegen und - na, klar - auch echt weltoffen. Im negativen Sinne könnte gesagt werden: Hierzulande wird sich in derartig vielen Facetten mit sich selbst beschäftigt, dass andere Kulturen erst dann erkannt werden, wenn sie sich als "das Fremde" manifestieren. In diesem Sinne drei Mal typisch Hiesiges: "Was ist Heimat?", Tina Teubner & Ben Süverkrüp, "TV Eye Labelfest".

    "Junge Fußballfans in Wort und Bild" kommen bei "Was ist Heimat?", einer Veranstaltung der Schalker Fan-Initiative in der Flora, zum Zuge. Diese moderne, Sport affine Variante einer Landschaftsjugend hat aber nun erstaunlicherweise genau nicht Hools und renitente Gelsen-Blockwarte zu Gast, sondern "jugendliche Mitglieder eines Gelsenkirchener Galatasaray-Fan-Clubs, die Band „The Herbs“ von Consol 4, Besucher des Schwul-Lesbischen Jugendzentrums „The Point“, Studierende am Weiterbildungskolleg Emscher-Lippe bis hin zu jungen Menschen in der Jugendberufshilfe Stadt Gelsenkirchen". Weil die ja noch lernen müssen, was Heimat heißt? Weil das, was die zum Thema sagen, total unverdächtig sein sollte, irgendwie rechts oder regionalistisch zu wirken? Der OB, ein paar Sportler und andere lokale (Polit-)Promis werden auch da sein und für hübsche Bilder posieren. Schade, dass niemand aus anderen Heimaten eingeladen ist.

    Die spannenden, leicht durch den Kopf-Fleischwolf gedrechselten Tiefen und Untiefen tagtäglichen Beziehungsstresses sind mal wieder Thema bei Tina Teubner und Begleitung (Foto: Promo). Vielleicht endlich mal wieder ein ausverkauftes Katakomben Theater? Dort übrigens immer wieder angenehm: Die freundliche Distanz, mit der die zum Großteil Türkei stämmigen Betreiber sich all die immer wieder auf der Bühne ausgebreiteten, individuellen Zivilisationskrankheiten der Künstlerinnen und Künstler anschauen - auch wenn mal eine frischgebackene Trägerin des Deutschen Kleinkunstpreises 2010 (Sparte Chanson) anwesend ist - oder gerade dann?

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  32. 16 Februar 2010

    Charly Fiasco

    Charly Fiasco, Mittwoch, 17. Februar, 20.00 Uhr, AK47, Düsseldorf

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  33. 16 Februar 2010

    Noch ne Hymne zur Kulturhauptstadt: Der Checker

    Keiner redet mehr von der Kulturhauptstadt, aber der Checker liefert.

    Der 16jährige Thomas Karaoglan aus irgendeinem Armen-Stadtteil Duisburgs kann nicht richtig singen, aber er performed cool für die Zielgruppe. Und es gibt Regler in den Studios, einen Markt und damit die Option auf diese ganze Welt. Und es gibt Dieter Bohlen, der den in Gewinnerwartung bei Deutschland sucht den Superstar kräftig emporkrauchen lässt.

    Der Checker reicht zum kleinen Superstar, er hat das Vermögen wie seinerzeit, wie Les McKeown, der Singer der Bay City Rollers, die allererste Band meiner Cousinen und die meiner Knutschkonkubinen eine deutsche Teeniegeneration zu becircen.

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  34. 11 Februar 2010

    The Meteors


    The Meteors, Freitag, 12. Februar, 19.30 Uhr, FZW, Dortmund


  35. 10 Februar 2010

    Juhuu, es schneit!

  36. 10 Februar 2010

    Online-Kunst-Ausstellung: Stephan Tasch - Köpfe

    In den nächsten Wochen wird hier bei den Ruhrbaronen unsere erste Online-Ausstellung mit Werken von Stephan Tasch zu sehen sein. Den Anfang macht das Bild "Köpfe".

    Köpfe, 2001, Acryl, Kreide und Tusche auf Leinwand. Zur Großansicht...Klack

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  37. 10 Februar 2010

    The Cool Jerks


    The Cool Jerks, Donnerstag, 11. Februar, 20.00 Uhr, Druckluft, Oberhausen


  38. 9 Februar 2010

    iPad: Für Mad TV ein alter Hut…

    Der US Nachrichtenmagazin Mad TV hatte schon im Jahr 2007 sehr detaillierte Informationen über Apples iPad.

    (Pad kann auf Deutsch bedeuten: Notizblock, Stempelkissen, Unterlage oder auch .....)

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  39. 9 Februar 2010

    3 FÜR 7 - Diesmal: Ausstellungen und Museen

    damenwahl_vanessajackSkandal: Diesmal keine Skandale bei "3 FÜR 7"! Stattdessen ganz hochanständige Tipps, sogar ohne Zeitdruck á la "Da müssen Sie aber unbedingt am Mittwoch um 8 vor der Tür stehen!". Und ohnehin ist es Museen ja meist eh inne: Das Unaufgeregte, zumindest großteils Kontemplative. Die Einordnung, das Mitdenken, das Abgleichen des Gesehenen mit eigenen Erfahrungen und Ideen macht den Gewinn aus, nicht oder weniger das "Berieseln lassen". Obwohl: Da gibt es schon einiges, mit dem die Besucher sich zuerst einmal verwandt machen müssen, bei: "Damenwahl!", "Das Große Spiel", "Europäische Jugendkunstausstellung".

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  40. 9 Februar 2010

    Arctic Monkeys


    Arctic Monkeys, Mittwoch, 10. Februar, 20.00 Uhr, Philipshalle, Düsseldorf