Ruhrbarone » Auf dem Platz

15 Mrz 10

Paralympics VI: Eine schrecklich nette Familie

In Auf dem Platz | Keine Kommentare | Von Daniel Drepper

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Wer hätte es gedacht: Es wird stressig bei den Paralympics. Vier Stunden Schlaf pro Nacht und trotzdem häufen sich die ausstehenden Geschichten. Deshalb gibt es unten als Update nur schnell eine Geschichte, die ich unter anderem für Zeit-Online geschrieben habe. Zum Eindruck, den ich nach drei Tagen von den Paralympics gewonnen habe:

Die Winter-Paralympics in Kanada wollen sich offiziell nicht mit den Olympischen Spielen messen. Trotzdem betonen sie bei jeder Gelegenheit, wie akzeptiert, erfolgreich und gleichberechtigt ihre Veranstaltung mittlerweile sei. Dabei hätten sie das gar nicht nötig.

In Whistler treffen sich derzeit nicht nur die 500 besten behinderten Wintersportler der Welt, sondern – wie jedes Jahr um diese Zeit – auch jede Menge gut betuchte Touristen. Denn in Whistler gibt es nicht nur tolle Pisten, sondern auch teure Hotels, teures Essen und teure Souvenirs. Wer etwas auf sich und seine Geldbörse hält, fährt nach Whistler in den Schnee. Besucher zahlen im größten Wintersportgebiet Nordamerikas für einen Tagesskipass fast 100 Dollar. Wer in einem der vielen edlen Hotels eincheckt, muss nochmal das Dreifache für eine Übernachtung rechnen. Und Bier und Burger haben selbst für ein Skigebiet gesalzene Preise.

Trotzdem sind die geschwungenen, durchgeplanten, akkurat gepflasterten Straßen Whistlers Mitte März voll von hippen Ski- und Snowboardfans. Sie sind hier, um Ski zu fahren und Geld auszugeben. Nebenher laufen auf den großen Bildschirmen an der Talstation der „Excalibur Gondola Blackcomb“ die paralympischen Wettbewerbe auf einem riesigen Bildschirm. Viele Ski-Touristen bleiben zwischendurch stehen, um sich die Wettbewerbe anzusehen und die schallend laute Moderation zu hören. Und wenn abends, nach Schließung der Skilifte, auf der Medal Plaza der immergleiche Medaillensingsang ertönt, um die paralympischen Gewinner zu ehren, dann sind trotz widerlich-schneeigen Wetters tausende Zuschauer dabei.

Vielleicht sind es diese kanadisch-leichten Momente der fröhlichen Verbundenheit, des lauten, begeisterten Jubels, die dem Betrachter die paralympischen Winterspiele weniger trostlos vorkommen lassen. Weniger trostlos, als es die nackten Zahlen, der direkte Vergleich mit den Olympischen Spielen vermuten ließe. Nach der gut besuchten, knallig-bunten Eröffnungsfeier im großen BC Stadium zu Vancouver bestimmt vor allem in Whistler der Schneematsch das Bild. Denn tagsüber, bei geöffneten Pisten, sind die Paralympics für die Besucher Whistlers ganz sicher nicht die Hauptattraktion.Die olympischen Fanfeste sind abgebaut und in den Souvenir-Shops herrscht längst Ausverkauf. Bis zu 50 Prozent Rabatt gibt es auf einzelne Produkte und gegen Ende dieser Woche dürften Maskottchen, Mützen, T-Shirts und Anstecker noch einmal günstiger werden.

Derweil treten die Athleten in fünf Sportarten an. Schlitten-Eishockey und Rollstuhlcurlen finden in Vancouver statt, Ski-Alpin, Biathlon und Langlauf in Whistler. In den drei letztgenannten wird unterteilt zwischen sitzenden, stehenden und sehbehinderten Athleten. Damit es fair zugeht, bekommen schwerer beeinträchtigte Sportler Zeitvorteile. Und auch wenn es zwischen Fußball und Formel 1 Gefahr läuft, unterzugehen: Die deutschen Athleten haben sportlich erfolgreich begonnen. Die blinde Biathletin Verena Bentele und der gelähmte Alpine Martin Braxenthaler haben Gold geholt, Deutschland liegt im Medaillenspiegel auf Rang vier.

Während vor drei Wochen hunderte deutsche Journalisten von den Befindlichkeiten unserer Gold-Lena berichteten, könnten sich die Berichterstatter der Paralympics – mit Ausnahme der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender und einiger Stipendiaten – gemütlich an einem Frühstückstisch versammeln. Von ehemals 800 Zuschauerbussen sind nur noch gut 120 im Einsatz. Und diese sind seltenst wirklich gefüllt.

Wer sich in Whistler während der Wettkämpfe auf den Tribünen umschaut, sieht neben normalen Zuschauern auch viele freiwillige Helfer, Verbandsmitglieder und Familienangehörige. Natürlich gibt es auch gut besuchte Wettkämpfe, aber als Verena Bentele am Samstag die letzte Entscheidung des Tages gewann, sahen dies im abgelegenen „Whistler Paralympic Park“ kaum noch mehr als 100 zahlende Zuschauer. Die „Familie der Paralympics“ bekommt da eine ganz neue Bedeutung.

Andersherum ist gerade die familiäre Atmosphäre das große Pfund der Paralympics. Die Athleten sind nah und authentisch und ihre individuellen Lebenswege fast immer faszinierender als die manch stromlinienförmiger Olympiastarter. Sie haben viel mehr zu erzählen, auch zu abseitigen Themen. Es gibt bei der Anreise kaum nervige Staus oder Schlangen und vieles wirkt entspannter, natürlicher als bei Olympischen Kommerzspielen. Und wer das komplizierte Verrechnungssystem der Schadensklassen als gegeben akzeptiert und sich führen lässt von der Wettkampf-Moderation, der kann auch die sportlichen Duelle genießen.

Doch statt sich auf ihre Stärken zu besinnen, geraten die Beteiligten immer wieder in Versuchung, ihren Sport zu überhöhen. Seit 1976 gibt es paralympische Winterspiele und seitdem hat sich viel getan. Die Wettkämpfe sind professioneller geworden, mehr Länder nehmen teil und mehr Medien berichten. Erstmals sind die paralympischen Empfänge im gleichen deutschen Haus untergebracht wie die olympischen Abende kurz zuvor. Und dass Politiker und Funktionäre dem deutschen Behindertensportverband ihre Aufwartung machen, ist längst selbstverständlich.

Das alles ist eine gute Entwicklung. Deshalb gleich vom „zweitgrößten Sportevent der Welt“ zu sprechen, wie es der IPC-Vorsitzende Sir Philip Craven immer wieder tut, ist dennoch übertrieben. Paralympische Spiele bleiben aus vielen Gründen vorerst ein Randsport-Ereignis. Wer sich darauf einlässt, wird dennoch belohnt.

Das Foto habe ich in einem der Souvenir-Shops gemacht. Was dort so preisgünstig beworben wird, sind die Maskottchen dieser Spiele. Ein Foto von mir und Sumi, dem Maskottchen der Paralympics, ist vorerst leider verschollen. Es ist aber gemacht und wenn es wieder auftaucht, stelle ich es online. Versprochen.


14 Mrz 10

Paralympics V: Gold für eine blinde Biathletin auf der Suche nach Vertrauen

In Auf dem Platz | Keine Kommentare | Von Daniel Drepper

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Verena Bentele steht dort in ihrer dünnen Wettkampfkleidung, ohne Handschuhe, ohne Mütze. Sie hat mit drei Fernsehsendern gesprochen und mit dem Radio. Jetzt wollen auch noch Nachwuchsreporter von der Paralympics-Zeitung ein Zitat bekommen. Aber Verena Bentele friert. Die blinde Biathletin hat am ersten Tag der Spiele, bei ihrem ersten Start für Deutschland das erste Gold gewonnen. Es ist das achte Paralympics-Gold ihrer Karriere. Sie soll der deutsche Star dieser Spiele werden. Doch wenn sie krank wird, wird daraus nichts. Deshalb ist jetzt erstmal Schluss mit Interviews. Am Abend, nach der Medaillenvergabe auf der Medal Plaza in ... weiterlesen →


13 Mrz 10

Vom schwierigen Weg in die Formel 1

In Auf dem Platz | 4 Kommentare | Von Daniel Drepper

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Die Formel 1 gilt als das höchste, was ein Motorsportler erreichen kann. Am morgigen Sonntag startet die neue Saison. Mit Michael Schumacher, Sebastian Vettel und fünf weiteren Deutschen. Es fahren die 24 besten Fahrer der Welt um die Krone ihres Sports. Aber sind es wirklich die besten Fahrer? Wie Geld und die richtigen Kontakte bestimmen, wer in der Formel 1 starten darf. Wenn am Sonntag ab 13 Uhr ein Millionenpublikum zusieht, wie in Bahrain die neue Saison beginnt, dann sitzt David Hemkemeyer vermutlich in seinem kleinen Studentenzimmer in Peking und lernt. Vielleicht wird im Hintergrund der ... weiterlesen →



13 Mrz 10

Paralympics IV: Wie ich wegen einer Flasche Coke Diète fast die Eröffnung der Eröffnungsfeier verpasste

In Auf dem Platz | 1 Kommentar | Von Daniel Drepper

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Jaja, tatsächlich habe ich für 0,591 Liter Cola die ersten Minuten der Eröffnungsfeier verpasst – und beinahe am Ende auch noch das Entzünden der olympischen Flamme. Ich bin in Whistler angekommen, es ist teuer und ich seit mittlerweile 30 Stunden auf den Beinen. Gleich geht’s ein paar Stunden schlafen, deshalb vorerst nur ein kurzer Einblick mit einigen Bildern von der fast dreistündigen Eröffnungsfeier der Paralympics. Und der Aussicht auf mehr in den kommenden Tagen. Zehneinhalb Stunden Flug, eine komplizierte Akkreditierung und zwei Rush-Hours hat es bis zum BC Stadium in Vancouver Downtown gedauert. Eine halbe Stunde ... weiterlesen →


12 Mrz 10

Paralympics III: “Nicht die soziale Weihnachtsgans”

In Auf dem Platz | Keine Kommentare | Von Daniel Drepper

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Beginnen wir mit Frank Höfle, dem deutschen Fahnenträger bei der heutigen Eröffnungsfeier. Frank Höfle ist stark sehbehindert und immer wenn er mit dem Zug fahren will, spürt er seine Behinderung am stärksten. Höfle ist nicht vollkommen blind, aber doch so eingeschränkt, dass er kaum eine Chance hat, Fahrpläne, Bildschirme oder Hinweisschilder zu entziffern. Dann fragt Höfle nach und bekommt meist vernünftige Antworten. Er ist es gewohnt, sich helfen zu lassen - ob zu Hause, im Alltag oder bei der Arbeit. Wie fühlen sich Behindertensportler, wenn Sie medaillenbehangen von internationalen Einsätzen zurückkehren - und dann zu Hause ... weiterlesen →


11 Mrz 10

Podewitz live in Bremerhaven

In Auf dem Platz | Keine Kommentare | Von Stefan Laurin

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Ab und an schreibt Peter Podewitz hier bei den Ruhrbaronen. Morgen und übermorgen ist er mit seinem Bruder live zu sehen. Im Theater im Fischereihafen in Bremerhaven feiert ihr neues Comedy-Programm Premiere. Peter Podewitz gehört zu den wenigen Menschen, die den Umzug ins Ruhrgebiet als Geschichte ihres persönlichen Aufstiegs erlebt haben. OK, hier ist es genauso arm und hässlich wie in Bremerhaven, aber wenigstens stinkt es nicht überall nach altem Fisch. An den wird sich Peter im Moment wieder gewöhnen müssen, denn zusammen mit seinem Bruder Willi steht er am Wochenende in Bremerhaven auf der Bühne. ... weiterlesen →


11 Mrz 10

Paralympics II: Von älteren Herren und harntreibenden Mitteln

In Auf dem Platz | 1 Kommentar | Von Daniel Drepper

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Nach der Einführung "Paralympics I" von heute morgen gibt es nun meinen ersten Beitrag im Vorfeld der Spiele, von denen ich hier vermutlich täglich berichten werde und die am morgigen Freitagabend um 18 Uhr Ortszeit (Samstagnacht, 3 Uhr MEZ) beginnen. Es geht um Doping im Behindertensport und um die Probleme, die sich hiermit ergeben. Dopen auch behinderte Sportler? Natürlich ja. Vermutlich aber weniger, als nichtbehinderte Hochleistungssportler. Dafür gibt es für Behindertensportler weitere Möglichkeiten, die Chancen illegal zu verbessern. Der Versuch einer Annäherung. Vor acht Jahren war der Schock groß, als bei den Winterspielen in Salt-Lake-City ein ... weiterlesen →


11 Mrz 10

Paralympics I: Und ab geht’s, hinauf nach Whistler …

In Auf dem Platz | 4 Kommentare | Von Daniel Drepper

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Ab heute startet bei den Ruhrbaronen eine aller Voraussicht nach tägliche Berichterstattung zu den Paralympischen Spielen. Ich fliege am morgigen Freitag von Frankfurt nach Vancouver, sehe mir dort die Eröffnungsfeier an und fahre dann hoch ins Skigebiet nach Whistler, wo ich bis zum Ende der Spiele bleibe. Die Reise wird mitfinanziert durch ein Stipendium der Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände ABDA (Pressemitteilung hierzu) und des Deutschen Behinderten Sportverbandes DBS. Das zur Info, damit alle aufschreien, falls ich nicht kritisch genug berichte. Und: Ich freue mich über Anregungen. Ein grobes Programm ist zwar geplant, so folgen in den ... weiterlesen →


8 Mrz 10

Das Problem von SPD-Kraft heißt Ex-SPD-Clement

In Auf dem Platz | 27 Kommentare | Von David Schraven

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Die Spitzenkandidatin der SPD für die Landtagswahl in NRW, Hannelore Kraft, hat sich zu Hartz IV geäußert. Im Spiegel-Interview. Sie sagt, gut ein Viertel der Leute kriege sowieso keinen Job mehr, deswegen sollen die für einen Appel und einen Ei auf ihre Hartz-IV-Kohle anschaffen gehen. Alten Leuten vorlesen und so einen Krams. Mein Gott, welch ein Dejavu. Mir hat mal ein Kumpel die Geschichte von einem Interview mit Hannelore Kraft erzählt. Es ging um dies und das. Kraft wollte vor allem nichts mehr zu der Linkspartei sagen, wurde unwirsch und wiederholte andauernd: "Fragen sie mich nach ... weiterlesen →


4 Mrz 10

Post von Horn

In Auf dem Platz | 1 Kommentar | Von Stefan Laurin

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Mit Urich Horn hat nun ein weiterer ehemaliger WAZ-Top-Redakteur ein eigenes Blog gestartet: Bei "Post von Horn" geht es um Medien und Politik. Erst Alfons Pieper mit "Wir in NRW", nun Ulrich Horn mit "Post von Horn": Immer mehr ehemalige WAZ-Redakteure entdecken das Medium Blog für sich. Horn war von 1989 bis 2003  Landeskorrespondent der WAZ in Düsseldorf und bis zu seinem Ausscheiden 2008 Reporter der WAZ-Zentralredaktion. "Im Augenblick epxerimentiere ich noch mit dem neuen Medium", sagt Horn. Über Medien und Politik wird es in seinem Blog gehen: "Aber bis weit in den Sommer hinein werde ich ... weiterlesen →


26 Feb 10

Lasst uns Google Adsense angreifen

In Auf dem Platz | 28 Kommentare | Von David Schraven

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In der vergangenen Nacht war ich in Düsseldorf und hatte einen seltenen Einblick in die Internet-Abrechnungen eines großen Westdeutschen Verlages. Dieser Verlag, der hier anonym bleiben soll, betreibt eine verdammt große Nachrichtenseite. Eine der größten Deutschlands. Aber egal. Ich habe da etwas gesehen, worüber ich zuerst lachen musste, so richtig laut mit Schenkelklopfen. Dann musste ich ungläubig nachsehen, ob das auch wirklich stimmt, was ich da gesehen habe. Es stimmte. Seither denke ich nach. Ich hatte Einblick in das Intimleben eines Konzerns. Unfreiwillig, zufällig, aus Versehen. Ich habe die Google-Abrechnungen gesehen. Was der Laden so kriegt, dafür ... weiterlesen →


14 Feb 10

Letztes Update: Dresden: Gedenken, Trauern und Demonstrieren

In Auf dem Platz | 5 Kommentare | Von Jens Kobler

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Zum 65. Jahrestag der Bombardierung Nazi-Dresdens ist die Situation vor Ort heute grob in dreieinhalb Lager einzuteilen: Die Junge Landsmannschaft Ostdeutschland samt Verbündeten ruft „Gegen Bombenkrieg, Terror und Vertreibung“ auf die Straße. Dagegen protestiert das Bündnis „Dresden Nazifrei“ und will diesen „Trauermarsch“ unterbinden und in Teilen auch die Aktionen der Stadt Dresden kritisieren, daher das Motto „Keine Versöhnung mit Deutschland. Gegen jeden Geschichtsrevisionismus. Deutsche Täter/innen sind keine Opfer. Naziaufmarsch verhindern“. „Erinnern und Handeln für Dresden“ heißt es von Seiten der Kommune plus Anhang, Aktionsform ist hier vor allem die beliebte Menschenkette mit Lichtern. Im Folgenden ... weiterlesen →


13 Feb 10

Dresden – es geht um die Opfer – immer

In Auf dem Platz | 3 Kommentare | Von David Schraven

Die tausenden Kinder, Frauen und Männer von Dresden waren so unschuldig wie die Toten von Sheffield oder Guernica. Es geht darum, Krieg zu verhindern. Nicht Opfer zu Tätern zu machen, oder Täter zu Opfern. Aus diesem Grund sind wir gegen Faschisten. Wie wichtig es ist, sich rechtzeitig Gedanken über Bombenkrieg zu machen, zeigt auch der Angriff bei Kunduz. Es war nicht mutig, Menschen aus der Luft zu töten und nachher beten zu gehen. Unschuldige Menschen starben, weil Einzelne Morden mit Videospielen verwechseln und Verantwortliche ihre Verantwortung auf andere Abwälzen. Und nachher beten.


11 Feb 10

Doping-Verdacht ohne Folgen

In Auf dem Platz | Keine Kommentare | Von Daniel Drepper

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Heute gehen Meldungen durch die Nachrichten, dass die Welt-Anti-Doping-Agentur laut Kommunikationsdirektor Mark Adams 30 Sportler an der Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Vancouver hindern will. Sie seien im Vorfeld positiv gestestet worden. Angeblich soll es gegen 20 Uhr MESZ auf einer Pressekonferenz Neuigkeiten geben. Auch sollen in Zukunft Listen erstellt werden, auf denen Athleten die Namen ihrer Ärzte, Manager und Betreuer angeben müssen, damit das dopende Umfeld besser verfolgt werden kann. Hat das IOC in Sachen Doping dazugelernt? Vielleicht. Betrachtet man die Doping-Anschuldigungen der letzten Tage, vor allem durch Recherchen von ARD und ZDF ... weiterlesen →


6 Feb 10

Update: Projekt schwarz-grün: Landesdelegiertenkonferenz in Essen

In Auf dem Platz | 4 Kommentare | Von Jens Kobler

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Jürgen Rüttgers hat's gut, Angela Merkel hat's gut: Rechts und links nur willige Juniorpartner, und wer das nicht ist, also Die Linke, treibt ihnen ebenjene geradezu ins Himmelbettchen. Heute und morgen also Landesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90 / Die Grünen in Essen. Kann sich die Koma- sorry Klimakanzlerin auf gut aufgestellte und - im Gegensatz zur FDP - regierungsfähige Koalitionspartner freuen? Dazu die nächsten Stunden live und mit Updates aus der Messehalle West der Gruga. 17.00: Inzwischen redet Barbara Steffens, verheiratet mit einem CDU-Regierungspräsidenten, zum Thema "Soziales NRW: Für Gerechtigkeit und Zusammenhalt" und sagt (in dem Sinne): "Wer ... weiterlesen →