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111 Orte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss

Das Trainingsbergwerk der Ruhrkohle AG in Recklinghausen; Foto: Fabian Pasalk

Ich habe mir für dieses Jahr, so ab Mai, viel vorgenommen: Endlich wieder aufs Fahrrad steigen, mindestens zehn Kilogramm an Körpergewicht via Bike-Aktivitäten abzubauen und das Ruhrgebiet dabei zu erkunden.

Um, nach langer Abwesenheit, das Revier wieder besser kennenzulernen: Es hat sich ja einiges getan in den letzten Jahrzehnten. Solche Fahrradtouren wollen natürlich geplant sein.

Ein wichtiges Hilfsmittel bei der Planung solcher Expeditionen: Das Internet und Bücher!

Vor wenigen Tagen, während des Shutdowns, wurde ich auf ein Buch aufmerksam:

111 Orte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss

Autor des Buches ist Fabian Pasalk, der (Neben einem zweiten Ruhrgebietsband!) auch die Bücher 111 Orte in Essen, die man gesehen haben muss und 111 Orte in Wuppertal, die man gesehen haben muss veröffentlicht hat.

Diverse Ziele für meine nächsten Biketouren sind jetzt gespeichert.

Wer für den Frühling, Sommer und Herbst noch nach interessanten Ausflugszielen in de Region sucht oder das Ruhrgebiet besser kennenlernen möchte: Dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.

Eigentlich hatte ich nicht vor dieses Buch (Leseprobe!) komplett durchzulesen: Macht bei einem, nennen wir es mal: Reiseführer auch wenig Sinn. Es kam aber anders.

Die Informationen zu Orten, deren Geschichte und Bedeutung man sich bisher nicht bewusst war oder von denen man – trotz fast 30 Jahren an Leben in dieser Region – noch nie gehört hat, sind spannend geschrieben.

Die Verwunderung über bestimmte Orte, macht direkt Lust darauf weiterzublättern und neue Aspekte des Ruhrpotts kennenzulernen. Der angenehme Schreibstil des Autors und die großformatigen Fotos haben daran den größten Anteil.

Duisburg ist echt: Besuchenswert

Als Duisburger habe ich mich zuerst auf die im Buch aufgeführten Attraktionen meiner Heimatstadt gestürzt, lesetechnisch:

Der Garten der Erinnerung, der Hebeturm, die Liebfrauenkirche, der Museumsdampfer “Oscar Huber” und das Tauchgasometer im Landschaftspark Duisburg-Nord sind hier im Buch, unter anderem, aufgeführt.

Einige aufgeführte Orte meiner Heimatstadt, hatte ich bisher – zugegeben – nicht unbedingt als besuchenswert in meinem Hinterkopf gespeichert:

Wie zum Beispiel die gerade erwähnte Liebfrauenkirche. Den Mercatorbrunnen oder den Hebeturm kenne ich vom “Vorbeilaufen”.

Diese Punkte werde ich wohl in Zukunft, genau wie das Tausendfensterhaus, das ich nur vom “Vorbeifahren” mit der Straßenbahn her kenne, zukünftig bewusster wahrnehmen.

Dank des Buches habe ich neue alte Ziele meiner Heimatstadt wieder auf dem Radar.

Großformatige Fotos der vorgestellten Orte

Was mir auch an dem Buch gefällt: Das Buch “ermutigt” hintergründig dazu, es bei der Tour zu den ausgesuchten Orten mitzuführen. Auf den großformatigen Fotos zu den vorgestellten Orten, sind auch Wegbeschreibungen und Informationen wie Öffnungszeiten zu finden.

Der "Garten der Erinnerung" in Duisburg; Foto: Fabian Pasalk

Der “Garten der Erinnerung” in Duisburg; Foto: Fabian Pasalk

Das Ruhrgebiet besteht aber, bekanntermaßen, nicht nur aus Duisburg: Es gibt auch andere Städte im Pott, die mindestens genauso schön und besuchenswert wie Schimanski-City sind.

Der Rest vom Ruhrgebiet: Ebenfalls interessant!

Und im Punkte “andere Städte” hat sich das Buch wirklich für mich gelohnt, sind dort doch Orte genannt, von denen ich wirklich noch nie gehört habe!

Das fängt beim unterirdischen Flughafen in Bergkamen an: Dieses Licht- und Klanginstallation haben ich jetzt ebenso aus meiner Agenda wie das Amphitheater in Gelsenkirchen, den Köllnischen Wald bei Bottrop, den Hindutempel in Hamm und das Big Tipi in Dortmund.

Der Köllnische Wald bei Bottrop; Foto: Fabian Pasalk

Der Köllnische Wald bei Bottrop; Foto: Fabian Pasalk

Natürlich sind, neben dem bereits erwähnten Landschaftspark Duisburg-Nord, auch weitere Industrie-Locations im Buch zu finden:

So zum Beispiel das Trainingsbergwerk der Ruhrkohle AG (Erstes Foto im Beitrag!) in Recklinghausen, das Besucherbergwerk Graf Wittekind in Dortmund  und der Industriepark in Sprockhövel.

Alle 111 im Buch genannten Örtlichkeiten aufzuführen: Es würde den Rahmen des Beitrags und meine Agenda für die nächsten Fahrradtouren komplett sprengen. Drei weitere Orte habe ich aktuell aber, für einen Besuch, in Planung:

Die neue Synagoge in Bochum und zwei Örtlichkeiten in Essen: In Europas Zentrum für weiße Magie, Soul of Africa, wird die “weiße” Seite des Voodoo, bzw. des Vodun, wie es richtig heißt, (Das weiß ich auch erst durch dieses Buch!) gezeigt und erklärt.

Einen Besuch dieser Location habe ich, ebenso wie ein Vorbeisehen bei Speakers’ Corner 2.0, in Planung.

Fazit: Dieses Buch ist eine Pflicht für – bei den Schwaben nennt man es “Reigschmeckte” – Zugezogene die dauerhaft bleiben wollen (Natürlich im Ruhrgebiet!) und für Touristen die auf große Ruhrgebietstour gehen möchten.

Auch Menschen die hier geboren wurden und das Ruhrgebiet eigentlich kennen und lieben, lernen andere Seiten dieser Region kennen: Das Buch ermuntert dazu, das Revier aufmerksamer als bisher wahrzunehmen.

Wer im Ruhrpott wohnt und sich, wegen der COVID-19-Krise, jetzt öfter aufs Rad setzt um Orte zu besuchen, die nicht von Touristen und Besuchern überrannt sind: In diesem Buch wird man fündig.

111 Orte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss

Taschenbuch: 240 Seiten
Preis: 16,95 €
Verlag:
Emons Verlag; Auflage: 11 (27.März 2020)
ISBN-10: 3897058146
ISBN-13: 978-3897058149

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Ein Kommentar zu “111 Orte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss

  • #1
    Marion

    Die Reihe ist gut. Lasst mich ein weiteres Buch über das Ruhrgebiet ergänzen: Bereichernd sind auch die Ausflüge mit dem Buch von Ralf Koss und Stefanie Kuhne "111 Orte im Ruhrgebiet, die uns Geschichte erzählen". Was da erzählt wird, geht von der Antike bis zum Kulturhauptstadtjahr. Man erfährt wirklich viel, was es neben der bekannten Industriegeschichte auch alles bei uns gegeben hat. Natürlich gibt es auch Industriegeschichte aber fast immer mit Themen, die nicht oft im Blickpunkt stehen.
    Es gibt sogar einen Blog dazu
    https://orteimruhrgebietdiegeschichteerzaehlen.wordpress.com/

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