Ruhe in Frieden, Markus Volkmann

Markus Volkmann (zweiter von links) ist plötzlich und unerwartet verstorben, hier beim Eisadler Training in Dortmund | Foto: Peter Hesse

Mit großer Trauer nimmt die Eishockey-Familie des Ruhrgebiets Abschied von Markus Volkmann, der am gestrigen Tag verstorben ist. Er wurde beim Herner EV als Spieler groß und hat auch für die Eisadler Dortmund, EHC Gelsenkirchen und Bochum Lakers als Trainer und Sport-Funktionär gearbeitet.

Markus war ein Mensch, der mit Herz und Leidenschaft lebte – für seine Familie, seinen Beruf und den Eishockeysport. Viele Jahre war Herten im nördlichen Ruhrgebiet seine Heimat. Dort führte er als selbstständiger Physiotherapeut seine Praxis und war für viele Menschen ein verlässlicher Ansprechpartner und ein unermüdlicher Helfer. Doch wer Markus kannte, wusste, dass seine größte Leidenschaft dem Eishockey gehörte.

Aufgewachsen in unmittelbarer Nähe der Eishalle in Herne, entwickelte er schon früh seine Liebe zu diesem Sport. Was als Begeisterung in der Kindheit begann, blieb ihn ein Leben lang. Noch bis zuletzt engagierte er sich als Trainer der Damenmannschaft der Eisadler Dortmund und investierte viel Zeit und Herzblut in sein Team. Besonders stolz war Markus auf seine beiden Kinder. Trotz der Trennung von ihrer Mutter verband ihn mit ihnen ein enges und liebevolles Verhältnis. Seine Tochter verfolgte mit ihrem Studium des internationalen Rechts ehrgeizige berufliche Ziele. Sein Sohn Luke machte den Traum wahr, den Markus selbst einst gelebt hatte: eine Profi-Karriere im Eishockey.

Ein unermüdlicher Förderer, Ratgeber und treuer Begleiter

Von den ersten Schritten auf dem Eis bis zum Profisport in Deutschland und Nordamerika begleitete Markus den Weg seines Sohnes mit großer Hingabe. Er war Förderer, Ratgeber und treuer Begleiter. Früher brachte er Luke zu unzähligen Spielen und Trainingseinheiten. Später blieben die Gespräche nach jedem Spiel ein fester Bestandteil ihrer besonderen Vater-Sohn-Beziehung. Diese Telefonate waren weit mehr als sportliche Analysen – sie waren Ausdruck einer tiefen Verbundenheit, die beide über viele Jahre miteinander teilten.

Auch wenn Markus nicht jedes Spiel seines Sohnes besuchen konnte, der aktuell bei den Icefighters Leipzig spielt, war er bei Begegnungen in der Nähe regelmäßig auf der Tribüne anzutreffen – häufig gemeinsam mit seiner Tochter Lucie. Seine Unterstützung und sein Stolz waren für seine Kinder stets spürbar. Mit Markus Volkmann verliert seine Familie einen liebevollen Vater, Freunde einen loyalen Weggefährten und die große Eishockeygemeinschaft im Ruhrgebiet einen engagierten Sportler, Funktionär und Trainer, der Generationen von Spielerinnen und Spielern mit seiner Erfahrung, seiner Leidenschaft und seiner Menschlichkeit geprägt hat.

Sein Andenken wird in den Herzen all derer weiterleben, die ihn kannten, mit ihm gearbeitet, gelacht und den Sport mit ihm geteilt haben. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und Angehörigen, seinen Freunden und Sportskameraden.

Autorenseite: Peter Hesse
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